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Scharfe Belugalinsen

Ein simples und veganes Wohlfühlgericht

7. April 2017

Es gibt ein Gläschen von Alnatura, mit Linsen Gemüse und Couscous. Jonah isst davon gerne ein paar Löffel und ich dann den Rest. Vor dem Gläschen hatte ich vollkommen vergessen, dass es Linsen gibt und wie lecker ich sie finde. Im Vorratsraum fand sich noch eine Packung Belugalinsen, Gemüse war auch noch da und weil Tom es gerne scharf mag, landete eine Koreanische Chilipaste im Essen, die wir schon vor einer Weile im Asiamarkt entdeckten, aber irgendwie noch nicht einsetzten. Und am Ende kam ein Essen dabei heraus, dass wir jetzt schon ziemlich oft kochten und wirklich gerne essen. Ab und an mal ein Gläschen kaufen hat also durchaus Vorteile.

Die geringen Menge Sellerie im Gericht rechtfertigt eigentlich nicht den Kauf einer ganzen Knolle, aber ohne schmeckt es einfach nicht so geil und wenn man in den Tagen danach noch eine Suppe kocht oder einen Rohkostsalat macht (so so so gut!) lohnt es sich wieder.

Was ich an dem Gericht ganz besonders mag? Es geht so leicht und Tom kann es machen, wenn ich gerade Jonah ins Bett bringe. 😉

Scharfe Belugalinsen

  • 400 g Möhrchen
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 100 g Knollensellerie
  • 150 g Belugalinsen
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 – 2 EL Gochujang
  • Salz und Pfeffer
  • 450 – 500 ml Wasser
  • etwas Kokosöl zum Anbraten
  1. Möhrchen und Zucchini in Scheiben schneiden, die Zucchini-Scheiben noch mal halbieren oder vierteln. Den Sellerie schälen und in ganz dünne Scheiben hobeln. Glaubt mir, dünn gehobelt schmeckt es ganz anders, als in dicke Stücke geschnitten.
  2. Öl in der Pfanne erhitzen und darin das Gemüse kurz anbraten.
  3. Dann das Tomatenmark dazugeben und anrösten, danach die Linsen dazugeben.
  4. Nach ein bisschen herumgerühre mit Wasser ablöschen, den Deckel drauf packen und die Hitze herunterstellen.
  5. Das ganze sollte für ca. 40 Minuten köcheln, bis die Linsen weich sind. Wer gerne und oft umrührt, sollte zwischendurch etwas Wasser nachgießen.
  6. Ist alles gar kommen Gochujang, Salz und Pfeffer dazu.
  7. Wer mag kann noch etwas Parmesan darüber geben, die Linsen schmecken aber auch ohne hervorragend.

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Cookie Cake mit Schokolade, Pekannüssen
und Fleur de Sel

Schnelles Rezept für einen ernsten Kuchennotfall

21. Februar 2017

Manchmal braucht man Kuchen. Wirklich dringend und ganz schnell. Und dann ist Sonntag und es regnet und man will nicht rausgehen und stundenlang mit der U-Bahn durch die Stadt gurken. Oder man hat ein Playdate und das Mittagsschläfchen davor fiel unerwartet lang aus und es bleibt einfach keine Zeit mehr für Zimtschnecken.

Bei Kuchennotfällen kommt bei uns immer dieses Rezept zum Einsatz. In der Regel haben wir dafür alles im Haus. Gut, bei der Schokolade ist das so eine Sache, aber irgendwo versteckt sich immer ein Schokoweihnachtsmann.

Ich liebe ja Cookies die innen noch schön matschig sind. Lieber zu roh als zu durch. Die gleiche Regel gilt auch bei diesem Kuchen. Schließlich ist er, wenn man ehrlich ist, nichts weiter als ein großer Cookie. Er dankt es einem, wenn man zu ungeduldig ist um auf das Klingeln der Eieruhr zu warten.

Übrigens gehört für mich zu einem richtig guten Schokogenuss auch Salz. Ich liebe Schoki mit Meersalz, auf meine nobelpreisverdächtige Brotaufstrichkreation (Butter und zermatsche Lindor-Kugeln) kommt immer etwas Fleur de Sel und allgemein passt salzig zu süß hervorragend, wie zum Beispiel bei meinem Banana Granola.

Cookie Cake mit Schokolade und Pekannüssen

  • 100 g Butter
  • 70 g Vollrohrzucker
  • 125 g Mehl
  • ½ TL gemahlene Vanille
  • ½ TL Salz
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 1 Ei
  • 50 g Schmand
  • 50 g Pekannüsse
  • 60 g feinherbe Schokolade
  • Fleur de Sel

Schoki-Variante

  • Statt Nüssen kann man natürlich auch nur Schokolade nehmen, allerdings sollte man dann die Zuckermenge anpassen.
  • 50 g Vollrohrzucker
  • 70 g Vollmilchschokolade
  • 70 g feinherbe Schokolade
  1. Bevor ihr loslegt, heizt ihr den Backofen auf 180 °C vor.
  2. Die Butter im Topf schmelzen, dabei aber darauf achten, dass sie nicht zu heiß wird und mit dem Zucker cremig rühren..
  3. Anschließend das Ei dazugeben und so lange rühren, bis die Masse schön sämig ist.
  4. Danach Schmand, Vanille und Salz und zum Schluss Mehl und Backpulver hinzufügen und zu einem glatten Teig rühren.
  5. Schokolade und Nüsse hacken und unter den Teig heben.
  6. Die Tarteform fetten und mit Mehl bestäuben.
  7. Den Teig in die Form geben und mit Fleur de Sel bestreuen. Den Teig müsst ihr übrigens nicht glatt streichen, sondern nur grob verteilen.
  8. Der Kuchen kommt dann für 18 Minuten in den Backofen. Wird er bei euch schneller braun, holt ihn lieber früher heraus. Wie bei Cookies gilt: lieber etwas zu roh, als zu durch und trocken.

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Shakshuka ohne Schnickschnack

Pochierte Eier in Tomatensauce

14. Februar 2017

Shakshuka kann man mit diversen Gewürzen und Gemüse kochen, oder man konzentriert sich auf das Wesentliche. Und davon viel!

Hauptzutat sind Tomaten. Die sollten wirklich gut sein. Schön süß und voller Geschmack. Wir nehmen immer eher kleine, ordentlich reife. Die großen Strauchtomaten vom Lidl um die Ecke schmecken meistens nach nichts und sind total wässrig. Am Ende hat man damit einfach eine dünne Suppe in der Pfanne. Das will ja keiner.

An Fett sollte auf keinen Fall gespart werden. Fett ist Geschmacksträger und macht hier alles rund. Haut lieber einen Löffel mehr in die Pfanne, als zu wenig. Bloß keine falsche Scham. Fett beißt nicht.

Gleiche Regel wie beim Fett gilt beim Knoblauch. Knoblauch geht immer und mehr ist besser als weniger. Haucht lieber morgen niemanden an, anstatt auf Knoblauch zu verzichten. Fett und Knoblauch sind Themen, bei denen ich keinen Spaß verstehe.

Dazu holt ihr euch ein gutes Brot (oder knetet selbst). Bei uns gab es ein dunkles Ciabatta mit Walnüssen von Gaues. Unser aktuelles Lieblingsbrot. Eine Scheibe mit Butter und Fleur de Sel macht glücklich.

Shakshuka

  • 2 kg Tomaten
  • ½ – 1 Knolle Knoblauch
  • 1 Jalapeno
  • 6 Eier
  • 4 TL edelsüßes Paprikapulver
  • Salz
  • Zucker
  • Ordentlich Butterschmalz oder Kokosöl
  1. Tomaten waschen und vierteln (außer ihr habt große Tomaten, dann etwas kleiner). Knoblauch schälen, hacken und Jalapeno in feine Ringe schneiden.
  2. Ordentlich Fett in die Pfanne geben, erhitzen und die Jalapeno darin anbraten.
  3. Die Tomaten dazugeben, Knoblauch und Paprikapulver rein, umrühren und für 10 Minuten kochen lassen.
  4. Mit Salz und einer Prise Zucker abschmecken.
  5. Die Eier mit etwas Abstand zueinander in die Tomatensoße schlagen und das Eiweiß um das Eigelb herum verrühren. Am besten einfach eine Acht um zwei Eigelb drehen.
  6. Knapp 6-8 Minuten lasst ihr die Eier noch kochen, dann ist das Essen auch schon fertig und ihr könnt es auffüllen und mit Brot servieren.

Wir kaufen übrigens immer nur gestreichelte Eier. Mein Mann zieht mich gerne damit auf. Bio-Eier kann ja jeder. Inzwischen gibt es mehrere Initiativen die bei der Eierproduktion auf die nutzlose Tötung der männlichen Küken verzichten und diese Aufziehen. Dafür zahlt man ein paar Cent mehr für sein Ei, fühlt sich aber besser. Mal ganz davon abgesehen, dass Bio-Eier eh besser schmecken.

Am bekanntesten ist die Bruderhahn Initiative Deutschland, die Alnatura Bruderküken-Initiative gibt es bei uns sogar im Budni und die Eier von Alnatura Bruderküken-Initiative bekommt man in unserem Edeka. Es gibt also keine Ausrede um beim Eier-Konsum nicht etwas Gutes zu tun.

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Matcha Porridge

Macht müde Mamas satt und wach

2. Februar 2017

An manchen Tagen ist die Nacht kurz und man weiß ganz genau, dass der Tag lang wird. Die Müdigkeit ist mit aufgestanden und die Energie einfach liegen geblieben. Mit einem kleinen Wirbelwind an seiner Seite, der den ganzen Tag Action und Mamas Arm braucht und mindestens zweihundert Runden als kleines Flugzeug durch die Wohnung drehen möchte, kann man aber ganz schlecht einfach schlapp durch den Tag schlurfen.

Für die meisten ein Fall für Kaffee. Aber Kaffee macht mich nur kurz wach, dann muss die nächste Tasse her und statt wach bin ich dann eher aufgedreht und unruhig. Kaffee ist für mich eher etwas, dass ich mit Milch und Sahne zum Genießen trinken und dann meistens entkoffeiniert, aber nichts was mich wach macht und hält. Ich greife an solchen Tagen zum Matcha. Mit Milchschaum und einem Löffel Kokosöl vertreibt er die Müdigkeit und hält mich über den Tag wach, ohne das ich überdreht und fahrig werde.

Aber der schmeckt nur warm und braucht etwas Zeit in der Zubereitung und manche Morgen haben nur Zeit übrig für Frühstück oder einen Matcha-Latte. Kein Problem, ich bin erfinderisch und kombinierte einfach beides. In der kalten Jahreszeit mag ich am liebsten ein Porridge zum Frühstück, warum also nicht den Matcha mit in den Topf geben? Manchmal entsteht aus Müdigkeit, Hunger und Zeitmangel ein neues Lieblingsfrühstück das müde Mamas munter und satt macht.

Matcha Porridge

  • 25g Hirseflocken
  • 25g zarte Haferflocken
  • 250 ml Milch
  • 1 ½ TL Matcha
  • Vanille
  • Salz
  • 1 – 2 EL Reissirup
  1. Milch mit einer Prise Salz, etwas Vanille und Matcha in einen Topf geben und verrühren.
  2. Hirse und Haferflocken (jeweils ca. 3 Esslöffel) dazugeben und kurz aufkochen und dann bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Flocken aufgequollen sind und das Porridge schön schleimig ist.
  3. Das gelegentliche Umrühren nicht vergessen, sonst setzt es unten im Topf an und man muss später ordentlich Schrubben. Umrühren kann man übrigens auch hervorragend mit einer Hand und dem Baby auf dem Arm.
  4. Wer mag, süßt das ganze noch mit etwas Reissirup.
  5. Als Topping gab es bei mir Granatapfelkerne, die ich noch vom Vortag übrig hatte und geröstete Kokos-Chips. Bananen und Kokos-Chips sind auch eine hervorragende Kombination.<./li>
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Rindfleischbällchen mit Ingwermarinade, Quinoa, Pak Choi und Möhrchen

Mehr Ingwer geht immer

23. Januar 2017

Neben Knoblauch, bei dem die grundsätzliche Dosierregel „mehr ist besser“ lautet, gehört Ingwer zu unseren absoluten Lieblingsgewürzen. Salatdressing? Ingwer! Tee? Ingwer! Restgemüse aus der Pfanne? Ingwer! Ingwer geht einfach fast immer. Gut, nicht so oft wie Knoblauch, aber oft genug. Bei den meisten Rezepten gilt übrigens die gleiche Dosierregel, wie beim Knoblauch.

Nachdem das Gericht öfter mal in meinen Snapchat-Storys auftauchte und auch in einem unser Wochenende in Bildern, wurde ich einige Male gefragt, ob es dafür ein Rezept gebe und ich es teilen würde. Eigentlich werfe ich immer alles zusammen. Ganz nach Gefühl. So koche ich am besten. Beim letzten mal holte ich aber die Waage aus der Schublade und versuchte alles abzumessen, damit ich es mit euch teilen kann. Ich würde sagen, ich habe ein ganz gutes Basisrezept zustande bekommen. Mal landet von dem einem bei uns mehr, mal weniger in der Pfanne, aber man kann sich hervorragend daran orientieren.

Ich hoffe ihr habt Spaß daran es nachzukochen und es schmeckt euch genauso gut wie uns. Das Gericht ist übrigens eines der Lieblinge meines Mannes und es dürfte gerne wöchentlich auf dem Tisch stehen. Er liebt es extrem scharf, deshalb gibt es für ihn dazu immer frische Chilischoten.

Rindfleischbällchen mit Ingwermarinade, Quinoa, Pak Choi und Möhrchen

Gemüse

  • 600 g Pak Choi
  • 500 g Möhrchen
  • 2 Zwiebeln
  • 20 g Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Tomatenmark
  • 30 ml Sojasoße
  • 5 ml Fishsoße

Quinoa

  • 150 g Quinoa
  • 375 ml Wasser

Rindfleischbällchen mit Ingwermarinade

  • 500 g Rinderhackfleisch
  • 40 g Ingwer
  • 7 Knoblauchzehen
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL Knoblauchsriracha
  • 50 ml Sojasoße
  • 1 ½ EL Honig
  1. Aus dem Rindfleisch und zwei gepressten Knoblauchzehen formt ihr kleine Bällchen und legt sie auf ein, mit Backpapier ausgelegtes Backblech oder in eine kleine Auflaufform. Ich mache bewusst kein Salz an das Fleisch, da die Marinade sehr salzig ist.
  2. Für die Marinade hackt ihr den Ingwer und Knoblauch klein und verrührt beides mit der Sojasoße, dem Tomatenmark, Honig und Sriracha. Bei uns kommt meistens Knoblauch-Sriracha rein. Gehackte Chilis gehen natürlich auch.
  3. Die Marinade verteilt ihr über den Rindfleischbällchen und stellt anschließend das Blech in den Ofen. Bei 180 °C können sie für knapp eine halbe Stunde gar werden. Ich nehme sie in der Regel einfach dann raus, wenn ich mit dem Rest fertig bin. Am liebsten schalte ich am Ende noch mal den Grill an damit alles schön knusprig wird.
  4. Danach ist der Quinoa dran. Entweder ihr wascht ihn gründlich oder röstet ihn, so mache ich es immer, in einem trockenen Topf an, bevor er gekocht wird. Dafür solltet ihr ihn immer ordentlich rühren, denn er brennt schnell an. Ist alles leicht angeröstet gießt ihr die 2 ½ fache Menge an Wasser darüber und lasst ihn mit geschlossenem Deckel einmal aufkochen. Anschließend lasst ihr den Quinoa 20 Minuten bei niedriger Hitze köcheln. Zwischendurch umrühren muss man nicht. Meistens wird der Quinoa dann auch zu trocken, weil zu viel Wasser dabei verdampft. Tom durfte die Erfahrung ein paar Mal machen und hört seitdem auf mich und lässt die Finger vom Rührlöffel.
  5. Das Gemüse geht fix und, je nachdem wie al dente ihr es mögt, fangt ihr damit früher oder später an.
  6. Die Möhrchen schneide ich immer in feine Streifen, dann brauchen sie nur kurz in die Pfanne, den Pak Choi hacke ich grob. Auch die Zwiebeln schneide ich einfach in große Spalten.
  7. Haut das ganze Gemüse zusammen in die Pfanne, setzt den Deckel drauf, damit der Pak Choi schneller an Volumen verliert und die Flüssigkeit darin nicht verkocht und Teil der Soße wird.
  8. Ingwer und Knoblauch werden wieder fein gehackt und kommen mit Sojasoße, Tomatenmark und Fischsoße in die Pfanne. Wenn euch die Menge der Soße nicht reicht, macht einfach etwas mehr.
  9. Wenn der Quinoa fertig ist, ist in der Regel auch der Rest fertig. Bei uns gab es das letzte Mal noch Sriracha-Mayo dazu und sie hat sich wirklich gut gemacht.

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Dinkel Vollkorn Spaghetti mit Grünkohl 🍝

Lecker, gesund und schnell

3. Januar 2017

Während der Feiertage bei den Schwiegereltern besorgte ich mir beim obligatorischen Besuch im Bahlsen Outlet zwei große Tüten Lindor Kugeln. Den Süßigkeitenschrank öffnete ich sicher auch ein paar Mal täglich (man findet da immer etwas Neues) und bei den Königsberger Klopsen meiner Schwiegermutter hört man erst auf zu essen, wenn nichts mehr da ist. Satt ist kein Ende. Mal ein paar Tage vollkommen eskalieren und Salat nur noch als uninteressante Beilage beim Raclette sehen, das ist Weihnachten und Silvester.

Zurück zuhause muss man erstmal wieder runterkommen. Eigentlich hat man in den letzten Tagen sicher genug gegessen um bis Februar keinen Fuß mehr in die Küche setzen zu müssen. Nach diesem absoluten Ausraster habe ich immer Lust auf irgendwas gesundes, viel Salat, Obst oder unsere Quinoa Pizza.

Wir bekommen einmal die Woche eine Kiste voller Demeter Gemüse, immer saisonal gepackt. Neben ordentlich rote Beete, Steckrüben und Moorkarotten findet sich da seit ein paar Wochen auch immer wieder Grünkohl drin. Noch vor vier Jahren mein absolutes Hassgemüse. Bei dem Gedanken daran schüttelte es mich. Bei einer meiner ersten Tagesmütter gab es den immer mit dicken Speckwürfeln, bei denen mir heute noch ganz anders wird und mit denen ich immer Grünkohl verband. Es musste erst Überzeugungsarbeit eines Exfreundes geleistet werden und der hervorragende Grünkohl seiner Oma kommen, damit das Gemüse, ganz klassisch mit Pinkeln und Kartoffeln, zu einem meiner Lieblingsgerichte in der kalten Jahreszeit wurde. Inzwischen habe ich sogar ein ganz hervorragendes, eigenes Rezept zusammen gestellt. Unser Familienrezept. Mit Kind und Mann kann ich es ja jetzt so nennen.

Nach über einer Woche mit einem Kilo Lindor Kugeln, sämtlichen Arten von Mehlschwitze Saucen und soviel Raclettekäse, dass ich mich damit zudecken könnte, habe aber sogar ich keine Lust mehr auf klassischen Grünkohl. Aber den Kohl muss man ja nicht immer stundenlang kochen lassen bis es ganz schlotzig ist, es gibt so viele Arten ihn zuzubereiten. Eine unser absoluten Favoriten ist Grünkohl mit Vollkorn Dinkel Nudeln. Übrigens mein Nudelfavorit, vollkommen egal in welcher Form (bis auf diese Schleifen, die mag ich nicht). Das ganze geht schnell, liegt nicht so schwer im Magen ist sogar ziemlich gesund. Aus eigener Erfahrung kann ich aber nur empfehlen es mit frischem Kohl zu machen. Tiefgefrorenem fehlt einfach der Geschmack.

Dinkel Vollkorn Spaghetti mit Grünkohl

  • 250 g Dinkel Vollkorn Spaghetti
  • 200 g frischer, gezupfter Grünkohl
  • 200 ml Sahne
  • 1 große Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen, gerne auch mehr
  • Chiliflocken
  • Salz und Pfeffer
  • getrocknete Petersilie, Basilikum und Oregano
  1. Als erstes wascht ihr den Grünkohl ordentlich. Sollten noch dicke Strunkstücke dabei sein oder er sehr grob gezupft sein, dann beseitigt die Strunkstücke und rupft ihn noch etwas feiner. Da wir den Grünkohl nicht zu Tode kochen wollen, sollten die Stückchen mundgerecht gezupft sein.
  2. Die Zwiebel und den Knoblauch schneidet ihr schön fein und werft ihn in eine heiße Pfanne mit etwas Kokosöl oder Butterschmalz. Währenddessen setzt ihr schon mal das Wasser für die Nudeln auf. Die kocht ihr einfach nach Packungsanleitung.
  3. Nachdem ihr Zwiebeln und Knoblauch angeschwitzt habt, werft ihr den Grünkohl dazu. Damit er schnell etwas zusammenfällt, packt ihr einen Deckel auf die Pfanne und stellt die Temperatur etwas herunter.
  4. Etwa nach der Hälfte der angegeben Nudelkochzeit gebt ihr die Sahne zu dem Grünkohl und würzt ihn. Salz, Pfeffer und Chiliflocken sollten rein, die getrockneten Kräuter sind optional, mit und ohne schmeckt das Gericht. Etwa einen Teelöffel der ganzen Kräuter zusammen machen sich gut bei der Menge an Grünkohl.
  5. Sind die Nudeln fertig, ist in der Regel auch der Grünkohl gar. Nudeln abgießen und mit in die Pfanne geben. Ist eure Pfanne zu klein, dann einfach den Grünkohl zu den Nudeln in den Topf geben. Kurz umrühren und fertig.
  6. Parmesan macht sich übrigens hervorragend dazu. Aber Parmesan ist ja auch wie Knoblauch und geht eigentlich immer.

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Quinoa Pizza mit Feigen, Ziegenkäse und Balsamico-Zwiebeln 🍕

Eine leckere, gesunde und glutenfreie Alternative

10. September 2016

Ich bin ja den gesunden Alternativen total verfallen. Ich probiere gerne alles aus, lasse Eier beim Kuchenbacken inzwischen immer weg und ersetzte sie z.B. durch Apfelmus, bei uns findet man Buchweizen- Kokos- oder Hafermehl statt Weizenmehl in der Vorratskammer und Zucker tauschten wir auch durch Xylit und Reissirup aus. Meistens klappt Kochen und Backen mit „gesunden“ Alternativen hervorragend. Nur bei Pizza hat das irgendwie noch nie so richtig hingehauen. Schonmal eine Pizza mit Blumenkohlboden gemacht? Schmeckt kein bisschen lecker. Keine Ahnung warum das alle so hypen, aber es schmeckt weder wie etwas Pizzaähnliches noch kommt die Konsistenz dem Original nahe. Die Variante mit Thunfisch als Boden wiederum mag ich ganz gerne, aber während der Schwangerschaft und Stillzeit kommt Thunfisch nicht in Frage und auch die Eier in der Masse sind momentan nicht so mein Fall. Klar, so ein Hefeteig der eine ganze Nacht lang geht ist unschlagbar, aber es gibt tatsächlich eine Alternative die uns richtig gut schmeckt. So gut, dass ich gerade noch mal alles einkaufte um sie zum dritten Mal diese Woche zu machen.

Die magische Zutat? Quinoa!

Auch wenn es so aussehen mag, Quinoa ist kein Getreide sondern ein Fuchsschwanzgewächs. Ursprünglich kommt es aus Südamerika und wurde dort bereits vor 5000 Jahren angebaut. Inzwischen ist es fast überall zu bekommen und als Superfood bekannt. Und das zu Recht! Quinoa wirkt basisch und ist die perfekte Ergänzung zu säurebildenden Nahrungsmittel wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Co. Für Veganer ist es eine hervorragende Eiweißquelle und strotzt vor Vitamin B1, Kalium, Magnesium und Phosphor. Und wer an Zöliakie leidet kann bei Qunioa auch ordentlich zuschlagen, denn es enthält kein Gluten. Außerdem wird es durch seine komplexen Kohlenhydrate vom Körper langsamer verstoffwechselt und hält dadurch länger satt. Und es ist ziemlich leicht zuzubereiten!

Quinoa Pizza mit Feigen, Ziegenkäse und Balsamico-Zwiebeln | Food | Recipe | Glutenfrei ivy.li

Quinoa Pizza mit Feigen, Ziegenkäse und Balsamico-Zwiebeln

Rezept für zwei Pizzen

  • 1 ½ Cup (250 g) Quinoa
  • ½ Cup (ca. 120 ml) Wasser
  • 6 EL Balsamico-Essig
  • 4 Feigen
  • 200 g Ziegenkäserolle
  • 8 rote Zwiebeln
  • 6 EL Balsamico-Essig
  • 2 EL Honig oder Reissirup
  • Salz
  • Knoblauchgranulat
  • Kokosöl oder Butterschmalz
  1. Den Quinoa mit soviel Wasser bedecken, dass etwa drei Finger breit Wasser über dem Quinoa sind und mindestens sechs Stunden einweichen lasse. Anschließend gebt ihr den Quinoa in ein feines Sieb und spült ihn ordentlich mit frischem Wasser aus.
  2. Den Backofen mit Backblech heizt ihr auf 220 °C Ober- und Unterhitze vor. Anschließend gebt ihr den gereinigten Quinoa mit 120 ml Wasser, einer ordentlichen Priese Salz und wenn ihr mögt etwas Knoblauchgranulat in den Mixer und püriert alles zu einer semigen Masse. Je nachdem wie viel Power euer Mixer hat, müsst ihr ab und an mit etwas umrühren nachhelfen.
  3. Den fertigen Teig teilt ihr in zwei Hälften auf und verteilt eine Portion auf dem vorgeheizten Backblech. Am besten legt ihr ein Backpapier darauf und ölt es etwas ein. Der Pizzaboden sollte nicht zu dünn sein, sonst bricht er euch später auseinander. Nach 15 Minuten im Ofen könnt ihr die Pizza rausnehmen und belegen.
  4. Für die Balsamico-Zwiebeln schneidet ihr die Zwiebeln in dünne, halbe Ringe und gebt sie mit etwas Kokosöl oder Butterschmalz in eine heiße Pfanne. Wenn sie glasig sind kommt der Balsamico-Essig, eure Süße der Wahl und eine Priese Salz hinzu. Bei mäßiger Hitze lasst ihr alles einkochen.
  5. Die Hälfte der Balsamico-Zwiebeln gebt ihr auf den fertigen Pizzaboden. Darauf kommen in Scheiben geschnittene Feigen und der Ziegenkäse. Für fünf bis zehn Minuten gebt ihr die Pizza wieder zurück in den Ofen und lasst den Käse etwas anschmelzen. Während ihr die erste Pizza genießt kann der Boden der zweiten gleich in den Ofen.

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