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Was kommt in den Ich-werde-jetzt-großer-Bruder-Rucksack?

Die „Kliniktasche“ für das große Geschwisterkind

8. Oktober 2018
Was kommt in den Ich-werde-jetzt-großer-Bruder-Rucksack? | Die „Kliniktasche“ für das große Geschwisterkind
Enthält Werbe-Links* Enthält Produktplatzierungen / PR-Samples*

Baby Nummer zwei steht in den Startlöchern und wenn es nicht heute losgeht, dann morgen oder übermorgen. Meine Kliniktasche steht bereit neben der Tür und direkt daneben der Ich-werde-jetzt-großer-Bruder-Rucksack. Während in meiner Tasche alles ist, was ich unter der Geburt in der Klinik brauchen könnte, ist im Rucksack vom Kind alles zu finden, was einen Oma-Tag noch besser machen kann, als es Oma an sich nicht eh schon tut. Denn unser kleines, bald großes Kind, kann nicht mit in die Klinik und wird das erste Mal von uns beiden zusammen getrennt sein und eine richtig tolle Zeit mit seiner Oma haben.

Optimal wäre es natürlich, wenn wir morgens Jonah in die KiTa bringen, danach direkt in die Klinik fahren und zur Abholzeit bereits mit dem Geschwisterchen wieder auf dem Heimweg sind, aber eine Geburt lässt sich ja im Normalfall nicht so gut planen und wir sind auf alle Fälle vorbereitet. Geht es in der Nacht los, können wir bei lieben Nachbarn anrufen, mit denen wir eigentlich fast jeden Tag zusammen im Innenhof sind und denen Jonah vertraut und die er wirklich gern hat. Meine Mutter wohnt ein kleines bisschen zu weit weg um Nachts richtig schnell bei uns zu sein, aber sie übernimmt dann am Tag, holt Jonah aus der KiTa ab, bereitet ihm einen richtig tollen Tag und bringt ihn Abends ins Bett.

Ich bin froh meine Mutter in der Nähe und so tolle Nachbarn um uns herum zu haben, die unser Kind alle gut kennen und die unser Kind so sehr mag. Das nimmt ein bisschen von meiner Aufgeregtheit und ich fühle mich fast schon gut auf die Situation vorbereitet, auf die man sich eigentlich gar nicht richtig vorbereiten kann.

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Ich-werde-jetzt-großer-Bruder-Rucksack

Egal ob wir nur für ein paar Stunden am Nachmittag nicht da sind, über Nacht oder doch ein bisschen länger, wir haben zusammen einen Rucksack für unser Kind gepackt in dem das ist, was er bei den Nachbarn zum Übernachten oder Unterwegs mit seiner Oma brauchen könnte. Inzwischen weiß Jonah, was es mit dem Rucksack an der Tür auf sich hat und er erzählt immer ganz stolz beim Schuhe anziehen im Flur, dass das sein Großer-Bruder-Rucksack ist und das er sich freut. Insgeheim bin ich mir allerdings sicher, dass er sich primär auf die Kekse freut, die wir gemeinsam hinein packten. Aber welches Kind würde sich nicht auf Kekse freuen? Ich habe in meine Kliniktasche auch einen ordentlichen Snackvorrat gepackt mit allem, was mich glücklich machen könnte.

Was kommt in den Ich-werde-jetzt-großer-Bruder-Rucksack? | Die „Kliniktasche“ für das große Geschwisterkind

Lieblingsbücher

Gemütlich auf dem Sofa oder im Bett, als kleine Pause vom Trubel, zum Wachwerden und Einschlafen, hier wird jeden Tag vorgelesen und Jonah liebt seine Bücher. Ganz hoch im Kurs stehen gerade „Die neugierige kleine Hexe“, „Kennst du Pettersson und Findus?“ und eines von diversen Büchern über Fahrzeuge. Eine kleine Auswahl seiner Lieblingsbücher darf auf keinen Fall in seinem Rucksack fehlen, egal ob wir über Nacht in der Klinik sind oder Oma ihn aus der KiTa abholt und wir ihn Abends mit Baby im Gepäck wieder in die Arme schließen.

Mama und Papa

Fotos angucken und am liebsten eines davon mit ins Bett nehmen, das mag der Sohn wirklich sehr gerne. Aktuell nimmt er immer ein Foto mit Cupcakes mit bunten Streuseln mit ins Bett, vielleicht möchte er es aber gegen Bilder von uns eintauschen, wenn Tom und ich ihn nicht ins Bett bringen können.

Teddy

Das Lieblingskuscheltier kommt nicht nur Abends mit ins Bett, sondern muss auch tagsüber oft mit auf Entdeckungsreisen. Natürlich darf er im Rucksack nicht fehlen.

Wichtige Papiere

Für den Notfall kommen wichtige Unterlagen mit. Eine Liste mit Telefonnummern, der Impfpass und die Krankenkassenkarte. Alles zusammen liegt im U-Heft, damit nichts abhanden kommt.

Lieblingsspielzeug

Die drei Schleichtiere und der Hubschrauber müssen Abends immer neben dem Bett aufgereiht stehen und abwechselnd begleitet Jonah oft eines der Spielzeuge bis zur KiTa, wo es dann in seinem Fach auf ihn wartet.

Snacks

Oma sorgt bei jedem ihrer Besuch für einen großen Vorrat an Obst aus ihrem Garten. Keine Birne schmeckt so gut wie eine von ihren und ihre getrockneten Apfelringe aus Fallobst überleben bei uns keine zwei Tage, so lecker sind sie. Für die gemütlichen Vorlesestunden auf dem Sofa oder das Modellschiffe-Beobachten im Park mit Oma durfte sich Jonah eine besondere Leckerei aussuchen. Zielsicher hat er sich die LEIBNIZ ZOO Safari-Kekse gegriffen, die ich mir eigentlich selbst in meine Tasche packen wollte. Er weiß eben, was gut ist und Butterkekse mit Schokolade sind richtig gut.

Was kommt in den Ich-werde-jetzt-großer-Bruder-Rucksack? | Die „Kliniktasche“ für das große Geschwisterkind

Was kommt in den Ich-werde-jetzt-großer-Bruder-Rucksack? | Die „Kliniktasche“ für das große Geschwisterkind

Nicht im Rucksack aber in einem Jutebeutel griffbereit neben dem Rucksack sind ein paar Dinge ohne die Jonah nicht auf einem Ausflug mit Oma oder zur Übernachtungsparty gehen kann, die ihm vermutlich aber vollkommen egal sind.

Wickeltasche

In der kleinen Wickeltasche sind Feuchttücher und Windeln und ein kleines Notfallset mit Wundspray, Pflastern und Taschentüchern.

Zahnbürste

Zähneputzen ist jetzt nicht gerade Jonahs Lieblingsbeschäftigung, also durfte er sich extra für diesen besonderen Tag Zahnpasta und Zahnbürste aussuchen. Passend zur aktuellen Hexenliebe hat die Zahnbürste einen Zauberstab und natürlich schmeckt die Zahnpasta nach Beeren.

Die kleine Hexe

Ohne die kleine Hexe schläft der große Sohn nicht ein. Er liebt die Geschichte und wir Eltern können inzwischen schon jedes Lied mitsingen. Wie die Toniebox funktioniert weiß Oma noch nicht, aber Jonah kann sie im Schlaf selbst bedienen und ist immer wieder stolz wie bolle, wenn er jemanden zeigen kann, wie toll er das schon alleine kann.

Schlafsachen und Wechselkleidung

Pyjama und Wechselkleidung dürfen natürlich nicht fehlen. Das ist klar, oder?

Unser Baby wird großer Bruder

Es ist ein komisches Gefühl, sein kleines Baby für einige Stunden abzugeben um es dann im Anschluss als großen Bruder wieder in die Arme zu schließen. Wenn ich mir unsere Quatschnudel so ansehe, bin ich mir aber sicher, dass er ganz schnell in seine neue Rolle hineinwächst und ein ganz fantastischer Großer Bruder sein wird, der seinem kleinen Bruder den schönsten Schabernack beibringen wird.

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Unterwegs mit Kleinkind | Was muss mit im Wickelrucksack

Ein Hoch auf WaterWipes

29. August 2018
Unterwegs mit Kleinkind | Was muss mit im Wickelrucksack | Spielplatzsausflug mit Mama und Papa
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Wir haben die letzten Monate fast durchgehend draußen gelebt. Im Innenhof mit drölfzig Nachbarskindern, im Park und auf diversen Spielplätzen. Unter der Woche ging es direkt nach der KiTa rein durch die Wohnungstür und wieder raus durch die Terrassentür und am Wochenende sind wir meistens einfach mit dem Frühstück im Gepäck losgezogen. Wenn der kommende Herbst es so gut wie der Sommer mit uns meint, dann ziehen wir das auch noch eine Weile länger durch. Draußen haben wir alle einfach bessere Laune, sind entspannter, finden immer jemanden zum Spielen, Quatschen und am Ende des Tages fallen wir müde und glücklich ins Bett.

Was kommt in den Wickelrucksack

Unterwegs mit Kleinkind | Was muss mit im Wickelrucksack

Windeln und Feuchttücher

Die Grundausstattung wenn man mit Baby oder Kleinkind, das noch nicht trocken ist, das Haus verlässt: Windeln und Feuchttücher. Ohne gehe ich auch für kleine Strecken nicht vor die Tür. Vertraut mir, eine Windel kann auch auf dem kurzen Weg zum Supermarkt explodieren. Und Feuchttücher sind nicht nur zum Reinigen des Windelbereiches praktisch, sondern auch perfekt geeignet um klebrige Eismünder und matschige Finger sauber zu wischen. Gerade jetzt, immer umzingelt von massig Wespen, sind Feuchttücher auf Spielplätzen heiß begehrt. Saubere Finger ziehen einfach weniger der lästigen Viecher an.

Eine Wickelunterlage ist kein Muss, aber nicht jedes Kind liegt gerne im Gras zum Wickeln und ich möchte mein Kind auch in Cafés nicht auf die dortigen Wickeltische legen, ohne etwas darauf zu packen. Ein Mulltuch tut es natürlich auch.

Mit dabei habe ich auch immer eine kleine Mülltüte, falls es keinen Mülleimer gibt und wir mit einer vollen Windel noch eine Weile gehen müssen oder dreckige und nasse Kleidung ausgezogen werden muss.

Unterwegs mit Kleinkind | Was muss mit im Wickelrucksack | Klebrige Kinderhände sanft mit WaterWipes reinigen

Kleine Notfall-Apotheke

Kleine Unfälle passieren so schnell und manchmal reicht es nicht einfach nur zu pusten, damit sich das Aua in Luft auflöst. Ich habe immer ein paar Pflaster dabei, die bis jetzt zum Glück nur an andere Eltern mit Kindern verteilt wurden.

Ein kleines Fläschchen Octenisept um Wunden desinfizieren zu können darf auch nicht fehlen. Das Desinfektionsmittel brennt nicht und riecht auch nicht unangenehm.

Nachdem mich auf dem Spielplatz eine Wespe gestochen hat, ist jetzt auch eine Tube Combudoron immer dabei. Es hilft gegen Insektenstiche, leichte Verbrennungen und Verbrühungen und Sonnenbrand. Das Gel kühlt, lindert den Schmerz und regt die Haut zur Regeneration an. Mein Wespenstich war noch am selben Tag Geschichte.

Taschentücher gegen Tränchen, zum Abtupfen und für Schniefnasen gehören auch immer mit in den Rucksack.

Proviant

Es gibt fast nichts schlimmeres, als ein plötzlich absackender Blutzuckerspiegel bei einem Kleinkind. Die Laune ist innerhalb von Sekunden im Keller und der Geduldsfaden, der bei den meisten eh schon sehr kurz ist, ist eigentlich gar nicht mehr vorhanden.

Ich habe immer einen kleinen Notfallsnack dabei, der meistens aus einem Quetschi und getrocknetem Obst besteht. Beides hält sich endlos und kann im Rucksack bleiben, wenn es nicht gebraucht wird.

In einer Edelstahldose habe ich frisches Obst dabei, ab und an ein Käsebrot oder etwas zum Knabbern. Weil ich unsere Pappenheimer im Innenhof kenne und weiß, dass eine offene Snackbox Kinder magisch anzieht, ist unsere zweistöckig und darin ist auch genug geschnittener Apfel für die Nachbarskinder.

Am Anfang hatte ich noch eine extra Flasche Wasser für unser Kind dabei, inzwischen teilen wir uns eine Flasche. Selbst wenn er seine eigene dabei hat, sobald er meine sieht, möchte er nur noch aus ihr trinken. Das doppelte Gepäck kann ich mir also sparen und seine Spucke bekomme ich spätestens bei einer Kussattacke eh ab.

Unterwegs mit Kleinkind | Was muss mit im Wickelrucksack | Spielplatzsausflug mit Mama und Papa | Snackpox | Priviant

Wechselkleidung

Mit Baby rechnet man immer mit Windelexplosionen und Milchspucke, mit Kleinkind mit eisverklebten T-Shirts und matschigen und nassen Hosen, die durch Pfützen und Planschbecken wateten. Passende Wechselsachen sind immer eine gute Idee.

Schleichkatze

Die Fahrt in der U-Bahn wird plötzlich langweilig, im Buggy herrscht Frust oder beim Kuchenessen im Café droht die Stimmung zu kippen, bevor der Kaffee auch nur die Lippen berührt hat. Alarm!

In meinem Rucksack findet sich immer eine Kleinigkeit um die Laune wieder zu steigern. Das was gerade heiß und innig geliebt wird, kommt einfach mit. Mal ist es ein Buch, ein Kuscheltier oder wie aktuell eine Schleichfigur, ein Schloss und eine kleine Glocke. Was das Kinderherz eben so glücklich macht.

Unterwegs mit Kleinkind | Was muss mit im Wickelrucksack | Spielplatzsausflug mit Mama und Papa

Ein Hoch auf die WaterWipes

Weniger ist mehr. Ich mag Produkte mit einer übersichtlichen Zutatenliste und wenn es geht, dann doch bitte ohne unnötige Chemie. Im ersten Jahr haben wir Feuchttücher zum Großteil noch selbst gemacht und am Wickelplatz mit warmen Wasser, etwas Mandelöl und einem Tuch den Windelbereich gereinigt, inzwischen sind wir aber nicht nur für Unterwegs, sondern auch für das Wickeln zuhause auf gekaufte Feuchttücher umgestiegen.

Die Zeitspanne in der sich unser Kleinkind bereitwillig die Windel wechseln lässt ist so verschwindend gering, dass er schon keinen Bock mehr hat bevor ich Wasser, Öl und Tücher organisiert habe. Und ich bin ganz ehrlich, zum Vorbereiten eigener Feuchttücher habe ich oft auch einfach keine Lust mehr und noch weniger, sie am Ende alle wieder auszuwaschen. Das ist mit Muttermilchstuhl okay, macht jetzt aber wirklich keinen Spaß mehr.

Wir haben einige Marken ausprobiert, aber selbst in vielen Feuchttüchern mit „Sensitiv“ im Namen ist oft eine Portion zu viel Duftstoff oder Pflegemittel enthalten. Oder sie sind so trocken, dass man die Feuchttücher am liebsten vor dem Gebrauch noch mal unter Wasser halten möchte. Irgendwann sind wir bei WaterWipes hängen geblieben und sie sind eine wirkliche Alternative zu Wasser mit einem Tropfen Mandelöl und einem weichen Tuch. Sie sind weich und durch die hohe Feuchtigkeit sehr ergiebig. Bei uns hält eine Packung wirklich ewig.

Unterwegs mit Kleinkind | Was muss mit im Wickelrucksack | WaterWipes

Die reinsten Baby-Feuchttücher der Welt

Mit 99,9% Wasser und einem Tropfen Grapefruitkernextrakt, das die Haut sanft pflegt, ist kein Schnickschnack in den Feuchttüchern von WaterWipes und selbst sehr empfindliche Haut kann mit ihnen gereinigt werden. Ich muss mir keine Sorgen machen, dass ich nach dem Reinigen mit einem roten Po überrascht werde und ich kann die WaterWipes auch bedenkenlos auf dem Spielplatz an andere Eltern verteilen ohne am nächsten Tag die Mutter zu sein, die für den Ausschlag ihres Kindes verantwortlich ist.

WaterWipes für zuhause und unterwegs

Zuhause liegt die große Packung in der Windelschublade, für Unterwegs gibt es eine schmale Packung, die auch in eine kleine Handtasche passt. Mit den Tüchern lassen sich nicht nur klebrige Kinderhände und Windelpopos reinigen, sie funktionieren auch bei uns großen Menschen ganz hervorragend als kleiner Frischmacher, wenn man in einem ICE mit stickiger Luft und ausgefallener Klimaanlage sitzt oder in der Spielplatzsonne brütet.

Ihr bekommt die WaterWipes bei DM, vielen Budni-Filialen (natürlich nicht in der in unser Straße …) einigen Läden von Rossmann, Müller und natürlich bei Amazon (bei DM sind sie aber weitaus günstiger).

Wer mehr über WaterWipes erfahren möchte, kann auf der Facebook-Seite oder auf Instagram vorbei schauen.

*Dieser Beitrag enthält Werbung und ist in Kooperation mit WaterWipes entstanden.
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Baby Lieblinge

Nestbautrieb | Eigentlich haben wir schon alles

Nützlich oder unnütz? Egal, schön!

17. August 2018
Nestbautrieb | Eigentlich haben wir schon allesNützlich oder unnütz? Egal, schön! | Eine Wunschliste für das zweite Kind
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Der berühmte Nestbautrieb hat mich erwischt und ich klicke mich seit einigen Tagen durch diverse Onlineshops und gucke mir Dinge an, die wir vermutlich gar nicht brauchen. Wir haben schon ein Kind, wissen also grob was wir brauchen und was eben nicht und haben vieles, eigentlich sogar fast alles behalten um es für ein weiteres Baby wieder nutzen zu können.

Wir haben einen Kinderwagen und ich freue mich schon riesig darauf wieder mit ihm durch die Straßen zu rollen, Babytragen und Tragetücher besitzen wir genug um damit noch drei weitere Kinder zu tragen, es gibt Bodys und Socken, Rasseln und Spucktücher. Wir schlafen alle in einem Familienbett, das wir gerade vergrößern und wickeln werden wir auf dem Boden oder dem Bett, da beim ersten Kind schon nach wenigen Monaten die Wickelkommode eher überflüssig war und wir jetzt auch einfach keinen Platz mehr dafür haben.

Für unser Herbstbaby braucht es eigentlich nur noch ein paar wärmere Kleidungsstücke in kleinen Größen, die unser Sommerkind nicht brauchte. Und trotzdem kann ich nicht aufhören ein paar Teile auf meine Wunschliste zu packen, die einfach nur schön sind und ich so gerne etwas schönes nur für das Herbstbaby hätte und die vielleicht doch bei einem zweiten Kind wirklich praktisch sein könnten.

Nestbautrieb | Eigentlich haben wir schon allesNützlich oder unnütz? Egal, schön! | Eine Wunschliste für das zweite Kind

Babynestchen

Der Sommersohn hatte ein Beistellbett in dem er nie schlief. Er lag mit uns im Bett, erst zwischen mir und dem Beistellbett, später und auch heute noch zwischen mir und seinem Papa. Durch das Beistellbett an der Seite oder uns um ihn herum war er geschützt, konnte nicht heraus kugeln und hatte einen geborgenen Schlafplatz.

Das Sommerbaby wird neben mir und … genau, zwischen mir und dem nichts schlafen. Wir haben das Beistellbett schon lange abgegeben und nur eines hinstellen um eine Begrenzung zu haben ist auch Quatsch. Zwischen mir und Tom wird weiterhin der große Sohn schlafen, der seinen Platz ganz sicher noch eine Weile nicht hergeben wird.

Also überlege ich, ob ein Babynestchen vielleicht eine gute Idee ist. Klar könnte ich auch aus einem Stillkissen eine Umrandung bauen, aber eigentlich möchte ich es zum Stillen nutzen und Nachts nicht immer alles umbauen müssen. Das Babynestchen kann auch mit auf dem Sofa liegen und schützt das Baby etwas vor einem herum rennenden Kleinkind. Und wenn ich am Esstisch arbeite, passt auch noch das Babynestchen neben mein Macbook und das Baby ist nahe bei mir.

Das Babynestchen | 7 | „Pressed Leaves Rose” von Cam Cam finde ich wirklich schön.

Moseskörbchen

Danke Instagram und Pinterest. Moseskörbchen sind so unglaublich schön und OMG ich möchte mein Herbstbaby so gerne in eines legen und anhimmeln. Ähnlich wie das Babynestchen bietet es etwas Schutz vor dem Wirbelwind, der durch die ganze Wohnung fegt und es lässt sich durch die ganze Wohnung tragen.

Aber eigentlich geht auch die Babywanne unseres Kinderwagens, die sich ganz leicht abnehmen lässt. Aber, ich wiederhole mich, ein Moseskörbchen ist so SO schön! Und wenn das Baby herausgewachsen ist, können darin Spielzeuge und Kuscheltiere wohnen!

Das Moseskörbchen von NUMERO 74 | 1 | hat schon eine Matratze und einen Bezug, die Form vom Moses-Korb von Bonét et Bonét | 2 | gefällt mir aber einen Tick besser.

Federwiege

Das Sommerkind war ein Tragekind. Fast das ganze erste Jahr über klappte kaum ein Nickerchen, wenn das Baby nicht auf uns lag oder in Tuch oder Trage durch die Weltgeschichte geschaukelt wurde. Das war auch überhaupt kein Problem, wir hatten ja nicht viel anderes zu tun.

Tickt das Herbstbaby auch so, wird es etwas eng. Wir haben schließlich jetzt ein großes Kind, das ebenfalls unsere Aufmerksamkeit möchte und es vermutlich nicht ganz so geil finden wird, wenn es Mama und Papa nur noch mit einem Baby im Arm gibt. Babytrage und Tuch werden uns auch dieses Mal hoffentlich viel im Alltag begleiten und helfen, aber ich wünsche mir auch Momente, in denen das Baby abgelegt schläft und ich die Nickerchenzeit exklusiv mit meinem großen Kind verbringen kann.

Eine Federwiege scheint da laut diverser Erfahrungsberichte von Freunden, Bekannten und dem halben Internet die Wunderwaffe zu sein. In die gehypte Nonomo | 4 | lassen sich wohl auch Kinder ablegen, die sich nicht ablegen lassen und schlafen darin lange und ruhig.

Wickelkorb

Wie oben erwähnt, wir haben keine Wickelkommode mehr und es wird auch keine bei uns einziehen, außer unsere Wohnung vergrößert sich über Nacht noch einmal um einige Quadratmeter und das ein oder andere Zimmer.

Der große Sohn wird schon lange auf dem Boden gewickelt. Irgendwann fand er die Wickelkommode blöd, wollte lieber im Stehen gewickelt werden und auch wenn er sich jetzt wieder dabei hinlegt, auf dem Boden geht es einfach am schnellsten. Wir haben ein Fell oder eine Wickelunterlage, die wir schnell hinlegen können und inzwischen nehmen wir auch zuhause öfters Feuchttücher, anstatt einem Lappen, etwas Mandelöl und warmen Wasser. Wir brauchen also für ihn keinen festen Wickelplatz.

Dem Herbstbaby möchte ich, trotz fehlender Wickelkommode, einen Platz bieten, der ihm vertraut ist, der Ruhe und Geborgenheit ausstrahlt. Ich mochte unser Ritual an der Wickelkommode, die Zeit, die wir dort mit Streicheln, Anschauen und Pflegen verbracht haben.

Mein romantisches Schwangerschaftsgehirn sieht einen Wickelkorb als adäquaten Ersatz. Ein, zwar mobiler, aber trotzdem immer gleicher und daher vertrauter Platz, an dem wir wickeln, pflegen und streicheln.

Ganz schlicht und dadurch so schön ist der Wickelkorb „Nyla” von Olli Ella | 9 |.

Etwas nur für das Herbstbaby

Für das Sommerbaby kaufte ich … nichts. Abgesehen von nötigen Dingen der Erstausstattung. Kuscheltiere, Rasseln, Greiflinge, Schnuffeltücher und Kuscheldecken bekamen wir von Freunden und Bekannten. Ich hatte auch gar nicht das Bedürfnis etwas davon zu kaufen. Jetzt schon.

Ich tingel um Kinderwagenketten herum, die wir beim ersten Kind überhaupt nicht hatten und halte kleine Rasseln in der Hand. Und ich überlege ob es wohl funktionieren würde dem zweiten Kind ein wirklich „schönes“ Kuscheltier als Lieblingskuscheltier „anzutrainieren“, wenn ich ihm eines von Beginn an in die Hand gebe. Nichts gegen den kunterbunten Teddy, den der große Sohn fast schon auseinandergekuschelt hat, aber es gibt so viele so schöne Kuscheltiere auf dieses Welt!

Für den Kinderwagen finde ich die Kinderwagenkette „Cat Offwhite“ von Konges Sløjd | 8 | oder den Kinderwagen-Anhänger „Horse” von OYOY | 6 | hübsch. Der Greifball „Pressed Leaves“ von Cam Cam | 10 | passt zum Babynestchen. Die Spieluhr von Meri Meri | 11 | kann auch zum Kuscheln genommen werden und wie süß ist bitte das Kuscheltier NIN-NIN LE LAPIN von Moulin Roty | 3 |?

Der Stuhl

Halt, den brauchen wir wirklich. Nicht sofort, aber irgendwann. Ein Hochstuhl auf den sich ein Babyaufsatz setzen lässt ist im Alltag einfach Gold wert. Mit einem größeren Kind das schon mit uns am Tisch isst und für das gemeinsame Mahlzeiten sehr wichtig sind, ist so ein Hochstuhl mit Aufsatz sicher noch eine Nummer nützlicher.

Der Tripp Trapp in Moss Green | 5 | gefällt mir richtig gut und ich bereue es fast schon ihn nicht bereits für das Sommerkind in einer anderen Farbe als Weiß genommen zu haben.

Kleinkind Lieblinge

Gute Nacht Bücher für Kleinkinder

Unsere Lieblingsbücher zum Einschlafen für 1 bis 2-jährige Kinder

29. Juli 2018
Gute Nacht Bücher für Kleinkinder | Unsere Lieblingsbücher zum Einschlafen für 1 bis 2-jährige Kinder | Einschlafen | Kleinkind | Vorlesen | Kinderbücher | Mehr auf https://ivy.li
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Die Augen sind schon müde, aber diese eine Seite und dann noch eine und am liebsten noch ein weiteres Buch müssen unbedingt noch gelesen werden, bevor es ins Bett geht. Die Vorlesestunde vor dem Schlafengehen ist Zeit zum Runterkommen, nachdem sich draußen müde getobt wurde. Zeit um sich noch einmal ganz dicht an Papa oder Mama zu kuscheln, bevor im Bett gleich lieber der Teddy in den Arm genommen wird.

Wir lesen immer im Kinderzimmer im Hausbett bevor es ins Schlafzimmer zum Schlafen geht. Es ist unsere kleine Kuschelecke und darin liest es sich einfach am schönsten.

Unsere Lieblingsbücher für die abendliche Vorlesestunde sind zum Teil schon vor dem ersten Geburtstag eingezogen und werden auch nach dem zweiten Geburtstag noch heiß geliebt. Unsere absoluten Dauerbrenner stelle ich euch heute vor.

Unsere Lieblingsbücher zum Einschlafen für 1 bis 2-jährige Kinder

Gute Nacht Bücher für Kleinkinder | Unsere Lieblingsbücher zum Einschlafen für 1 bis 2-jährige Kinder

Gute Nacht Gorilla!

Eines der ersten Gute Nacht Bücher ist „Gute Nacht Gorilla!“ und es ist auch nach über einem Jahr noch eines, das fast jeden Abend vorgelesen werden muss. Wobei Vorlesen hier gar nicht so gut passt. Das Buch kommt fast ganz ohne Text aus und als Vorleser muss man ein bisschen Fantasie mitbringen. Die Geschichte wir jeden Abend und von jedem Vorleser immer ein bisschen anders erzählt, was sicher auch der Grund dafür ist, dass es noch immer ein Dauerbrenner ist. Die Illustrationen sind bunt, aber nicht knallig und die Zootiere sehen alle so aus, als würde man sie gerne mit ins eigene Bett nehmen.

Nur noch kurz die Ohren kraulen?

Nur noch kurz die Ohren kraulen?“ ist ein interaktives Gute Nacht Buch. Es gibt nichts zum Aufklappen oder Bewegen, aber jede Seite hat einen kleinen Handlungsaufruf für das Kind. Der kleine Hase möchte ins Bett gebracht werden und das Kind deckt das kleine Häschen mit einem Tippen auf die Seite zu, oder krault ihm die Ohren. Ein bisschen wie ein iPad-Spiel, nur eben ohne Bewegtbild, sondern mit Fantasie.

Wenn der Mond die Sterne zählt … und dem Kind beim Schlafen hilft

Wenn der Mond die Sterne zählt“ ist das neueste Buch in unser Gute Nacht Buch Sammlung und kam zu uns, weil der Sohn den Mond so sehr liebt. Die Geschichte wird in Reimen erzählt, die so schön sind, dass sie schon fast wie ein Schlaflied klingen. Der Mond kommt auf die Erde und bringt das eine Kind ins Bett, das einfach noch nicht schlafen kann. Tom scheint dieses Buch besser vorzulesen als ich, denn der Sohn sucht es nur aus, wenn Papa vorliest.

Alle kommen mit ins Bett

Wir schlafen zuhause alle im Familienbett, Anna, die kleine Hauptfigur in „Alle kommen mit ins Bett“ schläft am allerliebsten auch bei ihren Eltern mit im Bett. Und alle ihre Kuscheltiere. Die gereimten Sätze im Buch sind nicht zu lang und auch kleine Zuhörer verlieren nicht zu schnell das Interesse. Vielleicht mag unser Sohn das Buch gerade so gerne, weil auch bei ihm aktuell fast alle seine Kuscheltiere mit zu uns ins Bett müssen.

Die liebste Mama der Welt!

Nein, dass ist kein klassisches Gute Nacht Buch, aber auf der letzten Seite von „Die liebste Mama der Welt!“ bringt eine Mama ihr Kind ins Bett und ich finde Bücher an deren Ende es einen Gutenachtkuss gibt, sind oft dafür gemacht sie Abends vorzulesen. Die Zeichnungen sind sehr liebevoll und nicht zu aufregend gestaltet und auf jeder Seite, macht eine Mama etwas ganz besonders schönes und liebevolles mit ihrem Kind. Die gereimte Geschichte gibt es auch mit anderen Tieren und Familienmitgliedern. Das Buch war ein Geschenk von der Großtante und manchmal muss ich es im Bett noch ein paar Mal mehr vorlesen.

Natürlich kommt auch immer wieder gerne eines seiner anderen Lieblingsbücher mit, in denen niemand schlafen geht und die am Ende kein Gutenachtkuss haben.

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Familienbett Familienleben Kleinkind

Schlafenszeit

Müde Kinder schlafen besser ein

23. Juli 2018
Schlafenszeit | Müde Kinder schlafen besser ein | Zubettgehen mit Kinder

Im Innenhof ist es still geworden. Die Sandkiste ist leer, nur eine Schaufel wurde vergessen, keiner rennt lachend mehr den Hügel runter oder bemalt mit Kreide den Weg. Auf dem großen Platz vor unserem Haus übt kein Kind mehr Fahrradfahren oder spielt Fußball, nur am Kanal gehen noch ein Paar Menschen mit ihren Hunden in der Abendsonne eine Runde Gassi. Es ist Schlafenszeit für die meisten Kinder der Nachbarschaft.

Wir stehen mit dem Laufrad in der Tür, den Fußball unterm Arm geklemmt. Bereit noch fünf Runden um den Block zu drehen, ein Sandeis zu genießen und ein paar Tore zu schießen, die eigentlich immer da sind, wohin der Sohn gerade den Ball kickt. Bei uns ist noch keiner müde (gut, vielleicht wir Eltern), bei uns ist noch keine Schlafenszeit.

Schlafenszeit

Wir haben keine festgelegte Uhrzeit zu der unser Kind ins Bett geht. An seltenen Tagen werden die Augen schon gegen 19 Uhr schwer, an anderen erst gegen 21 oder 22 Uhr. Bei uns geht das Kind ins Bett, wenn es müde ist. Und manchmal ist die Müdigkeit eben erst da, wenn im Schlafanzug noch mal draußen die letzte Energie rausgespielt wurde.

Jedes Kind ist anders und jeder Tag mit Kind ist anders. Die Bedürfnisse ändern sich immer wieder und wir passen unseren Rahmen daran an. Es gab eine Phase in der wir genau wussten, dass jetzt dringend Zeit für den Schlafanzug ist, obwohl der Sohn noch glücklich mit seinen Bauklötzen beschäftigt war. 18 Uhr war für ihn die magische Grenze, nach der ganz plötzlich einfach gar nichts mehr ging und alles eskalierte. Also fingen wir schon vorher an ihn ins Bett zu bringen, damit wir alle einen entspannten Abend haben.

Die Phase ist inzwischen vorbei, wenn das Kind müde ist und nicht gerade etwas schrecklich aufregendes am Abend passiert, wie der erste Besuchstag bei Oma und Opa, dann wird uns mit einem „Bett“ ganz deutlich gesagt, dass er jetzt gerne schlafen möchte. Das bedeutet natürlich nicht, dass das Zubettbringen immer reibungslos abläuft, aber der wichtigste Faktor für ein entspanntes Einschlafen und eine ruhige Nacht ist gegeben: Das Kind ist müde.

Müde Kinder schlafen besser

Manchmal ist der Wunsch von uns Eltern nach einem Feierabend auf dem Sofa so groß, dass wir versuchen ein Kind ins Bett zu bringen, das noch Meilenweit von der Müdigkeit entfernt ist. „Es ist schon 20 Uhr, ich bin müde. Das Kind muss doch auch müde sein. Die anderen Kinder schlafen auch um diese Zeit.“

Wie unser Abend dann aussieht? Kleiner Spoiler: wir sitzen nicht entspannt auf dem Sofa. Das Zubettgehen ist mit einem riesigen Widerstand verbunden. Gegen das Schlafen, gegen das Bett, gegen uns und am Ende gegen alles. Drei Menschen sind am Ende des Abends frustriert, schlecht gelaunt und durchgeschwitzt. Das hält uns an manchen Tagen natürlich nicht davon ab es vor lauter Elternmüdigkeit immer mal wieder zu probieren, obwohl wir wissen, dass es vollkommener Quatsch ist. Aber wir sind eben auch nur Menschen. Müde Menschen.

Wir haben ein sehr temperamentvolles und aktives Kind mit einem scheinbar unendlichen Energievorrat. Auch an KiTa-Tagen mit blendenden Wetter, an denen alle Kinder draußen toben, braucht unser Wuselkind nach einer kleinen Pause noch ein actionreiches Nachmittags- und Abendprogramm um dann ein ruhiges und entspanntes Zubettgehen zu haben. Zum Einschlafen Bücher lesen ist immer ein ganz toller Tipp für ein Abendritual, aber das kann man nur umsetzen, wenn die Hummeln im Hintern genug Party hatten.

Ein guter Mix aus viel frischer Luft und Bewegung macht uns alle angenehm müde und das Kind fällt glücklich und ruhig ins Bett. Manchmal auch mit Draußenkleidung, weil der Wunsch ins Bett zu gehen plötzlich so groß ist, dass Umziehen bloß in Tränen enden würde.

Damit wir alle einen schönen Tagesausklang haben, mussten wir Eltern uns von einigen Ansprüchen und Vorstellungen verabschieden. Das Leben mit Kind ist ein ständiger Prozess, bei dem wir immer wieder etwas neues Lernen, uns selbst neu und anders kennen lernen und immer wieder etwas anpassen, damit wir als Familie ein harmonisches Zusammenleben haben.

Irgendwann kommt ganz sicher die Zeit, in der wir uns als Eltern gemütlich auf das Sofa setzen können, während das Kind in seinem Zimmer noch etwas spielt, liest oder hört, bis es müde genug zum Einschlafen ist, aber bis dahin machen wir uns alle zusammen Zubettgehmüde.

Nach müde kommt blöd

So richtig müde ist nur einen Wimpernschlag von zu müde entfernt. Ich kenne das gut von mir selbst. Irgendwann bin ich so müde, dass ich über den Punkt hinweg bin schnell und gut einschlafen zu können. Dann klappt das Zubettbringen des Kindes natürlich auch nicht. Ein überdrehtes Kind muss erst einmal runter kommen und das können gerade kleine Kinder nur in den seltensten Fällen alleine. Dabei brauchen sie unser Hilfe. Ein übermüdetes Kind in den Schlaf zu begleitet dauert oft länger als ein müdes Kind ins Bett zu bringen.

Wissen wann das Kind müde ist

Wir wissen am besten wann unser Kind müde ist. Nur in den seltensten Fällen ist bei uns ein ruhiger werdendes Kind auch ein müdes Kind und Kuscheln kommt unser Sohn meistens nach dem Schlafen, aber schon lange nicht mehr davor. Neben dem klassischen Augenreiben wird unser Kind mit zunehmender Müdigkeit übermütiger, lacht noch ein bisschen mehr als er es eh schon tut und sein Blick wird ein bisschen glasig. Beim Laufen bekommen Arme und Beine ein bisschen etwas von Gummigliedmaßen, aber er kommt noch überall heil an. Seine Geduld lässt nach und die Stimmung kann schneller kippen.

Den Punkt das Zubettgehen zu starten haben wir verpasst, wenn sich seine Beine beim Laufen gegenseitig im Weg sind, wenn das Lachen überdreht, er beim Toben mit uns rabiater wird und natürlich wenn einfach nichts mehr klappt, was er gerne machen würde.

Der Grad zwischen müde und übermüdet ist oft sehr schmal. Aber wir werden als Eltern jeden Tag besser darin den richtigen Zeitpunkt zu erkennen und unser Kind merkt immer öfter selbst, wann es Zeit ist Schlafen zu gehen (bitte lasst das keine Phase sein).

Runter kommen

Wenn keine Ansage vom Sohn kommt, die Müdigkeitsanzeichen aber nicht zu übersehen sind, schalten wir rechtzeitig einen Gang runter, damit aus müde nicht übermüdet wird. Unser Abendritual ist flexibel* und wir passen es an den Grad der Müdigkeit an. Ganz klassisch wird bei uns erst Abendbrot gegessen, außer das Kind kommt kohlrabenschwarz heim, dann wird das Baden oder Waschen vorverlegt. Danach werden die Schlafsachen angezogen, ab und an noch ein etwas ruhigeres Spiel gespielt** und nach einer kleinen Vorlesestunde im Hausbett schnappt sich das Kind seine Kuscheltiere, trägt sie ins Familienbett, lässt sich zudecken und kuschelt sich in die Kissen.

Manchmal dauert es keine fümf Minuten mit uns an seiner Seite, manchmal lässt der Tag das Kind doch noch nicht ganz los und es dauert etwas länger und alles im Bett muss noch zig Mal umsortiert werden bis der erholsame Schlaf kommt. Manchmal auch für uns alle drei.

*Manchmal gucken wir auch einfach eine Folge „Oona und Babas Insel”.
** Ja und manchmal gehen wir eben noch mal im Schlafanzug raus wenn wir merken, dass noch so viel Energie in dem Kind steckt, dass eine Runde Spazieren gehen, statt Bücherlesen, uns alle dem Bett näher bringt.

Familienbett Familienleben Kleinkind

Nicht ohne meinen Teddy

… und den anderen Teddy, die Katze, den Hund, die Brille und die Mütze

21. Juni 2018
Nicht ohne meinen Teddy | … und den anderen Teddy, die Katze, den Hund, die Brille und die Mütze | Schlafen im Familienbett mit einem Kleinkind | Familienleben | Einschlafbegleitung | Kuscheltiere | Mehr auf https://ivy.li

Zum Einschlafen brauchte der große Sohn nach dem Abstillen bloß noch meine Hand auf seinen Rücken, der Rest von mir musste Abstand halten. Bitte keine Decke, bitte nicht kuscheln und bitte bloß nicht die Hand bewegen. Vor ein paar Wochen hat sich zu meiner Hand ein Teddy gesellt.

Kuscheltiere führten im Kinderzimmer ein eher trauriges Leben. Ab und an wurde mal eines in die Hand genommen, durch das Zimmer getragen oder ins Bett geschleudert. Aber gekuschelt? Nö. Und dann, ganz plötzlich, musste ein kleiner Teddy mit ins Bett. Von einem Tag auf den anderen ging die Welt unter, war er nicht aufzufinden oder lag nicht schon bereit im Bett, wenn es Zeit für ein Schläfchen war.

Wie aus einem Teddy plötzlich eine ganze Kuscheltierfamilie wurde und diverser Kleinkram, der jetzt mit uns jeden Abend im Bett liegt, weiß ich auch nicht. Ich muss den Punkt verpasst haben. Seine Cappy muss jetzt mit, genauso wie eine seiner Sonnenbrillen. Im Halbschlaf wird verzweifelt nach der „Bille“ gerufen, wenn sie ausversehen aus der Hand gefallen ist und die „Lingel“, eine kleine Glocke aus dem Bastelladen, darf auch nicht weiter als eine Handbreit vom Kind entfernt liegen. Sie rollt aber besonders gerne unter meinen Rücken und drückt unangenehm.

Der rasselnde Hund, die große Katze, mit der ich zusammen in die Grundschule eingeschult wurde und der große Teddy, den er, wie den kleine Teddy, von seiner teddybärliebenden Großtante bekam sind jetzt eine untrennbare Schlafengehgang, die zusammen mit dem Sohn etwa 1,90 m von unserem 2,00 m breiten Bett einnimmt.

Und wenn Nachts plötzlich ein leises „Feuer“ gequengelt wird, dann nicht weil irgendetwas brennt, sondern weil das kleine Feuerwehrauto abends nicht mit ins Bett kam, Nachts aber plötzlich unerlässlich zum Weiterschlafen ist.

Aber immerhin schläft der Sohn mit dieser Armada an Zeug gut und wenn ich ehrlich bin, liegt es sich mit dem Kopf ganz bequem auf dem großen Teddy, wenn mein Kopfkissen wieder von einem Zweijährigen überrollt wird.

Wenn er mit 18 Jahren auch noch seinen halben Hausstand mit ins Bett nehmen möchte, überlasse ich es seinem zukünftigen Lebenspartner meinen elterlichen Erziehungsfail auszubügeln. Ich bin einfach nur froh, dass geschlafen wird.

Kleinkind Mama Stillen

Abstillen mit 22 Monaten

Das Ende des Langzeitstillens

25. April 2018
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Wir haben abgestillt. Vor knapp drei Wochen haben wir das letzte Mal zum Einschlafen gestillt, nachts wurde nur gekuschelt und am Morgen wollte der Sohn lieber einen Toast. Nach fast 22 Monaten hat unsere Stillbeziehung ein Ende gefunden.

Eigentlich muss ich mich gleich selbst korrigieren. Ich habe abgestillt. Diese Entscheidung habe ich alleine getroffen, obwohl ich Anfang des Jahres noch sicher war, diesen Schritt meinem Kind zu überlassen.

Unsere Stillbeziehung hatte, wie sicher viele andere, Höhen und Tiefen. Es gab Phasen in denen wir fast stündlich stillten und welche, in denen die Brust nur Nachts und dann wirklich wenig gebraucht wurde. Wir haben zuhause im Bett, auf dem Sofa und auf dem Küchenfußboden gestillt. Unterwegs im Park und Restaurant, im Tragetuch und Babytrage und das sogar schon im Supermarkt, so dezent, dass es selbst mein Mann nicht bemerkte. Wir haben im liegen, sitzen, stehen und gehen gestillt. Stundenlang in Ruhe und manchmal nur wenige Augenblicke und mitten beim Herumturnen, weil alles so schrecklich aufregend war. Wir haben zum Einschlafen, Aufstehen und Entspannen gestillt, gegen den Hunger und zum schnell wieder gesund werden. Es war eine schöne und innige Stillbeziehung und ich bin froh diese Zeit, diese Erfahrung mit meinem Kind gemacht haben zu dürfen. Aber ich bin auch froh darüber, dass ich die Entscheidung getroffen habe, abzustillen. Denn sie war für mich, und dadurch auch für uns, der gerade beste Weg.

Warum ich abgestillt habe

Ich glaube, ich bin nicht die einzige Mutter, die irgendwann Nachts vollkommen entnervt im Bett liegt und nach „Abstillen SOFORT!“ googelt. Morgens ist der Grund meist schon wieder vergessen und beim morgendlichen Stillen ist die Welt wieder in ordnung, die Nerven sind wieder Drahtseile und man lächelt Baby oder Kleinkind an der Brust seelig an.

Aber irgendwann war ich an dem Punkt angekommen, an dem ich auch am Morgen nach der beschissenen Nacht googelte, meine Nerven den Tag über blank lagen und ich am Abend einfach keine Lust mehr hatte.

Bei uns trafen einige Faktoren zusammen. Seit der KiTa-Eingewöhnung im September haben uns die Bazillen von dort heimgesucht. Wir haben so gut wie jede Erkältung mitgenommen und ich war mir bis vor kurzem noch sicher, dass ich nie wieder etwas riechen oder schmecken werde und ganz bestimmt für den Rest meines Lebens durch meinen Mund atmen müsste. Während irgendwann der Sohn die Erkältungen schnell wieder weg steckte, rutschte ich von der einen in die nächste. Für mich ging es aus einer Mandelentzündung zu einer Nasennebenhöhlenentzüng und wieder zurück. Immer wieder! Meine Kraftreserven hatten keine Chance sich wieder aufzufüllen. Ich war am Ende.

Dazu kam eine Phase des Sohnes mit einem beschissenen Schlafrhythmus. Gegen drei Uhr nachts hing er, halb wach, halb schlafend, an mir und meiner Brust, wühlte sich im 10-Minuten-Takt durch das Bett, von einer Brust zur anderen, über mich drüber, um mich herum und, wäre es ihm möglich gewesen, sicher auch durch mich hindurch. Das ging so bis 6 Uhr morgens und das Kind gut gelaunt richtig aufwachte und in den Tag startete. Ich war nicht wach und alles andere als gut gelaunt. Und natürlich wollte der Sohn auch Tagsüber wieder durchgehend stillen.

Und das ich schwanger bin und zu der Zeit einfach ständig müde war, hat sein übriges getan. Nein, meine Milch schien noch immer hervorragend zu schmecken und floss in regen Strömen. Sicher mag die Schwangerschaft mit ein Grund sein, warum unser Kind wieder öfter und mehr stillen wollte, schließlich spüren Kinder schon kleine Veränderungen schnell. Aber ich war einfach nur noch müde, krank, entnervt und kraftlos.

Und weil so die letzten Wochen vor dem Abstillen weder für mich, noch für unser Kind und auch nicht für meinen Mann entspannt, schön oder angenehm waren, wenn ich einfach schrecklich gereizt versuchte Tagsüber krampfhaft nicht mehr zu nahe neben unserem Sohn zu sitzen, weil er dann sofort stillen wollte, ich immer wieder irgendwelche Ablenkungen für ihn suchte und Abends und Nachts manchmal weinend einfach das Schlafzimmer verlassen habe, traf ich die Entscheidung einen Schlussstrich zu ziehen.

Damit ich wieder eine entspannte Mutter bin, die ihr Kind in den Arm nehmen kann, ohne direkt wieder entnervt flüchten zu wollen, weil das einzig interessante an mir meine Brüste sind. Eine Mutter, die Abends wieder geduldig und liebevoll in den Schlaf begleitet und morgens wieder einigermaßen ausgeruht und gut gelaunt dem Kind einen guten Morgen wünschen kann. Und damit unser Sohn, die letzten Monate bevor er sich unsere Aufmerksamkeit mit einem kleinen Geschwisterchen teilen muss, so viel Liebe und gemeinsame, schöne Zeit bekommt, wie sie ihm nur eine ausgeglichene Mutter geben kann.

Wie stillt man eigentlich ein Kleinkind ab?

Eigentlich wollte ich gar nicht komplett abstillen, sondern das nächtliche Stillen reduzieren, bzw. es auf das initiale Einschlafstillen einschränken. Dafür habe ich mir die Methode des
nächtlichen Abstillens nach Gordon herausgesucht, bei der ich mein Kind während der ganzen Zeit begleite und Schritt für Schritt mit viel Kommunikation und Kuscheln auf knapp 7 Stunden in der Nacht komme, in der nicht gestillt wird. Wer sich das „Programm“ genau durchlesen möchte, findet bei Stillkinder.de einen ausführlichen Bericht.

Mit 22 Monaten versteht unser Kind schon viel und lässt immer öfter mit sich reden. Abends war es auch überhaupt kein Problem ihm zu erklären, dass wir ab dem Zeitpunkt, zu dem wir Eltern mit ins Familienbett kommen, nicht mehr stillen, sondern kuscheln, wenn er aufwacht. Fand er okay, er sagte begeistert ja und stillte sich in den Schlaf. Natürlich fand er es dann Nachts, als er aufwachte, nicht mehr okay. Also haben wir gekuschelt, aber er schlug um sich, wir haben gesungen, aber er schrie laut „NEIN!“ und haben getragen, aber er weinte und schrie und ich habe irgendwann weiter gestillt. Unser Kind hat ein starkes Temperament und ging auf keine unser Beruhigungsversuche ein. Nach mehreren Nächten habe ich aufgegeben, denn statt einer minimalen Besserung, stellte sich eine krasse Verschlechterung ein.

Ich kann mein Kind vollkommen verstehen. Fast zwei Jahre wurde er zum Einschlafen und beruhigen in der Nacht gestillt. Dass ich ihm das plötzlich nicht mehr geben wollte fand er unverständlich und richtig doof. Ich würde auch richtig wütend werden.

Aber ich konnte einfach nicht mehr. Also habe ich meinen Mann ins Rennen geschickt und das versucht, was ich eigentlich niemals versuchen wollte. Ich ging ins Nebenzimmer und mein Mann sollte unser Kind ins Bett bringen. Ich hörte ihn summen und singen, beruhigende Worte sprechen und unseren Sohn weinen und schreien. Und ich weinte. Weil es nicht klappte, weil ich es mir so gewünscht habe, weil mir mein Kind so Leid tat und mein Mann und weil ich so müde war. Es ist bei diesem einen Versuch geblieben.

Ich habe das Vorhaben auf Eis gelegt. Ich war erschöpfter als vor den Versuchen, die ja eigentlich alles besser machen sollten. Ein paar Tage bei meinen Schwiegereltern haben die Situation wieder etwas aufgelockert. Ich hatte Zeit zu verschnaufen, wieder etwas zu Kräften zu kommen und entspannter zu werden. Zurück zu hause startete ich einen neuen Versuch. Und es klappte.

Wie wir/ich abgestillt habe

Wie immer brachte ich den Sohn ins Bett und erklärte vor dem stillen, dass wir jetzt nur noch zum Einschlafen stillen, danach würden wir, wenn er aufwacht, kuscheln. Er nickte und stillte sich in den Schlaf. Ich ging beim ersten Aufwachen zu ihm, erklärte ihm ruhig, dass ich bei ihm sei und wir jetzt kuscheln und er ganz ruhig wieder einschlafen könne. Und er tat es. Ohne Probleme. Ich war überwältigt.

Das zweite Mal in der Nacht klappte es allerdings nicht. Er weinte, schrie, ließ sich nicht anfassen und beruhigen. Also bin ich mit ihm aufgestanden. Wir sind ins Wohnzimmer gegangen und haben lange den Mond angeschaut, den er so liebt, danach sind wir in sein Kinderzimmer und haben dort ein paar Bücher gelesen. Wir waren in dieser Nacht etwa 1 ½ Stunden wach. Ich fragte ihn immer wieder, ob er jetzt ins Bett gehen möchte, bis er damit einverstanden war. Ich bot ihm an, auf meinem Schoß einzuschlafen und keine 5 Minuten später hielt ich ein schlafendes Kind im Arm.

In der zweiten Nacht lief es ähnlich, aber schon weitaus besser. Das erste Aufwachen verlief gleich, beim zweiten Aufwachen wurde nur kurz gemeckert und geweint, ich durfte aber daneben sitzen und nach wenigen Minuten kletterte er auf meinen Schoß, schmiegte sich an mich und schlief ein.

So ging das noch zwei weitere Nächte. Das häufige aufwachen und unruhige Suchen, Stillen und Wühlen, war bereits ab der ersten Nacht verschwunden und das Stillen nach dem Aufwachen wollte er ebenfalls ab Beginn nicht mehr. Er wollte viel lieber direkt mit seinem Papa aufstehen und frühstücken.

Weil es plötzlich so unerwartet gut lief, war ich überschwänglich und versuchte in der 5 Nacht auch das Einschlafstillen ausfallen zu lassen. Und siehe da, unser Kind kuschelte sich bereitwillig in meinen Schoß, schlief ein und ließ sich nach einer Weile schlafend auf das Bett legen. Nach dieser Nacht wollte er auch Tagsüber nicht mehr stillen. Plötzlich haben wir abgestillt.

Warum hat das Abstillen plötzlich funktioniert?

Ich glaube tatsächlich, dass unser Kind einen kleinen Sprung gemacht hat und sich selbst langsam, gaaanz langsam, dem Punkt näherte, an dem er auf das Stillen verzichten konnte. In den Nächten davor gab es immer wieder Momente, in denen er sich bewusst von der Brust weg drehte und versuchte nach dem Stillen ohne einzuschlafen.

Außerdem war ich wieder etwas gelassener und konnte entspannter an die ganze Sache herangehen. Ich bin mir sicher, dass sich das auch auf unser Kind übertragen hat, aber auch, dass er spürte wie ernst es mir mit dem Abstillen war.

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Wie läuft es so ohne Stillen und vorallem ohne Einschlafstillen?

In der ersten Woche ohne Stillen lief zuhause alle ganz hervorragend. Die Nächte waren ruhig und wurden nur ein bis zwei Mal kurz unterbrochen. Das initiale Einschlafen ging schnell auf meinem Schoß. Dafür lief plötzlich in der KiTa nichts mehr. Beim Abschied wurde wieder bitterlich geweint, es wurde immer wieder nach mir gerufen und auch der Mittagsschlaf war kein Zuckerschlecken mehr, obwohl er vorher dort immer schnell und gut eingeschlafen ist. Es hat etwas über eine Woche gedauert, bis sich auch dort wieder alles eingependelt hat.

Inzwischen sind zwar zuhause die Nächte weiterhin ruhig, aber das Einschlafen dauert laaaaaange. Das Kind möchte nicht mehr auf meinen Schoß einschlafen, sondern lieber alleine auf einem großen Kissen. Dabei müssen Mama und Papa anwesend sein. Es wird noch lange gewühlt, sich immer wieder hingesetzt und erzählt. Manchmal hilft leise Musik um ihn herunterkommen zu lassen, ab und an darf ich meine Hand auf seinen Rücken legen und manchmal rollt er sich auch zu seinem Papa. Wir versuchen ihm vor dem Zubettgehen etwas runter kommen zu lassen, aber Baden kitzelt noch mal die letzte Energie heraus. Bücher lesen findet er gerade doof und Tragen ist auch schrecklich blöd. Wir müssen einfach eine neue Abendroutine für uns finden, aber das bekommen wir schon hin.

Womit ich allerdings nicht gerechnet habe ist, dass sich das Abstillen so stark auf mich auswirkt. Ich bin öfter unentspannt, weitaus entspannter als in der „Horror“-Phase unsere Stillbeziehung, aber eben auch weitaus unentspannter als in den 20 Monaten davor. Ich bin schneller gereizt und habe weniger Geduld, wenn unser Sohn sich partout nicht Anziehen möchte oder beim Essen ständig der Fuß mit auf dem Tisch kommt.

Stillen war auch für mich immer eine Auszeit. Ich habe es wirklich sehr genossen so innig mit meinem Sohn eine kleine Pause einzulegen. Und die fehlt mir jetzt einfach. Kuscheln ist noch immer nicht sein Ding und Bücher sind leider gerade total langweilig. Ich brauche einfach wieder etwas, das ich gemeinsam mit dem Kind machen kann, was aber nicht Klettern, Toben, Rennen und Fangen ist. Vielleicht muss mein Körper aber auch einfach erstmal auf den veränderten Hormonhaushalt klarkommen.

Der perfekte Weg des Abstillens

Wir sind keinen perfekten Weg des Abstillens gegangen und die zwei Umwege würde ich gerne streichen. Sicher hätten wir es anders machen können und ganz sicher werden mir einige sagen, ich hätte einfach durchhalten sollen und wieder andere, dass ich schon viel früher hätte aufhören sollen. Klar, vielleicht hätte eine Woche später wieder alles gut sein können, aber diese eine Woche hätte ich nicht mehr geschafft und wer hätte schon sagen können, ob es besser wird und nicht noch einen Tick schlechter und schwerer?

Ich habe unsere Stillbeziehung geliebt und hätte gerne noch weiter gestillt, aber eben nicht so, wie es zuletzt bei uns lief. Es war für mich keine Option durchzuhalten und davor gab es keinen Grund für mich abzustillen. Ich sah uns eigentlich dieses langzeitstillen noch lange genießen.

Was zählt ist, dass es uns jetzt, so wie es ist, gut geht. Und ich freue mich auf eine neue Stillbeziehung mit unserem zweiten Kind und bin gespannt, wie lange diese gehen wird. Ganz optimistisch möchte ich natürlich auch in dieser Beziehung dem Kind die Entscheidung überlassen, sie zu beenden, aber ich lasse mir auch die Freiheit, wieder diejenige zu sein, die den Schlussstrich zieht. Diesmal aber ohne Umwege.