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28 Sonnenaufgänge

Vier Wochen Lasse | Drei Wochen zu dritt

20. November 2018
28 Sonnenaufgänge | Vier Wochen Lasse Bo | Drei Wochen zu dritt

Erst hieß der Beitrag „Zwei Wochen […]“ dann „Drei Wochen […]“. Beim ersten Versuch alles in Worte zu fassen musste ich ständig heulen, beim zweiten musste Lasse immer weinen. So ist das also mit zwei Kindern, alles braucht etwas mehr Zeit.

Ich kann mir schon jetzt kein Leben mehr zu dritt vorstellen. Wir vier fühlen uns so an, als wären wir schon immer eine Einheit. Und trotzdem kann ich noch nicht sagen, dass wir in unserem neuen Leben als große Familie angekommen sind und ich glaube, es wird sicher noch eine ganze Weile so bleiben. Hier steht alles Kopf, ist laut, riecht nach leicht gegorener Milch und jeder Tag ist eine neue Herausforderung.

Abends falle ich ins Bett und bin fertig mit der Welt, habe das Gefühl nichts und niemanden gerecht geworden zu sein und meiner neuen Rolle noch nicht gewachsen. Glücklicherweise stehe ich morgens immer wieder ohne das Gefühl auf, die Kackmama vom Vortag zu sein und freue mich auf einen neuen Tag mit meinen drei Lieblingsmenschen. Ich würde sagen, das verdanke ich einem Mix aus der magischen Kraft des Schlafes und der ganzen Stillhormone.

Kreißsaal, Wochenbettstation, Neo, Kinderklinik

Warum „Vier Wochen Lasse“ und nur „Drei Wochen zu dritt“? Weil unser Start als kleine, große Familie alles andere als wie erträumt und geplant lief und Lasse und ich die erste Woche alleine im Krankenhaus verbrachten.

Statt einer ambulanten Geburt landeten wir erst auf der Wochenbettstation, dann auf der Neonatologie der Geburtsklinik und am Ende für mehrere Nächte in der Kinderklinik. Statt Neugeborenenduft, verströmte mein kleines Baby den Geruch von Penicillin und statt in Ruhe Haut an Haut zu kuscheln, piepste bei jedem Versuch mein Kind in den Arm zu nehmen ein Monitor und tausend Kabel und Schläuche mussten abgestöpselt oder irgendwie gehalten werden.

Ich habe in dieser Woche so viel geweint wie noch nie in meinem Leben, hatte Angst, fühlte mich alleine und schuldig. Und noch jetzt muss ich weinen, wenn ich daran denke, fühle mich verantwortlich für alles, auch wenn ich es gar nicht bin, fühle mich wie eine Versagerin, weil ich mein Baby nicht vor allem beschützen konnte und für mein großes Kind so lange nicht da war.

Was aber gerade am wichtigsten ist: wir sind jetzt alle zuhause und Lasse ist gesund.

28 Sonnenaufgänge | Vier Wochen Lasse Bo | Drei Wochen zu dritt

Hallo Lasse

Lasse kam ein ganzes Kilo schwerer und fast eine ganze Handbreit größer auf die Welt, als sein großer Bruder. Wir scheinen uns die Kinder aufgeteilt zu haben, denn während Jonah mit dunklem Teint, dunklen Haaren und dunklen Augen ganz nach seinem Papa kommt, ist Lasse so blass wie ich, hat helle Haare und helle Augen. Das Grübchen am Kinn haben aber beide vom Papa.

Er wird von allen Seiten geliebt und ist jetzt schon Mitglied in der Crew seines großen Bruders. Schließlich ist er auch bei fast jedem Ausflug und jedem Spieldate, gut eingepackt in die Trage und ganz nah bei mir, mit von der Partie.

Unser kleiner Lasse Bo weint viel und oft untröstlich. Jeden Tag ein bisschen mehr. Ihm hat die Anfangszeit sicher genauso zugesetzt wie mir und wir beide müssen das erst einmal verdauen.

Apropos verdauen: Nach seinem Start im Leben mit ordentlich Antibiotika ist sein kleiner Darm noch weniger bereit sich der Welt außerhalb meines Bauches zu stellen, als es ein Babydarm nicht eh schon ist und wir kämpfen jeden Tag gegen Bauchweh, gegen die nichts so wirklich helfen mag. Aber wir sind dran und nachdem ich Unsummen in der Apotheke ließ bin ich ganz guter Dinge, dass wir neben Tragen, Stillen und Massieren einen weiteren guten Helfer für uns gefunden haben.

Superpapa

Während ich im Krankenhaus war, hat Tom den Laden geschmissen. Und das verdammt gut! Er war ein Superpapa, hat den Haushalt geschmissen, uns regelmäßig besucht und mich fest in den Arm genommen und auf dem Spielplatz hat er sich als ganz hervorragendes Mitglied unserer Mütterclique gezeigt, das sogar heißen Kaffee für alle mitbringt und die Snackbox besser füllt als ich.

28 Sonnenaufgänge | Vier Wochen Lasse Bo | Drei Wochen zu dritt

Ich bin so froh ihn an meiner Seite zu haben! Diggi, ich liebe dich sehr.

Großer Bruder

Jonah liebt seinen kleinen Bruder. Er freut sich immer ihn zu sehen, hilft beim Wickeln, verteilt Küsschen, streichelt viel und verteidigt den Kinderwagen vor allen Kindern, die sich ihm in der KiTa nähern wollen. Er ist immer mit einem „Alles gut Lasse“ zur Stelle, wenn sein kleiner Bruder weint und er erzählt jedem, dass das sein Baby, sein kleiner Bruder, sein Lasse ist.

Er ist ein ganz großartiger großer Bruder! Und das, obwohl er gerade so viel zurückstecken muss. Wir Eltern sind oft gestresst und viel zu oft genervt. Ich fühle mich wie eine Kackmama, weil ich so oft meckere und er viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.

Seit Lasse und ich zuhause sind, hängt er an uns Eltern, geht in der Wohnung nicht ohne uns in einen anderen Raum, möchte nicht alleine Spielen und schläft Abends nur noch in Papas Armen ein, obwohl er vorher nach dem Vorlesen immer alleine in seinem Bett mit einem Hörbuch einschlief. Unsere Aufmerksamkeit, die so oft dem weinenden Baby geschenkt wird, holt sich der große Bruder jetzt oft mit Quatsch und Randale. Und es tut mir so Leid. Ich würde mich am liebsten klonen um für beide gleich viel da zu sein und Jonah die Aufmerksamkeit und Zeit zu geben, die er braucht und verdient.

Und trotzdem ist er die ganze Zeit eine richtige Strahlemaus, die mir immer wieder ein breites Grinsen in mein Gesicht zaubert, die mein Herz mit so viel Liebe füllt und die jeden Tag zu einem Tag voller neuer Wunder und Abenteuer macht.

28 Sonnenaufgänge | Vier Wochen Lasse Bo | Drei Wochen zu dritt

Hilfe annehmen

Ich bin gerade jetzt doppelt und dreifach froh, so eine tolle KiTa für unser Kind gefunden zu haben, in der die Erzieher immer für unseren kleinen Wirbelwind da sind, ihn auffangen und einen richtig guten Tag bescheren. Und ich bin froh so viele tolle Nachbarn zu haben, die immer einen Arm zum Tragen frei haben und dem großen genau dann Aufmerksamkeit schenken, wenn ich es gerade nicht kann. Und … jetzt muss ich schon wieder heulen.

Es tut so gut zu wissen, dass wir nicht alleine sind und wir immer jemanden haben, der uns hilft. Was ich allerdings noch lernen muss: Hilfe annehmen! Das fällt mir erstaunlich schwer.

Es heißt Wochen B-E-T-T!

Nach einer Woche Krankenhausmief brauchte ich zuhause als erstes frische Luft. Viel davon um alles wegzupusten, dass mich noch an diese Zeit erinnert. Ich saugte jeden Strahl Tageslicht auf, denn davon gab es in der Kinderklinik wenig. Erst hat die Zeit im Krankenhaus mein Wochenbett verhindert, weil ich immer auf den Beinen war, zuhause habe ich es dann selbst aus dem Bett auf das Sofa, den Spielplatz, den Kinderzimmerfußboden, den Stadtpark und die Kinderzimmer von Freunden verlegt.

Nach zwei Wochen ist Tom inzwischen wieder zurück zur Arbeit, seine Elternzeit startet erst nächstes Jahr. Mit einem Kleinkind, das nach der KiTa draußen durch die Welt toben möchte, ist Zeit im Bett kaum möglich. Aber ich versuche den Vormittag ruhig zu gestalten, mache nur das Nötigste und kuschle viel mit unserem kleinen Baby.

Das ist so ganz sicher nicht optimal, vor allem nicht für die Rückbildung und Regeneration meines Körpers, aber anders ist es für uns und vor allem für mich nicht umsetzbar.

Eingrooven

Trotz all der Tränen, die hier täglich vergossen werden, der Fäuste, die wütend auf den Boden gehauen werden, der Milchflecken auf all meinen Oberteilen und der Staubflusen, die sich in der ganzen Wohnung tummeln: Ich bin voller Liebe für meine Familie, für unser turbulentes Familienleben zu viert.

Aber ich kann es kaum erwarten, bis wir uns irgendwann alle eingegroovt haben, das Baby mehr lächelt als weint, der große Sohn wieder fünf Minuten im eigenen Spiel versinken kann, ich nicht mehr eine Stilleinlage nach der nächsten durchweiche, der Boden wieder öfter sauber, als voller Krümel und Flusen ist und wir so richtig angekommen sind.

Familienleben Werbung Wochenende in Bildern

Wochenende in Bildern 17. und 18. November

Familienzeit zu viert

18. November 2018
Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert
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Genau heute sind wir seit vier Wochen vier Menschen in unser Familie. Vier Wochen Trubel, Chaos und ganz viel Liebe. Also eigentlich alles wie immer. Nur doller und mehr davon. Jetzt sind wir Vier, die am Wochenende ganz viel Familienzeit genießen, viel frische Luft schnappen, viel kuscheln und toben, viel spazieren und viel Kaffee trinken. Nein, halt. Viel Kaffee trinkt nur noch Tom, ich bin auf Tee umgestiegen und die Kinder bleiben natürlich noch eine ganze Weile beim Kinderkaffee (Milchschaum) und Babykaffee (Muttermilch).

Samstag

Seit das Baby da ist ist unser großer Sohn wieder ein richtiger Extremfrühaufsteher. Morgens genießt er die Exklusivzeit mit seinem Papa sehr. Die zwei Frühstücken ihr Vorfrühstück zusammen, spielen, gucken sich Bücher an, kuscheln auf dem Sofa und weil Wochenende ist, gibt es Jonahs Lieblingsserien auf dem iPad. Ich kann mit Lasse noch ein bisschen im Bett liegen und Schlaf nachholen, denn von 2 Uhr bis 6 Uhr war ich wach.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Während ich das Baby fertig mache, möchte Jonah dass ich unseren Google Home Tiergeräusche machen lasse. Sein „Hey Google, Löwe!“ versteht google einfach noch nicht. Und Alexa kennt keinen Tiger.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Bis wir alle vier fertig angezogen und startklar sind, ist das Baby wieder hungrig. Wir müssen und da noch ein bisschen optimieren, sonst kommen wir nie in die Pötte. Vielleicht muss ich mich einfach schon angezogen Abends ins Bett legen.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Unser erster Stopp ist die Post im Edeka. Wir richten ein Sparkonto für Lasse ein und müssen uns per Postident als Tom und Ivy bestätigen lassen. Damit legen wir den Betrieb erstmal für gute 10 Minuten lahm.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Wie eigentlich jeden Morgen am Wochenende geht es weiter auf den Spielplatz. Heute wieder zu dem am Goldbekplatz, weil es rundherum so guten Kaffee gibt und Samstags ein schöner Wochenmarkt gleich daneben ist. Jonah bekommt einen Kinderkaffee, danach wird der Spielplatz unsicher gemacht.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

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Der Heimweg führt uns über den Wochenmarkt. An meinem Lieblingsstand hole ich mir Gürkchen, für das Abendessen kaufen wir ein paar Meter weiter noch Kürbisgnocchi mit Mozzarellakern und zwei Kilo Äpfel kommen auch noch mit.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

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Unterwegs wird noch ein Eichhörnchen beobachtet.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Zuhause geht der Große direkt ins Bett, Tom geht eine Runde Joggen und Lasse schläft noch in der Babywanne ein gutes Stündchen weiter. Ich gönne mir währenddessen einen heißen Kakao mit Hafermilch und lese etwas.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Nach dem Mittagsschläfchen ist es schon fast wieder dunkel draußen. Wir packen uns alle wieder warm ein und gehen nochmal raus. Auf dem Platz vor unserem Haus treffen wir eine von Jonahs Freunden, die gerade mit ihren Eltern einen Drachen steigen lässt. Wir machen mit und verabreden uns direkt für den nächsten Tag um wieder einen Drachen steigen zu lassen.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Alle zusammen erledigen wir noch den Wochenendeinkauf. Die Kinder sitzen glücklich im Einkaufswagen, wir Eltern tragen die Einkäufe in Körben durch den Laden. Beim nächsten mal möchte ich bitte im Einkaufswagen sitzen.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Ich liebe unsere Nachbarschaft so sehr dafür, dass wir hier alle so viele liebe Menschen kennengelernt haben, die zu Freunden wurden und mit denen man ganz hervorragend die letzten Stunden vor dem ersehnten Zubettbringen vertrödeln kann.

Nach dem Abendessen lese ich Jonah noch eine Geschichte vor, danach übernimmt Tom die Einschlafbegleitung des Großen und ich übernehme Lasse, der Abends ganz doll mit Bauchweh zu kämpfen hat. Nachdem alle Kinder schlafen, Jonah in seinem Bett, Lasse in meinen Armen, gucken wir Tim und Struppi im Bett auf dem Laptop. Ich krümel dabei das Bett mit Keksen voll, Tom mag lieber Erdnüsse.

Sonntag

Geil, noch früher als gestern steht das große Kind auf. 5 Uhr und die Party geht los. Wieder ohne mich uns Lasse, wir bleiben noch bis kurz vor 8 Uhr im Bett.

Um 9 Uhr stehen Tom und Jonah in der Küche und backen Törtchen. Was man an einem Sonntagmorgen eben so macht.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Danach packen wir uns alle wieder dick ein, draußen ist es richtig kalt. Diesmal sind wir schon etwas schneller als gestern.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Das Baby schläft friedlich im Kinderwagen, ein absolutes Wunder, wenn ich an die ganze letzte Woche denke, in der nur Tragen eine akzeptierte Fortbewegung war. Im Stadtpark ist es ungewohnt still. Kaum einer ist unterwegs und auf dem großen Spielplatz fehlt der übliche Trubel.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Wir legen eine Snackpause ein. Es gibt Kekse. 😉 Die hat Jonah morgens neben meiner Bettseite entdeckt und wer mich beim Naschen ertappt, darf auch mal naschen. Mit Schoki mag ich Butterkekse übrigens am liebsten. Aber nur mit Vollmilchschoki!

Nachdem letztes Jahr Handschuhe der Feind waren, probierte ich es dieses Jahr noch einmal und siehe da, jetzt werden die Handschuhe ohne Gemurre angezogen. Dabei fällt mir auf, dass ich erfolgreich ein Paar gekauft habe, bei dem beide Handschuhe unterschiedliche Größen haben. Wie konnte mir das passieren und nicht auffallen? Naja, solange es dem Kind nicht auffällt und stört, ist es eigentlich auch egal.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Die letzten Wasserreste im Planschbecken sind gefroren und Jonah spaziert zum ersten mal in seinem Leben über Eis. Er findet es witzig, bis er ausrutscht. Ab wann kann man eigentlich mit den Kindern Schlittschuhlaufen?

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Bevor es zuhause ein Mittagsschläfchen gibt, werden unterwegs noch Seifenblasen gemacht. Ohne mindestens eine Packung davon verlasse ich nie das Haus mit Kind. Auf dem Schrank im Kinderzimmer habe ich einen kleinen Vorrat angelegt.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Wir sind mit den Freunden von gestern verabredet und spazieren zusammen in den Stadtpark. Trotz zweier Kleinkinder die unterwegs alles entdecken wollen, zusammen immer Quatsch machen und tausend Pausen einlegen, erreichen wir die große Wiese noch bevor es wieder dunkel wird! Ganz ehrlich, damit habe ich nicht gerechnet und sah uns eigentlich schon den Drachen unsere LED-Weste tragen, damit wir ihn im Dunkeln fliegen sehen.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Wir lassen den Drachen steigen, der scheinbar keinen Wind braucht und den ganz leichter Nieselregen auch nicht stört.

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Wochenende in Bildern 17. und 18. November | Familienzeit zu viert

Der Heimweg dauert länger als der Hinweg und ein Abstecher auf den Spielplatz in unserem Innenhof wird auch noch gemacht. Als wir daheim ankamen war es schon längst dunkel und der große Sohn so müde, dass er nach einem fixen Abendessen selbst nur noch mit einem Buch ins Bett wollte.

Der Plan für den restlichen Abend: Mit dem Baby im Arm, dem besten Mann neben mir und meinen Thermobecher voll Kinderpunsch Tim und Struppi zuende gucken. Gestern schafften wir nämlich nur den halben Film.

Mehr Wochenende in Bildern gibt es bei Susanne auf Geborgen Wachsen. <3

*Dieser Beitrag enthält Werbung und ist in Kooperation mit LEIBNIZ entstanden.

Familienleben Kolumne

Ohne Snacks, ohne mich

Mutti, pack die Käsestulle ein!

20. September 2018
Ohne Snacks, ohne mich | Mutti, pack die Käsestulle ein! | Leben mit Kindern | Mama-Kolumne

Aus dem Nichts kippt die Stimmung. Diesmal nicht, weil sich die Windmühle auf dem Balkon ganz oben rechts nicht dreht oder ich nicht verstanden habe, dass der eine Schuh an bleiben soll und nur der linke ausgezogen werden musste. Die Snacks sind leer! ALARM!

Ich hole den Sohn immer nach der Snacktime in der KiTa ab und habe ziemlich schnell gelernt, dass nach der Snacktime vor der Snacktime ist und ich immer etwas für ein plötzliches Absacken des Blutzuckerspiegels und damit der Stimmung dabei haben muss.

Ich gehe nicht ohne Notfallproviant aus dem Haus und auf dem Spielplatz und im Innenhof hat unsere Muttigang immer alles dabei um ein kleines Buffet aufzubauen. Wir sind gut ausgestattet: Obst, Gemüse, fancy Hirseteddybären mit Rotebeetepulver, Laugenstange, schrecklich gesunde Kekse ohne Zucker und welche mit, Käsewürfel, die restlichen Bananenpfannkuchen vom Vortag. Die Liste ist lang.

Nein, die Kinder essen nicht aus Langeweile, keine Sorge. Vor dem Ansturm auf die Spielgeräte versammeln sich alle um das Essen, stärken sich und wenn die Rosinen aus dem Studentenfutter herausgepickt sind und alle Kinder satt, verschwinden sie, rennen rum, betreiben Hochleistungssport und kommen nur zwischendurch für einen großen Schluck Wasser vorbei, bis der Hunger wieder da ist. Würde ich den ganzen Tag auf Achse sein, tausend Sprintrunden hinlegen, Hügel und Klettergerüste erklimmen, Purzelbäume üben und wirklich kräftezehrende Auseinandersetzungen um einen Puppenbuggy austragen, ich hätte auch ständig Hunger!

Gestern ist mir dann ein richtiger Fauxpax passiert. Ich hatte nicht genug für den Rückweg dabei! Das klingt harmlos, aber nein, es war fast ein kleiner Weltuntergang. Nach einem Nachmittag auf dem Spielplatz, der sich bis in den Abend zog, waren alle Snackvorräte aufgegessen, der Heimweg aber noch lang. In einer großen Gruppe dauert das Aufbrechen locker eine halbe Stunde und plötzlich war es eigentlich schon Zeit für das Abendessen. F*ck!

Ich verstehe, dass ich noch etwas warten muss und zuhause dann ein richtig leckeres Abendessen auf mich wartet, der Sohn ist aber gerade erst zwei Jahre alt und hat einfach nur Hunger. Und zwar jetzt und nicht erst in einer halben Stunde. Bärenhunger. Und Mama, die eh gerade alles falsch macht , hat nicht mitgedacht. Ganz großes Kino.

Zum Glück lag auf dem Rückweg nicht nur eine Drogerie mit Quetschies, sondern auch ein Bäcker mit den trockensten Laugenstangen, die ich jemals gegessen habe. Was ich für heute aus dieser Situation mitnehme? Ich schmiere Käsestullen für den Spielplatzausflug mit der Gang, damit es auf dem endlosen Heimweg schon das Abendessen gibt und das nicht aus staubtrockenen Laugenstangen besteht.

Familienleben Wochenende in Bildern

Wochenende in Bildern 15. und 16. September

Back in business

16. September 2018
Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende
Enthält Produktplatzierungen / PR-Samples*

Das letzte Wochenende in Bildern ging im April online. Ihr habt nichts verpasst, wir stehen noch immer sehr früh auf.

Samstag

Ich weiß nicht wie, aber irgendwie haben wir es geschafft, dass alle angezogen das Haus verlassen. Die Aussicht, dass wir unterwegs vielleicht die in oder andere Baustelle sehen, hat sicher dazu beigetragen.

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Wir haben das Frühstück ausgelagert. Auf dem Wochenmarkt in Wandsbek haben Nachbarn von uns einen Kaffeewagen mit wirklich guten Kaffee, köstlichen Natas, kleinen Küchlein und so leckeren portugiesischen Croissants, die ich getoastet mit Käse, Rucola und Tomate IMMER essen könnte. Die schmecken dem Kind auch richtig gut.

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende
Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Samstag steht auf dem Markt auch ein großer Backofen, in dem saftige Hefezöpfe und Karamellbrote gebacken werden. Sie schmecken so gut, dass man am besten ganz früh kommt um sich seine Portion zu ergattern.

Wir übertreiben es mit dem Markt und fahren anschließend noch auf einem Biomarkt bei uns um die Ecke. Da steht ein richtig geiler Nudelstand, der uns unser Abendessen sichert und es gibt eine Rolltreppe von der Tiefgarage aus, die der Sohn mit Tom am liebsten den ganzen Tag hoch und runter fahren würde.

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Außerdem gibt es neben dem Apfelstand Enten!

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Wir kommen zur Mittagsschlafzeit heim und legen uns alle zusammen ins Bett. War das vor ein paar Wochen noch der Garant für ein schnelles Einschlafen, dreht der Sohn jetzt nochmal richtig auf, kuschelt wild mit uns und schmeißt uns dann aus dem Zimmer. Er möchte gerne alleine schlafen. Auf meinem Kissen! Unter meiner Decke! Ohne mich! Dabei bin ich doch auch so müde! Ohne uns braucht er keine zwei Minuten, dann schläft er und ich schleiche mich zu ihm zurück ins Bett.

„Hey, lass uns mal das Buggy Board testen!“ Dieses blöde Board hat uns alle drei fast in den Wahnsinn getrieben! Nachdem wir es irgendwie doch geschafft haben es an den Kinderwagen zu befestigen und damit eine Runde um den Block gedreht haben, klären wir mit dem Verkäufer die Rückgabe. Kackteil!

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Ja, das Kind darf Fernsehen gucken, während Tom eine Runde Joggen geht und ich kiloweise Parmesan für die Nudeln reibe.

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Bei mir stimmt das Ratio aus Nudeln und Käse noch, das Kind ist ein Gourmet und begräbt seine Nudeln unter der dreifachen Menge Parmesan.

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Wir bauen eine Höhle im Kinderzimmer, die dem Kind so gut gefällt, dass er darin vorgelesen bekommen möchte und darin anschließend mit dem Sams auf der Toniebox einschläft.

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Wir Eltern gönnen uns auf dem Sofa den ersten Harry Potter Teil. Wir haben damit jetzt einfach unser Herbstprogramm eingeläutet.

Sonntag

Wir sind richtig mutig und probieren, einen Vormittag zuhause zu verbringen. Spoiler: vor dem Mittagsschlaf sind wir uns einig, dass wir das nächste Wochenende wieder sein lasse.

Wir starten mit einer Runde kneten. Tom findet es richtig geil, der Sohn erklärt uns bloß, dass wir die Knete nicht essen dürfen und geht dann wieder.

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Der neue Knetfan inszeniert seine Werke und übt sich als Produktfotograf. Hey Playdoh, wie wäre es mit einer Kooperation? Tom ist bereit!

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Das Kind kommt ganz nach seinem Vater und findet Geld richtig geil. regelmäßig durchsucht es jede Ecke und Tasche in der Wohnung nach Kleingeld, um dann alles in seinen Sparelefanten zu stecken.

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Vielleicht kommt das Kind auch ein bisschen nach mir. Es baut sich ein Kissenlager und möchte dann, dass ich ein Foto davon mache.

Danach werden alle Stifte angespitzt. Warum sollte man damit auch malen? Die Geburtstagskrone aus der KiTa ist eines seiner Lieblingsstücke.

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Ich bin ja für einen Mittagsschlaf, aber damit stehe ich recht alleine da. „Ich Lock spielen, Mama Bett.“ OKAY! Ich lege mich ins Kinderbett, der Sohn spielt mit seiner Lock. Irgendwann bringt er mir noch seine Toniebox, damit schläft er ja schließlich auch immer richtig gut ein. Ach, so ein fürsorgliches Kind!

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Irgendwann sind dann doch alle müde.

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Wir sind mit Freunden aus der Nachbarschaft auf dem Kinderfest in Planten un Blomen verabredet, aber nach einer Runde durch die Wallanlagen, machen wir uns lieber auf zu einem Spielplatz.

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Natürlich ist der Spielplatz in Planten un Blomen auch gut besucht, aber immerhin gibt es Pommes!

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Die zwei Quatschnasen rocken den Spielplatz.

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Wir besorgen uns noch Kaffee und einen Hipstercookie im Elbgold, bevor es heim geht. Oh und wir haben Gerhard Schröder gesehen! Er kam uns in der Schanze entgegen und er sieht richtig gut aus!

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Während die Jungs in der Wanne sind und sich durch die Weleda Kids Produkte riechen (PR-Sample), werfe ich das Gemüse vom Markt in die Pfanne.

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Reis mit Gemüse und Chili-Ingwer-Soße. Das isst auch das Kind richtig gerne.

Wochenende in Bildern 15. und 16. September | Hamburg mit Kind | Familienwochenende

Und jetzt geht es weiter mit Harry Potter.

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Familienleben Mama trägt Wochenende in Bildern

Familiensonntag | Unterwegs mit Fußball und Laufrad

Ein halbes Wochenende in Bildern

10. August 2018
Familiensonntag | Unterwegs mit Fußball und Laufrad | Familienleben
Enthält Werbe-Links* Enthält Produktplatzierungen / PR-Samples*

Aufstehen, anziehen, den Rest Zitronenkuchen vom Vortag und Obst einpacken und raus. Wir sind am Wochenende eigentlich immer schon vor dem Frühstück draußen, gerade bei dem schönen Wetter hält es unser Wirbelwind keine Stunde in der Wohnung aus. An der frischen Luft sind wir alle entspannt.

Familiensonntag | Unterwegs mit Fußball und Laufrad

Das Laufrad ist von Puky

Familiensonntag | Unterwegs mit Fußball und Laufrad | Papa auf dem Puky

Der heiße Typ ist ein Einzelstück und leider schon seit drei Jahren ausverkauft.

Mit Laufrad und Fußball im Gepäck ziehen wir los, erst zur Bahnstrecke, gucken wie die S-Bahnen an uns vorbei rauschen und die langen Güterzüge donnern, danach statten wir den Enten einen Besuch ab, die im Kanal direkt vor unser Haustür ihre Bahnen schwimmen.

Familiensonntag | Unterwegs mit Fußball und Laufrad | Familienleben

Auf dem Spielplatz am Ende unserer Straße lässt es sich gemütlich frühstücken, noch ist es hier fast leer und nur wenig Kinder toben um einem herum. Der Bauch ist gut gefüllt und der Sand wird langweilig.

Familiensonntag | Unterwegs mit Fußball und Laufrad | Mama Outfit | Tasche von womom

In die Tasche von Womom passt alles rein.

Familiensonntag | Unterwegs mit Fußball und Laufrad | Mama Outfit | Babybauch | Bumpstyle | Schwangerschaftsmode | Leinenkleid von Seaside Tones

Mein Kleid ist von SeaSide Tones und gerade in diversen Farben meine Uniform.

Der nächste Held der Nationalmannschaft möchte jetzt gerne Fußball spielen und rennt mit dem Ball locker eine ganze Halbzeit ohne Pause über den großen Platz direkt vor unser Haustür. Nur ab und an holt er sich im Vorbeilaufen einen Schluck Wasser bei mir ab. Wie kann in einen so kleinen Menschen so viel Energie passen?

Familiensonntag | Unterwegs mit Fußball und Laufrad | Familienleben

„Bett“ ruft das Kind plötzlich, kickt den Ball weg und rennt zur Haustür. Keine Fünf Minuten später liegen wir alle im Bett und machen eine Pause, bevor es nach einer kleinen Stärkung wieder rausgeht.

Familiensonntag | Unterwegs mit Fußball und Laufrad | Familienleben

Auf einem unserer Lieblingsspieplätze in der Nähe am Goldbekplatz kann der Sohn nocheinmal alles geben und Rutschen, Buddeln, Klettern und mit dem Fußball spielen, während wir Eiskaffee und Chai Chai Frappé in unseren To-Go-Bechern und richtig leckeren Kuchen aus dem Elbgold nebenan genießen.

Familiensonntag | Unterwegs mit Fußball und Laufrad | Familienleben | Spielplatz Goldbekplatz

Familiensonntag | Unterwegs mit Fußball und Laufrad | Nachhaltige To Go Becher | KeepCup | Kuchen vom Elbgold

Mein Lieblingsbecher ist von KeepCup | Tom hat seinen Becher von Frank Green

Der große Abendbrothunger ist auf dem Rückweg plötzlich vergessen, als ein Feuerwehrwagen aus der Garage kommt und mit Blaulicht losfährt. Die kleinen Füße sind müde und aus dem Buggy wird uns den ganzen Weg über erzählt, wie cool die Feuerwehr gerade war. Es werden zuhause noch die Windräder kontrolliert und nach einer Dusche für alle und einem Teller voller Ofengemüse schläft es sich ganz leicht und schnell ein.

Familiensonntag | Unterwegs mit Fußball und Laufrad | Familienleben | UPPAbaby MINU

Unser Buggy ist der kleine MINU von UPPAbaby. Wir bekamen ihn als PR-Sample und Tom möchte mit keinem anderen Buggy mehr losziehen.

Familiensonntag | Unterwegs mit Fußball und Laufrad | Familienleben

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*PR-Sample | Der Buggy wurde uns ohne Auflagen zur Verfügung gestellt und hat uns einfach überzeugt.

Familienbett Familienleben Kleinkind

Schlafenszeit

Müde Kinder schlafen besser ein

23. Juli 2018
Schlafenszeit | Müde Kinder schlafen besser ein | Zubettgehen mit Kinder

Im Innenhof ist es still geworden. Die Sandkiste ist leer, nur eine Schaufel wurde vergessen, keiner rennt lachend mehr den Hügel runter oder bemalt mit Kreide den Weg. Auf dem großen Platz vor unserem Haus übt kein Kind mehr Fahrradfahren oder spielt Fußball, nur am Kanal gehen noch ein Paar Menschen mit ihren Hunden in der Abendsonne eine Runde Gassi. Es ist Schlafenszeit für die meisten Kinder der Nachbarschaft.

Wir stehen mit dem Laufrad in der Tür, den Fußball unterm Arm geklemmt. Bereit noch fünf Runden um den Block zu drehen, ein Sandeis zu genießen und ein paar Tore zu schießen, die eigentlich immer da sind, wohin der Sohn gerade den Ball kickt. Bei uns ist noch keiner müde (gut, vielleicht wir Eltern), bei uns ist noch keine Schlafenszeit.

Schlafenszeit

Wir haben keine festgelegte Uhrzeit zu der unser Kind ins Bett geht. An seltenen Tagen werden die Augen schon gegen 19 Uhr schwer, an anderen erst gegen 21 oder 22 Uhr. Bei uns geht das Kind ins Bett, wenn es müde ist. Und manchmal ist die Müdigkeit eben erst da, wenn im Schlafanzug noch mal draußen die letzte Energie rausgespielt wurde.

Jedes Kind ist anders und jeder Tag mit Kind ist anders. Die Bedürfnisse ändern sich immer wieder und wir passen unseren Rahmen daran an. Es gab eine Phase in der wir genau wussten, dass jetzt dringend Zeit für den Schlafanzug ist, obwohl der Sohn noch glücklich mit seinen Bauklötzen beschäftigt war. 18 Uhr war für ihn die magische Grenze, nach der ganz plötzlich einfach gar nichts mehr ging und alles eskalierte. Also fingen wir schon vorher an ihn ins Bett zu bringen, damit wir alle einen entspannten Abend haben.

Die Phase ist inzwischen vorbei, wenn das Kind müde ist und nicht gerade etwas schrecklich aufregendes am Abend passiert, wie der erste Besuchstag bei Oma und Opa, dann wird uns mit einem „Bett“ ganz deutlich gesagt, dass er jetzt gerne schlafen möchte. Das bedeutet natürlich nicht, dass das Zubettbringen immer reibungslos abläuft, aber der wichtigste Faktor für ein entspanntes Einschlafen und eine ruhige Nacht ist gegeben: Das Kind ist müde.

Müde Kinder schlafen besser

Manchmal ist der Wunsch von uns Eltern nach einem Feierabend auf dem Sofa so groß, dass wir versuchen ein Kind ins Bett zu bringen, das noch Meilenweit von der Müdigkeit entfernt ist. „Es ist schon 20 Uhr, ich bin müde. Das Kind muss doch auch müde sein. Die anderen Kinder schlafen auch um diese Zeit.“

Wie unser Abend dann aussieht? Kleiner Spoiler: wir sitzen nicht entspannt auf dem Sofa. Das Zubettgehen ist mit einem riesigen Widerstand verbunden. Gegen das Schlafen, gegen das Bett, gegen uns und am Ende gegen alles. Drei Menschen sind am Ende des Abends frustriert, schlecht gelaunt und durchgeschwitzt. Das hält uns an manchen Tagen natürlich nicht davon ab es vor lauter Elternmüdigkeit immer mal wieder zu probieren, obwohl wir wissen, dass es vollkommener Quatsch ist. Aber wir sind eben auch nur Menschen. Müde Menschen.

Wir haben ein sehr temperamentvolles und aktives Kind mit einem scheinbar unendlichen Energievorrat. Auch an KiTa-Tagen mit blendenden Wetter, an denen alle Kinder draußen toben, braucht unser Wuselkind nach einer kleinen Pause noch ein actionreiches Nachmittags- und Abendprogramm um dann ein ruhiges und entspanntes Zubettgehen zu haben. Zum Einschlafen Bücher lesen ist immer ein ganz toller Tipp für ein Abendritual, aber das kann man nur umsetzen, wenn die Hummeln im Hintern genug Party hatten.

Ein guter Mix aus viel frischer Luft und Bewegung macht uns alle angenehm müde und das Kind fällt glücklich und ruhig ins Bett. Manchmal auch mit Draußenkleidung, weil der Wunsch ins Bett zu gehen plötzlich so groß ist, dass Umziehen bloß in Tränen enden würde.

Damit wir alle einen schönen Tagesausklang haben, mussten wir Eltern uns von einigen Ansprüchen und Vorstellungen verabschieden. Das Leben mit Kind ist ein ständiger Prozess, bei dem wir immer wieder etwas neues Lernen, uns selbst neu und anders kennen lernen und immer wieder etwas anpassen, damit wir als Familie ein harmonisches Zusammenleben haben.

Irgendwann kommt ganz sicher die Zeit, in der wir uns als Eltern gemütlich auf das Sofa setzen können, während das Kind in seinem Zimmer noch etwas spielt, liest oder hört, bis es müde genug zum Einschlafen ist, aber bis dahin machen wir uns alle zusammen Zubettgehmüde.

Nach müde kommt blöd

So richtig müde ist nur einen Wimpernschlag von zu müde entfernt. Ich kenne das gut von mir selbst. Irgendwann bin ich so müde, dass ich über den Punkt hinweg bin schnell und gut einschlafen zu können. Dann klappt das Zubettbringen des Kindes natürlich auch nicht. Ein überdrehtes Kind muss erst einmal runter kommen und das können gerade kleine Kinder nur in den seltensten Fällen alleine. Dabei brauchen sie unser Hilfe. Ein übermüdetes Kind in den Schlaf zu begleitet dauert oft länger als ein müdes Kind ins Bett zu bringen.

Wissen wann das Kind müde ist

Wir wissen am besten wann unser Kind müde ist. Nur in den seltensten Fällen ist bei uns ein ruhiger werdendes Kind auch ein müdes Kind und Kuscheln kommt unser Sohn meistens nach dem Schlafen, aber schon lange nicht mehr davor. Neben dem klassischen Augenreiben wird unser Kind mit zunehmender Müdigkeit übermütiger, lacht noch ein bisschen mehr als er es eh schon tut und sein Blick wird ein bisschen glasig. Beim Laufen bekommen Arme und Beine ein bisschen etwas von Gummigliedmaßen, aber er kommt noch überall heil an. Seine Geduld lässt nach und die Stimmung kann schneller kippen.

Den Punkt das Zubettgehen zu starten haben wir verpasst, wenn sich seine Beine beim Laufen gegenseitig im Weg sind, wenn das Lachen überdreht, er beim Toben mit uns rabiater wird und natürlich wenn einfach nichts mehr klappt, was er gerne machen würde.

Der Grad zwischen müde und übermüdet ist oft sehr schmal. Aber wir werden als Eltern jeden Tag besser darin den richtigen Zeitpunkt zu erkennen und unser Kind merkt immer öfter selbst, wann es Zeit ist Schlafen zu gehen (bitte lasst das keine Phase sein).

Runter kommen

Wenn keine Ansage vom Sohn kommt, die Müdigkeitsanzeichen aber nicht zu übersehen sind, schalten wir rechtzeitig einen Gang runter, damit aus müde nicht übermüdet wird. Unser Abendritual ist flexibel* und wir passen es an den Grad der Müdigkeit an. Ganz klassisch wird bei uns erst Abendbrot gegessen, außer das Kind kommt kohlrabenschwarz heim, dann wird das Baden oder Waschen vorverlegt. Danach werden die Schlafsachen angezogen, ab und an noch ein etwas ruhigeres Spiel gespielt** und nach einer kleinen Vorlesestunde im Hausbett schnappt sich das Kind seine Kuscheltiere, trägt sie ins Familienbett, lässt sich zudecken und kuschelt sich in die Kissen.

Manchmal dauert es keine fümf Minuten mit uns an seiner Seite, manchmal lässt der Tag das Kind doch noch nicht ganz los und es dauert etwas länger und alles im Bett muss noch zig Mal umsortiert werden bis der erholsame Schlaf kommt. Manchmal auch für uns alle drei.

*Manchmal gucken wir auch einfach eine Folge „Oona und Babas Insel”.
** Ja und manchmal gehen wir eben noch mal im Schlafanzug raus wenn wir merken, dass noch so viel Energie in dem Kind steckt, dass eine Runde Spazieren gehen, statt Bücherlesen, uns alle dem Bett näher bringt.

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Familien Viewing

Liveticker-Party mit fruchtigem Eis am Stiel

23. Juni 2018
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Ich habe keine Ahnung von Fußball, verstehe die Regeln nicht und lasse mich in regelmäßigen Abständen trotzdem immer wieder mitreißen und bin bei EM und WM etwas kribbelig. Die Begeisterung von Tom steckt an, der irgendwann mal auf dem Feld im Tor stand und leidenschaftlich mitfiebert und rumkrakelt, wenn ein Ball über den Rasen geschossen wird und eine Horde Männer hinterher rennt.

Heimlich bin ich für Japan, weil ich die Spieler alle ziemlich hübsch finde, aber das erzähle ich natürlich nicht. Ich will mich hier im Haus ja nicht unbeliebt machen. Die Mehrheit fiebert für Deutschland und beim letzten Spiel hörte man aus diversen offenen Fenstern viele „Ohhhhh“s und „Neiiiiiiin“s die hoffentlich beim nächsten Spiel von „Yaaaay“s und „Tooooooor“s abgelöst werden.

Ich bin kein Fan von Public Viewing. Mir sind dort einfach zu viele Menschen und ich sitze ziemlich gerne, wenn ich mir irgendwas im Fernsehen angucke. Am liebsten auf meinem Sofa. Ich bin auch eher der Typ für Sitzkonzerte. Irgendwo in mir schlummert eine kleine Omi.

Tom gibt es nicht zu, aber so sehr wie er unser Sofa liebt, steckt auch in ihm eine große Portion Opi. Bei der letzten WM sind wir bloß zu kleineren Veranstaltungen von Freunden gegangen, bei denen es gutes Essen und Sitzgelegenheiten für alle gab und dieses Jahr wollte er pünktlich um 17 Uhr zum ersten Deutschlandspiel wieder zuhause sein, obwohl wir auf dem Straßenfest, auf dem wir vorher waren, genug Möglichkeiten gehabt hätten, dass Spiel zu verfolgen.

Unserem Rentner Viewing macht lediglich unser Kind einen Strich durch die Rechnung. Dem Sohn gefällt es zwar ungemein, dass da ein Ball über den Bildschirm geschossen wird, aber er hat ja auch einen Ball, sogar einen richtigen WM-Ball und es macht einfach viel mehr Spaß selbst mit einem Fußball zu spielen, als bloß dabei zuzugucken.

Ich wette zwei Eis am Stiel, dass wir auch bei diesem Spiel wieder noch vor der Hälfte der ersten Halbzeit mit einem „Auch Ball!” auf die Terrasse geschoben werden und den Rest des Spiels per Live-Ticker und dem Gebrüll der Nachbarn verfolgen werden, während wir Ball spielen, mit Kreide malen oder Sandeis machen.

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Aber seien wir ehrlich, es ist vollkommen okay und eigentlich auch ziemlich schön. Unser Private Viewing ist eben ein Familien Viewing und wie das aussieht, wird vom kleinsten Gangmitglied bestimmt.

Mit unserem WM-Snack sind wir übrigens bei den Nachbarskindern ziemlich beliebt. Bei uns gibt es Eis am Stiel. WM-tauglich gepimpt in den Farben der Deutschlandflagge. Also, wenn das nicht für mindestens ein Tor sorgt, dann weiß ich auch nicht. Eis ist einfach unser Ding.

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Fruchtiges „Los Deutschland, schießt mehr Tore als Schweden“-Eis am Stiel

Für 8 Eis am Stiel

Zutaten

  • 200 g reife Mango
  • 200 g Erdbeeren
  • 100 g Blaubeeren
  • 100 g Brombeeren
  • 150 ml Apeflsaft oder Wasser
  • 50 ml Orangensaft
  • 6 EL g Honig

Zubereitung

  1. Blaubeeren und Brombeeren waschen und mit 50 ml Apfelsaft oder Wasser und 2 EL Honig, in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer fein pürieren.
  2. Die Masse verteilt ihr vorsichtig mit einem Löffel gleichmäßig auf die Eisbehälter. Achtet darauf, dass die Seiten nichts abbekommen, sonst sehen die Schichten am Ende nicht so schön sauber aus. Schmecken tut das Eis am Ende aber natürlich trotzdem.
  3. Die erste Schicht kommt jetzt für ca. 20 Minuten in das Gefrierfach, damit sie etwas fest werden kann und nicht mit der nächsten Schicht verläuft.
  4. Für die rote Schicht kommen Erdbeeren ohne Grün, 50 ml Apfelsaft oder Wasser und wieder zwei Esslöffel Honig in den hohen Mixbecher, den ihr vorher ausgespült habt und mixt wieder alles zu einer semigen Masse.
  5. Die Erdbeerschicht verteilt ihr jetzt wieder vorsichtig und gleichmäßig auf der angefrorenen schwarzen Schicht.
  6. Und wieder ab mit den Eisformen ins Gefrierfach für etwa 20 Minuten.
  7. Für die Mangoschicht solltet ihr am besten eine reife Mango nehmen, sonst wird die Masse mit einem Stabmixer ein bisschen stückelig und nicht so geschmacksintensiv.
  8. Ohne Schale und in grobe Stück geschnitten kommt die Mango in den sauberen Behälter, dazu kommt wieder 2 EL Honig und dieses Mal Orangensaft, Apfelsaft schmeckt natürlich auch super.
  9. Alles mixen und dann auf die Eisbehälter aufteilen.
  10. Bevor das Eis final zurück in den Gefrierer geht, kommen die Stäbchen in das Eis. Steckt sie etwa bis zur ersten Schicht hinein, so sollte noch genug vom Stäbchen aus dem Eis ragen, damit man es gut festhalten kann. Dadurch das die ersten beiden schichten schon leicht angefroren sind, bleiben die Stäbchen aus besser in der Mitte stehen.
  11. Das Eis am besten einfach über Nacht im Gefrierfach stehen lassen, dann ist es zum Anpfiff auf alle Fälle gefroren und bereit, das Spiel zu versüßen.

Mehr Party geht natürlich immer und wer nicht mit dem Liveticker auf dem Spielplatz sitzt, der findet für seine WM-Party in der Rezeptsuche von Kaufland einen ganzen Haufen an leckeren Snackideen.

Bei unserem letzten Großeinkauf musste noch unbedingt ein bisschen Gesichtsfarbe mit. Warum wir uns damit im Gesicht rummalen hat der Sohn aber nicht verstanden, er wollte sie eigentlich für ein Kunstwerk auf Papier. Wenn es nach ihm geht, hätten wir auch noch eine Ladung Fähnchen und so witzige aufblasbare Flaggen mitnehmen müssen. Beim nächsten Kauflandtrip müssen wir irgendwie die WM-Ecke umfahren oder Scheuklappen mitnehmen, sonst schaffen wir es nicht ohne eine Ladung Fanartikel zur Kasse.

*Dieser Beitrag enthält Werbung und ist in Kooperation mit Kaufland entstanden.