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Alltag

Alltag Family Wochenende in Bildern

Wochenende in Bildern 24. und 25. Juni

Eiskaffee für alle (außer das Kind)

25. Juni 2017
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Die letzten Wochenenden war es hier ziemlich ruhig. Allgemein passierte hier nicht viel. Das lag an einem Familienurlaub und ganz viel Antriebslosigkeit, die nur ganz langsam wieder nachlässt. Nicht auf den Bildern ist das Abarbeiten von knapp 100 noch ungelesenen Mails. Puh.

Samstag

Kurz vor vier Uhr. Der Sohn ist wach und gut drauf. Ich kuschele mich mit ihm auf das Sofa und trinke einen Tee, während er sich mit Bauklötzen wieder müde gespielt hat und wir uns noch mal zum Papa ins Bett legen.

Aus dem Urlaub brachte der Sohn einen Löffel mit, der immer plötzlich in einer Ecke der Wohnung auftaucht. Gestern saß er plötzlich mit dem Löffel neben mir auf dem Sofa und schneller als ich gucken konnte, versuchte er mein Dinkelpoppies aus meiner Müslischale zu löffeln.

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Wir machen uns gegen 9 Uhr auf zum Einkaufen. Etwas Obst fehlt, Milch, Joghurt und etwas für das Abendessen. Mit Regenjacke und Schirm geht es raus in den Nieselriegel. Wieder daheim ist mein Rucksack klatschnass. Eine Packung Milch ist ausgelaufen.

Zeit für einen Eiskaffee. Anfang der Woche machte ich Cold Brew und damit schmeckt er wirklich lecker und geht so schnell.

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Der Regen hört nicht auf, aber uns dreien fällt die Decke auf den Kopf und wir werfen uns wieder in Regensachen und gehen raus. Wir spazieren über das Wohlwillstraßenfest, das ist auch bei RegenSonneRegenSonneRegenSonne schön.

Für Tom gibt es ein Gözleme und jeder von uns darf unter dem Regenschirm einmal abbeißen.

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Ich kaufe mir ein Eis.

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Auf dem Rückweg spazieren wir noch etwas durch die Stadt und gucken bei habitat nach einer neuen Lampe.

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In der U3 sind die Aufkleber und Türgriffe spannender als die Aussieht auf den Hafen.

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Wieder daheim machen wir noch etwas Quatsch, bevor der Sohn ins Bett geht und wir uns Abendessen gönnen. Ich brauche drei Anläufe um es zu essen. Seit Anfang der Woche steckt der Wurm wieder im Nachtschlaf. Maximal eine Stunde am Stück, gerne auch mal bloß 15 Minuten. Nach der ersten Runde Schlaf weint das Kind bitterlich, will aber nie auf den Arm, oder den Schoß. Reden und Singen hilft nicht, anfassen mag er sich auch nicht lassen und er strampelt wütend mit den Beinen. Ich würde ihm so gerne helfen.

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Ich erwische mit meiner Gesichtsmaske eine etwas längere Schlafphase und genieße mein entspanntes Leberwurstgesicht, bevor ich duschen gehe und mit Tom in mehreren kleinen Etappen einen Becher Peanut Butter Cup-Eis esse und American Gods weiter gucke.

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Sonntag

Während Tom eine Runde Joggen geht, rabauken der Sohn und ich rum.

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Danach geht es für uns drei ab in die Hafencity. Casper hat zum Schlummerkino mit Frühstück im Bett geladen. Wir packen die Teller voll und lassen sie uns ans Bett bringen.

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Es lief Darjeeling Limited (ich liebe den Film) und der Sohn enterntainte gut gelaunt die anderen Gäste.

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Auf der Heimfahrt dauerte es keine 5 Minuten bis das Kind friedlich einschlief. Mit zwei mega gemütlichen Kissen bepackt spazierten wir noch bei Nieselregen durch die Hafencity und Speicherstadt. Frische Luft tut auch bei Nieselregen gut.

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Aus einem Fenster wird uns plötzlich ein ziemlich leckerer Burger im Toast von F*Burger gereicht. Top Werbeaktion. Wir kommen sicher mal vorbei!

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Der Sohn blubbert jetzt fleißig Bäuche. Gestern lernte er das von Tom und heute zieht er einem dafür sogar schon extra das T-Shirt hoch.

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Es gibt wieder einen Eiskaffee, wir sind alle seit 5:30 Uhr wach und soooo müde. Heute werde ich definitiv früher ins Bett gehen!

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Bevor das Kind ins Bett geht, räumen wir noch unser Bücherregal aus und auseinander. Über ebay Kleinanzeigen haben wir auch direkt eine Käuferin gefunden die es noch vor 19 Uhr abholt.

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Mit etwas Obst und Joghurt setzten wir uns gleich aufs Sofa und hoffen, dass er Sohn heute etwas mehr als 15 Minuten am Stück schlafen kann.

Mehr Wochenende in Bildern gibt es bei Susanne auf Geborgen Wachsen. <3

Alltag Family Wochenende in Bildern

Wochenende in Bildern 27. und 28. Mai

Göttingen mit viel Sonne und roten Punkten

28. Mai 2017
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Wir sind seit Mittwoch in Göttingen, das Kind bekommt immer noch zwei neue Zähne und wir haben ganz ohne Krippe schon die erste KiTa-Krankheit.

Samstag

Der Sohn rollt noch vor dem Frühstück über die überdachte Terrasse.

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Heute Abend gibt es Kohlrabi in Frischkäsesoße und der Opa schneidet schon fleißig das Gemüse.

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Tom und ich packen den Sohn ein und wir fahren in die Stadt. Ein bisschen spazieren und gucken, ob noch ein kleines Schläfchen drin ist. Hier wird nämlich ordentlich an den Öhrchen gezogen. Wir haben Glück und das Baby nickt in der Trage ein. Wir nutzen den Moment und fotografieren mein Outfit.

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Auf dem Rückweg zum Auto ist die Laune wieder Bombe und der Finger kommt wieder zum Einsatz. Bitte einmal an allem stehen bleiben und anfassen.

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Bubs.

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Unterwegs kaufen wir noch zwei Stücke belegte Focaccia für einen Mittagssnack.

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Eine reife Mango muss noch gegessen werden und zusammen mit Himbeeren, Joghurt und Poppies wird sie als zweites Frühstück verspeist.

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Ich schiebe den leeren Joghurt Teller weg und gönne mir direkt im Anschluss mein Stück Focaccia. Mit Oliven, Fenchel und Salsiccia. Das müssen wir unbedingt nachkochen.

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Nackig wird auf der Terrasse gespielt. Die Kleidung soll nicht so lange über die doofen kleinen Pünktchen schubbern und es ist soooo warm.

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Natürlich wird trotz enormer Müdigkeit nicht geschlafen und erst bei Papa in der Trage kommt der Sohn zur Ruhe und tankt ein bisschen Kraft.

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Wir holen die Wäscheschüssel raus in der auch schon Tom badete und die kleine Avocado hat mächtig Spaß.

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Der Opa fuhr heute mit einer Gruppe eine enorm große Runde Rennrad und kam gegen 18 Uhr wieder heim. Wir haben ihn am Gartentor mit Jubel und Applaus begrüßt.

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Zum Abendbrot gab es den Kohlrabi mit einem super leckeren Hackbraten. Der Sohn naschte ab und an etwas mit und spielte neben uns her, bis ich ihn ins Bett brachte.

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Sonntag

Vor dem Frühstück wird erstmal wieder eine Runde gedreht, ich brauche Kaffee.

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Tom macht Rührei, auf der Terrasse warten schon warme Brötchen.

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Der Sohn darf beim Opa abbeißen und genießt es in vollen Zügen.

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Die ersten Haare werden geschnitten und ich muss mich zusammenreißen nicht ein bisschen zu weinen. Ein paar Strähnen hängen immer in den Augen und wollen sich auch einfach nicht zurückkämmen lassen, also müssen sie etwas gekürzt werden.

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Während wir anfangen unsere Sachen ins Auto zu laden, spielt der Opa mit dem Sohn an der selbstgebauten Motorikwand. Sie ist sooo cool und ich freue mich schon darauf, wenn sie im Kinderzimmer hängt.

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Die Autobahn ist voll, vor uns liegen einige Staus und wir entscheiden uns dazu eine alternative Route über einige Landstraßen zu nehmen. Wir brauchen etwa genauso lange als würden wir die Staustrecke nehmen, dafür müssen wir aber nicht immer wieder stehen bleiben. Stau macht mit Kind einfach gar keinen Spaß. Unterwegs machen wir eine kleine Pause und ich bekomme Curly Fries und Tom einen Burger. Das erste mal Mc Donalds dieses Jahr.

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Wieder daheim müssen erstmal ganz viele Pakete bei den Nachbarn abgeholt werden.

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Eines der Pakete ist ein neuer Buggy den wir von Mountain Buggy zur Verfügung gestellt bekommen.

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Die erste Maschine Wäsche ist gewaschen und wird in der Sonne aufgehängt.

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Mit tatkräftiger Unterstützung baue ich den Urban Jungle zusammenzubauen. Das geht ziemlich einfach und ganz fix.

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Den Buggy und den Sohn nehme ich mit auf einen kleinen Spaziergang. Während im Wagen geschlafen wird, genieße ich ein paar Kapitel meines Hörbuchs.

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Während im Wohnzimmer noch etwas gespielt wird, mache ich uns einen Salat und wir lassen den Abend gemütlich ausklingen.

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Alltag Baby Mommy

Hallo Selbstzweifel

Das Baby im Alltagstrubel

23. Mai 2017
Hallo Selbstzweifel | Bin ich eine Rabenmutter? | Das Baby im Alltagstrubel

In den letzten Wochen war ich mit der kleinen Avocado auf ein paar Veranstaltungen. Hier einen neuen Kinderwagen auf dem Markt angucken, da andere Mamablogger kennenlernen und Workshops besuchen und dort die neuen Räumlichkeiten einer Agentur einweihen. Mal Tagsüber und sogar einmal Abends. Mal mit mehr, mal mit weniger anderen Leuten. Wir machen das eigentlich ganz gut. Auf den Wegen von einer zur anderen Veranstaltung schläft der Sohn meistens in der Trage, die Gastgeber sind in der Regel auf Kinder eingestellt und es wuselt nicht nur ein Kind zwischen den Beinen umher und wenn sich eine Mama mal etwas genauer angucken möchte trägt auch gerne jemand anders ein fremdes Baby. Und ziemlich oft ist die liebe Anna Julia von LUYA Kids am Start und betreut die Kleinen mit ganz viel Liebe und Seifenblasen. Es ist also nicht so als würde ich mit dem Wuselkind in eine kinderunfreundlichen Erwachsenenwelt hereinbrechen. Und trotzdem komme ich mir manchmal dabei vor wie eine schreckliche Rabenmutter.

Der Babysohn ist sehr aktiv. Er sitzt nie still da und guckt sich alles an, er will alles anfassen, entdecken und erobern. Auch wenn er ausgeschlafen ankommt, dauert es keine Stunde bis er wieder müde wird. Natürlich wird dann nicht geschlafen. Auch zuhause nicht, egal wie ruhig die Umgebung ist und wie gemütlich es in Mamas Armen beim Stillen sein kann. Er fängt also an zu quengeln. Nicht durchgehend, aber immer dann, wenn er gerade mal wieder merkt, dass etwas nicht mehr so gut klappt. Müde geht eben alles nicht mehr so leicht und manchmal sogar gar nicht. Und er hängt sehr an mir. Mal ist es auf dem Arm einer anderen Frau länger schön, mal nur ganz kurz und irgendwann sind auch die Seifenblasen nicht mehr so spannend und dann muss man ganz ganz schnell zurück in Mamas Arme. Das sagt man natürlich am besten mit den dicksten Krokodilstränen. Er ist 11 Monate alt und Entdecken geht am besten wenn Mama ganz nah ist. Das ist normal, ich weiß.

Aber wenn ich dann so dastehe, umgeben von glücklichen Kindern und entspannten Frauen und mein Kind weder auf meinem Arm (zu langweilig) noch auf dem Boden (zu weit weg von Mama) sein will und meckert, dann zweifle ich daran ob es wirklich so eine gute Idee war mit ihm das Haus zu verlassen. Nicht, dass es bei uns daheim anders gelaufen wäre, aber trotzdem denke ich dann, dass es vielleicht eben doch anders gelaufen wäre. Wie das halt so ist. Ich zweifle an mir und meinen Entscheidungen. Ich zweifle an mir als Mama.

Ich schwanke zwischen der Angst dem Kind zu viel zugemutet zu haben und dem Glauben daran das Richtige zu tun ihn an meinem Alltag, unseren Alltag aktiv teilnehmen zu lassen. Oder ist das purer Egoismus, weil ich einfach mit meinem Leben weiter machen möchte? Hallo Selbstzweifel, da seid ihr ja wieder.

Es ist ja nicht so, dass ich ihn dann einfach weinen lasse, oder deshalb sogar wütend werde. So ein Quatsch. Ich nehme ihn in den Arm, tröste und bespaße. Und wenn ich merke das es gar nicht mehr geht, dann gehen wir. Aber ich gehe eben nicht schon gleich beim ersten Meckern oder der ersten Runde auf Mamas Arm um die Tränchen zu trocknen.

Ganz tief in mir weiß ich, was ich meinem Kind zutrauen kann und wann es zu viel wird. Und trotzdem bin ich manchmal unsicher. Weil, ja warum eigentlich? Es ist ja nicht mal so, dass die anderen Leute um uns herum mir böse Blicke zuwerfen, heimlich tuscheln oder mir sagen, ich sei eine schlechte Mutter. Ganz im Gegenteil. Meistens sind um uns herum ganz tolle Frauen und Mamis die das meckernde Kind hochheben, ihm etwas neues, cooles zum spielen geben, versuchen das erste Schluchzen gleich wegzutrösten und mich anlächeln, wenn ich unseren Kleinen in einer ruhigen Ecke versuche zu trösten, oder zu stillen. Und die mir danach wieder anbieten mir nochmal eine Limo zu holen und sie ganz in Ruhe zu trinken, während sich wieder eine liebe Frau um den Sohn kümmert.

Warum zum Teufel habe ich trotzdem weiterhin immer wieder das Gefühl eine ganz böse Rabenmutter zu sein?

Zuhause bleiben ist auch eigentlich gar keine Option, denn dann werde ich irgendwann einfach grummelig und eine grummelige Mama soll der Kleine auch nicht haben. Meine schlechte Stimmung überträgt sich auch auf ihn. Meine Unsicherheit aber auch.

Boah! Ich muss echt mal ganz tief durchatmen.

Alltag Baby Mommy

Montags ist PEKiP-Tag

Warum ich Krabbelgruppen und Co. so mag

25. April 2017

Montags ist bei uns PEKiP-Tag. Nach einem Vormittagsschläfchen landen Windel und Mulltuch im Rucksack und das Baby in der Trage. Wir spazieren gemütlich eine halbe Stunde durch Winterhude, fahren dann mit dem Fahrstuhl in den 5. Stock und gehen die letzte Etage zu Fuß hoch in die Kursräume der Hebammenpraxis. Der Spaziergang gehört mit dazu, ganz egal was für ein Wetter draußen ist. In den ersten Monaten schlief Jonah noch auf dem Hinweg in der Trage ein, inzwischen wird unterwegs alles aufmerksam beobachtet und für einen vorbeilaufenden Hund hängt er sich auch gerne mal fast komplett aus der Trage.
Die frische Luft vor und nach dem Kurs tut uns gut. Vor allem danach. Beim PEKiP-Kurs wird der Raum auf 25°C aufgeheizt, damit die Babys dort ohne Body und Windel rumtoben können. Und 25°C in einem geschlossenen Raum sorgen schon mal dafür, dass alle Muttis am Ende in ihrem eigenen Schweiß baden. Ein Heimweg durch die frische Luft kühlt die glühenden Wangen.

Wir sind acht Mamas mit Baby im Kurs. Von der ersten Kursstunde an so ziemlich die gleiche Runde. Nur zwei sind etwas später eingestiegen. Die Babys kennen sich. Hier wird sich zur Begrüßung angeleckt und die anderen Muttis bekommen ein Lächeln zugeworfen. Während in den ersten Monaten die Babys einfach nur auf dem Rücken lagen, ab und an mal einem auf die Hose pischerten und glücklich mit Linsen gefüllten Flaschen und bunten Tüchern spielten, werden jetzt Bällebäder, Krabbaltunnel und kleine Podeste erobert.

Ganz gleich ob PEKiP, DELFI, FABEL oder ganz einfache Krabbelgruppe, solche Kurse bieten einem die Möglichkeit den Babys dem Stand der Entwicklung entsprechende neue und andere Reize zu geben, es gibt eine kompetente Kursleitung mit der man über Themen und Probleme aus dem Babyalltag reden und andere Mütter mit denen man sich austauschen kann.

Natürlich sind diese Kurse nicht ausschließlich für Mütter und ihre Babys, Auch Väter sind willkommen und ab und an kommt beim PEKiP auch mal ein Vater mit oder vertritt eine Mama. Aber bei uns sind in der Regel die Mütter am Start.

Es gibt Montage, die sind auch für uns grau, obwohl gar keine Arbeitswoche startet. Das Wochenende mit dem Papa ist vorbei und wir starten wieder in die Woche, in der wir tagsüber nur zu zweit sind. Das macht uns manchmal schlechte Laune. Aber auf dem Weg zum PEKiP-Kurs hellt sie sich wieder auf. Spätestens beim Betreten des Raumes und beim Absetzten auf die Matten ist alles vergessen und noch bevor man das Baby ausgezogen hat, wird schon munter erkundet und beim Begrüßungslied die Gruppe angestrahlt.

Eine Stunde, mit Hin- und Rückweg sogar zwei, ist es eine kleine Pause vom Alltag.

Auf einem Regal stehen Getränke, Balisto- und Kinderriegel und eine Schüssel mit Gummibärchen. Nicht für die Babys, sondern für die Mamis. Obwohl der Kurs erst Mittags startet, gab es in der Anfangszeit kaum jemanden von uns, der vor dem Kurs irgendetwas gegessen hat. Der neue Alltag mit Baby hat das Frühstück ausfallen lassen. Die süße Verpflegung hat die erste neue Energie am Tag geliefert. Und Schoki tut auch noch der Seele gut.

Von Schoki, Bällebädern und der Möglichkeit des Austausches mal abgesehen, bieten solche Kurse einem auch endlich mal die Möglichkeit einfach nur ins Leere zu starren und ganz kurz abzuschalten. Ich muss nicht hinter meinem Kind herlaufen wenn es auf der anderen Seite des Raumes gerade einen Turm Spielmatten erklimmt weil ich weiß, dass die anderen Mamas in seiner Nähe einen Blick auf ihn werfen, ihn in die richtige Richtung lenken, wenn er mit dem Kopf zuerst von etwas herunter möchte und die begeistert applaudieren, wenn er stolz einen Ball in die Höhe hält. Hier darf jeder mal kurz eine Pause machen. Immer öfter verlieren die Kinder inzwischen auch das Interesse an der eigenen Mutter und finden die der anderen viel spannender. Und die Handtaschen und Rucksäcke. Ausräumen von neuen Dingen macht schließlich doppelt so viel Spaß.

Aber wisst ihr was mir am PEKiP-Tag, allgemein an Tagen mit Krabbelkursen am besten gefällt? Ich kann alleine Pinkeln gehen. Ich kann die Tür hinter mir schließen ohne das vor der Tür jemand meckert und die Finger versucht drunter durch zu schieben. Ich kann mir sogar Zeit lassen und das Etikett der Seife durchlesen. Wenn ich zurück in den Kursraum gehe, ist mein Baby immer noch glücklich am Spielen oder hat sich einen anderen Arm gesucht um etwas Beruhigung zu finden.

Mit dem ersten Geburtstag endet der PEKiP-Kurs und ich halte jetzt schon Ausschau, nach einem schönen Ersatz für uns. Wir haben schon einige offene Krabbelgruppen besucht, die ich auch als ab und an Ersatz sehr angenehm finde, aber eine feste Gruppe, bei der sich alle kennen und vertrauen, möchte ich gerne weiterhin in unserer Woche haben.

Besucht ihr mit euren Kindern ähnliche Kurse?

Alltag

Drei Kinder sind Chaos

Eine Geschichte aus dem Alltag

11. April 2017

Ich habe einen neuen Hausarzt. Keine Ahnung was mit meinem alten passiert ist. Plötzlich war in seiner Praxis eine neue Ärztin und die Arzthelferinnen, die ich so sehr mochte, sind auch nicht mehr da. Ich könnte natürlich die neue Ärztin fragen wo mein alter Arzt hin ist, aber er war alt und ich habe Angst, dass mir die Antwort nicht gefällt. Ich könnte die neue Ärztin auch als neue Hausärztin nehmen, aber es hat sicher einen Grund warum die netten Arzthelferinnen nicht bei ihr geblieben sind und sicher ist sie der Teufel.

Na jedenfalls habe ich jetzt einen neuen Hausarzt. Einen ganz netten Griechen der nach Sommerurlaub aussieht und gleich um die Ecke ist. Eigentlich nimmt seine Praxis gar keine neuen Patienten auf, aber als ich heute früh mit Jonah am Tresen stand und mein Glück in der offenen Sprechstunde versuchen wollte waren alle vom Baby so angetan, dass ich jetzt doch ein neuer Patient sein darf.

Mein neuer Hausarzt liebt Kinder. Alle zwei Minuten guckte eine der Arzthelferinnen bei uns rein und alle witzelten, dass sie kontrollieren würden ob das Baby noch bei mir, oder schon bei ihm sei. Im Nachhinein klingt das etwas unheimlich, aber ich war vorhin davon noch ganz begeistert.

Er selbst hat drei Kinder. Eigene, nicht von Patienten geklaut. Hoffe ich. Ein Kind, sagt er, sei perfekt. Bei zwei Kindern sei eines ein Mamakind und eines ein Papakind. Das sei doof. Drei Kinder seien Chaos. Pures Chaos. Und das sei am schönsten. Er würde immer wieder drei Kinder haben wollen. Ich mag Chaos. Jetzt muss ich mir überlegen wie ich Tom von zwei, statt nur einem weiteren Kind überzeuge.

Stillen findet er auch toll. Ich soll so lange stillen wie wir mögen. Tragen auch. Er schreibt mir nach Ostern aber trotzdem ein Rezept für Physiotherapie auf. Stillen und Tragen kann den Rücken schließlich schon mal unangenehm belasten. Und die letzten Nächte saß ich statt zu liegen mit dem Baby im Arm im Bett, das gerade Dauerstillt. Etwas für den Rücken klingt also ganz gut. Ein heißes Bad verschreibt er mir auch. Das Rezept löse ich gleich heute Abend bei Tom ein.

Beim Blutabnehmen erzählte er mir noch wie ich ihn erreichen kann. Nur per Telefon. Internet gibt es hier nicht. Wegen der Trojana. Ich nickte verständnisvoll. Schließlich will ich mir nicht noch einen neuen Hausarzt suchen.

Während ich google was das Hashimoto Syndrom ist, überlege ich mir weiter Kindernamen. Für zwei weitere Kinder ist unsere Namensliste nämlich noch zu kurz.