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Alltag

Drei Kinder sind Chaos

Eine Geschichte aus dem Alltag

11. April 2017

Ich habe einen neuen Hausarzt. Keine Ahnung was mit meinem alten passiert ist. Plötzlich war in seiner Praxis eine neue Ärztin und die Arzthelferinnen, die ich so sehr mochte, sind auch nicht mehr da. Ich könnte natürlich die neue Ärztin fragen wo mein alter Arzt hin ist, aber er war alt und ich habe Angst, dass mir die Antwort nicht gefällt. Ich könnte die neue Ärztin auch als neue Hausärztin nehmen, aber es hat sicher einen Grund warum die netten Arzthelferinnen nicht bei ihr geblieben sind und sicher ist sie der Teufel.

Na jedenfalls habe ich jetzt einen neuen Hausarzt. Einen ganz netten Griechen der nach Sommerurlaub aussieht und gleich um die Ecke ist. Eigentlich nimmt seine Praxis gar keine neuen Patienten auf, aber als ich heute früh mit Jonah am Tresen stand und mein Glück in der offenen Sprechstunde versuchen wollte waren alle vom Baby so angetan, dass ich jetzt doch ein neuer Patient sein darf.

Mein neuer Hausarzt liebt Kinder. Alle zwei Minuten guckte eine der Arzthelferinnen bei uns rein und alle witzelten, dass sie kontrollieren würden ob das Baby noch bei mir, oder schon bei ihm sei. Im Nachhinein klingt das etwas unheimlich, aber ich war vorhin davon noch ganz begeistert.

Er selbst hat drei Kinder. Eigene, nicht von Patienten geklaut. Hoffe ich. Ein Kind, sagt er, sei perfekt. Bei zwei Kindern sei eines ein Mamakind und eines ein Papakind. Das sei doof. Drei Kinder seien Chaos. Pures Chaos. Und das sei am schönsten. Er würde immer wieder drei Kinder haben wollen. Ich mag Chaos. Jetzt muss ich mir überlegen wie ich Tom von zwei, statt nur einem weiteren Kind überzeuge.

Stillen findet er auch toll. Ich soll so lange stillen wie wir mögen. Tragen auch. Er schreibt mir nach Ostern aber trotzdem ein Rezept für Physiotherapie auf. Stillen und Tragen kann den Rücken schließlich schon mal unangenehm belasten. Und die letzten Nächte saß ich statt zu liegen mit dem Baby im Arm im Bett, das gerade Dauerstillt. Etwas für den Rücken klingt also ganz gut. Ein heißes Bad verschreibt er mir auch. Das Rezept löse ich gleich heute Abend bei Tom ein.

Beim Blutabnehmen erzählte er mir noch wie ich ihn erreichen kann. Nur per Telefon. Internet gibt es hier nicht. Wegen der Trojana. Ich nickte verständnisvoll. Schließlich will ich mir nicht noch einen neuen Hausarzt suchen.

Während ich google was das Hashimoto Syndrom ist, überlege ich mir weiter Kindernamen. Für zwei weitere Kinder ist unsere Namensliste nämlich noch zu kurz.

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6 Kommentare

  • Antworten Heide 11. April 2017 um 13:10

    ich liebe diesen Artikel. Ich weiß gar nicht warum, aber er war so schön!

    • Antworten Isabell 11. April 2017 um 13:24

      Wirklich richtig schön!! P

  • Antworten Nadine 11. April 2017 um 17:08

    🙂
    Meine Hausärztin und alle Arzthelferinnen sind auch super. Als mein Lütte klein war, musste ich nie lange warten, sondern bin immer sofort dran gekommen. Ich muss aufgrund einer kleinen OP am Zehn auch schon vier, fünf Wochen nach Geburt da ein paar Mal hin. Das fand ich so klasse. Dafür würde ich auch bei jeder anderen Frau in der gleichen Situation gerne länger warten.

  • Antworten Ulrike 13. April 2017 um 11:35

    Liebe Ivy, ich bewundere immer wieder den Teppich, der auch hier zu sehen ist. Darf man fragen, wo Ihr das gute Stück erstanden habt?
    Liebe Grüße

    • Antworten Ivy 16. April 2017 um 18:53

      Der Teppich ist von Urban Outfitters. <3

  • Antworten Dadi 13. April 2017 um 12:44

    Du schreibst so wundervoll, so leicht und jedes Mal zaubert es ein Lächeln auf mein Gesicht. Danke dafür.

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