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#coolmomsdontjudge | Schluss mit dem Mom-Shaming

Für mehr Toleranz und Respekt im Club der Mütter

8. Juni 2018
#coolmomsdontjudge | Schluss mit dem Mom-Bashing | Für mehr Toleranz und Respekt im Club der Mütter
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Mit dem Baby im Arm dachte ich, dass ich jetzt im Club der Mütter sei, in dem sich alle unterstützen und füreinander da sind. Machen wir doch schließlich alle ähnliche Erfahrungen, wollen das Beste für unsere Kinder und sind am Ende des Tages meist gleich müde. Aber scheinbar habe ich mir die Club-Beschreibung nicht richtig durchgelesen.

Seit mein Babybauch sich das erste Mal deutlich von einem Foodbaby unterschied, scheine ich plötzlich alles falsch zu machen, was man so falsch machen kann. Mein Bauch war anderen zu klein und zu groß, ich habe mich selbst für die einen zu sehr für mein ungeborenes Baby zurückgenommen, weil ich in der Schwangerschaft kaum mehr auf Partys von Freunden ging, sondern lieber um 20 Uhr eingeschlafen bin, für die anderen war es unverantwortlich, dass ich mit Baby im Bauch zur Hochzeit von Freunden nach Madrid flog. Ich habe und lasse gerade wieder alle 8 Wochen einen Ultraschall bei meiner Frauenärztin machen, was für einige Mütter Kindesverletzung ist und andere finden es unverantwortlich, dass ich die Vorsorgetermine im Wechsel bei einer Hebamme habe und nicht alle vier Wochen beim Frauenarzt eine Ultraschalluntersuchung machen lasse.

Ich stille dem einen mit 22 Monaten zu viel, dem anderen zu wenig, im Familienbett schläft unser Sohn natürlich noch bis er 18 Jahre alt ist und danach vermutlich auch noch und Peppa Wutz und die Sendung mit dem Elefanten zeigen natürlich, dass ich als Mutter keine Zeit mit meinem Kind verbringen möchte und wir keine tiefe Bindung haben. Und reden wir gar nicht erst darüber, dass mein Kind mit etwas über einem Jahr in die KiTa kam. Viel zu früh und viel zu spät und überhaupt können Kinder sich nur dann richtig entwickeln, wenn sie zuhause betreut werden.

Es ist egal was ich mache oder eben nicht, es ist irgendwem zu viel und dem anderen zu wenig. Wer mir nicht ins Gesicht sagt, dass ich eine schreckliche Mutter bin, der tuschelt hinter vorgehaltener Hand und mustert mich missbilligend von oben bis unten, weil ich mein Kind im Tragetuch durch die Weltgeschichte trage oder im Kinderwagen zum Einkaufen schiebe.

Ja, ich weiß, viele meinen ihre Ratschläge oder verwunderten Blicke und Fragen sicher nicht böse, aber ein „Wie, du stillst noch immer? Also wir haben schon vor Monaten abgestillt. Kinder brauchen das doch gar nicht mehr in dem Alter.“ hinterlässt auch nach mehrmaligem Hören nicht das Gefühl den richtigen Weg eingeschlagen zu haben oder vom Gegenüber in seinem Tun unterstützt zu werden.

Respekt und Toleranz

Es müssen nicht alle einer Meinung sein, den gleichen Weg gehen oder alle Ansichten teilen. Ich sehe und mache Dinge schließlich auch anders, als viele Mütter in meinem Umfeld. Aber wir sollten es nicht raushängen lassen wenn wir der Meinung sind, nur unsere Art mit Kindern umzugehen sei die richtige. Bevor wir den Mund aufmachen, egal ob in der Bahn oder unter einem Foto auf Instagram, sollten wir erstmal tief durchatmen und überlegen, ob das was wir sagen oder schreiben wollen uns selbst nicht schrecklich weh tun würde.

Wenn eine Mutter abstillen möchte oder dem Moment entgegen fiebert, egal ob nach wenigen Monaten oder nach einigen Jahren, dann muss ich sie nicht blöd anmachen, ihr von den Vorteilen des Stillens erzählen um ihr ein schlechtes Gewissen zu machen oder überheblich davon erzählen, dass ich das niemals denken oder tun würde und einfach die Zähne zusammenbeiße, weil ich ja das Beste für mein Kind will. Wir wollen alle das Beste für unsere Kinder und wir wissen nicht in welcher Situation die andere Mama ist, wie es ihr geht und was ihre Beweggründe sind. Und das ist nur eines der etlichen Beispiele, die mir fast jeden Tag online und offline begegnen.

Im Club der Mütter fehlt Toleranz, Respekt und das Einfühlungsvermögen anderen Müttern gegenüber, dass wir doch unseren Kindern gegenüber eigentlich alle besitzen sollten. Und was sind wir für Vorbilder für unsere Kinder, wenn wir untereinander nicht einmal freundlich bleiben können? Austausch ist wichtig, Diskussionen bringen uns neue Ansichten, aber bitte alles im richtigen Ton und wenn wir das nicht können, dann sollten wir uns unseren Kommentar einfach verkneifen.

#coolmomsdontjudge

Hinter dem Hashtag #coolmomsdontjudge verbirgt sie die Kampagne von Löwenzahn Organics entstanden. und den zwei Gründerinnen Liz Sauer Williamson und Carmen Lazos Wilmking, die Babynahrung herstellen um andere Mamas zu unterstützen. Beides coole Mamas mit zusammen fünf Kindern und genug eigenen Erfahrungen mit blöden Kommentaren. Sie haben eine repräsentative Forsa-Befragung von 1.010 Müttern in Auftrag gegeben, die ein ein trauriges Ergebnis zeigt.

77 % der Befragten Mütter, also mehr als drei von vier Frauen gaben an, dass sie schon einmal für den Umgang mit ihrem Kind kritisiert wurden und ganze 72 % davon fühlten sich deshalb schon mal als eine schlechte Mutter. Dafür wünschen sich 86 % der Mütter mehr Toleranz und Unterstützung von Müttern untereinander. Und genau dafür will Löwenzahn Organics mit ihrerer Kampagne und zusammen mit uns sorgen.

#coolmomsdontjudge | Schluss mit dem Mom-Shaming | Für mehr Toleranz und Respekt im Club der Mütter | forsa Umfrage von Löwenzahn Organics

Schluss mit dem Mom-Shaming

Eigentlich ist es ja ganz leicht. Wir sollten uns manchmal einfach unseren Kommentar verkneifen. Den kann man dann gerne im Nachhinein mit der besten Freundin beim Kaffee „diskutieren“, aber der betreffenden Mama nicht einfach ins Gesicht schmettern ohne ihre Hintergründe zu kennen oder darüber nachzudenken, was unser Kommentar bei ihr auslöst. Diskussionen sollten immer mit Respekt geführt werden und nur dann, wenn wir mehr zu sagen haben als: „Mein Weg ist der richtige, deiner der falsche.“.

Es sind die kleinen Gesten im Alltag, die uns Müttern gut tun. „Kann ich dir etwas abnehmen?“ statt „Bei euch sieht es aus, als hätte der Blitz eingeschlagen“ kann Wunder bewirken. Genauso wie ein Lächeln in der Bahn, wenn eine Mama mit einem Kind auf dem Arm verschwitzt und erschöpft in den Wagon hechtet. Bei einem Trotzanfall im Supermarkt kann man Fragen ob es okay ist das Kind abzulenken, statt missbilligend zu gucken oder einen unpassenden Spruch abzulassen und auf dem Spielplatz hat mich letztens eine andere Mama gerettet, als mein Sohn seinen Bärenhunger verkündete und sich auf dem Boden warf, ich aber vollkommen verplant nichts eingepackt hatte. Sie hat uns mit ein paar Keksen ausgeholfen und den Tag gerettet. Den bösen Keksen mit Zucker.

Wir müssen akzeptieren, dass es tausend Wege gibt, nicht nur unseren und das wir alle verschieden sind, niemals perfekt und das das vollkommen okay ist. Schluss mit dem Mom-Shaming.

Lächelt andere Mamas an, reicht Feuchttücher, wenn sich ein fremdes Kind von oben bis unten mit Schokoeis eingesaut hat, auch wenn ihr gegen Zucker in den ersten Jahren seid und sagt einer Mama einfach mal, dass sie einen echt guten Job macht, so wie sie ihn macht. Unter #coolmomsdontjudge könnt ihr euren Senf dazu geben, natürlich mit Rezept und Toleranz. 😉 Auf Instagram, Facebook oder Twitter freuen wir uns über jeden Beitrag, der dazu beiträgt, etwas mehr Liebe und Verständnis in den Club der Mütter zu bringen.

#coolmomsdontjudge | Schluss mit dem Mom-Shaming | Für mehr Toleranz und Respekt im Club der Mütter

*Dieser Beitrag enthält Werbung und ist in Kooperation mit Löwenzahn Organics entstanden.

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1 Kommentar

  • Antworten Jasmin 21. Juni 2018 um 8:54

    Dazu kann ich nur eins sagen: Amen!
    Warum man sich nicht einfach seinen Teil denkt, finde ich höchst seltsam. Als ob man in anderen Lebensbereichen auch immer alles sagt, was einem so durch den Kopf geht.. aber bei Muttis ist das ok? Nein!
    Ich denke mir leider auch häufiger als gewollt negatives, wenn ich andere Mütter beobachte. Aber mittlerweile achte ich bewusst darauf, warum ich etwas nicht gut finde, hinterfrage mich selbst und stelle mir die Frage, warum die andere Mama so und so handelt.. es sind allermeistens ja auch nur Momentaufnahmen, die man mitbekommt..
    Liebe Grüße,
    Jasmin

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