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Wochenende in Bildern 21. und 22. Oktober | Ein Familienwochenende in Hamburg

Ein pho-tastisches Wochenende

22. Oktober 2017

Samstag

OMG! Der Sohn und ich haben bis 7 Uhr geschlafen. Wie geil ist das denn? Direkt aus dem Bett spaziert das Kind in die Küche und guckt, was der Papa so treibt. Der bereitet gerade alles für eine Phở. vor. Ich liebe diesen Mann.

Kinderfüße wachsen unfassbar schnell und die Gummistiefel sind passend zum Start einer Woche voller Regen (bitte lasst den Wetterbericht Unrecht haben) zu klein geworden. Am Freitag habe ich per Express ein paar neue Gummistiefel bestellt. Bergstein und Aigle. Aigle gewinnt, weil Tom das Gelb schöner findet. Beide Schuhe passen aber richtig gut und sind schön flexibel.

Ich sortiere ein paar Kleidungsstücke von mir aus und stelle sie bei Instagram unter ivy_verkauft rein. Verkaufen geht dort viel einfacher als bei ebay oder Kleiderkreisel und man tauscht viel nettere Nachrichten aus. Jetzt muss nur noch der riesige Haufen aus dem Keller fotografiert werden.

Wir fahren in die Stadt, ein paar Zutaten für die Phở. kaufen. Unser Standard-Asialaden hat jetzt eine Japan- und Korea-Abteilung und wir probieren uns langsam durch.

Eigentlich wollten wir heute zu meiner Tante, aber mein Onkel ist krank. Stattdessen setzt mich Tom auf dem Rückweg bei Rabach Kommunikation ab. Heute ist Elternblogger Stammtisch und es ist wieder ein ganz wundervoller Nachmittag.

Evi (Dekohus) hat magische Hände, JesSi (feiersun) bringt ganz hervorragenden Zitronenkuchen mit, dessen Reste ich sogar vom Backpapier abkratze, Nele und Finn (faminino) beantworten geduldig alle Fragen, der kleine Dino von Katharina (Blogprinzessin) löst bei mir einen sofortigen Eisprung aus und Sarah (Lotte & Lieke) leistet uns heute Gesellschaft.

Tom kommt mit dem Sohn gegen Abend vorbei und holt mich ab. Wir spazieren durch den Regen nach Hause und das müde Kind möchte sofort ins Bett. Den Abend lassen wir mit Brot und „Star Trek: Discovery“ auf Netflix ausklingen.

Sonntag

Wir starten mit 100 Runden Gassi durch die Wohnung. Hallo Sonntag.

Nachdem Tom eine Runde Sport gemacht hat und wir die Wohnung etwas aufräumten, fahren wir in die Schanze. Das Kind schläft im Auto ein und es fängt an zu nieseln. Aber wir sind ja nicht aus Zucker. Im Kinderwagen schläft der Kleine einfach weiter. Das ist jetzt das dritte Mal, dass das Umlegen funktionierte. YAY.

Wir kaufen Pastel de Nata und ein Eclair für später.

Und Falafel zum Mittag.

Aus dem Nieselregen wird strömender Regen und wir fahren zurück. Der Sohn lässt sich schlafend zurück ins Auto setzten und erst beim Aussteigen daheim wird er wieder wach. Wir machen es uns alle auf dem Sofa gemütlich, bis der Regen wieder weniger wird und gehen dann mit Gummistiefeln wieder raus.

Die kleinen Poller auf dem Weg am Wasser entlang haben oben ein große Vertiefung. Das Kind nimmt von einem Haus weiter vorne ein paar Steine mit und möchte sie dann unbedingt in jede Vertiefung legen. Papa muss helfen, weil er noch nicht ganz ran kommt.

An einer winzigen Pfütze bleiben wir sehr lange stehen. Der Regen wird wieder mehr und das Kind hat ordentlich Spaß.

Zuhause geht es in die Wanne. Die warme Luft und der angenehme Geruch vom Calendula Bad macht mich so so müde. Beim Einschlafstillen schlafe ich selbst fast ein.

Wir genießen unsere Phở auf die ich mich schon die ganze Woche gefreut habe. Sie ist mega gut. Wer Phở mag, sollte sie unbedingt nach kochen. Hier geht es zum Rezept: Phở bò

Phở bò | Phở tái | Vietnamesische Nudelsuppe mit Reisnudel und Rindfleisch

Ich arbeite jetzt noch ein bisschen und freue mich schon riesig auf das Bett.

Mehr Wochenende in Bildern gibt es bei Susanne auf Geborgen Wachsen. <3

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Die Fotos meiner Kindheit

Gemeinsam Zurückerinnern mit HP #reinventmemories

20. Oktober 2017
Die Fotos meiner Kindheit | Gemeinsam Zurückerinnern mit HP #reinventmemories

Dieser Post enthält Werbung und ist in Kooperation mit HP entstanden.

Ich kann mich an schöne Urlaube mit meiner Mama erinnern, an ein Weihnachten auf Kauai unter Palmen, an Reisen mit meinen Großeltern und wie mir meine Oma in einem Hotelpool das Schwimmen beibrachte. Ich kann mich daran erinnern, wie ich ein Kamel gefüttert habe und noch zwei Jahre nach einem Ausflug in die Sahara Sand in meiner Tasche fand. Als Kind habe ich viele große Dinge erlebt und bin dankbar für die wunderschönen Erinnerungen.

Aber es sind vor allem die kleinen Dinge im Alltag, die mir ein wohliges Gefühl geben, wenn ich an sie denke oder mir meine Familie davon erzählt. Es sind die kleinen Rituale des Alltags, die ein Familienleben und uns als Person prägen. Und so dankbar wie ich für die ganzen großen Dinge bin, bin ich auch dafür dankbar, dass meine Familie die ganzen kleinen Dinge auf so vielen Bildern festgehalten hat.

Die Fotos meiner Kindheit

Die Fotos meiner Kindheit füllen Kisten, Alben und Bilderrahmen. Mein Opa hatte die Kamera immer im Anschlag und wenn ich ganz früh morgens mit meinem müden und verschlafen Papa auf dem Bobby Car durch den Flur fuhr, war meine Mama bereit diesen Augenblick zu fotografieren. (Ich hoffe sehr für sie, dass sie sich direkt danach einfach wieder ins Bett gelegt hat.)

Ich kann mich an vieles erinnern und ich höre mir gerne Geschichten meiner Eltern, von Tante und Onkel und von meiner Oma an. Aber Bilder von damals in der Hand zu halten bringt Farbe in so manche blasse Erinnerung und sie erzählen von Dingen, an die sich nur noch die Menschen erinnern konnten, die schon gegangen sind. Bilder bringen mir Gefühle von damals zurück, so lebhaft, als würde ich sie gerade zum ersten mal fühlen.

Die Fotos meiner Kindheit | Gemeinsam Zurückerinnern mit HP #reinventmemories

Die kleinen Alltagsmomente

Die schönsten Fotos sind die Schnappschüsse. Ein kleiner Moment Alltag festgehalten, um ihn immer wieder erleben zu dürfen. Keiner wirft sich in Pose, ich rücke nicht mein Haar zurecht und keiner achtet darauf, ob das Licht gerade gut ist. Es wird einfach abgedrückt, wenn der Moment da ist. Gerne auch mit Blitz. Das Foto ist schließlich nicht für Instagram, sondern für die eigene Erinnerung. Und genau diese Fotos schaue ich mir so gerne an. Bei ihnen wird mir warm ums Herz und ab und an kommen mir die Tränen, weil ein Moment so schön und besonders ist, obwohl er ganz unspektakulär ist.

Die Rituale meiner Kindheit

Meine Eltern trennten sich, als ich vier Jahre alt war und gerade nach der gemeinsamen Zeit kristallisierten sich viele kleine Rituale heraus. Besondere Momente, die sich immer wiederholten, eine Konstante, die mir Sicherheit und Geborgenheit gab.

Meine Mutter las mir noch lange jeden Abend vor. Ich hielt ihre Hand dabei. Am liebsten hatte ich es, wenn sie ganz kalt war. Sie las mir erst Kinderbücher vor, dann schnell Jugendromane. Wir sollten beide Spaß an den Geschichten haben und so landeten Bücher an meinem Bett, die eigentlich erst für später gedacht waren. Aber ich habe die Geschichten so sehr geliebt. Ich glaube, diese Zeit hat mich zu einem Bücherwurm werden lassen. Ich lese unglaublich gerne und viel und neben meinem Bett müssen immer Bücher liegen, damit ich mich wohl fühle. Und noch heute schlafe ich am besten ein, wenn ich ein Buch lese oder mir eines vorgelesen wird.

Jeden Samstag war ich bei meinem Vater und es gehörte für uns dazu, dass ich bei ihm in die Wanne sprang. Baden und Papa waren fest miteinander verbunden. Als Baby badeten wir oft zusammen und später liebte ich es, ihm aus der Wanne heraus zu erzählen, was ich in der Woche alles erlebt habe und ihm mit köstlichen Badeschaumkreationen zu versorgen.

Die Fotos meiner Kindheit | Gemeinsam Zurückerinnern mit HP #reinventmemories

Meine Mutter hat viel geschrieben, mein Vater gemalt. Die Toilette in unser gemeinsamen Wohnung, in der inzwischen nur noch mein Vater lebt, war meine liebste Leinwand. In regelmäßigen Abständen durfte ich dort mit Pinsel und Farbe meiner Kreativität freien Lauf lassen. Und dazwischen bemalte ich jedes Stück Papier, das ich in die Hände bekam. Meine Kunstwerke zieren nicht nur die Wände in der Toilette, sondern inzwischen auch die Decke im großen Bad und in vielen Bilderrahmen den großen Flur und mein ehemaliges Kinderzimmer.

Meine Eltern haben viel gearbeitet und ich war tagsüber bei einer Tagesmutter und sehr viel bei meinen Großeltern. Wir haben viel zusammen erlebt und ich vermisse beide heute ganz schrecklich. Meinem Opa ging es gesundheitlich nicht ganz so gut und im Wohnzimmer gab es einen Sessel auf dem nur er sitzen durfte. Weder Oma noch Uroma oder Besuch. Nur ich durfte mich noch auf den Sessel setzen und so war es ein kleines Spiel zwischen uns, ein Ritual, dass ich mich immer dann auf den Sessel schlich, wenn er gerade den Raum verließ. Ich wartete immer ganz aufgeregt auf seine Rückkehr. Kam er wieder, wurde ich durchgekitzelt und wenn ich besonders lange durchhielt und nicht vor lauter Lachen aufgab, schlug mein Opa sein Lager auf dem Boden auf und ich durfte in seinem Sessel sitzen bleiben und wir hörten zusammen Musik oder schauten uns Videos an, die er selbst aufnahm.

Die Fotos meiner Kindheit | Gemeinsam Zurückerinnern mit HP #reinventmemories

Rituale in unserem Familienalltag

Beim Durchsehen der ganzen alten Fotos kommen so viele Gefühle hoch und es kristallisieren sich so viele Rituale heraus, die meine Familie in ganz besonderen Schnappschüssen festgehalten hat. Jedes Foto ist etwas besonderes und ich bin so glücklich darüber mich durch sie an diese wertvollen Momente erinnern zu können, wenn manche Geschichten schon vergessen sind.

Rituale sind auch in meiner kleinen Familie wichtig. Besonders die Körperpflege wird bei uns ritualisiert und auch in den alltäglichen kleinen Abläufen finden sich kleine Rituale, die mir erst jetzt so richtig bewusst werden. Viele Momente, die meine Familie festgehalten hat, erleben wir mit unserem Sohn und wir gestalten viele Abläufe ähnlich, wie damals meine Eltern. Unbewusst habe ich sie mitgenommen und gebe sie weiter.

Die Fotos meiner Kindheit | Gemeinsam Zurückerinnern mit HP #reinventmemories

Der ausgewählte Schnappschuss

In einer Zeit, in der eigentlich jeder eine gute Kamera im Smartphone hat, laufen unsere Datenspeicher fast über vor Fotos. Ich bin nicht die einzige Mama, die unterwegs das zuckersüße Kind im Kinderwagen fotografiert während es schläft, auch wenn ich davon schon tausend Fotos habe. Und ich glaube durch meinen Blog fotografiere ich nochmal weitaus mehr. Ich muss regelmäßig Fotos auf eine externe Festplatte speichern, weil weder Smartphone noch Laptop freien Speicher haben. Es gibt unendlich viele Fotos wie unser Sohn in der Sandkiste sitzt, wie er genüsslich eine Feige isst oder wie er mit einem Buch in der Hand durch die ganze Wohnung läuft. Es mangelt uns definitiv nicht an Fotos.

Aber in all dieser wunderschönen Bilderflut gehen besondere Momente manchmal unter. Die kleine Reise durch die Fotoalben meiner Kindheit hat mich dazu inspiriert, ausgewählter zu fotografieren. Es muss auch gar kein perfektes Bild dabei herauskommen, denn auch die unperfekten erzählen eine Geschichte und genau darum geht es mir.

#reinventmemories mit HP

Gemeinsam mit HP werde ich in den nächsten zwei Wochen bedachter mit der Kamera unterwegs sein und die kleinen, feinen Momente in unserem Alltag festhalten und vielleicht finden sich dabei sogar noch mehr Rituale, die sich erst bei einem genaueren Blick als solche entpuppen.

Ich gehöre zu den zwei von drei Deutschen die gedruckte Fotos lieben und zu den 51% die sie viel zu selten drucken. Was mich immer wieder davon abgehalten hat, ist die enorme Auswahl an Fotos. Ich erhoffe mir nach diesen zwei Wochen, Bilder mit Geschichten zu haben, unter denen mir eine Auswahl leicht fällt, denn ich muss nicht aus einer Serienaufnahme von 100 Bildern „guck mal, das Kind läuft durch den Flur“ das schönste heraussuchen. Am Ende soll ein gefülltes Fotoalbum dabei herauskommen, das seit der Schwangerschaft leer im Regal steht

Wie sehen die Fotos aus eurer Kindheit aus? Hattet ihr Rituale die auf Bildern festgehalten sind, oder leben sie als Erzählungen weiter? Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr sie mit uns teilt.

Die Fotos meiner Kindheit | Gemeinsam Zurückerinnern mit HP #reinventmemories

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Die Fotos meiner Kindheit | Rituale die mich prägten | Gemeinsam Zurückerinnern mit HP #reinventmemories

Alltag Family Wochenende in Bildern

Wochenende in Bildern 14. und 15. Oktober | Ein Familienwochenende in Hamburg

15. Oktober 2017

Ein Familienwochenende in Hamburg im Nieselregen und Sonnenschein. Ein Tag Herbst und ein Tag Sommer.

Samstag

5:45 Uhr und wir sind wach. Wir starten in den Tag mit leckeren Quarkwaffeln.

Irgendwann kehrt die Müdigkeit in den Sohn zurück, die ihm heute früh irgendwie fehlte und wir legen uns alle zusammen noch mal hin.

Nach einem kleinen Einkauf im Supermarkt spaziere wir durch den Nieselregen. Im Eppendorf halten wir kurz bei einer Freundin. Nati schneiderte mein Hochzeitskleid und zaubert die schönsten Kleider bei Torrox.

Immer wenn ich durch Eppendorf spaziere lächle ich alte Damen ganz besonders lieb an, in der Hoffnung das sie uns ganz entzückend findet und uns ihre 200 qm Luxus-Altbauwohnung überlässt. Irgendwann klappt das schon! Ansonsten dürft ihr euch natürlich alle bei uns melden, wenn ihr zufällig von einer freien Wohnung in Eimsbüttel, Eppendorf oder Hoheluft hört die sich eine kleine Familie leisten kann und die über 100 qm groß ist.

Bei Eis & innig hole ich mir zwei Kugeln Eis. Apfel-Zimt und Pflaume-Zimt schmecken auch im feuchten Wettergrau. Natürlich teile ich mit meinen zwei Lieblingsmenschen.

Danach gibt es noch einen Kaffee bevor es weiter auf den Spielplatz geht.

Treppe hoch.

Rutsche runter.

Und nochmal.

Nach drölfzigtausend Runden geht es zurück nach Hause. Wir kaufen noch Pfifferlinge, morgen soll es damit Risotto geben. Noch vor der Kasse hat der Sohn Schuhe und Socken ausgezogen. Er scheint sich im Edeka zuhause zu fühlen. Vielleicht sind wir eeeeeetwas zu oft da.

Zum Abendessen gibt es Lachs aus dem Ofen mit Vollkornreis und Gemüse.

Sonntag

Seit Freitag bin ich heiser und mir tut mein Hals weh. Ich fühle mich beim Aufwachen gar nicht gut und bin Tom sehr dankbar, dass er mit dem kleinen Wirbelwind ins Wohnzimmer geht, damit ich noch etwas schlafen kann. 5:20 Uhr ist einfach zu früh. Gegen 9 Uhr macht sich Tom mit einem Freund auf den Weg. Endlos Rennrad fahren. Der Sohn bringt mir allerhand Dinge ins Bett.

Draußen ist es den Morgen über ganz nebelig und das Spinnennetz neben der Terrasse glitzert.

Wir vertreiben uns den Vormittag mit etwas Haushalt, Duplo und Büchern.

Das Telefon wird hingebungsvoll immer wieder in die Station gelegt. Zwischendurch löst der Sohn immer wieder die Tastensperre (kleiner Hacker) und verstellt Töne und Lautstärke und versucht Oma und Opa anzurufen.

Gegen Mittag ist Tom wieder da und wir fahren in die Schanze. Ausnahmsweise mit dem Auto, statt mit der Bahn. Es wird gebaut und wir hätten mehr als 40 Minuten für eine eigentlich kurze Strecke gebraucht. 15 Minuten Fahrt haben aber trotzdem gereicht, um all die Müdigkeit im Kind hervorzuholen.

Zum Glück schläft er im Kinderwagen direkt weiter. Wir gönnen uns einen Dürüm.

Eigentlich wollten wir in Planten un Blomen auf den Spielplatz, aber da drängten sich Kinder und Eltern dicht an dicht. Auf einer Wiese hatte der Sohn für ein paar Minuten Spaß, wollte dann aber wieder zurück in den Kinderwagen. Das gibt es selten. Wir spazieren noch eine bisschen durch die Sonne.

Zuhause wird noch im Innenhof mit den Nachbarskindern in der Sandkiste gespielt. Die lassen sich auch gut vom Kletterdreieck im Wohnzimmer aus beobachten, nachdem wir für das Abendessen wieder rein gegangen sind.

Während Tom den kleinen Wirbelwind badet, koche ich Abendessen. Risotto mit Pfifferlingen. Die Pilze tun wir später extra über das Risotto. Ohne liebt es nämlich unser Sohn und er steht schon meckernd mit einem Löffel in der Hand in der Küche, weil ich zu lange zum Auffüllen brauche.

Ich werde jetzt noch auf dem Sofa einen Tee mit Tom trinken.

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Wochenende in Bildern 07. und 08. Oktober | Ein Familienwochenende in Hamburg

Die Erde ist eine Scheibe und auf ihr leben Hängebauchschweinchen

8. Oktober 2017

Hand hoch! Wer hat unsere Wochenenden vermisst? Alle natürlich. Wir auch! Eine sehr durchwachsene KiTa-Eingewöhnung, vier neue Backenzähne und ein Schneidezahn, zwei Erkältungen, eine Kehlkopfentzündung und ordentlich Fieber haben uns auf Sparflamme laufen lassen und nur ganz langsam grooven wir uns wieder ein. Aber dafür starten wir mit einem ganz besonderen Wochenende. Eines, dass euch die Augen öffnen wird. Babababam! Die Erde ist eine Scheibe! Glaubt ihr mir nicht, dann dann lest euch mal bis zum Samstagabend durch! Außerdem gibt es Hängebauchschweinchen!

Samstag

Die vierte Woche der KiTa-Eingewöhnung ist durch und der Sohn hat die dritte Erkältung. Wir starten den Tag mit Engelwurz- und Thymian-Myrte-Balsam. Erste Wahl bei Schnupfen und Husten.

Tom und ich haben bei COS bestellt und ich probiere mich durch die Bestellung.

Unsere Wohnung ist ein Minenfeld. Der Sohn verteilt überall Duplo-Figuren. Die mag er nämlich besonders gerne.

Der Himmel ist grau, es hört nicht auf zu regnen, perfektes Wetter um in die Stadt zu fahren … Ich habe den Lieblingsball vom Kind in der KiTa vergessen und wir wollen Ersatz kaufen. Unser erster Besuch bei JAKO-O. Ich hatte Angst davor, dass es einem Toys’R’us ähnelt, aber das Geschäft ist wirklich schön. Das Licht ist warm, es ist nicht mit Plastikzeug zugemüllt und die Verkäufer sehr nett. Wir finden keinen ball, dafür aber ein neues Buch.

Gegenüber ist myToys und wir finden dort den gesuchten Ball. Klein und weich. Die Halloween-Deko, blutige Kinderfußspuren die in den Laden führen sind … naja.

Unser absolutes Lieblingsshampoo gibt es bei Grüner Erde. Ich liebe den Laden und würde am liebsten dort einziehen. Ich sehe mich übrigens im Alter als Verkäuferin dort, umhüllt von Zirbenduft und in einem schlichten Leinenkleid, mit grauen Haaren und geraden Pony.

Dem Sohn und mir mache ich das Abendessen von gestern zum Mittag warm. Reis mit Gemüse und einer Ingwer-Chili-Soße. Ja, unser Kind isst das sehr gerne. Ohne die Soße hat er nicht davon angerührt, wir haben es getestet.

Das neue Buch wird durchgeblättert.

Der Tritt wird ständig durch die ganze Wohnung geschoben. Seit der Lernturm oft im Spielzimmer am Fenster steht, am liebsten in die Küche ans Spülbecken oder ins Bad an das Waschbecken. Hauptsache Wasser.

Ich versuche ein paar Fotos für einen neuen Beitrag zu machen, der Sohn möchte aber viel lieber mit der Kamera spielen.

Der Tritt wurde wieder ins Bad geschoben. Ich lasse Wasser ins Becken und drehe den Haupthahn aus. So kann das Kind spielen ohne das unser bad geflutet wird.

Nach dem Abendessen geht es in die Wanne. Natürlich landet eine Duplo-Figur im Wasser.

Nach dem Einschlafstillen gibt es immer eine kurze oder längere Weile in der ich noch beim Sohn liegen bleiben muss, damit er nicht sofort wieder aufwacht. Ich scrolle mich in der Zeit durch Facebook und finde einen Beitrag über einen Rapper, der Beweisen will, dass die Erde eine Scheibe ist. In den Kommentaren ist fleißig eine Flacherdlerin unterwegs. Auf ihrem Profil finde ich die Offenbarung.

Tom und ich kriegen uns nicht mehr vor lachen ein. Die Erde ist eine Scheibe! Wirklich?

Und weil gerade beim Lachen sind, dieser Reddit-Beitrag lässt mich schon die ganze Zeit kichern. Total mein Humor. Schwanana.

Sonntag

Die Sonne ist noch lange nicht aufgegangen, der Schlaf ist noch in den Augen, aber das Kind rennt direkt aus dem Bett zum Tritt und damit dann ab ins Bad.

Beim Frühstück schlage ich einen Ausflug in den Wildpark Schwarze Berge vor. Wir ziehen uns fix an und los gehts. Der Sohn trifft zum ersten mal auf meine heißgeliebten Hängebauchschweinchen und ist hingerissen.

Allgemein sind Tiere total sein Ding. Nach einer kurzen Beobachtung ist er bereit alles anzufassen. Den Ziegen und Schafen am liebsten in die Nase. Von den scharfen Zähnen der Biberratten und wilden Gänsen, die gerne ihre Ruhe hätten, mussten wir ihn allerdings abhalten. Fand er gar nicht witzig.

Ähnlich unwitzig fand er es auch, als wir ihn nach einer Weile von dem Bagger wegtragen wollten, den er etwas abseits fand. Am liebsten würde er mit all den Tieren und ihren Nasenlöchern im Bagger Wohnen.

Für eine kleine Stärkung mag der Sohn sogar kurz im Bollerwagen sitzen. Er mag jetzt Brot mit Cheddar und ich freue mich wie Bolle wieder etwas gefunden zu haben, dass er länger als zwei mal abbeißen mag. Er mag Brot mit Cheddar fast eine ganze Scheibe lang, zwei Tage in Folge.

Danach wird Papa wieder dabei geholfen den Bollerwagen vorwärts zu bekommen. Keine Ahnung wie andere Eltern es schaffen, dass ihre Kinder sich durch den ganzen Park ziehen lassen. Unser Sohn will alles selbst erkunden. Natürlich nie in der Richtung in die der Weg geht.

Eine Biene macht kurz Pause auf Toms Regenjacke. Wir bleiben alle noch etwas in der Sonne stehen und genießen die warmen Strahlen.

Auf dem Rückweg sagen wir nochmal den Schweinchen tschüss.

So viel frische Luft und Abenteuer machen selbst den größten Entdecker müde und kaum sitzen wir im Auto, schläft das Kind ein. Den Kindersitz TRIFIX i-SIZE bekamen wir vor ein paar Wochen von Britax Römer zur Verfügung gestellt und seitdem ist Autofahren für den Sohn endlich entspannt. Sonst waren schon kleine Strecken nur mit Gesang einigermaßen erträglich und jede Fahrt über 20 Minuten endete in Tränen.

Wir haben und Torte in unser Lieblingskonditorei geholt und genießen sie mit einem großen Kaffee.

Über Google Duo wird mit Oma und Opa in Göttingen geredet.

Danach geht es noch mal eine Runde raus, die Abendsonne genießen, bevor ich den Sohn ins Bett bringe und vielleicht gleich in die Wanne springe.

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Und weil es so schön ist, noch mal ein Bild von Bambi.

Family Momstyle Wishlist

Momstyle | Ein Sonntag auf dem Spielplatz im Blümchenkleid

Die schönsten Blümchenkleider für den Herbst

2. Oktober 2017
Ein Sonntag auf dem Spielplatz im Blumenkleid | Momsytel | Mama und Sohn | ivy.li

Zwischen zwei grauen Tagen hat Hamburg uns einen Sonntag mit strahlender Sonne spendiert. Einen Tag mit Blümchenkleid statt Regenjacke und einem Kaffee auf Eis. Wir haben die ersten richtig bunten Blätter in Planten un Blomen bestaunt und der Sohn hatte ordentlich Spaß auf dem Wasserspielplatz.

Das sind die schönsten Sonntage. Familiensonntage. Wir halten kitschig Händchen, lachen viel und kommen in Schuhen voller Sand wieder heim. So darf es immer sein.

Ein Sonntag auf dem Spielplatz im Blümchenkleid | Momstyle | AngelCab | Briar Handmade Bonnet | ivy.li

Generationenspielplatz in Planten un Blomen

Auf dem Spielplatz in Planten un Blomen habe ich schon als ganz kleines Kind gespielt und es hat sich nichts, wirklich gar nichts verändert. Es ist so ein schönes Gefühl den Sohn die gleiche Rutsche herunterrutschen zu sehen auf der ich schon meinen Spaß hatte und die Freude in seinem strahlenden Gesicht, wenn er mit der gleichen Begeisterung den Wasserspielplatz stürmt.

Kleinkind | Briar Handmade Bonnet | Spaß | Wasserspielplatz | Planten un Blomen | ivy.li

Er ist ein kleiner Wirbelwind, ein Entdecker und Beobachter. Bevor er los prescht und versucht den großen Kindern hinterher zu eifern, beobachtet er wie gebannt. Die Kinder, hoch oben auf einem dicken Seil zum Balancieren, haben ihn immer wieder in seinen Bann gezogen und bevor er die Wasserkanonen selbst inspizierte und immer wieder in den Wasserstrahl laufen wollte, hielt er ganz lange meine Hand und bestaunte vom Rand aus das laute Treiben. Ich bin so voller Liebe für unser Kind und möchte mir keinen Moment ohne diesen wundervollen Menschen mehr vorstellen.

Mama und Sohn | Liebe | Hand halten | ivy.li

Unsere neue Kamera Fuji X-T20

Seit Samstag haben wir eine neue Kamera, die kam mit und wurde ausprobiert und weil sie so klein und handlich ist, wird sie jetzt viel öfter dabei sein und die schönen Momente festhalten. Die große Spiegelreflex war immer viel zu schwer und lag daheim nur rum.

Ein Sonntag auf dem Spielplatz im Blümchenkleid |  Momstyle | AngelCab | ivy.li

Fun Fact: Das Vorgängermodell hatte ich bereits für eine Woche, schickte sie aber wieder zurück und tauschte sie gegen die Spiegelreflex, weil ich dachte ich wäre damit glücklicher. Damit entschied ich mich gegen den Rat eines befreundeten Fotografen (hi Pablo) und Toms Meinung und … ich sollte in manchen Dingen doch einfach auf andere Tom hören.

Ihr sucht noch eine Kamera die genauso schöne Bilder macht wie eine DSLR, aber viel kleiner, schöner und leichter ist? Schaut euch mal die Fuji X-T20* an!

Momstyle | Im Blümchenkleid durch den Herbst

Letztens waren wir in einem H&M. Offline einkaufen gehe ich wirklich selten, aber wir brauchten ganz dringend neue Socken für das Kind, weil sie nach und nach immer alle heimlich verschwinden. Auf dem Weg zur Treppe sind wir an einem Blümchenkleid vorbeigegangen und es war Liebe auf den ersten Blick. Sogar Tom hat nur ganz kurz vorwurfsvoll geguckt, weil ich mit mehr als Socken zur Kasse gegangen bin.

Momstyle | Fashion | Mama | Blümchenkleid | Beauty | ivy.li

Ein Sonntag auf dem Spielplatz im Blümchenkleid |  Momstyle | ivy.li

Ich mag die Länge und das Muster und bin schwer am überlegen, ob ich es mir nicht noch mal in grün bestellen soll. Und überhaupt bin ich jetzt der festen überzeugung, dass ich mehr Blümchenkleider brauche. Mit einer Jeans- oder Lederjacke kombiniert sehen sie sicher auch an kälteren Tagen toll aus. Und zu den immer bunter werdenden Blättern passen sie so gut.

Ich glaube, gestern war ich auch das erste Mal seit der Geburt ohne Rucksack draußen. Dabei sind meine ganzen Taschen viel zu schön um hinter der Tür im Schlafzimmer zu verstauben.

Ein Sonntag auf dem Spielplatz im Blümchenkleid |  Momstyle | Fransentasche | Wildleder | ivy.li

Ein Sonntag auf dem Spielplatz im Blümchenkleid |  Momstyle | Outfit | Floral dress | ivy.li

Kleid – H&M | Schuhe* – Converse | Tasche – Zara (ähnliche hier*)

Schöne Blümchenkleider aus den Onlineshops

Ich habe mich online ein bisschen umgeschaut und noch das eine oder andere Kleid gefunden, dass für den Herbst gerne einziehen darf.

Die schönsten Blümchenkleider für den Herbst | Momstyle | Wishlist | Wunschliste | Floral dresses | ivy.li

1 – Hallhuber* | 2 – H&M | 3 – Gestuz* | 4 – EDITED* | 5 – ZARA

Ihr habt das ultimative Blümchenkleid gefunden? Schickt mir den Link!

Inspirationen für Alltagsoutfits und Sonntagsstyles findet ihr bei meinen Momstyles.

*Affiliate-Link | Kauft ihr etwas, bekomme ich eine kleine Provision. Für die Platzierung der Links werde ich nicht bezahlt.

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Wochenende in Bildern 02. und 03. September – Ein Familienwochenende in Hamburg

3. September 2017

Ein Familienwochenende in Hamburg ohne viel Trubel, aber dafür mit Seifenblasen und einem neuen IKEA Regal.

Samstag

Wir haben gestern Abend schon damit angefangen ein neues Regal für das Kinderzimmer zusammen zu bauen, heute starten wir den Tag mit Kaffee, dem Einbau der Türen und dem Einräumen. Dabei sortiere ich gleich wieder zu kleine Sachen aus. Das Kind wächst so schnell.

Wochenende in Bildern | 02. und 03. September | WiB | Familienalltag in Hamburg | ivy.li

Heute hat mein Vater Geburtstag. Wir fahren zu meiner Oma bei der wir alle zusammen gemütlich Mittag essen.

Wochenende in Bildern | 02. und 03. September | WiB | Familienalltag in Hamburg | ivy.li

Nachmittags gibt es für Tom und mich bei uns zuhause erstmal einen richtig großen Kaffee. Bei meiner Oma gab es nämlich nur entkoffeinierten und wir sind furchtbar müde.

Wochenende in Bildern | 02. und 03. September | WiB | Familienalltag in Hamburg | ivy.li

Währenddessen genießt das Kind seine Zeit im Paradies. Die großen Kinder haben ihre ganzen Fahrzeuge in der Sandkiste gelassen.

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Statt den müden Sohn ins Bett zu bringen, schauen wir dabei zu wie er vollkommen überdreht tausend Runden lachend um das Sofa rennt. Er ist zu schnell für die Kamera und das Sandmännchen. Bei uns vor dem Haus ist ein Kanal und daran ein Bootshaus das am Wochenende immer für Feiern vermietete wird. Trotz geschlossener Fenster ist die Musik furchtbar laut und dabei kann er nur sehr schwer zur Ruhe finden. Laut Polizei ist es aber erst ab 22 Uhr eine Ruhestörung. Yay.

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Während Tom sich zu unserem Sohn legt, er muss Sonntag um 2 Uhr aufstehen, färbe ich noch ein paar Bodys blau ein.

Sonntag

Tom fährt heute nach Hameln zu einem Radrennen. Es geht um 7 Uhr los, um 3 Uhr holt er einen Freund ab. Beide fahren zusammen, ich halte sie für verrückt und drehe mich noch mal in unserem warmen Bett um, bevor ich mit dem Kind in den Tag starte. Licht an und Licht aus ist ein Klassiker, der bei uns seit Monaten läuft.

Während ich mich im Bad fertig mache, planscht das Kind im Waschbecken herum. Seit der Tritt im Bad steht, ist es der neue Lieblingsraum. Steht die Tür auf, ist das Kind innerhalb einer Sekunde am Waschbecken.

Tritt und Lernturm sind nicht genug, in der Küche wird alles auf der Ablage nach hinten geschoben, damit genug Platz ist um herauf zu klettern. Ich habe mich nur ganz kurz umgedreht um unser Frühstück umzurühren.

Wir genießen das gute Wetter und sind lange auf der Terrasse und in der Sandkiste.

Bevor wir uns zum Mittagsschlaf hinlegen, werden noch seeeeeehr ausgiebig die Hände gewaschen. Während das Kind an mich gekuschelt schläft, schreibe ich einen Artikel darüber, was Attachment Parenting für mich bedeutet.

Wir gehen wieder raus, diesmal auf den großen Platz um Seifenblasen zu machen. Es ist inzwischen etwas kälter geworden, aber die Sonne scheint noch immer. Ich darf die Seifenblasen nicht wegpacken, der Sohn kann jetzt richtig wütend knurren und brummen.

Gegen Abend kommt Tom wieder und wir begrüßen ihn vor der Tür.

Nachdem ich das kleinste Familienmitglied ins Bett gebracht habe bestellt Tom und Pizza bei den Pizza Jungs. Wer bei uns in der Ecke wohnt sollte dort unbedingt bestellen.

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Baby Family Mommy

Was Attachment Parenting für mich bedeutet

Unser Weg der bindungs- und bedürfnisorientierten Elternschaft

3. September 2017
Was Attachment Parenting für mich bedeutet | Unser Weg der bindungs- und bedürfnisorientierten Elternschaft | ivy.li

Gerade geht ein Artikel um in dem Attachment Parenting als Selbstaufgabe der Eltern bezeichnet wird und der einen Weg in ein so schlechtes Licht rückt, der eigentlich so schön, leicht und voller Liebe sein kann. Um zu zeigen, dass Attachment Parenting nichts mit Selbstaufgabe zu tun hat, sondern mit Liebe und Selbstfürsorge hat Susanne Mierau auf ihrem Blog geborgen wachsen zu einer Blogparade aufgerufen. Und weil mich die eine Mama aus dem Nebeneingang immer noch wie einen Alien ansieht, wenn ich ihr erzähle, dass unser Kind noch immer nicht im eigenen Bett mit der Milchflasche in der Hand einschläft mache ich mit und teile mit euch unseren Weg der bindungsorientierten Elternschaft.

Was bedeutet Attachment Parenting eigentlich? Die 7 Baby-Bs

Der Begriff Attachment Parenting stammt vom amerikanischen Kinderarzt William Sears und beschreibt eine Erziehungslehre die auf der Bindung zwischen Eltern und Kind und das Vertrauen in sich selbst, die eigenen Instinkte und die Kompetenz des Babys basiert. Eckpfeiler seiner Lehre sind die 7 Baby-Bs die nicht als starre Regeln, sondern als Hilfsmittel für eine eine bindungsorientierte Elternschaft gesehen werden sollten.

Birth Bonding (Bindung nach der Geburt durch Haut-an-Haut-Kontakt )
Breastfeeding (Stillen nach Bedarf)
Babywearing (Das Tragen des Kindes in Tuch oder Tragehilfe)
Bedding close to baby (Das gemeinsame Schlafen im Familienbett)
Belief in the language value of your baby’s cry (Glaube an die Signale des Babys)
Beware of baby trainers (Vorsicht vor Babytrainern)
Balance and boundaries (Gleichgewicht und Grenzen)

In unserem Familienleben setzten wir alle Bs um. Wir gehen auf die Bedürfnisse unseres Kindes ein, Tragen, Stillen und schlafen im Familienbett und achten auch auf das Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen aller Familienmitglieder und das Wahren von eigenen Grenzen.

Was bedeutet Attachment Parenting für mich?

Attachment Parenting hat keine starren Regeln, uns werden Hilfsmittel in die Hand gelegt die uns dabei unterstützen können ein liebevolles Familienleben zu führen, unser Kind in einer geborgenen Umgebung aufwachsen zu lassen und ihm für sein Leben die Sicherheit mitzugeben, diese Geborgenheit immer wieder bei uns und in sich selbst zu finden.

Attachment Parenting bedeutet für mich in erster Linie eines, nicht müssen. Unser Kind muss nicht lernen alleine einzuschlafen und muss nicht lernen durchzuschlafen. Es muss nicht noch vor den ersten eigenen Schritten eine hohe Frustrationstoleranz erlernen, nur weil später im Leben nicht immer die Sonne scheint. Es muss nicht jetzt Beikost essen, weil man das eben jetzt so macht. Es muss einfach nicht. Und auch wir Eltern müssen nicht. Wir müssen nicht vor der Kinderzimmertür ausharren bis das Kind weinend eingeschlafen ist, weil es lernen muss, dass wir nicht immer da sind, denn wir sind immer da. Wir müssen uns nicht an Beikostpläne halten, weil sie jemand erstellt hat, denn wir glauben daran, dass unser Kind essen wird, wenn es essen mag. Und wir müssen auch nicht hart bleiben, wenn wir eigentlich weich sind. Wir müssen einfach nicht.

Attachment Parenting bedeutet für mich können. Wir alle können uns in unserem eigenen Tempo entfalten und in einer geborgenen Umgebung wachsen. Sowohl unser Kind, als auch wir Eltern. Denn auch wir wachsen mit jedem neuen Tag. Und wir alle wachsen jeden Tag weiter zusammen.

Selbstfürsorge statt Selbstaufgabe

Attachment Parenting bedeutet bindungs-, bzw. bedürfnisorientierten Elternschaft und das bedeutet, dass wir auf die Bedürfnisse von uns allen eingehen. Sowohl auf die des Kindes, als auch auf die von uns Eltern. Pflege ich mich nicht selbst, gebe mich selbst auf, kann ich nicht in dem Maße auf Bedürfnisse meines Kindes eingehen, wie es eigentlich nötig ist. Selbstfürsorge ist daher für mich ein wichtiger Eckpfeiler von Attachment Parenting. Und nur weil wir auf die Bedürfnisse unseres Kindes eingehen, heißt das nicht, dass es keinen Platz mehr für unsere Bedürfnisse gibt.

Ja, natürlich gibt es Zeiten in denen die Bedürfnisse des Kindes weit über unseren stehen und wir unsere zurückstellen. Wie gerne hätten wir in den ersten Monaten ein bisschen mehr geschlafen, aber das Kind hatte so viel, was es verarbeiten musste und das ging nur in unseren Armen. In unseren müden und ungewaschenen Armen. Aber wie in jeder innigen Beziehung ist man für den anderen da, wenn er einen braucht. Vielleicht definiere ich Selbstaufgabe anders, aber mich temporär an zweite Stelle zu setzen um für jemanden da zu sein der mich braucht, ist für mich keine Selbstaufgabe.

Wir Eltern finden in unserem Familienalltag immer Raum und Zeit um etwas für uns zu tun. Und oft gibt uns erst Attachment Parenting die Möglichkeit dazu.

Wie wir Attachment Parenting leben

Können und nicht müssen bedeutet, dass wir selbst für uns festlegen welcher Weg am besten zu uns und unseren Bedürfnissen passt. Was sich für uns nicht gut anfühlt, ist nicht das richtige für uns.

Wir schlafen gemeinsam im Familienbett weil es für uns alle der leichteste und angenehmste Weg ist um Nachts genug erholsamen Schlaf zu bekommen. Wir schlafen eben alle nicht gerne alleine.

Wir stillen auch noch nach 14 Monaten, denn für unser Kind ist Muttermilch nicht nur Nahrung, es ist auch so viel mehr. Stillen ist Zeit für uns, Trost wenn die Tränchen nicht trocknen wollen, Einschlafhilfe, wenn der Tag so aufregend war oder der Traum so aufwühlend. Und Stillen ist für uns als Eltern einfach der entspanntere Weg. Wir müssen nicht ständig Flaschen und Pulver bei uns haben, Nachts muss niemand aufstehen und Unterwegs verzweifeln wir nicht, wenn wir kein heißes Wasser haben.

Die ersten Monate haben wir fast ausschließlich getragen, im gesamten ersten Jahr waren Tragetuch und Babytrage weitaus öfter im Einsatz als der Kinderwagen. Getragen werden tat und tut nicht nur unserem Kind gut, das viel Nähe braucht und fordert, es tut auch uns gut. Mein Mann nimmt noch jetzt lieber unser Kleinkind in die Trage, als den Kinderwagen zu nehmen. Er genießt die Nähe zu unserem Kind, die ihm Tagsüber durch den Arbeitsalltag fehlt. Und wir haben die Hände frei.

Das gemeinsame Schlafen, Tragen und Stillen, all das stärkt die Bindung zu unserem Kind und gibt uns Eltern gleichzeitig Zeit und Raum um für uns selbst zu sorgen.

Wir bekommen nachts oft alle genug schlaf, weil niemand lange Wege gehen muss um bei dem anderen zu sein. Wird Nähe gebraucht ist sie da. Wacht unser Kind Nachts auf weil es Hunger oder Durst hat, oder weint es weil ein Traum oder die Dunkelheit angsteinflößend sind, dann öffne ich bloß meine Arme und halte oder stille und wir schlafen gemeinsam wieder ein, oft noch bevor wir wirklich wach waren.

Wir müssen nicht am Bett ausharren und warten bis unser Kind endlich von alleine einschläft, wir legen uns zusammen hin und oftmals finde ich in diesen Momenten Zeit um den Tag revue passieren zu lassen, zu entspannen und kurz abzuschalten. Manchmal lese ich oder schreibe auf, wie gerade jetzt, was mich beschäftigt. Ja, es gibt auch Phasen in denen mein Kind mich auch im Schlaf braucht, aber dann nutze ich die Zeit um selbst zu schlafen, zu lesen oder ein Hörbuch zu hören. Es folgt immer wieder eine Phase in der ich nach der Einschlafbegleitung wieder aufstehen kann um dieses oder jenes zu tun. Sowohl Nachts als auch Tagsüber.

Durch das Tragen sind wir viel flexibler. Wir kommen leichter und schneller von hier nach dort, wir können Dinge erledigen und gleichzeitig die Nähe geben, die das Kind braucht. Ich habe in den ersten Monaten den Haushalt immer mit Kind im Tuch erledigt, war stundenlang spazieren mit einem Buch in der einen und einem Kaffee in der Hand, während das Kind an mich gekuschelt schlief. Mein Mann und haben Händchen gehalten und waren gemeinsam Essen, während unser Sohn in Trage und Tuch entspannte, was ihm im Kinderwagen oder abgelegt auf einer weichen Decke oft nicht gelang.

Wir lassen unser Kind entscheiden wann es bereit ist zu Essen und sich abzustillen. Dadurch geben wir ihm die Möglichkeit selbst auf seine eigenen Bedürfnisse zu hören und sie zu erkennen. Das ist ein wichtiger Schritt zur Selbstständigkeit die uns später immer mehr Freiraum gibt. Und dieser Weg lässt uns als Eltern auch viel entspannter sein. Wir müssen uns nicht an Pläne halten, setzten uns alle nicht unter Druck. Ich muss nicht extra für das Kind kochen, denn er isst mit uns mit und wenn er partout nicht mag, dann stille ich ihn. Ich schleppe keine Tausend Gläschen mit, nur das was ich selbst auch auf langen Ausflügen gerne snacke und teile mir mit meinem Kind Wassermelone und Blaubeeren. Ich muss meinem Sohn nicht mühsam beibringen wie es nach der Breizeit selber isst, er lernt es von anfang an bei uns. Und ich muss auch keine Machtkämpfe austragen, weil das Kind einfach nicht seinen Mund für den Karottenbrei aufmachen will.

Wir geben uns allen die Möglichkeit uns selbst zu entfalten.

Geben und Empfangen

Immer wenn ich etwas gebe, bekomme ich etwas zurück. Schenke ich Liebe und Geborgenheit erreicht auch mich Liebe und Geborgenheit. Bin ich für den anderen da, wird auch er es für mich sein. Natürlich wiegt mich mein Kind noch nicht in den Schlaf, wenn ich es bin, die Nachts einfach nicht zur Ruhe kommt, aber ich merke immer öfter wie unser Sohn seine eigene Selbstständigkeit entdeckt, weil wir ihn lasse, ihm vertrauen und ihm die Sicherheit geben, dass er sich frei entfalten kann und wir ihn dabei unterstützen. Mit jedem kleinen Stück mehr seiner Selbstständigkeit bekommen wir ein bisschen mehr Freiheit. Eine in der wir uns keine Gedanken machen müssen.

Ich bin mir sicher, dass mein Kind im Laufe seines Lebens auf unsere Bedürfnisse und die von anderen achten wird, weil wir seine Bedürfnisse achten und ihm Achtsamkeit vorleben.