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Baby

Erstausstattung | Must-haves für das Baby

Was man in der ersten Zeit mit Baby braucht und was nicht

22. August 2017

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Wenn ein Baby auf die Welt kommt braucht es vor allem eins: Liebe! Ganz viel davon. Und ein bisschen hiervon und davon. Was wir als Erstausstattung gebraucht haben (und was nicht) und was ich euch für Tipps mit auf dem Weg geben kann, habe ich euch in diesem Beitrag zusammengefasst.

Kurz vor der Geburt bin ich irgendwann in Panik ausgebrochen und habe die Liste aus dem Geburtsvorbereitungskurs mit alle den Produkten die unerlässlich für die ersten Tage, Wochen und Monate mit Baby schienen abgearbeitet und angehäuft wovon mich mein Mann nicht abbringen konnte. Gut 14 Monate später krame ich unbenutzte Sachen aus Kisten im Keller und versuche sie bei ebay-Kleinanzeigen zu verschenken.

Auf den ganzen Listen im Internet und die einem gerne mal in Kursen und Arztpraxen in die Hand gedrückt werden stehen so viele Dinge drauf, die man eigentlich gar nicht braucht. Und wenn man tatsächlich in diese Situation kommen sollte, dass sie doch unerlässlich für einen sind, dann gibt es auch nach der Geburt noch Zeit sie zu organisieren. Für den Anfang braucht es nämlich eigentlich gar nicht so viel.

Erstausstattung Baby-Kleidung

Erstausstattung | Baby Kleidung | Wolle, Seide, Baumwolle | Waschmittel | Wickelbody | Wollwalk | ivy.li

Nein, ihr müsst nicht eine ganze Kommode mit Kleidung füllen oder schon mal die nächsten Größen auf Vorrat parat haben. In der Regel reicht es vollkommen aus eine kleine Auswahl an bequemen Kleidungsstücken zu haben, in der das Baby mit euch kuscheln kann. Wir bekamen während der Schwangerschaft gesagt, dass unser Kind sehr groß werden würde und in den Armen hielten wir dann ein 48 cm Baby, das keine 3 Kilo auf die Waage brachte. Die vorsorglich gekaufte Kleidung in 56 war dann natürlich viel zu groß und auch 50 schlabberte überall. Aber mit ein bisschen Umgekrempel passte dann doch alles.

Das richtige Waschmittel

Bevor es losgeht mit Babykleidung fangen wir lieber mit dem richtigen Waschmittel an. Schließlich muss man Babykleidung ziemlich oft waschen. Babyhaut ist zart, weich und empfindlich. Am besten reizt man sie nicht unnötig und verzichtet optimalerweise auch auf starke Duftstoffe, wie sie in handelsüblichen Waschmitteln und Weichspüler zu finden sind. Wollt ihr eurem Baby einen Gefallen tun verzichtet ihr auch bei eurer Wäsche darauf und lasst die Finger von Parfüms und stark parfümierten Pflegeprodukten. Euer Baby mag am liebsten euch riechen. Wir nutzen schon lange ökologisches Waschmittel von Ecover. Ich kann das Waschpulver sehr empfehlen, da es nahezu geruchsneutral ist. Das Flüssigwaschmittel riecht hingegen sehr stark und ich bekomme schon bei kleinen Mengen Kopfschmerzen. Sowohl meine Haut, die gerne mal gegen dieses und jenes eine allergische Reaktion hervorbringt, als auch die Haut unseres Kindes vertragen es sehr gut. Die Wäsche wird sauber und weich. Weichspüler kommt bei uns gar nicht zum Einsatz.

Wolle, Seide und Baumwolle

Egal ob Sommer oder Winter, Wäsche aus Wolle und Seide eignet sich ganz hervorragend. Beides wirkt temperaturregulierend und verhindert ein überhitzen und hält gleichzeitig an kühlen Tagen warm. Wem die Pflege zu aufwändig ist sollte bei reiner Baumwolle bleiben.

Basics

Wickelbodys sind gerade in der Anfangszeit sehr praktisch, kleine Babys mögen es oft nicht, wenn man ihnen etwa über den Kopf anzieht. Außerdem sind weiche Hosen mit breitem Bund eine gute Investition. Ich mag Pumphosen besonders gerne. Sie können auch gerne schon eine Nummer größer sein, sie wachsen ein bisschen mit. Enge Hosen, Jeanshosen oder Hosen mit schmalem Bund, Kordeln zum Festziehen oder Knöpfen finde ich für kleine Babys ungeeignet. Die Kleinen wollen es weich und kuschelig haben und das kleine Bäuchlein soll nicht von etwas eingeschnürt oder eingedrückt werden. Hosen mit Füßen sind zwar süß und in den ersten Tagen wirklich praktisch, aber sie müssen recht schnell wieder aussortiert werden, denn sie wachsen nicht mit. Ich würde lieber ein paar Söckchen mehr kaufen. Strumpfhosen sind etwas elastischer und zwei, drei Paar machen sich in der Erstausstattung immer gut. Die aus Merinowolle sahen bei uns länger schön aus, als die aus Baumwolle. Socken aus Baumwolle und Wolle kann man gerne zu viel haben. Auch kleine Baby haben die magische Fähigkeit sie zu verlieren. Schuhe braucht eigentlich kein neugeborenes Baby. Wir haben erst weiche Lederpuschen gekauft, als unser Sohn anfing draußen die nasse Frühlingswelt zu entdeckte.

Strampler empfand ich übrigens als eher unpraktisch. Beim Wickeln eine Hose herunterzuziehen und den Body zu öffnen war einfacher und schneller als einen Strampler an- und auszuziehen. Die Bodys wurden regelmäßig angespuckt und mussten gewechselt werden, die Hosen blieben weitaus länger sauber. Einen Strampler hätten wir immer komplett wechseln müssen.

Habt lieber einen Schlafanzug zu viel als zu wenig. Windeln laufen gerne nachts über. Hier ist ein Einteiler bequemer und praktischer als ein Zweiteiler, da kein Oberteil hochrutsche kann.

Zwei, drei dünne Jäckchen oder Wickeloberteile sollten auch in der Erstausstattung nicht fehlen. Oberteile die man über den Kopf ziehen muss würde ich erst später nutzen.

Für Draussen

Ganz kleine Babys tragen auch im Sommer ein kleines Häubchen aus Baumwolle, Seide oder einem Wolle/Seide-Mix wenn sie aus dem Haus gehen. Winterbabys brauchen noch eine Mütze, am besten aus Merinowolle.

Egal ob frisch geboren oder schon ein bisschen größer, für Herbst und Winter kann ich einen Wollwalk-Overall empfehlen. Sie sind dünn, lassen Platz zum Bewegen und halten trotzdem schön warm, lassen das Baby aber gleichzeitig nicht überhitzen wenn man angezogen mit ihnen aus dem Kalten ins Warme kommt und ein bisschen dort bleibt.

Heißer Tipp

Mein absoluter Tipp und Must-have für die Erstausstattung? Dreieckstücher. Sie ersparen euch mindestens einmal am Tag das Wechseln des Bodys!

Unser heißgeliebter Wollwalk-Overall kommt von Hessnatur, dort gibt es auch schöne Wolle/Seide-Teile, Minibär hat ökologische Kleidung die sogar mitwächst, auch bei Hans Natur haben wir nachhaltige Kleidung gekauft und die Dreieckstücher und Schlafanzüge von H&M sind günstig, weich und wirklich schön.

Erstausstattung für die Stillzeit

Erstausstattung für die Stillzeit | Baby | Stillkissen | Still-BH | Stilleinlagen | ivy.li

Ich ging davon aus stillen zu können und befasste mich gar nicht erst mit Flaschennahrung. Lief zum Glück ganz gut bei uns und läuft auch nach 14 Monaten noch. Zum Stillen braucht es eigentlich gar nicht viel. Aber es gibt ein paar Sachen die wirklich helfen. Detaillierte Informationen findet ihr in meinem Artikel über kleine und große Stillhelfer.

Stillkissen

Ein Stillkissen ist eine wirklich gute Investition. Schon in der Schwangerschaft kann es einem mit Babybauch im Bett einen erholsameren Schlaf verschaffen und auch das Stillen in der ersten Zeit läuft damit einfach entspannter. Wir haben das Stillkissen von Alvi und es wird vermutlich auch noch nach unser Stillzeit im Bett liegen, denn ich kuschle mich sehr gerne hinein oder nutze es als Rückenstütze wenn der Sohn lieber auf mir schlafen möchte oder ich noch lange lese.

Still-BH

Ein guter Still-BH, am besten ohne Bügel, ist gerade in der Anfangszeit ein guter Helfer. Bei einem Still-BH lässt sich einfach die Klappe herunterklappen um zu stillen und optimaler Weise ist er schön weich und passt sich der Brust an, die gerne mal größer und kleiner innerhalb kurzer Zeit wird, während sich die Milchproduktion einpendelt. Die Still-BHs von Emma-Jane mag ich besonders gerne. Sie geben auch sehr großen Brüsten halt. Inzwischen trage ich sie nur noch Nachts, tagsüber bin ich auf Bügel-BHs ohne festen Cup umgestiegen.

Stilleinlagen

Legt euch einen großen Vorrat an Stilleinlagen zu. Ich bin in den ersten Wochen und Monaten ständig ausgelaufen. Ich probierte diverse Stilleinlagen aus und bin am Ende bei denen von Penaten hängen geblieben.

Spucktüchern

Egal ob ihr stillt oder nicht, deckt euch mit Spucktüchern ein. Wir hatten in jedem Raum eines liegen und brauchten sie alle. Ständig lief das Baby aus. Sie müssen nicht mal hübsch sein. Mir haben recht günstige und schlichte Spucktücher gereicht.

Fläschchen, Säuglingsnahrung und Milchpumpe

Solltet ihr nicht stillen wollen oder können, solltet ihr am besten mit eurer Hebamme über die passende Säuglingsnahrung sprechen. Wollt ihr stillen, könnt es aber wider Erwarten nicht oder es klappt aus einem anderen Grund nicht so recht, müsst ihr euch nicht stressen. Alles ist gut. Auch Flaschenkinder haben eine tolle Bindung zu ihren Eltern und werden groß. Ich bin zum Beispiel eines. Aber ihr müsst euch nicht auf diese Eventualität einstellen und schon mal massig Flaschen und Milchpulver anschaffen. Klappt es nicht wird euch im Krankenhaus alles für die erste Zeit gegeben. Apotheken führen auch alles was ihr braucht und es gibt immer eine in eurer Nähe die Notdienst hat.

Auch eine Milchpumpe muss nicht für den Fall der Fälle schon bereit stehen. Man kann sie sich in Apotheken leihen.

Es geht auch ohne Sterilisator und bei Von guten Eltern erklärt euch eine Hebamme warum man eigentlich nicht ständig alles sterilisieren muss, was das Kind in den Mund bekommt.

Erstausstattung für Babys Schlaf

Babybett, Beistellbett oder Familienbett?

Wir haben uns bereits vor der Geburt dafür entschieden das Baby bei uns schlafen zu lassen. Nicht in einem eigenen Bett, sondern im Beistellbett. Aber natürlich hatte das Kind seinen eigenen Plan. Das Beistellbett (wir kauften das Babybay Maxi) war eine ganz wundervolle Ablage für Bücher, meine Wasserflasche, das Handy und Snacks und meinen Po, wenn das Baby sich im Bett mal wieder so viel Platz nahm als wäre es keine halben Meter, sondern fünf ganze groß. Wir schlafen alle zusammen in einem Bett, in einem Familienbett. Wer darüber mehr wissen möchte und worauf man achten sollte wenn das Baby mit im Bett schläft kann sich gerne meinen Beitrag über unser Familienbett durchlesen. Dieser Weg ist der richtige für uns, aber natürlich nicht für jeden und das ist auch vollkommen okay so. Ich empfehle aber offen für alles zu sein und nicht zu sehr an einem Plan festzuhalten, den man machte bevor man wirklich wusste was auf einem zu kommt. Ich würde aber ein Beistellbett immer einem separaten Babybett vorziehen.

Die richtige Matratze

Egal ob im eigenen Bett, Beistellbett oder im Familienbett, wichtig ist, dass die Matratze auf der das Baby liegt nicht zu weich, sondern hart ist. Auch wenn ein Baby noch nicht viel wiegt, nach einer gewissen Zeit kann es in weichen Matratzen einsinken. Im Beistellbett hatten wir eine feste Matratze aus Kokosfasern und im Familienbett schlafen wir auf einer Matratze von Emma. Wir hatten in den ersten Monaten unter dem Bettlaken eine wasserdichte Betteinlage an der Stelle liegen, auf der das Baby am meisten lag. Nicht nur für eventuell durchweichte Windeln, sondern auch für auslaufende Milch (in der Anfangszeit muss sich die Milchproduktion erst einpendeln) und um die Matratze vor Babyspucke zu schützen.

Schlafsack statt Decke und Kissen

Babys brauchen noch kein Kopfkissen. Ihre Proportionen sind ganz anders als unsere und ein Kissen kann ihnen sogar Schäden zufügen. Außerdem kann es wie bei einer zu weichen Matratze passieren, dass das Baby darin einsinkt und dadurch überhitzen oder es kann zu einem Atemrückstau kommen.

Unser Sohn schläft von Anfang an in einem Schlafsack. Wir bekamen zur Geburt von Freunden ein Babymäxchen von Alvi geschenkt und waren davon so begeistert, dass wir diesen noch in weiteren Größen die nächsten Monate nachkauften. Gerade im Familienbett ist ein Schlafsack für ein Baby die sicherste Variante. Schläft das Baby im eigenen Bett oder im Beistellbett und mag partout keinen Schlafsack kann man eine Bettdedecke einsetzten, sollte aber ein paar Dinge beachten: Die Decke sollte flach sein und dem Baby nur bis zur Brust gehen. Am besten schlägt man die Decke am Fußende unter die Matratze, so dass sie nicht hochrutschen kann. Das Baby sollte weit unten im Bett liegen, so dass es Nachts nicht nach unten rutschen und dadurch unter die Decke kommen kann. Ich würde aber immer empfehlen es zuerst mit einem Schlafsack zu probieren.

Pucktuch

Vielen Babys hilft in den ersten Wochen und Monaten das Pucken um ruhig schlafen zu können. Dabei werden sie in ein Tuch oder einen Pucksack eingewickelt und sollen dadurch die vermisste Geborgenheit aus dem Mutterleib erfahren. Uns hat das Pucken keine ruhigeren Nächte gebracht, aber ich kenne viele Babys die es in der ersten Zeit liebten. Zum Pucken eignen sich die wunderschönen Swaddle-Tücher von Aden + Anais hervorragend. Die richtige Technik kann man sich von der Hebamme zeigen lassen.

Wolldecke für den Tagschlaf und Unterwegs

Für die diversen Tagschläfchen war eine Wolldecke ein treuer Begleiter. Eine Wolldecke aus reiner Bio-Merinowolle ist temperaturausgleichend und kann sowohl im Winter als auch Sommer zum Zudecken genutzt werden. Die Decke ist ganz weich und anschmiegsam, darin ließ sich das Kind auch gut einwickeln.

Babyphone

Unser Baby schlief nie alleine in einem anderen Zimmer und auch jetzt bin ich noch oft im selben Raum. Mittagsschläfchen hielt der Babysohn neben oder auf uns und in den ersten Wochen sind wir Abends alle gemeinsam ins Bett gegangen. Für uns gab es damals keinen Bedarf für ein Babyphone und erst jetzt, nach knapp einem Jahr, kommen wir ab und an in Situationen in denen wir eines gebrauchen könnten. Für die Erstausstattung ist es aber meiner Meinung nach nicht essentiell. Gerade wenn man in einer kleineren Wohnung wohnt, die Tür zum Schlafzimmer nur angelehnt ist und das Kind meistens bei einem. In einem Haus, oder wenn Geschwisterkinder durch die Wohnung poltern und Türen geschlossen werden müssen ist das natürlich etwas anderes. Bei den Schwiegereltern schlafen wir unter dem Dach und Abends bin ich gerne nach dem Zubettbringen noch etwas unten bei den anderen. Wir nutzen dort eine Kamera die mein Schwiegervater ursprünglich als Überwachungskamera nutzte. Über eine App auf dem Handy habe ich das Kind im Blick. Bevor ihr schon vorsorglich ein Babyphone kauft, wartet erstmal ab und testet ob wirklich Bedarf für eines besteht.

Krabbeldecke

Wenn das Baby nicht gerade auf uns lag oder im Tragetuch schlief, lag es neben uns. Ganz zu Beginn auf einem Stillkissen, dass wir zu einem kleinen Nets zusammenlegten und mit einem Tuch oder T-Shirt von Papa in Form hielten. Etwas später wanderte das Baby auf einer Krabbeldecke mit durch die Wohnung. Wir habe eine wirklich schöne Krabbeldecke von Alvi mit einem geometrischen und dezenten Muster die weich gepolstert ist.

Stubenwagen

Für das zweite Kind würde ich vermutlich einen Stubenwagen, Korb oder sogar eine Federwiege in Erwägung ziehen. Ich glaube mit einem Kleinkind und einem Baby ist es eine gute Idee einen etwas sicheren und abgegrenzten Ort zum Ablegen zu haben, wenn man das Baby nicht gerade in einem Tuch trägt, es aber nicht in einen anderen Raum alleine lassen möchte.

Schnuller

Wir haben weder zum Beruhigen noch zum Einschlafen einen Schnuller im Einsatz. Unser Kind mochte und mag sie einfach nicht. Rückblickend würde mir ein Schnuller ab und an alles etwas vereinfachen, aber im großen und ganzen sind wir weiterhin ganz zufrieden darüber, dass der Sohn keinen nimmt. So müssen wir ihm später keinen abgewöhnen. Aber er hatte und hat auch jetzt noch ein starkes Saugbedürfnis und so gibt es Phasen in denen ich die Nacht oder das Mittagsschläfchen lang nicht weg kann und stille. Jedes Kind hat andere Vorlieben und wenn ihr euch für einen Schnuller entscheidet solltet ihr euch erstmal durch die gängigen Formen testen, bevor ihr von einer Sorte einen kleinen Vorrat anschafft.

Erstausstattung für die Babypflege

Erstausstattung für die Baby Pflege | Baden | Wickeln | Körperpflege | ivy.li

Wasser und Öl

Weniger ist mehr. Ein Baby braucht nicht viele Pflegeprodukte. Wir sind das erste Jahr ganz hervorragend mit Wasser und natürlichem ÖL ausgekommen. Mandel-Öl wurde und wird zum Massieren, Einölen nach dem Baden und ab und an als Badezusatz benutzt. Auch zum Reinigen des Windelbereiches haben wir die ersten Monate vollkommen auf Feuchttücher verzichtet und weiche Waschlappen, warmes Wasser und etwas Mandel-Öl genutzt. Ein paar Worte über unsere Wickelroutine und worauf wir bei der Pflege des Windelpos achten, könnt ihr in meinem Artikel über nachhaltige und achtsame Babypflege lesen.

Badezeit

Die ersten Wochen haben wir das Baby im Waschbecken gebadet, später nahmen wir ihn oft einfach mit uns in die Wanne. Einen extra Sitz für Babys braucht es nicht und auch die Babybadewanne kommt bei uns nur selten zum Einsatz. Hat man keine Wanne sieht das natürlich etwas anders aus und dann ist eine Babywanne wirklich praktisch. Ein einfacher Wäschekorb geht natürlich auch. Die Babywanne von Stokke lässt sich zusammenfalten und nimmt dadurch wenig Platz weg.

Statt einem Badethermometer haben wir zu Beginn immer ein Bratenthermometer genommen. En Fieberthermometer übernimmt die Aufgabe auch sehr gut. Es hat aber nicht lange gedauert bis wir die perfekte Temperatur einfach mit dem Handgelenk spüren konnten.

Extra Babyhandtücher sind zwar süß, ganz normale tun es aber auch.

Wie oben schon erwähnt haben wir zum Baden etwas Öl hinzugetan, ab und an landete auch etwas Muttermilch im Badewasser. Ein kleines Baby braucht noch keine Badezusätze und auch das Haar muss nicht mit Shampoo gewaschen werden. Auch nach 14 Monaten reicht und Wasser und Öl oft vollkommen aus. Solltet ihr unbedingt Pflegezusätze nutzen, kann ich euch die Calendula-Serie von Weleda empfehlen. Sie steht bei uns in der Dusche und wir Erwachsenen nutzen sie auch sehr gerne.

Heilwolle gegen wunde Babypos

Für wunde Babypos hat uns Heilwolle und Kokosöl gereicht. Heilwolle kann man sowohl online als auch in Apotheken und einigen Drogerien kaufen. Unser liebstes Kokosöl ist von Rapunzel. Cremes und Puder kamen noch nie zum Einsatz. Tipps und unsere Erfahrungen könnt ihr im Artikel Hilfe für wunde Babypos nachlesen.

Windeln

Gewickelt wurde bei uns zu Beginn mit Windeln von Naty, später von LILLYDOO. Inzwischen gibt es die LILLYDOO-Windeln auch schon für die kleinsten Babys. Ich mag die Windeln sehr und es ist ungemein praktisch sich keine Sorgen um Nachschub machen zu müssen oder Windeln nach hause schleppen zu müssen, da sie im Abo zu einem kommen.

Wickelaufsatz statt Wickelkommode

Statt einer richtigen Wickelkommode hatten wir einen Wickelaufsatz von Puckdaddy auf einer Malm-Kommode liegen. Das war eine ganz hervorragende Idee, denn schon nach einigen Monaten haben wir den Wickelaufsatz wieder abgenommen, da das Kind sich so viel bewegte, dass das Wickeln auf dem Boden oder Bett weitaus einfacher für alle war und ist. Eine große Wickelkommode hätte sich nicht gelohnt und zu viel Platz weggenommen.

Heizlüfter

Weil Babys es gerne warm haben und damit man sich Zeit auf der Wickelkommode lassen kann, haben wir uns einen Heizlüfter gekauft. Wir wollten keinen Heizstrahler an der Wand befestigen und den Heizlüfter kann man auch mit ins Bad nehmen um den Raum schnell aufzuwärmen. Wir haben uns extra einen Heizlüfter für Nasszellen angeschafft. Dieser stand auf der Wickelkommode etwas erhöht in der einen Ecke am Kopfende und bließ auf schwacher Stufe und ganz leise warme Luft um das Kind ohne es punktuell zu heiß werden zu lassen.

Körperpflege

Babynägel wachsen unglaublich schnell, eine Nagelschere die Vorne abgerundet ist eignet sich am besten zum schneiden. Es gibt extra spezielle Babynagelscheren. Ein flexibles Fieberthermometer sollte auch in keiner Wickelkommode fehlen. Es gibt Sets in denen man alles zusammen bekommt. Ich würde mir eines schenken lassen, aber nicht unbedingt selber kaufen. Nasensauger, Nagelknipser und Kamm wurden bei uns nicht gebraucht. Eine weiche Babybürste hat in den ersten Wochen zwar keine Haare gebürstet, aber den Kopf ganz leicht gestreichelt und der Sohn mochte es sehr. Eine Bürste aus weichen Naturborsten mag ich am liebsten.

Erstausstattung für Unterwegs

Erstausstattung für Unterwegs | Baby | Babyschale | Kinderwagen | Tragetuch | Wickelrucksack | ivy.li

Kinderwagen

Nein, man braucht keinen Kinderwagen in der Erstausstattung. Wir hätten zumindest keinen gebraucht. Babys sind in der Regel sehr gerne ganz nah bei Mama und Papa und viel zufriedener in einem Tragetuch oder einer Babytrage. Das gilt natürlich nicht für alle, aber für die meisten. Unser Baby war ein Tragekind und lag eher ungerne im Kinderwagen. Für einen Ausflug in den Supermarkt um größere Einkäufe zu erledigen war der Kinderwagen durchaus praktisch, aber ich bin auch oft einfach nur mit dem Tragetuch, einem Rucksack und einer Schultertasche losgezogen. Wir sind auch heute, nach 14 Monaten noch oft mit der Trage, statt mit dem Kinderwagen unterwegs, inzwischen lässt sich das Kind aber sehr gerne schieben. Mir hat es aber auch schon mit Minibaby ungemein Spaß gemacht den Kinderwagen zu schieben, auch wenn es nur für ganz kleine Strecken war. Als Grundausstattung für einen Kinderwagen kann ich, egal ob Sommer oder Winter, ein Lammfell empfehlen. Das wirkt temperaturregulierend und lässt das Baby nicht überhitzen. Wenn ihr euch für einen Kinderwagen entscheidet achtet darauf, dass die Babywanne sowohl in der Länge als auch Breite groß genug ist. Das ist bei den meisten Kinderwagen leider nicht der Fall. Eine gute Federung sollte auch vorhanden sein, sonst rumpelt und pumpelt es bei jedem Schritt. Mir persönlich it es ausserdem wichtig, dass das Baby nicht so unglaublich tief liegt. Gerade bei den trendy Kinderwagen sehe ich das oft. Das Baby kann noch nicht so weit gucken und wenn es unten, irgendwo auf Kniehöhe liegt, kann es euch nicht mal ansatzweise erkennen. Ich bin ziemlich in den Kinderwagen von Angelcab verliebt und teste ihn gerade.

Tragetuch und Babytrage

Am Anfang haben wir ein elastisches Tragetuch benutzt. Die von Sollybaby finde ich ich wirklich schön und sie geben nicht zu schnell nach. Später kamen noch ein paar gewebte Tragetücher hinzu. Die Tragetücher von Didiymos und Yaro mag ich sehr. Wir haben auch zwei Babytragen die wir, und besonders gerne mein Mann, nutzen. Der Carrier von Storchenwiege hat uns schon mit kleinem Baby wirklich gute Dienste geleistet und für das Kleinkind ist inzwischen eine FlyTai von Fidella in der Toddler-Size eingezogen. Beide Tragen sind ein schöner Mix aus Tragetuch und Komforttrage, die Schulterbänder werden gebunden und verteilen dadurch das Gewicht sehr angenehm. Während bei der Storchenwiege der Hüftgurt mit einer Schnalle geschlossen wird und dadurch zwar fix an einer Person sitzt, aber bei zwei Trägern immer wieder weiter oder enger gemacht werden muss, wird die Fidella auch an der Hüfte gebunden.

Rucksack statt Wickeltasche

Mit Stillbaby halte ich eine Wickeltasche für überflüssig. Das durfte ich schon nach den ersten Tagen mit Wickeltasche merken, wollte es mir und meinem Mann aber partout nicht eingestehen, weil ich so lange mit der Suche nach er perfekten Wickeltasche nervte. Ich bin meistens mit einem Rucksack unterwegs und darin habe ich eine Windeltasche mit den nötigsten Sachen. Ich liebe ja meinen Rucksack von Fjällräven und bin damit an der Mamafront nicht alleine. Was ich alles in meiner Windeltasche habe und warum eine Wickeltasche nichts für mich ist, könnt ihr in meinem Artikel Was kommt in die Windeltasche nachlesen.

Babyschale

Wir sind nicht viel, aber doch ab und an mit dem Auto unterwegs und wie die meisten sind wir mit dem Auto vom Krankenhaus nach Hause gefahren. Eine Babyschale ist in fast jeder Erstausstattung unerlässlich. Wir haben den Britax Römer BABY-SAFE i-SIZE. Worauf man bei einer Babyschale achten muss und wie wir sicher mit unserem Baby im Winter unterwegs sind, könnt ihr hier nachlesen.

Schutz für zarte Babyhaut

Wer ein Winterbaby hat in der Erstausstattung eine Fettcreme haben um die zarte Babyhaut vor kaltem Wind schützen zu können. Ich mag den Calendula Wind- und Wetterbalsam von Weleda. Der macht sich auch gut in Mamas Gesicht.

Ihr habt fragen? Habe ich etwas vergessen? Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Schreibt mir einfach.

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10 Kommentare

  • Antworten Caro Line 22. August 2017 um 14:54

    Huhu, danke für die nützlichen Tipps – woher sind denn diese wirklich tollen Wickeljäckchen? LG Caro

    • Antworten Ivy 22. August 2017 um 15:40

      <3 Die sind von Hessnatur.

  • Antworten Janine 22. August 2017 um 15:43

    Thema Spielzeug (Mobilee, Spielbogen etc.)! Das finde ich auch ganz spannend. Bei uns haben Hand und Fuß ausgereicht, um unsere Kleine in manchen Situationen ein wenig abzulenken. Aber Spielgeschenke von Familie und Freunden blieben trotzdem nicht aus. 🙂

    Ansonsten wirklich toller Beitrag. <3

    Liebe Grüße,
    Janine

  • Antworten Anne 23. August 2017 um 8:11

    Vielen Dank für den tollen Beitrag. Unser Baby kommt Anfang Oktober zur Welt, sodass ich mich ein bisschen an deinem Artikel orientieren kann. Bis auf ein bisschen Bekleidung ist noch nicht so viel vorhanden. Die Anschaffungen sollen erstmal auf das Nötigste begrenzt werden. Ohne viel Schnickschnack.
    Liebe Grüße
    Anne

  • Antworten mimamo 23. August 2017 um 13:16

    Der Artikel ist super! Nach 2 Kindern, das dritte im Werden, kann ich alles nur bestätigen. Grade was das Stillen angeht: Ich bin mega ausgelaufen jedes Mal am Anfang und die einzigen Einlagen, die wirklich viel aufgehalten haben, waren die oben genannten (nein, das ist keine Werbung, das habe ich durch ausführliches Durchtesten aller beim Dorgeriemarkt angebotenen Marken herausgefunden, daher kann ich deine Einschätzung nur bestätigen!). Hätte so gerne waschbare verwendet, aber das konnte ich total vergessen…

  • Antworten Laura 23. August 2017 um 13:35

    Stilleinlagen haben ich irgendwie überhaupt nicht gebraucht (war ich aber auch die einzige in meinem Mami-Kosmos), Kinderwagen und BabyPhone hingegen jeden Tag. Sonst stimme ich allem voll zu 🙂 Mandelöl ist beste!

  • Antworten Frau Vroni 24. August 2017 um 14:09

    Toller Artikel…kann man mit den beiden vorgestellten Tragen auch auf dem Rücken tragen? Lg

    • Antworten Ivy 26. August 2017 um 20:04

      Ja, man kann mit beide Tragen auch auf den Rücken tragen.

  • Antworten Anne 28. August 2017 um 10:35

    Wie lustig, mein kleiner Sohn wurde vor 13 1/2 Monaten geboren und mir ging es genauso. Was habe ich alles angeschafft…. Lustig, dass ich mittlerweile ähnliche Erfahrungen gemacht habe und sogar die gleiche Windelmarke und Pflegeprodukte benutze wie du 🙂

  • Antworten Theresa 28. August 2017 um 16:11

    Mein Baby ist jetzt 10 Tage alt und ich kann alles so unterschreiben. Auf unserem Beistellbett liegt alles – nur das Kind nicht. Und generell merke ich jetzt wie viel unnötigen Kram es gibt! Wir kommen mit wenig aus und die Tochter braucht in Prinzip nur 24/7 Nähe und die Brust 😊

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