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Baby

Baby Mommy Wishlist

Schönes im April

Gekauft und nicht nur gewünscht

27. April 2017

Neben ein paar Kilo Blaubeeren die ich regelmäßig nach Hause schleppe (ja, kein bisschen saisonal und das ist gar nicht gut, aber meine Seele genießt jede einzelne von ihnen), habe ich diesen Monat ein wenig übertrieben und noch ein paar andere Dinge mit nach Hause gebracht. Für mich und für das Baby. Statt einer Wunschliste gibt es eine „was hat Mama alles angeschleppt“-Liste. An dem Namen muss ich noch feilen, aber ich glaube, das Prinzip gefällt mir. Ich lese und gucke gerne Youtube-Videos mit diesem Inhalt, vielleicht ihr ja auch. Und wenn es euch gefällt, findet einmal im Monat eine solche Liste Platz auf meinem Blog. Vorausgesetzt ich kaufe wieder mehr als Blaubeeren.

Ein paar Tage war es richtig schön warm. Schon fast Sommer statt Frühling. Jonah und ich saßen Barfuß in der Sandkiste und eine milde Brise ließ sich alles nach Urlaub anfühlen. Ich wollte am liebsten die dicke Jeans gegen luftige Stoffhosen tauschen und klickte mich Abends durch ein paar Onlineshops. Bei Asos landeten zwei Hosen aus einem Mix aus Baumwolle und Leinen in meinem Warenkorb und ich könnte heulen, dass es gerade wieder vor dem Fenster hagelt und die Hosen noch ein bisschen im Schrank auf Ich liebe Leinen und möchte ganz langsam immer mehr Teile mit mehr oder weniger Anteil davon meine Garderobe integrieren. Die rosa Karottenhose | 1 | fühlt sich etwas fester an, die rotbraune Hose | 3 | ist schön leicht und ich mir gefallen die Knöpfe und die Schleife zum Binden an der Seite besonders gut.

Vor ein paar Jahren konnte ich mir mich selbst in Sneakern überhaupt nicht vorstellen. Bloß Chucks waren eine Ausnahme. Ich liebte Chelsea Boots, mit und ohne Absatz. Inzwischen komme ich mir ohne Sneaker an den Füßen komisch vor. Sneaker und Gummistiefel dominieren inzwischen meinen Schuhschrank. Um die beigen Lily Sneaker von Edited | 2 | mit der unglaublich trendigen Schleife tigere ich schon etwas länger herum und gönnte sie mir jetzt einfach.

Ich brauche keine Still-Oberteile, einfach das Shirt hochziehen finde ich viel praktischer. Mit lockeren Oberteilen geht das noch mal eine Nummer leichter als mit engen Shirts. Ich liebe Streifen und der Jumper Marika von Edited | 4 | mit seinem gestreiften Rüschensaum ist ganz sicher für mich gemacht. Rosa war nie meine Farbe, also abgesehen von dem rosa Kleid, dass ich als Kind tragen durfte, als ich Blumenmädchen auf einer Hochzeit war. Seit letztem Jahr mag ich Rosa dafür doppelt so gerne. Meine rosa Regen- und Jeansjacke trage ich momentan am liebsten. Das rosa Oberteil von Asos | 5 | ist leicht und luftig und gerade im Sale. 😉

Die letzten Jahre kamen an meine Haut nur natürliche Öle und Heilerde. Damit bin ich immer noch vollkommen zufrieden, aber seit Jonahs Geburt juckt es mich in den Fingern mal wieder etwas mehr zu machen und auszuprobieren. Mir etwas richtig gutes zu gönnen. Meine Lieblingsmarke für Schminke ist 100% pure, neben dekorativer Kosmetik haben sie aber auch ganz tolle Pflegeprodukte und ich schlug letzte Woche zu. Neben diesem und jenem landete auch ein Gesichtspeeling mit Matcha | 6 | bei mir im Bad. Das werde ich heute Abend ganz entspannt ausprobieren.

Es fällt mir unglaublich schwer an schönen Tassen, Tellern und Schüsseln vorbei zu gehen. Irgendwann möchte ich ein buntes Sammelsurium schöner und gerne auch handgemachter Keramik im Küchenschrank stehen haben. Bei Bechern bin ich schon gut dabei, gerade stocke ich die Teller auf. Die Stücke von Suite One Studio haben es mir angetan und gerade gibt es bei Anthropolgie ein paar wirklich hübsche Teile aus einer Kooperation für einen humanen Preis zu erstehen. Da konnte ich nicht nein sagen und drei Dessertteller | 7 | sind gehören jetzt mir.

Jonah ist jetzt ein Spielplatzkind. Schaukeln und im Sand rumwuseln sind sein Ding. Ganz besonders haben es ihm aber die Spielsachen der anderen Kinder angetan. Damit wir den anderen eine Ersatzschaufel in die Hand drücken können, während Jonah die der anderen mopst, haben wir uns einen Matschbeutel voll Sandspielzeug von Spielstabil | 8 | bestellt. Vielleicht mag der Babysohn seine eigenen Spielsachen ja sogar lieber als die der anderen. Beim nächsten Ausflug in die Sandkiste testen wir das mal.

Wer viel auf der Terrasse und der Wiese rumkrabbelt und sich an allem hochzieht und daran entlang läuft, der braucht Schuhe. Schön weiche für den zarten Babyfuß. Die Krabbelschuhe mit Fuchsmotiv von Pololo | 9 | sind so unglaublich süß und so weich.

Pettersson und Findus sind fester Bestandteil meiner Kindheit und meine Kinderbücher stehen noch immer hier im regal und warten darauf von Jonah entdeckt zu werden. Aber die Seiten sind dünn und das Format noch viel zu unhandlich für kleine Hände. Ich entdeckte zufällig die kleine Variante mit stabilen Pappseiten und kürzeren Texten. Klar ist Jonah noch zu jung um all die kleinen Muckler zu entdecken, aber wir lesen trotzdem Abends in dem Buch | 10 |.

Am liebsten würde das Baby ständig mit unserem Handfeger und Schaufel spielen, aber in der Bürste sind so viele Fussel und die Schippe sah sicher auch schon mal besser aus. Jetzt hat er sein eigenes Kehrblech mit Schaufel von Glückskäfer | 11 |.

Hat es euch eines der Teile auch angetan?

Alltag Baby Mommy

Montags ist PEKiP-Tag

Warum ich Krabbelgruppen und Co. so mag

25. April 2017

Montags ist bei uns PEKiP-Tag. Nach einem Vormittagsschläfchen landen Windel und Mulltuch im Rucksack und das Baby in der Trage. Wir spazieren gemütlich eine halbe Stunde durch Winterhude, fahren dann mit dem Fahrstuhl in den 5. Stock und gehen die letzte Etage zu Fuß hoch in die Kursräume der Hebammenpraxis. Der Spaziergang gehört mit dazu, ganz egal was für ein Wetter draußen ist. In den ersten Monaten schlief Jonah noch auf dem Hinweg in der Trage ein, inzwischen wird unterwegs alles aufmerksam beobachtet und für einen vorbeilaufenden Hund hängt er sich auch gerne mal fast komplett aus der Trage.
Die frische Luft vor und nach dem Kurs tut uns gut. Vor allem danach. Beim PEKiP-Kurs wird der Raum auf 25°C aufgeheizt, damit die Babys dort ohne Body und Windel rumtoben können. Und 25°C in einem geschlossenen Raum sorgen schon mal dafür, dass alle Muttis am Ende in ihrem eigenen Schweiß baden. Ein Heimweg durch die frische Luft kühlt die glühenden Wangen.

Wir sind acht Mamas mit Baby im Kurs. Von der ersten Kursstunde an so ziemlich die gleiche Runde. Nur zwei sind etwas später eingestiegen. Die Babys kennen sich. Hier wird sich zur Begrüßung angeleckt und die anderen Muttis bekommen ein Lächeln zugeworfen. Während in den ersten Monaten die Babys einfach nur auf dem Rücken lagen, ab und an mal einem auf die Hose pischerten und glücklich mit Linsen gefüllten Flaschen und bunten Tüchern spielten, werden jetzt Bällebäder, Krabbaltunnel und kleine Podeste erobert.

Ganz gleich ob PEKiP, DELFI, FABEL oder ganz einfache Krabbelgruppe, solche Kurse bieten einem die Möglichkeit den Babys dem Stand der Entwicklung entsprechende neue und andere Reize zu geben, es gibt eine kompetente Kursleitung mit der man über Themen und Probleme aus dem Babyalltag reden und andere Mütter mit denen man sich austauschen kann.

Natürlich sind diese Kurse nicht ausschließlich für Mütter und ihre Babys, Auch Väter sind willkommen und ab und an kommt beim PEKiP auch mal ein Vater mit oder vertritt eine Mama. Aber bei uns sind in der Regel die Mütter am Start.

Es gibt Montage, die sind auch für uns grau, obwohl gar keine Arbeitswoche startet. Das Wochenende mit dem Papa ist vorbei und wir starten wieder in die Woche, in der wir tagsüber nur zu zweit sind. Das macht uns manchmal schlechte Laune. Aber auf dem Weg zum PEKiP-Kurs hellt sie sich wieder auf. Spätestens beim Betreten des Raumes und beim Absetzten auf die Matten ist alles vergessen und noch bevor man das Baby ausgezogen hat, wird schon munter erkundet und beim Begrüßungslied die Gruppe angestrahlt.

Eine Stunde, mit Hin- und Rückweg sogar zwei, ist es eine kleine Pause vom Alltag.

Auf einem Regal stehen Getränke, Balisto- und Kinderriegel und eine Schüssel mit Gummibärchen. Nicht für die Babys, sondern für die Mamis. Obwohl der Kurs erst Mittags startet, gab es in der Anfangszeit kaum jemanden von uns, der vor dem Kurs irgendetwas gegessen hat. Der neue Alltag mit Baby hat das Frühstück ausfallen lassen. Die süße Verpflegung hat die erste neue Energie am Tag geliefert. Und Schoki tut auch noch der Seele gut.

Von Schoki, Bällebädern und der Möglichkeit des Austausches mal abgesehen, bieten solche Kurse einem auch endlich mal die Möglichkeit einfach nur ins Leere zu starren und ganz kurz abzuschalten. Ich muss nicht hinter meinem Kind herlaufen wenn es auf der anderen Seite des Raumes gerade einen Turm Spielmatten erklimmt weil ich weiß, dass die anderen Mamas in seiner Nähe einen Blick auf ihn werfen, ihn in die richtige Richtung lenken, wenn er mit dem Kopf zuerst von etwas herunter möchte und die begeistert applaudieren, wenn er stolz einen Ball in die Höhe hält. Hier darf jeder mal kurz eine Pause machen. Immer öfter verlieren die Kinder inzwischen auch das Interesse an der eigenen Mutter und finden die der anderen viel spannender. Und die Handtaschen und Rucksäcke. Ausräumen von neuen Dingen macht schließlich doppelt so viel Spaß.

Aber wisst ihr was mir am PEKiP-Tag, allgemein an Tagen mit Krabbelkursen am besten gefällt? Ich kann alleine Pinkeln gehen. Ich kann die Tür hinter mir schließen ohne das vor der Tür jemand meckert und die Finger versucht drunter durch zu schieben. Ich kann mir sogar Zeit lassen und das Etikett der Seife durchlesen. Wenn ich zurück in den Kursraum gehe, ist mein Baby immer noch glücklich am Spielen oder hat sich einen anderen Arm gesucht um etwas Beruhigung zu finden.

Mit dem ersten Geburtstag endet der PEKiP-Kurs und ich halte jetzt schon Ausschau, nach einem schönen Ersatz für uns. Wir haben schon einige offene Krabbelgruppen besucht, die ich auch als ab und an Ersatz sehr angenehm finde, aber eine feste Gruppe, bei der sich alle kennen und vertrauen, möchte ich gerne weiterhin in unserer Woche haben.

Besucht ihr mit euren Kindern ähnliche Kurse?

Baby

Kleine und große Helfer für die Stillzeit

Gewinne ein Stillkissen von Alvi

22. April 2017

Dieser Post enthält Werbung und ist in Kooperation mit Alvi entstanden.

Brust raus, Baby andocken, läuft! Zum Stillen braucht es eigentlich nicht viel. Mama und Baby und etwas Ruhe und Geduld reichen vollkommen. Es gibt aber ein paar Dinge, die das Stillen erleichtern und die mir geholfen haben und zum Teil immer noch helfen.

Während in den ersten Monaten Stillen immer ein ruhiger Moment war in dem ich erst Ewigkeiten mein Baby verliebt anstarrte und später Bücher verschlang, ist es inzwischen zu einer eher kurzen Snackpause geworden in der das Baby zwischen Entdecken und Spielen schnell ein paar Züge trinkt. Nur wenn etwas gekränkelt wird oder wir zum Einschlafen stillen, ist es noch ein ruhiger und gemütlicher Moment für uns beide. Ich genieße das Stillen aber in all seinen Formen.

Was uns geholfen hat, habe ich für euch aufgeschrieben und am Ende gibt es noch eine Verlosung für euch.

Stillberaterin und Hebamme

Ich hatte daheim kompetente Hilfe an meiner Seite. Mir wurde gezeigt wie ich unser Baby richtig anlege, die eventuelle Angst genommen es nicht ausreichend versorgen zu können, weil es Phasen gibt in denen ein Baby gerne mal alle 30 Minuten an die Brust möchte und mir eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein verpasst, alles richtig zu machen. Mir fehlte vor meiner eigenen Stillbeziehung jeglicher Kontakt zum Stillen. Ohne stillenden Müttern, bzw. überhaupt Eltern im Freundeskreis, kam ich damit nicht in Berührung. Ich habe zwar im Vorfeld so ziemlich das gesamte Internet durchgelesen, aber jemand gut ausgebildetes an seiner Seite zu haben ist einfach Gold wert. Ich lese in Mutti-Gruppen so oft von Frauen, die bereits nach den ersten Wochen abstillen, weil sie unter wunden Brustwarzen litten, die zufütterten, weil das Kind so oft stillen wollte und sie der Meinung waren nicht genug Milch zu produzieren, Ammenmärchen erlagen über unzureichende Nährstoffe in Muttermilch oder zu kleinen Brüsten, mit denen man ja nicht stillen könnte.

Übrigens bedeutet eine Stationsschwester auf der Wochenbettstation die sich beim Stillen dazu setzt nicht automatisch, dass sie einem auch wirklich eine kompetente Hilfe sein kann. In den zwei Tagen Krankenhaus haben mir sämtliche Schwestern unterschiedliche Ratschläge für das Stillen gegeben, die sich zum Teil vollkommen widersprachen. Auch eine Hebamme ist nicht zwangsläufig der passende Ansprechpartner. Selbst wenn die Wochenbettbetreuung gut ist, kann die Stillberatung unzureichend sein. Nicht jede Hebamme ist diesbezüglich speziell ausgebildet oder auf dem aktuellen Stand. Es gibt nicht ohne Grund extra ausgebildete Stillberaterinnen. Eine passende in seiner Nähe findet man z. B. bei der La Leche Liga.

Stilleinlagen

Ich bin in den ersten Wochen permanent ausgelaufen. Meine Milch lief in Strömen. Es gab Morgende, da wachte ich nicht nur mit durchweichten Stilleinlagen auf, sondern auch mit klitschnassen BH, T-Shirt und Bettlaken. Und das obwohl sich Jonah konsequent seit der Geburt bis heute mindestens alle zwei Stunden meldet. In solchen Nächten halfen dann auch keine Stilleinlagen mehr und ich stopfte mir geteilte Wöchnerinneneinlagen in den BH. Aber in der Regel kam ich sehr gut mit ganz normalen Stilleinlagen über den Tag. Ich Entschied mich für Einmalstilleinlagen und gegen wiederverwendbare aus Stoff. Warum? Ja, warum eigentlich nicht? Es gab keinen guten Grund und bei der nächsten Schwangerschaft werde ich Stoffeinlagen nutzen. Aber so kann ich euch immerhin ein paar Fehlkäufe ersparen, denn ich habe mich durch ein paar Stilleinlagen getestet.

Die der Eigenmarken von Budni und dm (babylove) sind günstig und halten bei normalen Milchfluss trocken, verformen sich aber unglaublich schnell und lassen die Brust seltsam aussehen. Außerdem werfen sie Falten die sich unangenehm anfühlen können. Budni gefiel mir aber weitaus besser als dm.

Die Stilleinlagen von Nuk gibt es in so ziemlich jeder Drogerie und sie liegen preislich etwas über den Eigenmarken von Budni und dm. Für mich waren sie aber ihr Geld nicht wert und ich würde eher die günstigeren Varianten empfehlen. Sie passen sich der Brust nicht richtig an, werfen Falten und zeichnen sich sehr stark im BH ab.

Meine absoluten Favoriten sind die Stilleinlagen von Penaten. Sie liegen preislich bei denenen von Nuk, sind aber ihr geld wert. Durch die vorgeformten Pads passen sie sich der Brust an, werfen keine Falten, zeichnen sich nicht ab und halten trocken.

Inzwischen nutze ich keine Stilleinlagen mehr. Meine Milchproduktion hat sich eingependelt. Es passiert ziemlich selten, dass ich doch noch mal einen nassen Fleck auf dem T-Shirt habe und damit kann ich ganz gut leben.

Still-BH

Nach der Geburt habe ich im Krankenhaus auf einen BH verzichtet. Unser Baby lag nackig auf mir unter meinem T-Shirt. Ein BH hätte da bloß gestört. Daheim testete ich mich durch etliche Still-BHs. Ich habe ziemlich große Brüste und mit Körbchengröße E macht es auf dauer ohne BH einfach keinen Spaß. Und Still-BHs sind an sich eine großartige Erfindung. Sie erleichtern einem das Ganze ungemein. Klappe auf, Boobies raus und ab geht die Post. In der Regel sind die BHs auch ohne Bügel, wodurch man keine Gefahr läuft irgendwelche Milchdrüsen abzudrücken und sie sind einfach gemütlich. Inzwischen gibt es auch wirklich schöne Still-BHs die sogar ein, zwei Körbchengrößen mitwachsen. Das ist gerade am Anfang sehr praktisch, da sich die Milchproduktion erst mal einpendeln muss und bei mir die Brüste gerne mal von einem auf den anderen Tag eine Größe unterschied hatten. Mit großen Brüsten machen allerdings Still-BHs nicht ganz so viel Spaß, wenn man darin auch schön aussehen will. Je Größer das Körbchen wird, desto unschöner werden sie. Mal ganz vom Support abgesehen, der bei viele Herstellern einfach ab einer Körbchengröße D nicht mehr gegeben ist. Es hat recht lange gedauert, bis ich Still-BHs gefunden habe, die das leisten, was sie versprechen. Inzwischen trage ich allerdings wieder ganz normale BHs. Bügel-BHs ohne feste Cups lassen sich ganz einfach unter die Brust schieben und ich kann darin hervorragend stillen. Nur Nachts trage ich noch richtige Still-BHs ohne Bügel. Besonders bequem und mit gutem Halt auch für große Brüste ist dieser BH von Emma Jane.

Es geht natürlich auch ganz ohne Still-BHs, aber ich empfinde sie gerade für die Anfangszeit und Nachts als sehr angenehm. Spezielle Stillkleidung finde ich hingegen im Großen und Ganzen überflüssig. Oberteile die sich hochschieben lassen (ich trage einfach ein Top darunter um keinen nackten Bauch zu haben), Blusen und Hemden die sich aufknöpfen lassen und Kleider und Oberteile mit großem Ausschnitt oder zum Wickeln eignen sich hervorragend zum Stillen und sind optisch einfach viel schöner. Natürlich gibt es auch hübsche Stillkleidung und ich besitze einen gemütlichen Still-Hoodie mit Reißverschlüssen von GoFuture, aber für mich ist die meiste Stillkleidung einfach nur Geldmacherei.

Pflege

Ich litt in den ersten zwei, drei Wochen unter wundern Brustwarzen. Im Krankenhaus bekamen wir ein Stillhütchen, weil Jonah einfach nicht richtig saugen konnte, aber ich legte ihn immer wieder ohne an, um ihn daran zu gewöhnen und später nicht eventuell das Problem zu haben, dass er gar nicht ohne Stillhütchen trinken kann. Das mochten meine Brustwarzen aber zu Beginn gar nicht. Was mir am besten geholfen hat war Muttermilch, Luft und Wollfett. Nach dem Stillen ließ ich den BH und das T-Shirt ein Weilchen offen, ließ etwas Muttermilch laufen und schmierte mir am Ende etwas Lanolin auf die wunde Brustwarze.

Wer länger unter wunden Brustwarzen leidet und schmerzen beim Stillen hat sollte sich am besten immer an eine Stillberaterin oder an eine Hebamme mit entsprechendem Wissen wenden. Dick eincremen bringt nämlich auf Dauer nichts, wenn die Probleme zum Beispiel durch eine nicht richtige Anlegetechnik kommen.
EDIT: Natürlich gibt es auch Mütter, bei denen die Anlegetechnik perfekt ist und es mit dem Stillen trotzdem nicht klappt. Gründe dafür können aber ebenfalls mit einer Stillberaterin besprochen werden und auch Mütter die mit der Flasche füttern, sind liebevolle Mütter. Ich bin mit der Flasche groß geworden und meine Mama und ich haben eine sehr innige Beziehung.

Einen kleinen Milchstau hatte ich nach der ersten und einzigen Nacht in der das Baby eine fünf Stündige Stillpause einlegte. Meine Brüste kamen darauf gar nicht klar und ich wachte mit Schmerzen auf. Quarkwickel halfen mir sehr und in unserem Kühlfach liegen extra Kühlkissen für die Brust. Die lassen sich übrigens auch erwärmen. Vor dem stillen lässt die Wärme die Milch fließen, nach dem Stillen lindert die Kälte Schmerzen.

Babytrage und Tragetuch

Wir stillen auch unterwegs. Im Sommer gemütlich auf einer Bank im Park oder in einem Café. Ich habe damit überhaupt keine Probleme und lasse mich auch nicht von blöden Kommentaren (die bis jetzt auch nur von anderen Müttern kamen) beirren oder verunsichern. Wenn das Baby Hunger hat, hat es Hunger. Jetzt. Es versteht noch nicht, dass es bis zuhause warten könnte. Außerdem ziehe ich ja nicht vollkommen blank und stille oben ohne. Wer sich durch das kleine Stück Haut gestört fühlt, soll halt weggucken. Wobei man in Badesachen und an heißen Tagen eindeutig mehr zeigt, aber manche Menschen wollen sich durch das Stillen in der Öffentlichkeit einfach gestört fühlen.

An kalten Tagen macht es keinen Spaß sich auf eine Bank zu setzen und es findet sich manchmal auch kein Café für eine kleine Pause. Wir sind oft mit Trage oder Tuch unterwegs. Darin lässt sich auch hervorragend stillen. Ich lockere das Tuch etwas, lasse das Baby ein kleines Stück herunter gleiten, ziehe mein Oberteil hoch oder knöpfe es auf und stille. Das fällt den meisten Menschen noch nicht mal auf. Ich stillte so auch schon im Supermarkt, weil es manchmal Tage gibt an denen ein Baby am liebsten den ganzen Tag stillen möchte, man aber trotzdem etwas erledigen muss und möchte.

Ich stelle mir das auch bei einem zweiten Baby als sehr praktisch vor, wenn das Geschwisterkind mit einem die Welt entdecken will.

Wie das Stillen in Babytrage und Tragetuch klappt kann man sich bei einer Trageberatung zeigen lassen und auch auf YouTube gibt es viele Anleitungen.

Stillkissen

Mir hat das Stillkissen schon in der Schwangerschaft gute Dienste geleistet. Nachts habe ich es umarmt, wenn ich auf der Seite schlief und auf dem Sofa in den Rücken gepackt um bequem zu sitzen. Ein Stillkissen ist zwar nicht wirklich notwendig und es geht auch ohne, aber es kann ein wirklich angenehmer Stillbegleiter sein. Ich stillte und stille immer noch sehr viel ohne Kissen. Aber gerade in den ersten Wochen empfand ich es als sehr hilfreich, das Baby beim Stillen darauf legen oder meinen Arm abstützen zu können, wenn das Baby darin lag. Natürlich gehen auch normale kissen, aber bis man die in die richtige Form geknautscht hat und sich damit so zurecht ruckelte, dass sie auch genau so liegen bleiben, ist der Hunger oft schon zu groß.

Nicht nur während der Schwangerschaft und des Stillens ist ein Stillkissen praktisch. Die ersten Monate hat das Baby den ganzen Tag bei uns verbracht. Immer ganz nah bei uns. Es lag auf meiner Brust und schlief, kuschelte sich auf meinem Mann ein und wurde beim Staubsaugen im Tuch geschaukelt. Aber ab und an, gerade beim Suppe essen, war es ganz praktisch kein Baby auf dem Körper liegen zu haben, dass man vollkleckern könnte. Zwichen uns auf dem Sofa lag das Stillkissen, eingepackt in ein großes T-Shirt meines Mannes, so dass eine kleine Mulde entstand in der unser Baby gemütlich liegen konnte ohne darin zu versinken. Ganz flach auf einer geraden Fläche liegen fand es nämlich gar nicht schön. Natürlich sollte man das Baby nicht unbeaufsichtigt darin liegen lasse, also ist es keine Lösung für die Nacht.

Auch jetzt, mit einem 10 Monate altem Baby, ist das Stillkissen immer noch in Gebrauch. Ich nutze es zum Lesen im Bett und kuschel mich darin ein und wenn das Baby wieder eine Phase hat, in der es auch nachts nur auf mir schlafen möchte weil es gerade Zähnchen bekommt oder Schnupfen hat, dann liegt es in meinem Rücken und ich kann bequem etwas aufrechter schlafen.

Im Familienbett dient das Stillkissen auch als Abtrennung, bzw. als Rausrollschutz. Unser Kind kann inzwischen selbst aus dem Bett rückwärts herunter krabbel, aber es rollt sich nachts oft wild hin und her und das Kissen als Begrenzung funktioniert für uns sehr gut.

Unser Stillkissen von Alvi

Unser erstes Stillkissen war übrigens ein absoluter Fehlkauf. Es hat bei Ökotest richtig gut abgeschnitten, war preislich vollkommen okay, aber hat schon nach wenigen Wochen die Form verloren und war eher eine labberige Hülle, mit der man nicht viel anfangen konnte.

Inzwischen ist ein Stillkissen von Alvi bei uns eingezogen. Auch nach etlichen Kuschelnächten und Rumgetobe mit dem Kissen hat es immer noch seine Form und Fülle.

Mit Safty Loop, zwei angenähte Bändchen die man zusammen binden kann, rutscht das Kissen nicht auseinander, wenn man es als Lagerungskissen nutzt.

Bei meinen Schwiegereltern liegt ein Stillkissen mit blauen, grünen und gelben Entchen. Es ist zwar urgemütlich, aber auch furchtbar hässlich. Mir muss auch das Design von Babyartikeln gefallen, wenn sie bei und Zuhause einen Platz finden wollen. Bei unserem neuen Stillkissen habe ich mich für schnicke Streifen entschieden. Alvi hat zusammen mit s.Oliver eine schöne Kollektion mit Streifen- und Zickzackmustern herausgebracht, die auch außerhalb des Kinderzimmers passen.

Verlosung

Zusammen mit Alvi verlose ich ein Stillkissen mit marineblauen Streifen aus der Kooperation mit s.Oliver.

Was ihr für die Teilnahme am Gewinnspiel machen müsst?

  • Kommentiert hier auf dem Blog oder nehmt an der Verlosung über Instagram auf meinem Profil mit dem Bild zu diesem Posting teil. Damit ich den Gewinner kontaktieren kann, solltet ihr mit einer richtigen E-Mail-Adresse teilnehmen.
  • Mitmachen dürfen nur natürliche Personen über 18 Jahre.
  • Teilnahmeschluss ist am 30.04.17 um 23 Uhr. Der Gewinner wird am 01.05.17 gezogen und benachrichtigt.
  • Der Rechtsweg und die Barauszahlung sind ausgeschlossen.
  • Sollte sich der Gewinner nicht innerhalb von 7 Tagen melden, verfällt der Gewinn.

Baby

Das vierte Zähnchen

Eine kleine Geschichte vom Zahnen

4. April 2017

Es ist 4:28 Uhr, eigentlich erst 3:28 Uhr. Heute wurden die Uhren umgestellt. Du bist wach, erst tobst du gut gelaunt durchs Bett, wühlst dich durch unsere Kissen, erzählst uns von deiner Nacht. Dann ist plötzlich alles doof, aus deinem erzählen wird meckern, dann weinen. Stillen magst du nicht, der Mann im Mond, die Katze auf dem Dach, auch nicht die kleine Schnecke und der Käfer muntern dich auf, singen hilft heute nicht. Wir tragen dich erst durch das Schlafzimmer, dann durch die Wohnung. Du weinst so bitterlich und wir fühlen uns so hilflos. Wir gucken uns mit dir das Bücherregal an, deine Spielsachen, fassen den magischen Fenstergriff an, der sonst immer alle Krokodilstränen trocknet, aber heute nur ganz ganz kurz für eine kleine Verschnaufpause sorgt.

Papa kocht Kaffee, ich schaue mit dir aus dem Fenster auf den großen Platz. Auf der anderen Seite erhellen sich nach und nach drei Fenster in der Dunkelheit. Da bekommt sicher auch gerade jemand Zähnchen. Dein Weinen wird ein leises Schluchzen, das ganz versiegt, als der Nachbar mit seinem Hund an unserem Fenster vorbei spaziert. Du guckst mich mit großen Augen an und dann, ganz kurz, lächelst du. Und an der Stelle neben deinem dritten Zahn, die gestern noch ganz rot war, blitz eine kleine weiße Spitze hervor. Jeden Tag wird sie jetzt ein Stückchen weiter hervorkommen und aus deinem so süßen zahnlosen Babylächeln, wird langsam das strahlen eines Kleinkindes, dass mit seinen Zähnchen Spuren in meinem Butterbrot hinterlässt. Die Tränchen sind getrocknet als wir deinem Papa deinen vierten Zahn zeigen.

Du bist so stark und so tapfer. Ich würde dir so gerne jeden Schmerz ersparen. Ich weiß gar nicht mehr, wie es sich anfühlt, wenn neue Zähne kommen. Hast du auch schon wieder vergessen, wie weh es eben tat? Mir fällt nur das Kribbeln ein, das mich immer durchfuhr, wenn ein Milchzahn wackelte, am seidenen Faden hing und man immer wieder daran zuppelte, sich aber doch nicht traute ihn mit einem Ruck ganz zu lösen. Aber daran wollen wir noch gar nicht denken. Erstmal liegen vor uns noch ein paar weitere Nächte, in denen wir zusammen aus dem Fenster gucken und erzählen was wir sehen, bis aus dem Weinen wieder ein Lächeln wird und ein weiter kleiner Milchzahn Platz in deinem Mund gefunden hat.

Während ich meinen Kaffee trinke und du beim Stillen in meinem Arm friedlich einschläft, geht die Sonne auf.

Baby Family Mommy

Maßvoll inkonsequent

Das verbiegen von Regeln

23. März 2017

Was möchte ich meinem Kind vorleben, was zeigen? Was erlaube ich, was möchte ich vermeiden? Ich habe mir während der Schwangerschaft viele Gedanken darüber gemacht und Regeln für uns aufgestellt, die wir inzwischen zum Teil ordentlich verbogen haben. Denn „nein“ zu etwas zusagen, das noch gar nicht akut ist, was wir noch gar nicht richtig einschätzen konnten, ist leichter gesagt, als es letztendlich auch umzusetzen.

Kein Brei lässt sich locker durchziehen, wenn das Baby eh bis zum siebten Monat nur stillen mag. Aber wenn es dir plötzlich deinen Frühstücksbrei genüsslich vom Löffel lutscht und weit den Mund aufreißt, sobald irgendjemand einen Löffel in der Hand hält, dann lässt man seinen BLW-Plan (Baby Led Weaning) schleifen. Und plötzlich gibt es Brei, Fingerfood und das Essen von Mama und Papa. Alles wild gemischt. Puh, aber Gläschen, die gehen weiterhin gar nicht. Ja und dann hast du irgendwann mal keine Lust für drei Löffel selbst Brei zu kochen und ganz ehrlich? Der Linsenbrei mit Gemüse und Couscous von Alnatura ist ziemlich lecker!

„Nee, gib Jonah bitte nichts von deinem Marmeladenbrötchen. Kein Zucker im ersten Jahr.“ Beim letzten Besuch bei den Schwiegereltern sprudelte das noch aus mir heraus, letztes Wochenende durfte Jonah mal ein Löffelchen Eis probieren. Alles was wir essen, möchte Jonah auch. Er lässt sich nicht mehr mit einem Stück Gurke oder einem Hirsekringel veräppeln. Und ich möchte nicht darauf verzichten bei einem Spaziergang durch die Sonne ein Eis zu genießen. Also darf er probieren. Süßes gibt es bei uns nicht oft in seiner Anwesenheit, also fühle ich mich dabei auch nicht schlecht. Klar, es gibt auch Eltern die unglaublich konsequent sind, aber ich bin es nicht. Bitte steinigt mich nicht. Ich glaube in Maßen, und das ist ein Löffelchen am Wochenende ganz sicher, ist Süßes vollkommen okay.

Wir wollten niemals den Fernseher laufen lassen, wenn Jonah mit im Zimmer ist. Das war mir fast noch wichtiger als die „Kein Zucker“-Regel. Ja und dann kam eine Woche voller Regen, voller schlechter Laune, weil die ersten Zähne kamen, voller „bitte trag mich“ und die Wohnung fühlte sich immer kleiner an, voller „ich mag nicht schlafen“, aber ich war so müde. Und dann guckte ich eine Folge einer Serie und Jonah saß neben mir. Er guckte kurz zum Fernseher und nach ein paar Augenblicken war für den Rest der Folge das Sofakissen viel spannender. Wir sind in der Regel mehr Draussen als Drinnen und räumen mehr Schubladen ein und aus, rollen mehr Bälle durch die Gegend und schauen uns bunte Bücher an, als das ein Youtube-Video oder eine Folge bei Netflix läuft, aber ab und an läuft eben etwas.

Ich bin nicht perfekt, ich bin manchmal inkonsequent, ich lerne dazu und werfe über Bord, was für uns einfach nicht funktioniert, egal für wie gut ich es halte. Ich gehe den Weg, der für uns alle passt, bei dem wir am Wochenende ein Eis in der Sonne naschen können, ohne dass uns Jonah im Kinderwagen mit weit geöffneten Mund entgegen blickt und frustriert ist, weil wir ihm nichts abgeben, bei dem ich auch mal vor 20 Uhr auf dem Sofa sitzen und mir ein Youtube-Video anschauen kann, während Jonah neben mir spielt und bei dem ich mich selbst nicht für eine schreckliche Rabenmutter halte, weil ich Jonah ein Gläschen Brei anbiete, weil mein Essen heute mal aus super scharfen Curry besteht und er nichts davon abhaben kann. Ich bin maßvoll inkonsequent.

Baby

Kleine Helfer gegen Husten und Schnupfen

Mit Baby durch die Erkältungszeit

3. März 2017

Hier wird gehustet und geschnieft, die Erkältung ist bei uns zu Besuch. Nicht nur bei mir, sondern auch bei Jonah. Schnupfen und Husten sind bei Babys besonders gemein. Der Husten schüttelt den ganzen Körper und lässt ihn Nachts nicht zur Ruhe kommen und die verstopfte Nase hindert beim Atmen. Wusstet ihr, dass Babys in der Regel bis zum 6. Monat ausschließlich durch die Nase atmen? Da ist eine verstopfte Nase gleich doppelt und dreifach blöd. Mit einer Nase voller Schnodder lässt sich auch schlecht trinken und stillen fällt nicht leicht, dabei ist es bei einer Erkältung ausreichend Flüssigkeit sehr wichtig. Die Beikost, die wir gerade einführen, ist auch wieder uninteressant geworden und Jonah möchte fast ausschließlich nur Muttermilch.

Trage und Tragetuch sind wieder im Dauereinsatz und wir tragen noch mehr als sonst schon. Die aufrechte Haltung hilft beim atmen und lässt den Schleim besser abfließen. Jonah kann ruhiger schlafen und stillen wann er mag (also am liebsten durchgehend). Solange kein Fieber mit im Spiel ist, gehen wir warm eingepackt viel an die frische Luft, die macht nämlich schnell gesund.

Wir wohnen in einem gut isolierten Neubau mit Fußbodenheizung. Bei uns stimmt die Luftfeuchtigkeit immer und wir müssen nur wenig heizen. Bei wem das anders aussieht, sollte öfter gelüftet werden um die Heizungsluft auszutauschen und eine Schüssel mit heißem Wasser oder ein Topf kochendes Wasser auf dem Herd sorgen für etwas mehr Luftfeuchtigkeit. Trockene Heizungsluft ist für kleine Schnupfnasen nämlich alles andere als angenehm.

Damit auch Nachts der Schleim gut abfließen kann hilft eine etwas erhöhte Liegeposition. ein Keilkissen oder ein flacher Aktenordner unter der Matratze reichen schon und sind sicherer als ein Kopfkissen. Damit die ganz kleinen Babys nicht herunterrutschen, kann man eine zusammengerolltes Handtuch unter das Bettlaken legen. Bei Jonah bringt das leider alles nichts. Er rollt sich im Schlaf immer so wild durch das Bett, dass er manchmal mit seinen Füßen an unseren Gesicherten schläft. Wenn er krank ist, schläft er auch gerne wieder auf mir, während ich im Bett mit ein paar Kissen im Rücken sitze. So haben wir die ersten Monate fast ausschließlich geschlafen, Jonah brauchte einfach die Nähe.

Alle Hausmittelchen und Tipps aus dem Internet ersetzen allerdings keinen Arztbesuch. Den sollte man auf alle Fälle tätigen wenn es dem Kind nicht gut geht. Wobei man entweder super früh dort sein sollte um nicht unnötig mit anderen kränkelnden Kindern und Eltern im Wartezimmer sitzen zu müssen oder man überbrückt die Wartezeit draußen beim Spazieren. Wir schleppten bis jetzt nämlich immer wieder einen neuen Schnupfen mit nach hause, wenn wir mal im Wartezimmer sitzen mussten.

Bienenwachswickel

Warme Bienenwachswickel helfen gegen Hustenreiz, lösen den Schleim und entspannen die Muskeln. Sie sind schnell einsatzbereit und lassen sich fix anlegen, auch in der Nacht ohne das Baby richtig aufzuwecken. Die Wickel sind aber nicht nur etwas für Babys, sondern auch für Kinder und Erwachsene. Sie helfen bei Muskelschmerzen und Verspannungen. Das Bienenwachstuch erwärmen wir mit einem Fön, bis es angenehm riecht und biegsam ist. Meistens ist es bei uns etwas zu heiß und wir lassen es auf Körpertemperatur herunter kühlen, wärmer sollte es nämlich nicht sein. Den Bienenwachswickel legen wir auf ein mit Heilwolle gefülltes Baumwollkissen, das die wärmende Wirkung noch etwas verstärkt. Wickel und Kissen kommen auf die Brust, die mit Thymian-Myrte Balsam eingerieben ist und darüber kommt ein Body, der alles fixiert. Durch die Körperwärme ist der Wickel am nächsten morgen auch noch immer schön warm. Wickel und Kissen kann man online kaufen, einige Apotheken führen sie und in einem Kinderladen sind sie mir auch schon über den Weg gelaufen. Eine schöne Anleitung um selbst Bienenwachswickel herzustellen gibt es auf Geborgen Wachsen. Ich habe mir schon Bienenwachs besorgt, Baumwolltuch liegt noch herum und genug Heilwolle für ein etwas größeres Wärmekissen (für meinen Nacken) ist auch noch da. Die Bienenwachswickel lassen sich übrigens mehrmals verwenden. Wenn sie nicht mehr angenehm nach Bienenwachs riechen, sollte man sie austauschen.

Thymian-Myrte Balsam

Gegen Husten reibe ich den Balsam zwei bis dreimal täglich dünn auf Jonahs Brust und Rücken. Vor dem Zubettgehen kommt noch der Bienenwachswickel darüber. Die ätherischen Öle helfen beim Durchatmen, lösen den Schleim und wirken beruhigend. Bei kleinen Säuglingen sollte man den Balsam am besten mit etwas Mandelöl verdünnen, bevor man ihn aufträgt. Thymian-Myrte Balsam wird von der Bahnhofsapotheke in Kempten hergestellt und ist sowohl in deren Onlineshop als auch in vielen Apotheken erhältlich.

Engelwurzbalsam

Engelwurzbalsam hilft hervorragend gegen Schnupfe. Er löst den Schnodder und hilft dabei die Nase frei zu bekommen. Abends kommt etwas davon auf die Nasenflügel. Tagsüber sind wir viel draußen und da Engelwurz einen Stoff enthält der die Haut lichtempfindlicher macht, kommt der Balsam auf seine Füße, darüber ein paar dicke Socken. Ich schmiere mir selbst auch gleich immer etwas um die Nase wenn ich zu Bett gehe. Wenn Jonah Schnupfen hat, bekomme ich aus Solidarität auch gleich immer einen. Genauso wie der Thymian-Myrte Balsam ist auch der Engelwurzbalsam von der Bahnhofsapotheke und kann online direkt bei denen, oder in einigen Apotheken vor Ort gekauft werden.

Kochsalzlösung

Manchmal sitzt der Schnodder so fest, dass etwas mehr als Engelwurzbalsam her muss. Jonah mag es allerdings gar nicht, wenn wir Kochsalzlösung benutzen, daher kommt sie bei uns auch immer erst als letztes zum Einsatz. Ein paar Tropfen in die Nase lösen schnell alles festgetrocknete und zähe. Wir nehmen Jonah immer kurz nach dem hinein tröpfeln in den Fliegergriff, damit alles aus der Nase laufen kann. Kochsalzlösung gibt es in kleinen Ampullen in jeder Apotheke und ein paar davon zuhause haben, schadet nie. Bei mir kam Kochsalzlösung auch ganz zu Beginn immer auf meine wunden Brustwarzen, bevor ich etwas Lanolin darauf gab.

Unsere Kinderärztin schickte uns am Montag nach einem kleinen Besuch mit einem Lächeln wieder nach Hause, weil sie mit unseren kleinen Helfern gegen Husten und Schnupfen sehr zufrieden ist. Was sind eure kleinen Wunderhelfer gegen Husten und Schnupfen?

Baby

Babynägel

Wie man kleine Krallen stutzt

24. Februar 2017

„Ach, die Fingernägel vom Baby kann ich auch morgen schneiden.“ Und zack, drei blutige Kratzer in meinem Gesicht.

Ich weiß nicht was sich die Evolution dabei gedacht hat unseren Babys weiterhin messerscharfe Fingernägel zu geben, die innerhalb von wenigen Tagen zu kleinen Krallen heranwachsen. Mutter Natur hätte ruhig mal ein Update einspielen können, dass das Wachstum der Nägel erst dann einsetzten lässt, wenn Babys in der Lage sind die eigenen Nägel auf eine ungefährliche Länge herunter zu kauen, oder sie so lange stillhalten können, dass man sie in Ruhe schneiden kann.

Babys kommen mit noch weichen und flexiblen Nägeln auf die Welt. Je nach dem ob sie termingerecht, zu früh oder übertragen auf die Welt kommen in unterschiedlichen Längen. Schneiden muss und sollte man sie in den ersten Wochen noch nicht. Die Gefahr einer Verletzung der Nagelhaut ist relativ hoch. Weich und flexibel bedeutet aber nicht, dass die Fingernägel nicht schon ordentlich kratzen können. Sie reißen zwar von selbst leicht ein und schälen sich mit der Zeit ab, aber manchmal dauert das recht lange und der eingerissene Nagel hinterlesst gerne mal eine Schramme im Gesicht des Babys oder auf Mamas Brust. Stört es so sehr, kann man den angerissenen oberen Nagelrand leicht abziehen.

Als Kind kaute ich meiner Puppe immer die Nägel ab, weil ich das bei so vielen Müttern sah und auch im Internet ließt man immer wieder, dass man die Nägel lieber abkauen, statt abschneiden soll, da Lippen und Zunge so sensibel sind, dass man damit fühlen könne wie weit man den Nägel kürzen kann. Unsere Hebamme riet uns davon allerdings ab. Der Mund ist voller Bakterien, verletzt man versehentlich doch die Nagelhaut, gelangen die Bakterien direkt in die offene Wunde und das Risiko einer Nagelbettentzündung ist ziemlich groß. Sie erzählte uns von Babys denen sie im Wochenbett entzündete Finger verarzten musste. Wir wissen wie weh uns schon ein kleiner Riss in der Nagelhaut tut, wie sehr schmerzt es dann einem kleinen Baby? Also lieber nicht abknabbern!

Man sieht ja immer wieder kleine Babys mit Söckchen oder kleinen Baumwollfäustlingen über den Händen und auch viele Schlafanzüge haben Umschlagklappen an den Ärmeln. Auch wenn es total praktisch erscheint diese zu nutzen, sollte man es aber lieber lassen. Babys entdecken ihre Welt mit ihren Händen und brauchen sie auch um sich selbst zu beruhigen.

Irgendwann kürzen sich die Nägel nicht mehr von selbst und man muss zu Schere oder Nagelknipser greifen. Das passiert natürlich genau dann, wenn aus dem überwiegend schlafendem und in die Luft starrenden Baby eines wird, das am liebsten nicht mehr still liegt. Bei uns funktioniert das Schneiden der Nägel nur wenn Jonah schläft. Die kleinen Finger halten niemals still, da hilft auch keine Ablenkung durch alberne Tänze vom Papa oder, ganz verpönt, Bewegtbild. Wir hoffen immer auf eine lange Schlafphase ohne Trage oder Schoß. In manchen Phasen gar nicht so leicht. Es gab Zeiten in denen das Kind tagsüber nur auf mir oder in Tuch und Trage schlief. Dabei die Nägel schneiden ist wirklich nicht leicht. Nachts war der Schlaf so kostbar, dass ich ihn auf gar keinen Fall durch eine dumme Bewegung im falschen Moment unterbrechen wollte. Da wurden die Nägel gerne mal in Etappen geschnitten und während die linke Hand perfekt war, waren die letzten drei Finger der rechten Hand kleine Waffen.

Bei uns kommt nur die Nagelschere zum Einsatz. Ich persönlich kann mit dem Knipser bei mir selbst überhaupt nicht umgehen und möchte das gar nicht erst bei unserem Baby versuchen. Wir haben eine extra Nagelschere für Babys, die an der Spitze abgerundet ist um Verletzungen zu vermeiden, sollte sich das Baby doch mal bewegen. Damit schneiden wir den Nagel in mehreren kleinen Schnitten entlang der Form der Fingerkuppe. Es gibt auch extra Babynagelfeilen um spitze Ecken glatt zu feilen. Bis jetzt wachte Jonah dabei allerdings immer auf und so versuche ich mit der Schere mein bestes zu geben. Wenn euer Baby auch mal stillhalten kann, empfehle ich euch die Nägel nach dem Baden zu schneiden, dann sind sie schön weich.

Auch wenn es nervig ist, wir schneiden die Nägel nie zu kurz um nicht versehentlich die Nagelhaut zu verletzen und legen lieber in kürzeren Abständen die Schere an. Oder leben damit, gekratzt zu werden. Während in Jonahs Gesicht die Kratzer übrigens innerhalb von zwei bis drei Tagen wieder vollkommen verschwinden, laufe ich damit gerne mal zwei bis drei Wochen rum. Die sensationelle Wundheilung hat er definitiv nicht von mir. Gerade hat er auch unglaublich Spaß daran mit deinen Fingern unser Gesicht zu erkunden. Nase, Augen, Lippen, Zähne, Zahnfleisch. Da machen uns seine langen Fingernägel besonders viel Spaß. Und reden wir nicht über meine Brüste. Wo ist die Zeit hin, in der Jonah einfach nur ganz sanft seine kleinen, zarten Hände beim Stillen auf sie legte, statt wie jetzt immer wieder hineinzuzwicken?

Fußnägel gönnen einem in der Regel eine kleine Schonfrist. Sie wachsen langsamer als Fingernägel und müssen seltener geschnitten werden. Allerdings sollte man sie eher gerade schneiden und nicht rund wie die Fingernägel, um ein Einwachsen zu verhindern.