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„Don‘t worry, be family“

Die schönsten Kindheitserinnerungen sind bunt

20. März 2019
„Don‘t worry, be family“ | Die schönsten Kindheitserinnerungen sind bunt
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Im Flur liegt Sand. Eigentlich immer und ganz egal wann und wie oft wir den Staubsauger herausholen. Im Badezimmer steht durchgehend der Wäscheständer, weil der Sand im Flur nicht nur aus Schuhen heraus rieselt, sondern auch von matschigen Hosen abbröckelt und Pullover ohne Tomatensoßenflecken und eingetrockneten Joghurtklecksen sind ja eigentlich gar keine richtigen Pullover. An manchen Tagen ist unser Flur eine riesige Absperrung aus allen Decken und Kissen, die es hier zu finden gibt und sie darf nicht abgebaut werden, bis zum Schlafen dann doch ein Kissen im Bett ganz gemütlich wäre. Manchmal läuft hier so laut „Die Räder vom Bus“, dass wir durch das offene Fenster den ganzen Hof mit beschallen. Und meine Goldkehlchen Stimme bekommen unsere Nachbarn dabei auch ab, denn ich kann JEDES Lied mitsingen und habe immer einen Ohrwurm vom aktuellen Lieblingslied der Kinder. Unsere Terrasse könnte so schön sein, aber auf ihr ist eine Bombe eingeschlagen und alle Nachbarn können den Krater aus Sandspielzeug sehen. Kurz nach dem Aufstehen sieht man in unser Wohnung schon gar nicht mehr, dass wir am Abend aufgeräumt haben und wenn wir unterwegs sind, nehmen wir unseren halben Hausstand mit und der Kinderwagen wird zum Messi-Mobil.

„Don‘t worry, be family“ | Die schönsten Kindheitserinnerungen sind bunt

„Don‘t worry, be family“

Familienleben ist bunt und chaotisch. Und damit meine ich nicht nur die Wände, die etwas Buntstift abbekommen haben oder das unaufgeräumte Kinderzimmer. Es sieht immer anders aus und vor allem anders als geplant. Und das eigene Familienleben sieht nie so ordentlich und strukturiert aus wie das der anderen. Aber pssst: auch die anderen frühstücken manchmal Nudeln mit Tomatensoße, haben den Schmutzradierer schon Kunstwerke der Kinder an den Wänden verschwinden lassen und verstecken Chaos vor Besuchern in der Abstellkammer. Es rückt nur keiner mit der Sprache raus.

Mit der Kampagne „Don‘t worry, be family“ möchte der Babyfachmarkt Babyone Eltern und die, die es noch werden wollen dazu inspirieren, sich nicht von der eigenen Erwartungshaltung oder der von anderen, von perfekten Bildern im Internet oder klugen Ratgebern verrückt machen zu lassen, die einem erklären wollen wie man Arbeit, Familie, Haushalt und Paarzeit unter einen Hut bekommt, ohne das auch nur irgendwo ein Staubkorn liegen bleibt oder ein Familienmitglied mit verschiedenen Socken das Haus verlässt. Und Babyone weiß wovon sie reden. Das Familienunternehmen begleitet seit 30 Jahren Eltern auf ihrem Weg und hat dabei selbst kleine und große Chaoten an der Hand.

Die schönsten Kindheitserinnerungen sind bunt

Es muss nicht perfekt sein. Niemals und bei niemanden. Das ist es bei denen, die das erwarten in der Regel auch nicht und wenn ja, haben die auch so viel Spaß wie wir in unserem kleinen Chaos?

Hier klebt nicht immer Joghurt auf dem Boden und man muss auch nicht über Wäscheberge steigen um an das andere Ende der Wohnung zu kommen. Wenn es aber unseren Alltag entspannter macht, dann lasse ich auch mal (eher öfter) den Boden Flecken haben und den Wäscheberg einen Wäscheberg sein, damit wir am Tag alle zusammen eine gute Zeit haben. Gerade als Familie darf und sollte man viel öfter den einfachen Weg gehen und sich das Leben nicht mit dem Erfüllen unnötiger Erwartungen und vollkommen übertriebener Familienbilder erschweren. Und jetzt mal ehrlich: Die schönsten Erinnerungen an meine Kindheit sind unaufgeräumt und wir haben Pfannkuchen auf umgedrehten Tellern unter dem Tisch gegessen, weil Umgedreht-Tag war.

So eine schöne und alles andere als glatt polierte Kindheitserinnerung hilft mir an Tagen, an denen ich mich doch noch unter Druck setzen lasse, von anderen und mir selbst. Wenn ich vermeintlich perfekt sein möchte und dabei das wichtigste wieder aus den Augen verliere.

Unsere Kinder erinnern sich später nicht daran wie sauber alles zuhause war, sondern wie viel Spaß sie mit uns hatten, wie viel Zeit wir mit ihnen verbrachten und wie lecker der Teig war, den sie beim Backen naschen durften und der überall im Gesicht, in den Haaren und an den Fingern klebte.

„Don‘t worry, be family“ | Die schönsten Kindheitserinnerungen sind bunt

Druck raus, Alltag rein!

Der Spruch ist etwas ausgelutscht, trifft es aber ziemlich gut: „Unser Alltag ist ihre Kindheit.“ Und die sollten wir nicht nur damit verbringen aufzuräumen und ordentlich zu sein. Wir sollten viel mehr Zeit mit den schönen Dingen verbringen und uns zusammen eine richtig gute Zeit machen. Einfach mal durchatmen und alles ein bisschen entspannter sehen. Morgen ist auch noch ein Tag an dem ich das Chaos ein bisschen aufräumen kann, heute genieße ich lieber die Sonne mit den Kindern auf dem Spielplatz. Und auf den schiebe ich ziemlich Stolz unser vollgelandenes Messi-Mobil, auf dem sich das Sandspielzeug für die kleinen Chaoten, Snacks für alle, das eigene Laufrad und manchmal auch das von Freunden, einen Kaffee und ein paar Gummistiefel, mindestens eine Packung Seifenblasen und an manchen Tagen auch noch ein Freundekind, zusätzlich zu den eigenen, befindet.

„Don‘t worry, be family“ | Die schönsten Kindheitserinnerungen sind bunt

Wir sollten alle viel öfter darüber reden, wie es bei uns zuhause aussieht, Freunde einladen, auch wenn wir nicht gestaubsaugt haben und unsere dunklen Geheimnisse mit anderen Eltern teilen. Unser Großer glaubt zum Beispiel an den Paketboten. Der hat ihm nämlich sein Laufrad gebracht. Nicht Mama und nicht Papa, nicht der Weihnachtsmann, nein, der Paketbote war es. Und der liebe Paketbote bringt uns auch das, was ich manchmal einfach nicht besorgt bekomme. Weil ich unser Messi-Mobil nicht 100 Stufen hoch zur U-Bahn tragen möchte oder mich lieber am Vormittag gaaanz kurz mit dem Baby hinlegen will, statt quer durch die Stadt zu fahren um alles für das große Gartenprojekt der Kinder zu besorgen. Oder das sich die Ausflüge des Großen Kindes in die Badewanne dieses Jahr an einer Hand abzählen lassen, weil er einfach keine Lust hat und wir weder uns noch ihm den Stress machen wollen, ihn gegen seinen Willen ins saubere Nass zu setzen.

Macht euch und anderen keinen Druck, alles perfekt zu machen. Genießt den Familienalltag mit all seinen Krümeln und bunten Farbspritzern. „Don‘t worry, be family“

Mehr Elterngeheimnisse von mir und anderen tollen Bloggern, findet ihr auf der Kampagnenseite von Babyone.

*Dieser Beitrag enthält Werbung und ist in Kooperation mit Babyone entstanden.

Kleinkind Lieblinge Nachhaltigkeit Werbung

Natürlich nachhaltig

Natürliche und nachhaltige Pflege mit den KIDS 2in1 Shower & Shampoo von Weleda

6. Dezember 2018
Weleda KIDS 2 in 1 Shower & Shampoo
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Stoffbeuteln. Das kennt unser Sohn nicht anders und er weiß ganz genau, wo in meinem Rucksack die Beutel liegen und holt sie ganz selbstverständlich raus. Wenn ich sie mal vergesse und doch zur Papiertüte in der Gemüseabteilung greifen muss, bekomme ich ein grimmiges „Oh, Mama!“ zu hören.

Müll bringt er ganz selbstverständlich zum Mülleimer und wenn er draußen auf der Straße achtlos weggeworfene Verpackungen sieht, dann gibt es ein „Oh, Mama, Müll. Nicht gut.“ Wenn ich ihn nicht bei Taschentüchern anderer Leute aufhalten würde, weil mir die Bazillen aus der KiTa an seinen Händen eigentlich reichen, brächte er alles sorgfältig zum nächsten Mülleimer.

Beim Händewaschen stellt er das Wasser ganz selbstverständlich aus, wenn er sich die Seife nimmt und wenn man selbst mal zu lange das Wasser laufen lässt, dann macht er es mit einem bestimmten „SO!“ einfach aus.

Kinder kopieren, was sie bei uns sehen, was wir ihnen vorleben. Vielleicht ist es für uns eine größere Umstellung nachhaltiger zu leben, für unsere Kinder wird es dadurch aber ganz selbstverständlich sein. Wir müssen gar nicht alles perfekt machen, jede Kleinigkeit zählt und gibt unseren Kindern ein Gefühl dafür, was richtig und wichtig ist.

Natürliche und nachhaltige Pflege mit Weleda

Ich habe jahrelang in der Drogerie diverse bunte Tuben, Fläschchen und Döschen gekauft mit den tollsten Versprechungen und ellenlangen Inhaltsstoffangaben. Bis meine Haut laut Stopp rief. „Back to the roots“ hieß es dann für mich und ich griff wieder zu den Produkten, die meine Mutter schon nutzte und dessen Geruch meine Kindheit bestimmte. Weleda ist aus ganz egoistischen Gründen wieder in meinem Bad eingezogen, war aber letztendlich der Startschuss für mich, mir mehr Gedanken um Nachhaltigkeit zu machen und meinen Konsum zu überdenken und zu ändern.

Seit meiner ersten Schwangerschaft stelle ich mir nicht mehr nur die Frage was gut für mich ist, sondern was gut für meine Kinder ist. Und gut für meine Kinder ist eine natürliche und nachhaltige Pflege, die ihnen und unser Umwelt gut tut. Also gab und gibt es für meine beiden Kinder von Anfang an Weleda.

Die KIDS 2in1 Shower & Shampoo

Für das Baby gibt es die Produkte der Calendula-Reihe, für unseren großen Sohn, der immer mehr selbst bestimmt und uns zeigt was er möchte und mag, gibt es seit einigen Monaten die KIDS 2 in1 Shower & Shampoo Produkte. Verratet es ihm nicht, aber ich benutze sie auch ganz gerne.

Je nach Lust und Laune wird nach dem gerade interessantesten Tier oder dem schönsten Geruch ausgesucht, welches der KIDS Shower & Shampoo mit in die Wanne oder unter die Dusche kommt.

Weleda KIDS 2 in 1 Shower & Shampoo

KIDS 2in1 Shower & Shampoo Fruchtige Orange: Die fruchtige Orange umhüllt mit Fröhlichkeit, sorgt für Leichtigkeit und Freude.

KIDS 2in1 Shower & Shampoo Spritzige Limette: Die spritzige Limette weckt die Abenteuerlust und verbreitet positive Energie.

KIDS 2in1 Shower & Shampoo Frische Minze: Die frische Minze fördert innere Ruhe, vermittelt Kraft und sammelt die Sinne.

Unseren Wirbelwind würde ich am liebsten immer den kleinen Eisbären in die Hand drücken. Etwas mehr innere Ruhe tut ihm besonders abends richtig gut.

Die KIDS 2in1 Shower & Shampoo

  • sind sanft und schonend für Haut, Haare und Augen
  • bewahren das natürliche Feuchtigkeitsgleichgewicht der Haut
  • sind frei von synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen sowie von Rohstoffen auf Mineralölbasis
  • die unaufdringleichen Düfte sind aus 100 % natürlichen ätherischen Ölen
  • enthalten keine Rohstoffe tierischen Ursprungs
  • flutschen nicht aus seifigen Kinderhänden und sind leicht zu dosieren

Weleda achtet bei allen verwendeten Rohstoffen auf einen verantwortungsvollen,
nachhaltigen Umgang mit der Natur und eine umweltverträgliche Rohstoffgewinnung. Damit die KIDS 2in1 Shower & Shampoo auch gefahrlos von kleinen Kinderhänden benutzt werden können, sind die Tuben aus Plastik, frei von bedenklichen Weichmacher wie z.B. Bisphenol A.

Auf der Seite von Weleda findet ihr noch weitere Informationen zu den KKIDS 2in1 Shower & Shampoo Produkten. Schaut einfach hier vorbei.

Weleda KIDS 2 in 1 Shower & Shampoo

*Dieser Beitrag enthält Werbung und ist in Kooperation mit WELEDA entstanden.

Baby Familienleben

28 Sonnenaufgänge

Vier Wochen Lasse | Drei Wochen zu dritt

20. November 2018
28 Sonnenaufgänge | Vier Wochen Lasse Bo | Drei Wochen zu dritt

Erst hieß der Beitrag „Zwei Wochen […]“ dann „Drei Wochen […]“. Beim ersten Versuch alles in Worte zu fassen musste ich ständig heulen, beim zweiten musste Lasse immer weinen. So ist das also mit zwei Kindern, alles braucht etwas mehr Zeit.

Ich kann mir schon jetzt kein Leben mehr zu dritt vorstellen. Wir vier fühlen uns so an, als wären wir schon immer eine Einheit. Und trotzdem kann ich noch nicht sagen, dass wir in unserem neuen Leben als große Familie angekommen sind und ich glaube, es wird sicher noch eine ganze Weile so bleiben. Hier steht alles Kopf, ist laut, riecht nach leicht gegorener Milch und jeder Tag ist eine neue Herausforderung.

Abends falle ich ins Bett und bin fertig mit der Welt, habe das Gefühl nichts und niemanden gerecht geworden zu sein und meiner neuen Rolle noch nicht gewachsen. Glücklicherweise stehe ich morgens immer wieder ohne das Gefühl auf, die Kackmama vom Vortag zu sein und freue mich auf einen neuen Tag mit meinen drei Lieblingsmenschen. Ich würde sagen, das verdanke ich einem Mix aus der magischen Kraft des Schlafes und der ganzen Stillhormone.

Kreißsaal, Wochenbettstation, Neo, Kinderklinik

Warum „Vier Wochen Lasse“ und nur „Drei Wochen zu dritt“? Weil unser Start als kleine, große Familie alles andere als wie erträumt und geplant lief und Lasse und ich die erste Woche alleine im Krankenhaus verbrachten.

Statt einer ambulanten Geburt landeten wir erst auf der Wochenbettstation, dann auf der Neonatologie der Geburtsklinik und am Ende für mehrere Nächte in der Kinderklinik. Statt Neugeborenenduft, verströmte mein kleines Baby den Geruch von Penicillin und statt in Ruhe Haut an Haut zu kuscheln, piepste bei jedem Versuch mein Kind in den Arm zu nehmen ein Monitor und tausend Kabel und Schläuche mussten abgestöpselt oder irgendwie gehalten werden.

Ich habe in dieser Woche so viel geweint wie noch nie in meinem Leben, hatte Angst, fühlte mich alleine und schuldig. Und noch jetzt muss ich weinen, wenn ich daran denke, fühle mich verantwortlich für alles, auch wenn ich es gar nicht bin, fühle mich wie eine Versagerin, weil ich mein Baby nicht vor allem beschützen konnte und für mein großes Kind so lange nicht da war.

Was aber gerade am wichtigsten ist: wir sind jetzt alle zuhause und Lasse ist gesund.

28 Sonnenaufgänge | Vier Wochen Lasse Bo | Drei Wochen zu dritt

Hallo Lasse

Lasse kam ein ganzes Kilo schwerer und fast eine ganze Handbreit größer auf die Welt, als sein großer Bruder. Wir scheinen uns die Kinder aufgeteilt zu haben, denn während Jonah mit dunklem Teint, dunklen Haaren und dunklen Augen ganz nach seinem Papa kommt, ist Lasse so blass wie ich, hat helle Haare und helle Augen. Das Grübchen am Kinn haben aber beide vom Papa.

Er wird von allen Seiten geliebt und ist jetzt schon Mitglied in der Crew seines großen Bruders. Schließlich ist er auch bei fast jedem Ausflug und jedem Spieldate, gut eingepackt in die Trage und ganz nah bei mir, mit von der Partie.

Unser kleiner Lasse Bo weint viel und oft untröstlich. Jeden Tag ein bisschen mehr. Ihm hat die Anfangszeit sicher genauso zugesetzt wie mir und wir beide müssen das erst einmal verdauen.

Apropos verdauen: Nach seinem Start im Leben mit ordentlich Antibiotika ist sein kleiner Darm noch weniger bereit sich der Welt außerhalb meines Bauches zu stellen, als es ein Babydarm nicht eh schon ist und wir kämpfen jeden Tag gegen Bauchweh, gegen die nichts so wirklich helfen mag. Aber wir sind dran und nachdem ich Unsummen in der Apotheke ließ bin ich ganz guter Dinge, dass wir neben Tragen, Stillen und Massieren einen weiteren guten Helfer für uns gefunden haben.

Superpapa

Während ich im Krankenhaus war, hat Tom den Laden geschmissen. Und das verdammt gut! Er war ein Superpapa, hat den Haushalt geschmissen, uns regelmäßig besucht und mich fest in den Arm genommen und auf dem Spielplatz hat er sich als ganz hervorragendes Mitglied unserer Mütterclique gezeigt, das sogar heißen Kaffee für alle mitbringt und die Snackbox besser füllt als ich.

28 Sonnenaufgänge | Vier Wochen Lasse Bo | Drei Wochen zu dritt

Ich bin so froh ihn an meiner Seite zu haben! Diggi, ich liebe dich sehr.

Großer Bruder

Jonah liebt seinen kleinen Bruder. Er freut sich immer ihn zu sehen, hilft beim Wickeln, verteilt Küsschen, streichelt viel und verteidigt den Kinderwagen vor allen Kindern, die sich ihm in der KiTa nähern wollen. Er ist immer mit einem „Alles gut Lasse“ zur Stelle, wenn sein kleiner Bruder weint und er erzählt jedem, dass das sein Baby, sein kleiner Bruder, sein Lasse ist.

Er ist ein ganz großartiger großer Bruder! Und das, obwohl er gerade so viel zurückstecken muss. Wir Eltern sind oft gestresst und viel zu oft genervt. Ich fühle mich wie eine Kackmama, weil ich so oft meckere und er viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.

Seit Lasse und ich zuhause sind, hängt er an uns Eltern, geht in der Wohnung nicht ohne uns in einen anderen Raum, möchte nicht alleine Spielen und schläft Abends nur noch in Papas Armen ein, obwohl er vorher nach dem Vorlesen immer alleine in seinem Bett mit einem Hörbuch einschlief. Unsere Aufmerksamkeit, die so oft dem weinenden Baby geschenkt wird, holt sich der große Bruder jetzt oft mit Quatsch und Randale. Und es tut mir so Leid. Ich würde mich am liebsten klonen um für beide gleich viel da zu sein und Jonah die Aufmerksamkeit und Zeit zu geben, die er braucht und verdient.

Und trotzdem ist er die ganze Zeit eine richtige Strahlemaus, die mir immer wieder ein breites Grinsen in mein Gesicht zaubert, die mein Herz mit so viel Liebe füllt und die jeden Tag zu einem Tag voller neuer Wunder und Abenteuer macht.

28 Sonnenaufgänge | Vier Wochen Lasse Bo | Drei Wochen zu dritt

Hilfe annehmen

Ich bin gerade jetzt doppelt und dreifach froh, so eine tolle KiTa für unser Kind gefunden zu haben, in der die Erzieher immer für unseren kleinen Wirbelwind da sind, ihn auffangen und einen richtig guten Tag bescheren. Und ich bin froh so viele tolle Nachbarn zu haben, die immer einen Arm zum Tragen frei haben und dem großen genau dann Aufmerksamkeit schenken, wenn ich es gerade nicht kann. Und … jetzt muss ich schon wieder heulen.

Es tut so gut zu wissen, dass wir nicht alleine sind und wir immer jemanden haben, der uns hilft. Was ich allerdings noch lernen muss: Hilfe annehmen! Das fällt mir erstaunlich schwer.

Es heißt Wochen B-E-T-T!

Nach einer Woche Krankenhausmief brauchte ich zuhause als erstes frische Luft. Viel davon um alles wegzupusten, dass mich noch an diese Zeit erinnert. Ich saugte jeden Strahl Tageslicht auf, denn davon gab es in der Kinderklinik wenig. Erst hat die Zeit im Krankenhaus mein Wochenbett verhindert, weil ich immer auf den Beinen war, zuhause habe ich es dann selbst aus dem Bett auf das Sofa, den Spielplatz, den Kinderzimmerfußboden, den Stadtpark und die Kinderzimmer von Freunden verlegt.

Nach zwei Wochen ist Tom inzwischen wieder zurück zur Arbeit, seine Elternzeit startet erst nächstes Jahr. Mit einem Kleinkind, das nach der KiTa draußen durch die Welt toben möchte, ist Zeit im Bett kaum möglich. Aber ich versuche den Vormittag ruhig zu gestalten, mache nur das Nötigste und kuschle viel mit unserem kleinen Baby.

Das ist so ganz sicher nicht optimal, vor allem nicht für die Rückbildung und Regeneration meines Körpers, aber anders ist es für uns und vor allem für mich nicht umsetzbar.

Eingrooven

Trotz all der Tränen, die hier täglich vergossen werden, der Fäuste, die wütend auf den Boden gehauen werden, der Milchflecken auf all meinen Oberteilen und der Staubflusen, die sich in der ganzen Wohnung tummeln: Ich bin voller Liebe für meine Familie, für unser turbulentes Familienleben zu viert.

Aber ich kann es kaum erwarten, bis wir uns irgendwann alle eingegroovt haben, das Baby mehr lächelt als weint, der große Sohn wieder fünf Minuten im eigenen Spiel versinken kann, ich nicht mehr eine Stilleinlage nach der nächsten durchweiche, der Boden wieder öfter sauber, als voller Krümel und Flusen ist und wir so richtig angekommen sind.

Familienleben Werbung Wochenende in Bildern

Wochenende in Bildern 17. und 18. November

Familienzeit zu viert

18. November 2018
Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert
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Genau heute sind wir seit vier Wochen vier Menschen in unser Familie. Vier Wochen Trubel, Chaos und ganz viel Liebe. Also eigentlich alles wie immer. Nur doller und mehr davon. Jetzt sind wir Vier, die am Wochenende ganz viel Familienzeit genießen, viel frische Luft schnappen, viel kuscheln und toben, viel spazieren und viel Kaffee trinken. Nein, halt. Viel Kaffee trinkt nur noch Tom, ich bin auf Tee umgestiegen und die Kinder bleiben natürlich noch eine ganze Weile beim Kinderkaffee (Milchschaum) und Babykaffee (Muttermilch).

Samstag

Seit das Baby da ist ist unser großer Sohn wieder ein richtiger Extremfrühaufsteher. Morgens genießt er die Exklusivzeit mit seinem Papa sehr. Die zwei Frühstücken ihr Vorfrühstück zusammen, spielen, gucken sich Bücher an, kuscheln auf dem Sofa und weil Wochenende ist, gibt es Jonahs Lieblingsserien auf dem iPad. Ich kann mit Lasse noch ein bisschen im Bett liegen und Schlaf nachholen, denn von 2 Uhr bis 6 Uhr war ich wach.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

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Während ich das Baby fertig mache, möchte Jonah dass ich unseren Google Home Tiergeräusche machen lasse. Sein „Hey Google, Löwe!“ versteht google einfach noch nicht. Und Alexa kennt keinen Tiger.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Bis wir alle vier fertig angezogen und startklar sind, ist das Baby wieder hungrig. Wir müssen und da noch ein bisschen optimieren, sonst kommen wir nie in die Pötte. Vielleicht muss ich mich einfach schon angezogen Abends ins Bett legen.

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Unser erster Stopp ist die Post im Edeka. Wir richten ein Sparkonto für Lasse ein und müssen uns per Postident als Tom und Ivy bestätigen lassen. Damit legen wir den Betrieb erstmal für gute 10 Minuten lahm.

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Wie eigentlich jeden Morgen am Wochenende geht es weiter auf den Spielplatz. Heute wieder zu dem am Goldbekplatz, weil es rundherum so guten Kaffee gibt und Samstags ein schöner Wochenmarkt gleich daneben ist. Jonah bekommt einen Kinderkaffee, danach wird der Spielplatz unsicher gemacht.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

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Der Heimweg führt uns über den Wochenmarkt. An meinem Lieblingsstand hole ich mir Gürkchen, für das Abendessen kaufen wir ein paar Meter weiter noch Kürbisgnocchi mit Mozzarellakern und zwei Kilo Äpfel kommen auch noch mit.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

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Unterwegs wird noch ein Eichhörnchen beobachtet.

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Zuhause geht der Große direkt ins Bett, Tom geht eine Runde Joggen und Lasse schläft noch in der Babywanne ein gutes Stündchen weiter. Ich gönne mir währenddessen einen heißen Kakao mit Hafermilch und lese etwas.

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Nach dem Mittagsschläfchen ist es schon fast wieder dunkel draußen. Wir packen uns alle wieder warm ein und gehen nochmal raus. Auf dem Platz vor unserem Haus treffen wir eine von Jonahs Freunden, die gerade mit ihren Eltern einen Drachen steigen lässt. Wir machen mit und verabreden uns direkt für den nächsten Tag um wieder einen Drachen steigen zu lassen.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

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Alle zusammen erledigen wir noch den Wochenendeinkauf. Die Kinder sitzen glücklich im Einkaufswagen, wir Eltern tragen die Einkäufe in Körben durch den Laden. Beim nächsten mal möchte ich bitte im Einkaufswagen sitzen.

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Ich liebe unsere Nachbarschaft so sehr dafür, dass wir hier alle so viele liebe Menschen kennengelernt haben, die zu Freunden wurden und mit denen man ganz hervorragend die letzten Stunden vor dem ersehnten Zubettbringen vertrödeln kann.

Nach dem Abendessen lese ich Jonah noch eine Geschichte vor, danach übernimmt Tom die Einschlafbegleitung des Großen und ich übernehme Lasse, der Abends ganz doll mit Bauchweh zu kämpfen hat. Nachdem alle Kinder schlafen, Jonah in seinem Bett, Lasse in meinen Armen, gucken wir Tim und Struppi im Bett auf dem Laptop. Ich krümel dabei das Bett mit Keksen voll, Tom mag lieber Erdnüsse.

Sonntag

Geil, noch früher als gestern steht das große Kind auf. 5 Uhr und die Party geht los. Wieder ohne mich uns Lasse, wir bleiben noch bis kurz vor 8 Uhr im Bett.

Um 9 Uhr stehen Tom und Jonah in der Küche und backen Törtchen. Was man an einem Sonntagmorgen eben so macht.

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Danach packen wir uns alle wieder dick ein, draußen ist es richtig kalt. Diesmal sind wir schon etwas schneller als gestern.

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Das Baby schläft friedlich im Kinderwagen, ein absolutes Wunder, wenn ich an die ganze letzte Woche denke, in der nur Tragen eine akzeptierte Fortbewegung war. Im Stadtpark ist es ungewohnt still. Kaum einer ist unterwegs und auf dem großen Spielplatz fehlt der übliche Trubel.

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Wir legen eine Snackpause ein. Es gibt Kekse. 😉 Die hat Jonah morgens neben meiner Bettseite entdeckt und wer mich beim Naschen ertappt, darf auch mal naschen. Mit Schoki mag ich Butterkekse übrigens am liebsten. Aber nur mit Vollmilchschoki!

Nachdem letztes Jahr Handschuhe der Feind waren, probierte ich es dieses Jahr noch einmal und siehe da, jetzt werden die Handschuhe ohne Gemurre angezogen. Dabei fällt mir auf, dass ich erfolgreich ein Paar gekauft habe, bei dem beide Handschuhe unterschiedliche Größen haben. Wie konnte mir das passieren und nicht auffallen? Naja, solange es dem Kind nicht auffällt und stört, ist es eigentlich auch egal.

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Die letzten Wasserreste im Planschbecken sind gefroren und Jonah spaziert zum ersten mal in seinem Leben über Eis. Er findet es witzig, bis er ausrutscht. Ab wann kann man eigentlich mit den Kindern Schlittschuhlaufen?

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Bevor es zuhause ein Mittagsschläfchen gibt, werden unterwegs noch Seifenblasen gemacht. Ohne mindestens eine Packung davon verlasse ich nie das Haus mit Kind. Auf dem Schrank im Kinderzimmer habe ich einen kleinen Vorrat angelegt.

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Wir sind mit den Freunden von gestern verabredet und spazieren zusammen in den Stadtpark. Trotz zweier Kleinkinder die unterwegs alles entdecken wollen, zusammen immer Quatsch machen und tausend Pausen einlegen, erreichen wir die große Wiese noch bevor es wieder dunkel wird! Ganz ehrlich, damit habe ich nicht gerechnet und sah uns eigentlich schon den Drachen unsere LED-Weste tragen, damit wir ihn im Dunkeln fliegen sehen.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Wir lassen den Drachen steigen, der scheinbar keinen Wind braucht und den ganz leichter Nieselregen auch nicht stört.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Der Heimweg dauert länger als der Hinweg und ein Abstecher auf den Spielplatz in unserem Innenhof wird auch noch gemacht. Als wir daheim ankamen war es schon längst dunkel und der große Sohn so müde, dass er nach einem fixen Abendessen selbst nur noch mit einem Buch ins Bett wollte.

Der Plan für den restlichen Abend: Mit dem Baby im Arm, dem besten Mann neben mir und meinen Thermobecher voll Kinderpunsch Tim und Struppi zuende gucken. Gestern schafften wir nämlich nur den halben Film.

Mehr Wochenende in Bildern gibt es bei Susanne auf Geborgen Wachsen. <3

*Dieser Beitrag enthält Werbung und ist in Kooperation mit LEIBNIZ entstanden.

Familienleben Kolumne

Ohne Snacks, ohne mich

Mutti, pack die Käsestulle ein!

20. September 2018
Ohne Snacks, ohne mich | Mutti, pack die Käsestulle ein! | Leben mit Kindern | Mama-Kolumne

Aus dem Nichts kippt die Stimmung. Diesmal nicht, weil sich die Windmühle auf dem Balkon ganz oben rechts nicht dreht oder ich nicht verstanden habe, dass der eine Schuh an bleiben soll und nur der linke ausgezogen werden musste. Die Snacks sind leer! ALARM!

Ich hole den Sohn immer nach der Snacktime in der KiTa ab und habe ziemlich schnell gelernt, dass nach der Snacktime vor der Snacktime ist und ich immer etwas für ein plötzliches Absacken des Blutzuckerspiegels und damit der Stimmung dabei haben muss.

Ich gehe nicht ohne Notfallproviant aus dem Haus und auf dem Spielplatz und im Innenhof hat unsere Muttigang immer alles dabei um ein kleines Buffet aufzubauen. Wir sind gut ausgestattet: Obst, Gemüse, fancy Hirseteddybären mit Rotebeetepulver, Laugenstange, schrecklich gesunde Kekse ohne Zucker und welche mit, Käsewürfel, die restlichen Bananenpfannkuchen vom Vortag. Die Liste ist lang.

Nein, die Kinder essen nicht aus Langeweile, keine Sorge. Vor dem Ansturm auf die Spielgeräte versammeln sich alle um das Essen, stärken sich und wenn die Rosinen aus dem Studentenfutter herausgepickt sind und alle Kinder satt, verschwinden sie, rennen rum, betreiben Hochleistungssport und kommen nur zwischendurch für einen großen Schluck Wasser vorbei, bis der Hunger wieder da ist. Würde ich den ganzen Tag auf Achse sein, tausend Sprintrunden hinlegen, Hügel und Klettergerüste erklimmen, Purzelbäume üben und wirklich kräftezehrende Auseinandersetzungen um einen Puppenbuggy austragen, ich hätte auch ständig Hunger!

Gestern ist mir dann ein richtiger Fauxpax passiert. Ich hatte nicht genug für den Rückweg dabei! Das klingt harmlos, aber nein, es war fast ein kleiner Weltuntergang. Nach einem Nachmittag auf dem Spielplatz, der sich bis in den Abend zog, waren alle Snackvorräte aufgegessen, der Heimweg aber noch lang. In einer großen Gruppe dauert das Aufbrechen locker eine halbe Stunde und plötzlich war es eigentlich schon Zeit für das Abendessen. F*ck!

Ich verstehe, dass ich noch etwas warten muss und zuhause dann ein richtig leckeres Abendessen auf mich wartet, der Sohn ist aber gerade erst zwei Jahre alt und hat einfach nur Hunger. Und zwar jetzt und nicht erst in einer halben Stunde. Bärenhunger. Und Mama, die eh gerade alles falsch macht , hat nicht mitgedacht. Ganz großes Kino.

Zum Glück lag auf dem Rückweg nicht nur eine Drogerie mit Quetschies, sondern auch ein Bäcker mit den trockensten Laugenstangen, die ich jemals gegessen habe. Was ich für heute aus dieser Situation mitnehme? Ich schmiere Käsestullen für den Spielplatzausflug mit der Gang, damit es auf dem endlosen Heimweg schon das Abendessen gibt und das nicht aus staubtrockenen Laugenstangen besteht.

Familienleben Wochenende in Bildern

Wochenende in Bildern 15. und 16. September

Back in business

16. September 2018
Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende
Enthält Produktplatzierungen / PR-Samples*

Das letzte Wochenende in Bildern ging im April online. Ihr habt nichts verpasst, wir stehen noch immer sehr früh auf.

Samstag

Ich weiß nicht wie, aber irgendwie haben wir es geschafft, dass alle angezogen das Haus verlassen. Die Aussicht, dass wir unterwegs vielleicht die in oder andere Baustelle sehen, hat sicher dazu beigetragen.

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Wir haben das Frühstück ausgelagert. Auf dem Wochenmarkt in Wandsbek haben Nachbarn von uns einen Kaffeewagen mit wirklich guten Kaffee, köstlichen Natas, kleinen Küchlein und so leckeren portugiesischen Croissants, die ich getoastet mit Käse, Rucola und Tomate IMMER essen könnte. Die schmecken dem Kind auch richtig gut.

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende
Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Samstag steht auf dem Markt auch ein großer Backofen, in dem saftige Hefezöpfe und Karamellbrote gebacken werden. Sie schmecken so gut, dass man am besten ganz früh kommt um sich seine Portion zu ergattern.

Wir übertreiben es mit dem Markt und fahren anschließend noch auf einem Biomarkt bei uns um die Ecke. Da steht ein richtig geiler Nudelstand, der uns unser Abendessen sichert und es gibt eine Rolltreppe von der Tiefgarage aus, die der Sohn mit Tom am liebsten den ganzen Tag hoch und runter fahren würde.

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Außerdem gibt es neben dem Apfelstand Enten!

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Wir kommen zur Mittagsschlafzeit heim und legen uns alle zusammen ins Bett. War das vor ein paar Wochen noch der Garant für ein schnelles Einschlafen, dreht der Sohn jetzt nochmal richtig auf, kuschelt wild mit uns und schmeißt uns dann aus dem Zimmer. Er möchte gerne alleine schlafen. Auf meinem Kissen! Unter meiner Decke! Ohne mich! Dabei bin ich doch auch so müde! Ohne uns braucht er keine zwei Minuten, dann schläft er und ich schleiche mich zu ihm zurück ins Bett.

„Hey, lass uns mal das Buggy Board testen!“ Dieses blöde Board hat uns alle drei fast in den Wahnsinn getrieben! Nachdem wir es irgendwie doch geschafft haben es an den Kinderwagen zu befestigen und damit eine Runde um den Block gedreht haben, klären wir mit dem Verkäufer die Rückgabe. Kackteil!

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Ja, das Kind darf Fernsehen gucken, während Tom eine Runde Joggen geht und ich kiloweise Parmesan für die Nudeln reibe.

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Bei mir stimmt das Ratio aus Nudeln und Käse noch, das Kind ist ein Gourmet und begräbt seine Nudeln unter der dreifachen Menge Parmesan.

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Wir bauen eine Höhle im Kinderzimmer, die dem Kind so gut gefällt, dass er darin vorgelesen bekommen möchte und darin anschließend mit dem Sams auf der Toniebox einschläft.

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Wir Eltern gönnen uns auf dem Sofa den ersten Harry Potter Teil. Wir haben damit jetzt einfach unser Herbstprogramm eingeläutet.

Sonntag

Wir sind richtig mutig und probieren, einen Vormittag zuhause zu verbringen. Spoiler: vor dem Mittagsschlaf sind wir uns einig, dass wir das nächste Wochenende wieder sein lasse.

Wir starten mit einer Runde kneten. Tom findet es richtig geil, der Sohn erklärt uns bloß, dass wir die Knete nicht essen dürfen und geht dann wieder.

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Der neue Knetfan inszeniert seine Werke und übt sich als Produktfotograf. Hey Playdoh, wie wäre es mit einer Kooperation? Tom ist bereit!

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Das Kind kommt ganz nach seinem Vater und findet Geld richtig geil. regelmäßig durchsucht es jede Ecke und Tasche in der Wohnung nach Kleingeld, um dann alles in seinen Sparelefanten zu stecken.

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Vielleicht kommt das Kind auch ein bisschen nach mir. Es baut sich ein Kissenlager und möchte dann, dass ich ein Foto davon mache.

Danach werden alle Stifte angespitzt. Warum sollte man damit auch malen? Die Geburtstagskrone aus der KiTa ist eines seiner Lieblingsstücke.

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Ich bin ja für einen Mittagsschlaf, aber damit stehe ich recht alleine da. „Ich Lock spielen, Mama Bett.“ OKAY! Ich lege mich ins Kinderbett, der Sohn spielt mit seiner Lock. Irgendwann bringt er mir noch seine Toniebox, damit schläft er ja schließlich auch immer richtig gut ein. Ach, so ein fürsorgliches Kind!

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Irgendwann sind dann doch alle müde.

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Wir sind mit Freunden aus der Nachbarschaft auf dem Kinderfest in Planten un Blomen verabredet, aber nach einer Runde durch die Wallanlagen, machen wir uns lieber auf zu einem Spielplatz.

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Natürlich ist der Spielplatz in Planten un Blomen auch gut besucht, aber immerhin gibt es Pommes!

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Die zwei Quatschnasen rocken den Spielplatz.

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Wir besorgen uns noch Kaffee und einen Hipstercookie im Elbgold, bevor es heim geht. Oh und wir haben Gerhard Schröder gesehen! Er kam uns in der Schanze entgegen und er sieht richtig gut aus!

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Während die Jungs in der Wanne sind und sich durch die Weleda Kids Produkte riechen (PR-Sample), werfe ich das Gemüse vom Markt in die Pfanne.

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Reis mit Gemüse und Chili-Ingwer-Soße. Das isst auch das Kind richtig gerne.

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Und jetzt geht es weiter mit Harry Potter.

Mehr Wochenende in Bildern gibt es bei Susanne auf Geborgen Wachsen. <3

Nachhaltigkeit

5 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Es ist okay, nicht perfekt zu sein. Aber etwas geht immer.

19. August 2018
5 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag | Es ist okay, nicht perfekt zu sein. Aber etwas geht immer.

„Nachhaltigkeit, ja, da muss ich immer direkt an die Meyers denken!“ Das wird niemals jemand denken oder sagen, aber das ist auch okay. Wir sind in einem überschaubaren Rahmen nachhaltig und setzten das um, was in unseren Alltag passt. Sicher, mehr geht immer, aber ich bin ehrlich und ab und an habe ich mega Bock auf einen Pudding im Plastikbecher oder nehme die steinharten Nektarinen ohne Bioaufkleber mit, weil sie eben noch schön hart sind und nicht schon überreif, wie die Brüder und Schwestern aus dem Bioladen.

Ich verteufle auch keine Discounter und bin ziemlich dankbar dafür, dass sie mir in meiner Studienzeit eine etwas ausgewogenere Ernährung erlaubt haben, als trockenes Toastbrot. Und die Äpfel in meiner Kindheit hat meine alleinerziehende Mutter mit ihrem Gehalt aus dem Reformhaus auch nicht immer im Bioladen kaufen können.

Ich kann es aktuell gut mit meinem Gewissen vereinbaren nicht unser gesamtes Leben zu 100 % nachhaltig zu gestalten, sondern ein ganz okayes Mittelding zu leben. In vielen Bereichen unseres Alltags haben wir einiges umgestellt und denken immer weiter um, aber manchmal sind wir auch einfach bloß bequem oder sparen auf ein Eigenheim, statt auf den 5 € Bioblumenkohl, der nur minimal größer ist als meine Faust.

Vielleicht passt unser Familienmüll in ein paar Jahren in ein Schraubglas, wer weiß. Aktuell bringen wir aber unseren Müll noch ein bis zwei Mal die Woche raus.

Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Ich bin kein Nachhaltigkeitsguru, aber wir haben für uns den Dreh ganz gut raus, wie wir ohne viel Aufwand in unserem Alltag etwas mehr auf die Umwelt achten.

Aufbrauchen

„Ich will jetzt total nachhaltig sein, weg mit dem ganzen Scheiß!“ Wenn man mit etwas Neuem anfängt, bzw. etwas Altes hinter sich lässt, möchte man am liebsten einen sauberen Neustart hinlegen. Gerade beim Thema Nachhaltigkeit ist das aber totaler Quatsch. Diverse Plastikfolien und Chemiekeulen in den Müll werfen um dann alles gegen grüne Produkte auszutauschen hilft der Natur kein bisschen.

In unser Abstellkammer liegt noch immer eine angebrochene Packung Frischhaltefolie aus dem letzten Jahr, die wir langsam aufbrauchen und immer dann benutzen, wenn unsere Alternativen dazu nicht ganz passen oder gerade in Benutzung sind.

Putzen, Waschen und Pflegen geht auch in Grün

Diverse Allergien und eine sehr empfindliche Haut haben mich schon vor einigen Jahren bei vielen Produkten umdenken lassen. Unsere Putzmittel kommen aus dem Bioladen, weil ich davon weder Niesen muss, noch Ausschlag bekomme, wenn ich beim Putzen keine Handschuhe trage. Sie sind übrigens weder teurer als die Markenprodukte aus der Werbung, noch stehen sie in ihrer Wirkung hinten an. Den Geruch finde ich bei fast allen Produkten sogar viel angenehmer und weniger penetrant.

Wir waschen auch nicht erst seit der Geburt unseres Kindes mit Ökowaschpulver und verzichten auf Weichspüler. Ja, unsere Wäsche riecht nach zwei Jahren ungetragen im Schrank nicht mehr nach einer Blumenwiese, sondern einfach sauber nach nichts, aber meine Haut fängt auch nicht an zu jucken, wenn ich frisch gewaschene Wäsche anziehe. Vielleicht sollten wir uns mal Gedanken darüber machen warum herkömmliches Waschmittel so lange einen „sauberen“ Duft verströmt, der so penetrant und langanhaltend sein kann.

Ohne Weichspüler ist Wäsche übrigens nicht steinhart. Ein Schuss Essig im Weichspülerfach der Waschmaschine macht auch unsere Handtücher flauschig.

In vielen herkömmlichen Pflege- und Reinigungsprodukten ist eine ordentliche Portion Mikroplastik enthalten, das keine Kläranlage mehr aus dem Wasser filtern kann. Inzwischen gibt es in jeder Drogerie erschwingliche Naturkosmetik, die den teuren Chemiekeulen in nichts nachsteht, dafür aber um einiges besser für die Umwelt ist. Mir hat eine radikale Umstellung übrigens bei Hautproblemen geholfen und mein Mann, Sohn einer Friseurmeisterin, schwört inzwischen auf das Biohaarshampoo, statt auf das „professionelle“ Produkt aus dem Salon.

Noch eine Nummer nachhaltiger wird es übrigens, wenn man Produkte selbst herstellt. Putzmittel können mit wenigen Zutaten aus der Drogerie und dem Supermarkt hergestellt werden und meine Haare sehen und fühlen sich am schönsten an, wenn ich sie mit Wascherde wasche. Ja, ich wasche meine Haare mit Erde.

Nachfüllen

Unser Allzweckreiniger ist ein Konzentrat, das schon seit Anfang des Jahres hält und einfach mit ordentlich Wasser aufgefüllt in eine Sprühflasche kommt. Unser Spühlmittel kaufe ich inzwischen in der Monsterpackung und ich habe zwei Läden gefunden, in denen ich mit den leeren Packungen unseres Glas- und Badreinigers gehen kann um sie auffüllen zu lassen. Immer mehr Bioläden und einige Drogerien bieten das an, gerade für Bioprodukte. Und es ploppen auch in kleineren Städten Unverpacktläden auf, in denen man Reinigungsprodukte auffüllen kann.

Für viele Produkte gibt es auch Nachfüllpacks zu kaufen, mit denen man am Ende weniger Müll fabriziert, als ständig ein neues Produkt mit nach Hause zu bringen.

Wiederverwenden

Es ist wirklich kein Hexenwerk auf Plastiktüten zu verzichten. In Rucksack oder Tasche habe ich immer einen Ökobeutel dabei, und neben der Tür liegen Stoffnetze für Obst, Gemüse und Brot, die ich mir einfach greifen kann, wenn ich einkaufen gehe. Wenn ich sie wirklich mal vergesse oder mehr einkaufe, als ich an Beuteln dabei habe und zu Einwegtüten greifen muss, benutze ich diese daheim einfach wieder, z. B. als Müllbeutel. Drei Naktarinen überleben es aber auch, wenn man sie ohne jegliche Tüte auf das Kassenband legt.

Ich kann in der Regel gut absehen, ob ich am Tag einen Kaffee unterwegs trinken möchte und packe dann meinen wiederverwendbaren To-Go-Becher ein. Damit kostet mich der Kaffee in vielen Cafés übrigens weniger, weil es Rabatt gibt.

Wirklich runtergerockte Kleidung, die niemand mehr retten kann, findet bei uns ein zweites Leben als Putzlappen. Könnte ich nähen, würde ich daraus Stoffsäcke zum Einkaufen machen.

Erst nachdenken, dann kaufen

Ich bin selbst noch dabei diesen Tipp wirklich zu verinnerlichen. Jetzt wo ich mir vieles von dem kaufen kann, was ich mag und gerne möchte, neige ich dazu es auch zu tun. Obwohl ich es eigentlich gar nicht so dringend oder in der Menge brauche. Bei Kleidung fällt es mir erstaunlicherweise leichter einfach mal die Finger still zu halten, als bei Lebensmitteln. Ich kaufe doch noch immer ab und an etwas zu viel Obst und Gemüse ein und muss am Ende gucken, was ich mit überreifen Nektarinen oder den leicht verschrumpelten Möhrchen mache, bevor sie ihren Zenit überschreiten.

Den Dreh bei Kleidung für mich hatte ich schnell raus. Einmal alles aussortieren, weitergeben und verkaufen, was ich wirklich nicht mehr brauche war der erste Schritt um jetzt bewusst und nachhaltig das zu kaufen, was ich wirklich gerne und oft trage. Dieses Jahr gab es keinen Impulskauf von Blumenkleidern, die ich eh nur ein einziges mal trage oder von Trendteilen, in denen ich mich eigentlich bloß verkleidet fühle, die aber schrecklich hipp sind.

Bei Lebensmitteln hilft es mir, einfach öfter einkaufen zu gehen und an frischen Dingen nur die Mengen zu kaufen, die wir am jeweiligen Tag und evtl. am nächsten Tag auch wirklich verbrauchen.

Bevor ich mir Kosmetik oder Pflegeprodukte kaufe brauche ich in den meisten Fällen erst einmal das auf, was ich gerade nutze und überlege genau, was ich neues möchte. Der Vorteil, wenn man Naturkosmetik nutzt: In der Drogerie ist ein Lippenstiftimpulskauf eher selten der Fall.

Das ich im Nestbautriebfieber beim zweiten Kind irgendetwas kaufen werde, das wir nicht brauchen, ich aber einfach schrecklich schön finde, ist allerdings sehr wahrscheinlich. Wie gesagt, ich bin nicht perfekt und werde bei zuckersüßen Kuschelkatzenspieluhren schwach.