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Kolumne Mama trägt

Diese Tage | Momstyle und Gedanken zum After Baby Body

Wenn nichts mehr geht, einfach tief durchatmen und die zu enge Jeans in die hinterste Ecke verbannen – #afterbabybody

21. Juli 2016
Enthält Werbe-Links*

Nach der Schwangerschaft macht es nicht plötzlich BÄM und man ist wieder zurück im alten Körper. Die komplette Rückbildung dauert etwa so lange wie die Schwangerschaft und erst nach etwa acht Wochen beginnt der Abbau von Körperfett. Die kleinen Polster werden als Kraftreserven benötigt, der Körper muss sich von der Geburt erholen und sich auf die neue Situation einstellen. Stillen und Tragen ist kein Kinderspiel und man braucht viel Energie. Mutter sein ist außerdem kein Zuckerschlecken und es gibt immer mal wieder Phasen in denen man mehr Kraft braucht. Auch hier freut sich der Körper über kleine Reserven. Das ist alles völlig logisch und ich bin stolz auf das, was mein Körper geleistet hat und noch immer leistet und ich gönne ihm jedes kleine Pölsterchen. Ich liebe alles an mir, weil es das erschaffen hat, was für mich die Welt bedeutet. Ich bin fein mit meinem weichen Bauch, den breiteren Oberschenkeln und dem dickeren Po. Meistens zumindest.

Es gibt Tage, da breche ich vor dem Spiegel in Tränen aus. Sie sind selten, aber nicht wegzureden. Ich stehe dazu, dass ich trotz all der Liebe für mein Kind und meinen Körper diese ganze Weichheit und die paar Kilo mehr ab und an einfach zum Kotzen finde.

#momstyle | #afterbabybody | Fashion | Outfit | Diese Tage | ivy.li

Gestern war so ein Tag. Die Nacht war kurz, stündliche Stillpausen haben mich kaum schlafen lassen und zusammen mit der Sonne hat sich Jonah entschieden in den Tag zu starten. Ich war müde, noch bevor ich wirklich wach wurde. Meine Brüste liefen aus, die nassen Flecken aus Milch und Spucke ließen sich nicht mehr voneinander unterscheiden und der Sommer schlug über Nacht zu und heizte alles auf. Mir war warm und ich schwitze. Ich brauchte zwei Anläufe um meine Zähne zu putzen und die Haare kämmte ich erst gegen Mittag. Als ich mich für einen kleinen Spaziergang aus meinen Schlabbersachen schälte und versuchte in eine Jeans zu steigen die einfach nicht mehr zugehen wollte, ein T-Shirt anzog unter dem sich ein wabbeliger Bauch abzeichnete und mir ein Gesicht mit dunklen Augenringen aus dem Spiegel entgegen schaute, brach ein Damm und ich heulte erbärmlich. Da halfen auch keine lieben Worte und ernstgemeinten Komplimente von Tom. Für einen Moment war ich todunglücklich und wollte nichts weiter als meinen Frust aus mir herauszuweinen. Ich vergaß kurz warum mein Körper so weich ist, was er alles geleistet hat und warum ich doch eigentlich so stolz auf ihn bin. Aber das ist okay. Manchmal passiert das einfach und man sollte es geschehen lassen. Wenn mir alles zu viel wird hilft mir weinen um die Last loszuwerden und wieder Platz für neue Kraft zu schaffen.

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Die zu enge Jeans und das T-Shirt wanderten nach einmal tief durchatmen, fertig weinen und wieder stolz auf mich sein nach ganz hinten in den Schrank. Ich nehme das wieder gelassen, schließlich gibt es ja noch meine Umstandsjeans und ich kann ganz gut damit leben, mir noch zwei drei weitere Shirts zu kaufen, die etwas lockerer Sitzen. Und der Spaziergang in einem lockeren Rock und einem luftigen Shirt tat nach dem kleinen Ausbruch gleich doppelt so gut. Und damit ich für die nächste kurze Nacht genug Energie habe, besorgten wir noch schnell Sahne für einen abendlichen Kakao. Der schmeckt nämlich ohne Zucker, dafür aber mit einer ordentlichen Sahnehaube verdammt lecker und glich auch ganz gut aus, dass es zum Mittag nur mein Frühstück gab.

#momstyle | #afterbabybody | Fashion | Outfit | Diese Tage | ivy.li

Heute morgen sah auch gleich schon wieder alles ganz anders aus. Jonah schlief zum ersten Mal länger als zweieinhalb Stunden, nämlich ganze fünf! F-Ü-N-F STUNDEN! Gut, danach war wieder alles beim Alten, aber immerhin! Ich bin ausgeschlafener als die letzten Tage und gerade hat er mich, vielleicht auch meine Brust, breit angestrahlt.

Rock – People Tree (ähnlichen hier & hier) | T-Shirt – Weekday (ähnliches hier) | Schuhe – Deichmann (ähnliche hier)

Die Schuhe sah ich übrigens bei Regina, fand sie super und ein paar Tage später brachte sie mir Tom einfach vom Einkaufen mit. <3

#momstyle | #afterbabybody | Fashion | Outfit | Diese Tage | ivy.li

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8 Kommentare

  • Antworten Jane Jones 21. Juli 2016 um 13:46

    du bist großartig und machst das ganz toll !

  • Antworten Nadine 21. Juli 2016 um 14:19

    Völlig normal und daher besonders wichtig, dass das mal jemand auch so erzählt zwischen all diesen »Wie toll das alles ist« Geschichten im Netz. Dieses »Was für ein After-Baby-Body«-Gequatsche ist ganz großer Müll. Dein Körper hat ein Kind gemacht, scheiß auf zu enge Jeans 🙂 EIN KIND!

    P.S. Falls es dich tröstet: Wird alles wieder. Kopf hoch!

  • Antworten Bridge 21. Juli 2016 um 15:46

    Ich glaube solche Worte wie du sie gewählt hast geben ganz vielen Frauen mehr als du denkst und ich als selber wahnsinnig kritische Frau (ganz unabhängig von Schwangerschaft & Co) mag ich dir einfach sagen: du siehst wunderschön aus.

  • Antworten Caro 21. Juli 2016 um 20:28

    Jep. Solche Tage kommen immer wieder, aber Du machst es genau richtig! Und Du siehst toll aus!

  • Antworten Mona 21. Juli 2016 um 21:54

    Danke für deine ehrlichen Posts!! Ging mir ganz genau, geht mir nach vier Monaten manchmal immer noch so. Der eigene Körper kann einen vor Herausforderungen stellen, manchmal muss man sich selbst erinnern, sich zu lieben wie man ist, weil man etwas Großartiges geschafft hat.

  • Antworten Magda 22. Juli 2016 um 23:08

    <3

  • Antworten Janika 23. Juli 2016 um 14:40

    Ich bin heute auf deinem Instagram Account gelandet und somit auf dem Blog. Erst dachte ich mir, ne Mama Sachen interessieren mich ja gar nicht, aber ich finde es auch als nicht Mama sooo schön zu lesen wie sich der kleine Mann entwickelt und wie du damit umgehst. Und vielleicht habe ich ja in ein paar Jahren selbst einen Mama Blog 🙂

  • Antworten Christina 11. August 2016 um 15:01

    Danke für deine offenen Worte. Ich habe mich da an einigen Stellen total wieder gefunden. Ich muss zugeben, ich habe noch gar nicht erst versucht, die alten Jeans anzulegen und vorsorglich erstmal noch zu den Umstandshosen gegriffen. ^^‘ Das da die Umstandshose, die zum Ende der Schwangerschaft zu sehr zwackte, jetzt gut sitzt, war dabei auch ganz schön für’s Gefühl.
    Aber immer wenn der Blick in den Spiegel ohne Shirt geht, muss ich auch schlucken und denke mir, gut, dass du jetzt sowieso nicht baden willst und bis nächsten Sommer wird das doch wohl irgendwie wieder, oder? (ODER?) Leider hat es mich bei den Schwangerschaftsstreifen voll erwischt – und auf der hellen Haut sieht man die so super, dass ich manchmal über dieses „Zebra-Muster“ scherze. Hoffe, die verblassen noch ein wenig… :-/
    Sonst nervt mich vor allem das nächtliche auslaufen und auch Spannungsgefühl am Morgen, weil die Kleine in der Nacht immer nur so ein bisschen trinkt und ich am Morgen kaum weiß, wo ich sie zuerst anlegen soll… o.O

    Aber ich bin überzeugt, das wird alles wieder gut. Haben vor uns schon ganz viele andere überstanden. 😉

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