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Wunder Po und Windeldermatitis | Unsere Tipps und Tricks

Hilfe bei wunden Babypos

16. Januar 2018
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In der elterlichen Laufbahn öffnet man irgendwann die Windel des Babys und der zarte Po ist nicht mehr rosig, sondern rot und wund. Herzlichen Glückwunsch, das Baby hat eine Windeldermatitis. Das passiert oft schneller als man gucken kann und man steht damit nicht alleine am Wickeltisch. Fast jedes Kind leidet in der ersten Zeit ein- oder mehrfach unter einem wunden Po. Erkennt man es rechtzeitig und behandelt es richtig, ist er oftmals schon innerhalb weniger Stunden wieder verschwunden. Mit ein paar einfachen Tricks kann man ihn in den meisten Fällen sogar ganz leicht vorbeugen.

Wunder Po und Windeldermatitis

Bei einer Windeldermatitis, auch bekannt als wunder Po, handelt es sich um eine Reizung/Entzündung der Haut im Windelbereich. In der Regel macht sie sich mit einer Rötung der Haut bemerkbar und kann im weiteren Verlauf zu nässenden und offenen Stellen führen. Auch Bläschen und Schuppen können auftreten.

Windeldermatitis tritt, wie der Name schon vermuten lässt, in den meisten Fällen bei Wickelkindern auf. Durch das warme und feuchte Milieu in der Windel weicht die empfindliche Babyhaut leicht auf und sie wird noch leichter angreifbar für reizende Stoffe, die in Urin und Stuhl enthalten sind. Der im Urin enthaltene Ammoniak greift den natürlichen Säureschutzmantel der Haut an. In der Windel ist der Babypo außerdem ständiger Reibung ausgesetzt, die die Haut zusätzlich strapaziert.

Aber auch die Windel selbst kann zum Wundsein beitragen, wenn enthaltene Stoffe nicht vertragen werden. Bei einigen Kindern spielt die Nahrung eine Rolle. Wenn Lebensmittel nicht vertragen werden, reagieren viele Kinder mit einem wunden Po. Auf das Zahnen oder Krankheiten kann ebenfalls mit einem roten Babypo reagiert werden.

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Wunder Po und Windeldermatitis, was tun? Hilfe gegen das Wundsein

Ich bin weder Hebamme, noch Kinderärztin und teile mit euch die Methoden und Hilfsmittel, die uns geholfen haben und die uns unsere Hebamme und unser Kinderarzt empfohlen haben. Wenn sich nach spätestens drei Tagen keine Besserung einstellt, geht bitte zum Arzt, oder sprecht mit eurer Hebamme. Bilden sich Bläschen und Schuppen kann es sich um eine Pilzinfektion, dem sogenannten Windelsoor handeln. Der Kinderarzt verschreibt in solchen Fällen ein Antipilzmittel.

Die richtige Pflege

Das A und O für einen gesunden Babypo ist die richtige Pflege. Sie kann einen wunden Po vorbeugen und trägt, wenn es doch zu einem roten Babypo kommt, zu einer schnellen Heilung bei.

Weniger ist mehr. Zum Reinigen eines Babypos braucht man nicht mehr als etwas warmes Wasser, natürliches Öl und ein weiches Tuch. Auf Waschlotionen, Cremes, Puder und auch Feuchttücher, kann getrost verzichtet werden. Das Reinigen mit Seife kann sogar eine Windeldermatitis begünstigen. Mit Wasser lässt sich ein Babypo ganz leicht reinigen, wenn der Stuhl etwas hartnäckiger ist, hilft ein natürliches Öl wie Mandelöl oder Kokosöl. Bei einem wunden Po kann auch ganz auf das Wasser verzichtet werden und nur mit Öl gereinigt werden, um die Haut mit dem Wasser nicht noch weiter aufzuweichen. Das Öl hilft nicht nur bei der Reinigung, sondern pflegt auch gleichzeitig die zarte Haut. Zu unser Erstausstattung gehörten die beiden Öle dazu und wir haben im ersten Jahr fast ausschließlich auf weitere Pflegeprodukte verzichtet.

Ist der Babypo wund, sollte man ihn weder beim Reinigen noch beim Abtrocknen nach einem Bad starker Reibung aussetzen und sanft tupfen.

Windelfrei

Babys lieben es sich ohne Windel frei bewegen zu können. Ist der Babypo wund, hilft es außerdem bei der Heilung. In der Windel ist es warm und feucht und die Reibung reizt die empfindliche Haut. Lasst euer Baby so oft es geht ohne Windel rumstrampeln. Aber achtet darauf, dass es nicht zu kalt ist. Unser Sommerjunge war oft ohne Windel unterwegs. Kleine Pipiseen lassen sich schnell wegwischen und trocknen. Achtet man auf die Signale des Babys, kann man auch versuchen, das Baby rechtzeitig abzuhalten.

Ihr tut dem wunden Babypo auch schon einen großen gefallen, wenn ihr ihn nach dem Reinigen auf der Wickelkommode ein paar Minuten trocknen lasst. Von einer Hebamme bekam ich außerdem noch den Tipp, das Baby eine Zeitlang ohne Windel unter einer Rotlichtlampe strampeln zu lassen.

Häufiges Windelwechseln

Damit der empfindliche Po nicht lange Urin und Stuhl ausgesetzt und durch das warme und feuchte Klima in der vollen Windel gereizt wird, ist es wichtig die Windel oft und regelmäßig zu wechseln. Alle drei Stunden sollte spätestens die Windel gewechselt werden und natürlich sobald ihr mitbekommt, dass euer Kind uriniert oder Stuhlgang hatte.

Die richtige Windel

Grund für einen wunden Po kann auch die Windel selbst sein. In vielen Wegwerfwindeln sind Duft-, Pflege oder Konservierungsstoffe enthalten die nicht jeder verträgt und bei einigen Kindern zu allergischen Reaktionen führen kann. Tritt bei eurem Baby immer wieder ein wunder Po auf, hilft es vielleicht die Windelmarke zu wechseln und eine mit weniger chemischen Stoffen zu testen oder auf Stoffwindeln umzusteigen.

Muttermilch

Wer stillt, hat ein ein absolutes Wundermittel immer dabei. Muttermilch enthält antibakterielle und entzündungshemmende Stoffe und lässt sogar kleine Kratzer schneller heilen. Gebt nach dem Reinigen ein paar Tropfen Muttermilch auf den wunden Po und lasst ihn an der Luft trocknen, bevor ihr eine neue Windel anlegt. Bei uns hat das schon oft direkt geholfen und beim nächsten Windelwechsel war die Rötung verschwunden. Mir hat Muttermilch auch in den ersten Wochen gegen meine wunden Brustwarzen geholfen.

Bei Feuchttüchern auf die Inhaltsstoffe achten

Wasser und Öl sind für einige für Unterwegs nicht praktikabel. Man muss aber kein Fläschchen Öl und eine Flasche Wasser dabei haben. Feuchttücher lassen sich auch ganz einfach selber machen. Greift man zu Feuchttüchern, sollte man auf die Inhaltsstoffe achten. Ihr braucht kein Parfüm und keine Silikone um einen Babypo zu reinigen. Wenn ich zu faul bin um selbst Feuchttücher zu machen oder es einfach vergessen habe, packe ich immer eine Packung der Lillydoo Feuchttücher ein. Die gibt es inzwischen nicht nur in sensitiv, sondern auch mit 99% Wasser.

Kokosöl

Kokosöl in Rohkostqualität ist ein kleines Wundermittel. Es pflegt die Haut, spendet Feuchtigkeit und wirkt antibakteriell. Es kann sowohl zum Reinigen als auch zum anschließenden Eincremen genutzt werden. Aus meiner Gesichtspflege ist Kokosöl übrigens nicht mehr wegzudenken. Mir hat es bei einer sehr empfindlichen Haut geholfen, die so ziemlich auf jede herkömmliche Creme mit Rötungen und trockenen Stellen reagiert hat.

Heilwolle

Heilwolle enthält von natur aus Wollwachs (Lanolin) welches sowohl pflegt, als auch entzündungshemmend wirkt. Außerdem regen die feinen Härchen der Wolle die Durchblutung an, was zu einer schnelleren regenerierung der haut beiträgt. Die Heilwolle absorbiert außerdem Feuchtigkeit.

Legt einfach ein kleines bisschen Heilwolle nach dem Reinigen in die frische Windel. Der Po sollte trocken und frei von Pflegeprodukten sein. Bei jedem Windelwechsel gehört auch die Heilwolle ausgetauscht. Ist der wunde Po bereits an einigen Stellen offen, legt ihr zuerst ein Stück Gaze auf die Haut, damit die Heilwolle nicht festklebt.

Heilwolle gibt es übrigens bei der Drogerie dm, in vielen Apotheken und natürlich im Internet.

Kamillentee und Schwarzer Tee

Kamillentee wirkt abheilend und kann bei einem wunden Po helfen. Er kann sowohl zum Reinigen genutzt werden, als auch für Sitzbäder bei etwas größeren Kindern.

Schwarzer Tee kann ebenfalls helfen, sollte aber erst bei einer stärkeren Windeldermatitis eingesetzt werden. Die enthaltenen Gerbstoffe die bei einem stark wunden Po helfen, indem sie eine Art Schutzschicht zusammen mit hauteigenen Eiweißen bilden. Bei einer gesunden Haut führen die Gerbstoffe allerdings lediglich zu einer trockenen haut, die anfälliger für Bakterien und Pilze ist.

Wichtig ist, dass ihr Tees in Bio-Qualität nehmt, da konventionell angebauter Tee mit Insektiziden und andere chemische Stoffen belastet ist, der beim Aufbrühen in den Aufguss übergeht. Außerdem sollte er unaromatisiert sein.

Setzt einen ordentlich starken Tee auf, lasst ihn etwa 15 Minuten ziehen und seiht ihn ab. Der Tee sollte auf Zimmertemperatur abgekühlt sein, bevor ihr ihn benutzt.

Heilsalbe

Auf dem Markt gibt es viele Heilsalben, ich persönlich würde eine natürliche mit Ringelblume oder Beinwell empfehlen. Lasst euch von einer guten Apothekerin, eurer Hebamme oder dem Kinderarzt beraten. Bei uns kommt eine Creme nicht gleich als erste Maßnahme zum Einsatz, bis jetzt mussten wir in 18 Monaten tatsächlich erst einmal zu einer Heilsalbe greifen. Tragt ihr Heilsalbe auf, sollte dies erst als letzter Schritt vor dem Anziehen der neuen Windel sein. Am besten lasst ihr euer Kind vorher eine Weile ohne Windel und Creme strampeln. Wie oben bereits erwähnt, bitte tragt die Salbe nicht auf, wenn ihr Heilwolle nutzt. Viel hilft übrigens nicht viel, also nicht zu dick eincremen.

Finger weg von Babypuder

Ja, früher kam an jeden Babypo Babypuder und ja, wir haben es auch überlebt. Aber das bedeutet nicht, dass wir es auch in rauen Mengen auf die Popos unser Kinder streuen müssen. An einen gesunden Po müssen keine Cremes und Puder, zu viel Pflegeprodukte tun der empfindlichen Babyhaut nicht gut und wo es nichts zu behandeln gibt, sollte man auch nichts behandeln. Und auf einem wunden Po hat Babypuder nichts zu suchen! Es bindet zwar Feuchtigkeit, verklebt dabei aber und bildet Klümpchen, die in der Windel für Reibung auf der Haut sorgen und diese noch weiter strapaziert und reizt. Außerdem sind in vielen Babypudern Parfüms enthalten, die die Haut zusätzlich reizen können.

Geht zum Arzt

Wie oben bereits erwähnt, geht zum Arzt, wenn keine Besserung eintritt. Probiert nicht weiter herum und lasst euer Kind nicht unnötig leiden.

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Kleinkinder im Winter richtig anziehen | Winterkleidung für Kinder

Was ziehe ich meinem Kind im Winter an?

19. Dezember 2017
Was ziehe ich meinem Kleinkind im Winter an? | Kleine Kinder im Winter richtig anziehen | Winter Essentials | Baby | Kleinkind | Winterkleidung | Warme Kleidung | ivy.li
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Sogar in Hamburg hat es jetzt geschneit, es ist also auch bei uns offiziell Winter. Gut, noch verwandelt sich der Schnee schneller in Matsch als man gucken kann, aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass wir diesen Winter mit dem Kind durch fluffigen Schnee toben können. Damit unser und eure kleinen Wuselkinder draußen nicht frieren, habe ich euch zusammengestellt wie man kleine Kinder im Winter richtig anzieht, damit sie warm und trocken bleiben.

Zwiebellook – So ziehst du Kinder im Winter richtig an

Viele dünne Schichten Kleidung wärmen besser, als eine richtig dicke. Zwischen den Kleidungsschichten entstehen kleine Zwischenräume mit Luft, die isolierend wirken. Außerdem kann man besser auf die Temperaturunterschiede zwischen draußen und drinnen reagieren. Das Kind muss in der beheizten Wohnung oder bei einem langen Bummel durch das Einkaufzentrum nicht im dicken Pullover schwitzen, sondern kann einfach eine Schicht ablegen. Das sollte man auch immer machen, denn wenn man verschwitzt wieder nach draußen geht, kühlt der Schweiß den Körper aus.

Die Faustregel beim Anziehen von Babys und Kleinkindern: Unter null Grad immer eine Schicht mehr anziehen, als wir es selbst tun. Natürlich gibt es auch schon bei den Kleinsten kleine Heizungen und Frostbeulen, da kommt dann eben eine Schicht mehr oder weniger an.

Warme Unterwäsche aus Wolle und Seide

Die unterste Schicht sollte immer warme Unterwäsche sein. Bei Babys und Kleinkindern ist lange Unterwäsche in Form eines Bodies und enger Leggings/ langer Unterhose aus Wolle oder einem Mix aus Wolle und Seide am besten. Die Materialien wirken temperatur- und feuchtigkeitsregulierend. Sie halten warm, lassen Kinder aber auch in beheizten Räumen nicht überhitzen. Baumwolle hat eine geringere isolierende Eigenschaft und wirkt kühlend, wenn sie Schweiß aufnimmt. Wolle hingegen fühlt sich auch mit etwas Feuchtigkeit nicht nass an und hält weiterhin warm.

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Wollsocken

Auch an den Füßen ist Wolle das Material der Wahl. In dicken Winterschuhen oder Gummistiefeln schwitzen Füße schnell. Baumwollsocken saugen sich voll und werden nass und die kleinen Füße werden schnell kalt. Außerdem kann man sich mit feuchten Füßen schneller wunde Stellen oder Blasen laufen. Wollsocken nehmen die Feuchtigkeit auf, speichern sie und lassen die Füße trocken bleiben.

Wir bevorzugen die Kombination aus Leggings und Socken, da unser Kind sehr gerne barfuß läuft und zuhause zusammen mit den Schuhen auch direkt die Socken auszieht. Mit einer Fußbodenheizung ist das auch im Winter in einer Erdgeschosswohnung vollkommen okay.

Wollwalk- oder Wollfleece-Overall – Die perfekte Winterkleidung, nicht nur für Babys

Generell kann ich Winterjacken für Babys und Kleinkinder nicht empfehlen, wenn es draußen richtig kalt ist. Babys sind im Winter am besten mit einem Overall aus Wollwalk oder Wollfleece für draußen gerüstet, aber auch für Kleinkinder, die schon selbst die Welt entdecken, sind sie eine gute Wahl. Sie sind nicht so dick und lassen dem Kind viel Bewegungsfreiheit zum Toben, Laufen und Klettern. Gerade bei Tragekindern ist ein Anzug aus Schurwolle sehr praktisch. In Trage und Tuch würde ein dicker Schneeanzug drücken und unangenehme Falten werfen. Trägt man noch, ist es eine gute Idee den Overall eine Nummer größer zu nehmen, damit die Beine auch angewinkelt noch ganz bedeckt sind. Beim Rumlaufen kann man die zu langen Ärmel und Beine einfach umkrempeln.

Was ziehe ich meinem Kleinkind im Winter an? | Kleine Kinder im Winter richtig anziehen | Winter Essentials | Baby | Kleinkind | Winterkleidung | Wollwalk | Wollfleece | Walkoverall | Wollmütze | Warme Kleidung | ivy.li

Trotz der Dünne halten die Overalls schön warm. Und in einem Wollwalk-Anzug kann man auch durch den Schnee toben und bleibt nicht nur warm sondern auch trocken. Das enthaltene Lanolin (Wollfett) in der Schurwolle macht den Wollwalk-Overall wasser- und schmutzabweisend.

Widererwarten müssen die Anzüge auch nicht oft gewaschen werden. Sind sie schmutzig, lässt man den Schmutz einfach trocknen und klopft und bürstet ihn heraus. Das Material hat eine selbstreinigende Funktion. Muss der Anzug doch mal in die Wäsche, dann am besten kalt und mit der Hand, oder im Handwaschgang waschen und ein extra Wollwaschmittel mit Lanolin benutzen, damit das Material nicht sein schützendes Wollfett verliert. Zum Trocknen zieht man den Anzug wieder ordentlich in Form und lässt ihn liegend trocknen. Ich musste weder letzten Winter, noch diesen unsere Wollwalk- und Wollfleece-Overalls waschen.

Für Kinder die schon selbst auf Toilette gehen können, sind Zweiteiler aus Wollwalk die bessere Wahl. Es gibt viele schöne Jacken und Hosen aus dem Material.

Ein weiterer Vorteil von Kleidung aus Wollwalk und Wollflece: Die Sachen müssen bei einer kurzen Autofahrt nicht ausgezogen werden. Wer sich selbst oder Babys und Kinder in dicken Jacken anschnallt, spielt bei einem Unfall mit dem Leben. Der Gurt kann bei so dicker Kleidung nicht eng genug angezogen werden und bei einem Aufprall wird die Kleidung zusammengestaucht, zwischen Gurt und Körper entsteht ein großer Zwischenraum und ein sicherer Halt ist nicht mehr gegeben. Worauf man allgemein beim Autofahren mit Kind und speziell im Winter achten sollte, habe ich euch letztes Jahr in dem Artikel Sicher mit Baby im Auto unterwegs aufgeschrieben.

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Schneeanzug – Der Klassiker der Winterkleidung

Der absolute Klassiker der Winterkleidung für Kinder ist der Schneeanzug. Für Babys finde ich sie vollkommen ungeeignet, aber unser kleines Wuselkind hat für diesen Winter einen bekommen. Man kann auch ganz hervorragend in Wollwalk durch den Winter kommen, aber Winter ist nicht nur blauer Himmel und Pulverschnee, sondern auch viel Matsch, Regen und große Pfützen, gerade hier in Hamburg. Bei Dauerregen und Matsch finde ich Schneeanzüge wirklich toll und in der KiTa werden sie von den Erziehern den Walksachen vorgezogen. Bei Hamburger Schmuddelwetter und einer Tour durch alle Matschpfpützen der Stadt müsste noch eine Matschhose über den Walk-Overall und das ist eben eine Schicht mehr, die die Erzieher dem Kind anziehen müssten.

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In einem dicken Schneeanzug ist die Bewegungsfreiheit nicht so groß wie in einem Overall aus Schurwolle, es gibt aber auch viele Modelle die flexibel und nicht so dick sind und trotzdem warm und trocken halten. Ich persönlich bin kein Freund von dick wattierte Anzügen. Achtet darauf das die Nähte versiegelt sind und sie nicht nach einiger Zeit Feuchtigkeit durchlassen. Auch der Reißverschluss sollte Wasserfest sein und die Bündchen an Beinen und Armen am besten verstellbar, damit sie eng anliegen und keinen Schnee unter den Anzug lassen. Der Reißverschluss sollte außerdem einen Kinnschutz haben, damit das Metall nicht an die Haut kommt.

Mütze und Schal – Die richtigen Accessoires für den Winter

Über den Kopf entweicht die meiste Körperwärme, eine Mütze ist also im Winter unerlässlich. Ich setzte auch hier auf Wolle und ihre wundervolle wärmende und temperaturregulierende Eigenschaften. Die meisten Kinder sind keine Mützenfans und damit sie sich die Mütze nicht im Minutentakt wieder vom Kopf ziehen oder sie beim wilden Spielen verlieren, finde ich Mützen mit einem Band sehr praktisch. Die Ohren sollten immer bedeckt sein und die Mütze am besten weit in den Nacken gehen. Schlupfmützen sind eine toller Mix aus Mütze und Schal, aber nicht jedes Kind mag die Enge um den Hals. Damit der aber auch schön warm bleibt sollte auch ein Schal zur Winterausstattung gehören.

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Handschuhe und Alternativen für Handschuhverweigerer

Gegen kalte Finger helfen Handschuhe. Kleine Hände passen am besten in Fäustlinge. Wenn man nicht gerade zum Toben raus geht, sind Fäustlinge aus Wolle praktisch, für Ausflüge in den Schnee sind wasserabweisende Fäustlinge aus Polyamid eine gute Wahl. Natürlich gibt es auch Handschuhhasser. So einen haben wir zuhause. Ich lasse die langen Ärmel vom Schurwolle-Overall über seine Hände reichen, wenn wir unterwegs sind. Einige Handschuhverweigerer tragen gerne Pulswärmer mit Daumenloch und Fingerlose Handschuhe.

Warme Winterschuhe für Kleinkinder

Gefütterte Winterschuhe gehören in jede Wintergarderobe. Bei Laufanfängern sollte zusätzlich zu einer rutschfesten Sohle auch auf die Flexibilität geachtet werden. In dicken Schuhen durch Schnee lässt sich ohnehin nicht so gut laufen und wenn dann auch noch die Sohle unflexibel ist, landet man öfter auf der Nase. Bei allen Kinderschuhen sollte man außerdem immer darauf achten, dass sie auch wirklich passen und nicht zu klein, und zu schmal, oder zu weit sind. Breite Füße in schmale Schuhe stecken ist genauso unangenehm und schädlich wie große Füße in zu kleine Schuhe zu packen. Zu groß und zu weit sorgt für einen unsicheren Halt. Damit die Füße außerdem trocken bleiben, sollte auf ein Wasserabweisendes Material geachtet werden.

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Wind- und Wetterbalsam für Kleinkinder, Babys und Mamas und Papas

Im Winter braucht auch das Gesicht besonderen Schutz. Der Wechsel zwischen warmer Heizungsluft und kaltem Wind strapaziert die Haut. Ein guter Wind- und Wetterbalsam schützt und pflegt die Haut. Am besten sind Fettcremes ohne Wasseranteil. Das Wasser verdunstet auf der Haut und kühlt diese aus und kann sogar frieren. Sobald es draußen eisig wird, schmiere ich das Gesicht und die Hände vom Kind mit dem Calendula Wind- und Wetterbalsam von Weleda ein. Ich liebe den Geruch und das enthaltene Lanolin und Bienenwachs schützt die Haut hervorragend und lässt sie gleichzeitig noch atmen. Der Balsam ist besonders sanft und auch für ganz kleine Babys geeignet. Die Creme ist übrigens auch für Eltern toll, wenn es lange nach draußen geht. Man glänzt zwar wie ein Honigschinken, aber das Gesicht friert nicht so furchtbar und als Lippenpflege ist der Balsam auch erste Sahne.

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1 – Body aus Wolle & Seide von Engel | 2 – Woll-Leggings von name it | 3 – Socken mit Wolle von reima |
4 – Schlupfmütze aus Schurwolle von Pickapooh | 5 – Woll-Mütze von Pickapooh | 6 – Woll-Overall von Engel |
7 – Schneeanzug von Finkid | 8 – Fäustlinge aus Wollfleece von Pickapooh | 9 – Fäustlinge von Finkid |
10 – Schal aus Schurwolle von Pickapooh | 11 – Gefütterte Lauflernboots von Ricosta | 12 – Wind- und Wetterbalsam von Weleda

*Dieser Beitrag ist in Kooperation mit tausendkind entstanden.

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Musikinstrumente für Kleinkinder

Zuhause musizieren mit Kleinkindern

24. Oktober 2017
Musikinstrumente für Kleinkinder | Zuhause musizieren mit Kleinkindern und Babys | Glockenspiel | ivy.li
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Im PEKiP-Kurs schwärmte die Leiterin von einem Musikkurs für die Kleinsten. Der Leiter sei der der neue Rolf Zuckowski, der Justin Bieber der Kleinkinder. Mit eigenen Liedern und einem Talent für so gut wie jedes Instrument zog er Kinder und Eltern in seinen Bann. Auch uns. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie ergatterte ich durch Zufall einen der begehrten Plätze und ging seitdem einmal die Woche mit unserem Sohn in seinen Kurs. Er konnte noch nicht sitzen, da durfte er schon mit dem Schläger auf ein Glockenspiel einhämmern und an den Saitan einer Gitarre zupfen. Und er liebte es!

Mit dem KiTa-Start habe ich mich schweren Herzens dafür entschieden uns nicht für einen neuen Kurs anzumelden. Wir müssen erstmal in unserem neuen Alltag ankommen. Den Spaß an Musik und Instrumenten wollen wir unserem Sohn aber nicht nehmen und so zogen die ersten Musikinstrumente bei uns ein.

Musikinstrumente für Kleinkinder | Zuhause musizieren mit Kleinkindern und Babys | Tamburin | ivy.li

Musikinstrumente für Kleinkinder

Bei der Auswahl der Instrumente habe ich mich an dem orientiert, was wir aus dem Kurs schon kennen und von dem ich weiß, dass unser Sohn daran Spaß haben wird. Nein, mit 16 Monaten ist unser Kind kein Genie und entlockt der Gitarre zarte Melodien. Aber er freut sich über jeden Ton den er den Saiten entlockt und zupft und streicht sie hingebungsvoll und mit einem Strahlen im Gesicht. Man muss keine Noten lesen können um Spaß an Musikinstrumenten zu haben.

Wir haben ein Tamburin das leise rascheln und ganz laut schellen kann, ein Glockenspiel mit dem wir morgens aus dem Bett geklimpert werden und eine kleine Holzklapper die aussieht wie ein freundliches Krokodil und auch schon mit in die KiTa musste. Eine kleine Flöte der man unterschiedliche Töne durch einen beweglichen Stab entlocken kann, eine Triangel bei der wir ganz leise werden und einen Regenmacher dem man ganz verträumt lauschen kann.

Musikinstrumente für Kleinkinder | Zuhause musizieren mit Kleinkindern und Babys | Holzflöte | ivy.li

Eine Auswahl treffen

Wir haben eine überschaubare Menge an Spielzeug und sprengen mit den Instrumenten fast den Rahmen, den wir uns selbst setzen. Normalerweise sind alle Spielzeuge frei zugänglich und unser Kind kann aus der überschaubaren Auswahl nehmen, wonach es ihm gerade begehrt. Bei den Musikinstrumenten handhaben wir es momentan noch ein ein bisschen anders. Jeden Tag gibt es ein anderes Instrument mit dem er spielen kann.

Eine zu große Auswahl überfordert Babys und kleine Kinder und sie können sich nicht ausgiebig mit einem Teil beschäftigen, weil die anderen Verlockungen so groß sind. Unser Kind spielt viel ausdauernder und intensiver mit Dingen, wenn ihm nicht eine riesige Auswahl unruhig werden lässt, weil er gerne alles bespielen möchte.

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Musizieren mit Kleinkindern ohne musikalisches Talent

Ich kann ganz hervorragend „Alle meine Entchen“ auf dem Glockenspiel spielen und Noten lesen bekomme ich auch noch irgendwie hin. Ich bin zwar kein Rolf Zuckowski oder Florian Voigt, aber ich kann den Instrumenten Töne entlocken, die nicht schief klingen und die eine oder andere Melodie, die man wiedererkennt. Das reicht unserem Sohn auch vollkommen um mir gebannt zuzuhören und zuzuschauen.

Er liebt es mir Dinge nachzumachen. Dafür sind großartige Melodien gar nicht nötig. Gleite ich mit dem Schläger leise über das Glockenspiel, tut er es auch und dann kommt ein verzücktes „Ohhhhhh“. Trommel ich im Takt, klatscht er mit viel Elan mit. Auch ohne herausragendes musikalisches Talent „musizieren“ wir gemeinsam mit ordentlich Spaß.

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Kinderlieder singen

Ohne „Zehn kleine Zappelmänner“ wäre in den ersten 15 Monaten keine Autofahrt denkbar gewesen. Das Lied, gesungen und mit Leidenschaft performt, war eines der wenigen Dinge die unseren Sohn davon abgehalten haben etliche Autofahrten über zu weinen. „Kleine Schnecke“ hat oft die Laune gerettet, wenn sie zu kippen drohte und „Die Jahresuhr“ hat dem zeitweise verhasste Abtrocknen nach dem Baden wieder etwas mehr Spaß verpasst.

Unser Kind mag Lieder, am liebsten gesungen. Er freut sich nicht nur, er beobachtet dabei auch fasziniert den Mund, aus dem die ganzen Töne kommen. Ich bin aber ganz schrecklich darin mir Liedtexte zu merken und träller daher immer wieder das gleiche, kleine Repertoir vor mich her. Um etwas mehr Abwechslung für uns alle reinzubringen, haben wir jetzt drei Liederbücher. Eines passend zu den Jahreszeiten mit schönen Bildern und dicken Pappseiten, damit auch der Sohn darin herumblättern kann. Eines mit Pettersson und Findus, meinen liebsten Personen aus meiner Kindheit und eines mit kleinen Fingerspielen, damit die zehn kleinen Zappelmänner auch mal eine Pause machen können.

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Kinderlieder hören

Hier läuft viel Musik, aber selten richtige Kindermusik. Der Sohn mag auch unseren Musikgeschmack gerne. Oder er ist sehr nett und lässt nicht raushängen, dass er ihn doch ganz schrecklich findet.

Ich tue mich mit den meisten Kinderliedern etwas schwer. Irgendwie werde ich nicht warm mit verzerrten Stimmen, die wie die Schlümpfe klingen oder Liedern die so extrem bunt klingen, wie … eine unsortierte Kiste neonfarbener Textmarker. Musik für Kinder soll fröhlich und schön sein und ja, auch bunt, aber ich finde viele der Lieder die gerade produziert werden klingen so, als wären sie für eine anspruchslose Zielgruppe schnell nebenbei entstanden. Auf Spotify habe ich ein paar schöne Lieder gefunden die ab und an laufen, da gibt es auch die Musik aus dem Zwergenorchester, bei dem wir so gerne waren. Am liebsten lasse ich aber Hörbücher laufen.

Einen CD-Player haben wir nicht und ich möchte nicht extra einen für das Kinderzimmer anschaffen, aber ich liebäugle seit Monaten mit einer Toniebox. Vielleicht liegt sie ja unter dem Weihnachtsbaum. Und bis dahin singe ich einfach weiter selbst und der Sohn gibt alles auf seiner kleinen Ukulele.

Musikinstrumente für Kleinkinder | Zuhause musizieren mit Kleinkindern und Babys | Ukulele | Kindergitarre | ivy.li

Alles für kleine Musiker bei tausendkind

Wir haben unsere schönen Musikinstrumente und Liederbücher bei tausendkind gefunden. Die Auswahl ist groß, aber ausgewählt. Der Onlineshop wurde vor sieben Jahren von zwei Mamas und Freundinnen gegründet, die selbst ein Auge auf die Auswahl der Produkte haben und vieles selbst mit ihren Kindern testen. Das merkt man beim Stöbern, denn eigentlich möchte man alles kaufen. Tausendkind gibt es inzwischen auch in Österreich und in der Schweiz.

Musikinstrumente für Kleinkinder | Zuhause musizieren mit Kleinkindern und Babys | Liederbücher und Musikinstrumente | ivy.li

1. Regenmacher – Die Spiegelburg | 2. Triangel – New Classic Toys | 3. Klangzauber Flöte – Haba | 4. Klapper – Haba | 5. Glockenspiel – New Classic Toys | 6. Tamburin – Voggenreiter | 7. Ukulele – Voggenreiter | 8. Lieder und Reime durch das Jahr | 9. Neue Lieder von Pettersson und Findus | 9. Zippel Zappel Zappelfinger

Das schöne Wolloutfit von Engel haben wir übrigens auch bei tausendkind gefunden.

Musikinstrumente für Kleinkinder | Zuhause musizieren mit Kleinkindern und Babys | Regenmacher | ivy.li

*Dieser Beitrag ist in Kooperation mit tausendkind entstanden.

Baby Kinderzimmer Kleinkind Montessori Wohnen

Hausbett für Kinder

Floor Bed nach Maria Montessori | Kinderbett selber bauen oder kaufen

14. Oktober 2017
Floor Bed nach Maria Montessori | Das Hausbett im Kinderzimmer | Bodenbett statt Gitterbett | ivy.li
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Statt einem Gitterbett steht jetzt ein ebenerdiges Hausbett im Kinderzimmer. Ein Floor Bed angelehnt an die Montessoripädagogik.

Seit knapp einem halben Jahr haben wir ein richtiges Kinderzimmer. Eines in dem unser Sohn spielen und toben kann. Ein Kinderreich in dem er selbstständig entdecken kann. Während der Schwangerschaft haben wir ein Babyzimmer eingerichtet, das nahezu unbenutzt wieder verkauft wurde, denn ich musste lernen, dass das,
was in unserer Kultur als kindgerecht bezeichnet wird oft lediglich elterngerecht ist und nicht den Bedürfnissen von Kindern und Babys entspricht.

Warum wir kein Gitterbett als Kinderbett mehr haben

In unser Kultur sind Gitterbetten vollkommen normal. In keinem Möbelhaus werden Babyzimmer ohne eines ausgestellt und in unseren Köpfen sind sie fest verankert. Obwohl wir uns bereits in der Schwangerschaft dafür entschieden haben unser Kind das erste Jahr über bei uns im Schlafzimmer schlafen zu lassen und es auch mit 16 Monaten noch unsere Nähe im Familienbett genießt, stand im Kinderzimmer ein Gitterbett, noch bevor unser Sohn auf der Welt war. Weil man es eben so kennt, ein Mittagsschläfchen im eigenen Kinderbett sicher ganz toll wäre und nach dem ersten Geburtstag die Ausquartierung aus dem Elternzimmer geplant war. Aber unser Sohn lag keine fünf Minuten in diesem Bett.

Gitterbetten sind nicht für die Bedürfnisse der Kinder gemacht, sondern für die der Erwachsenen. Das Kind liegt dort vermeintlich sicher, kann beim Drehen nicht herausfallen und nicht herausklettern, wenn Mama und Papa endlich mal etwas Ruhe haben wollen.

Kleine Babys wollen Nähe, aber in einem Gitterbett ist kein Platz für Mama oder Papa. Und für ein Kind das immer mehr seine Umgebung erkunden möchte, das jeden Tag ein bisschen mehr nach Autonomie strebt und Selbstständigkeit erlernen will ist das Gitterbett ein Käfig, welches ihm Grenzen setzt und davon abhält seinen eigenen Bedürfnissen nachzukommen. Alleine hinein und hinaus ist oft nicht leicht und Nachts wird nach den Eltern gerufen, wenn das Kind lieber zu Mama und Papa möchte. Oft wird Eltern hier das Gitterbett wieder lästig und sie entfernen Stäbe, um nicht immer wieder ins Kinderzimmer gehen zu müssen.

Natürlich ist es auch wichtig auf die eigenen Bedürfnisse einzugehen und jede Familie entscheidet selbst, wie weit sie bereit sind Kompromisse einzugehen. Für uns haben aber die Vorteile, die das Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes mit sich bringt, überwogen. Und so ist das Kinderzimmer, bis auf den Kleiderschrank (aber das wird noch angepasst), auf die Bedürfnisse unseres Kindes ausgelegt.

Das Floor Bed nach Maria Montessori

Wir schlafen alle gemeinsam in einem Familienbett. Es ist genug Platz um darin zu kuscheln, wild zu träumen oder morgens durch die Kissen zu toben und niedrig genug, damit auch unser Sohn selbstständig hinein und hinaussteigen kann. Ist unser Sohn müde geht er inzwischen immer öfter von sich aus ins Bett und wartet dort auf mich. Ist er morgens wach und Papa schon im Wohnzimmer, steht er auf, steigt vom Bett herunter und spaziert zu ihm. Sind nachts die Träume so wild, dass er sich an das eine oder andere Ende des Bettes rollt, ist der Boden nicht weit und ein „Sturz“ würde ihn vermutlich bloß wecken. Auf magische Weise hielt er aber bis jetzt immer genau vor der Kante an und rollte wieder zurück.

Das Bett im Kinderzimmer sollte die gleichen Möglichkeiten bieten. Ich bin ein Freund der Montessori-Pädagogik die auch für die kleinsten Kinder einen Schlafplatz vorsieht, der ihren Bedürfnissen entspricht und ihre Selbstständigkeit fördert. Das Kind hat das Recht zu schlafen, wenn es schläfrig ist, aufzuwachen, wenn es ausgeschlafen ist und aufzustehen, wann es will. Eine einfache Matratze auf dem Boden reicht bereits dafür aus, wir haben uns allerdings im Kinderzimmer für eine optisch etwas schönere Variante entschieden.

Das Hausbett als Kinderbett

Im Kinderzimmer steht jetzt ein Hausbett. Es ist ebenerdig und auf einem Lattenrost liegt eine feste Matratze. Wir haben uns für Hausbett in 90 cm x 200 cm entschieden. Am liebsten wären mir sogar 140 cm in der Breite gewesen, aber dafür ist das Kinderzimmer leider zu klein. Noch schläft unser Kind nur Mittags in seinem Hausbett, Nachts wird er sicher noch eine Weile bei uns bleiben. Egal ob Mittags oder Abends, wir stillen in den Schlaf. Dass das Bett die Größe eines Erwachsenenbettes hat, ist dafür von Vorteil.

Floor Bed | Hausbett | Bodenbett | Maria Montessori | Leseecke | Kuschelecke | ivy.li

Viele Kinder schlafen am liebsten Nahe ihrer Eltern ein, auch dann noch, wenn sie bereits im eigenen Bett „durchschlafen“. Ein großes Bett, in das ein Elternteil sich problemlos dazulegen kann, liegt also nahe.

Das Hausbett ist aber nicht nur für den Mittagsschlaf da. Es ist unsere Kuschelecke, wir blättern dort durch Bücher oder hören uns Hörspiele an. Und immer öfter trägt der Sohn seine Kuscheltiere in das Bett und legt sich kurz zu ihnen. Er ist ein kleiner Wirbelwind und lange bleibt er nie still liegen, aber die Momente werden immer länger und öfter und er weiß bereits, dass sein Kinderbett für ihn ein Ort der Entspannung ist.

Wir haben uns ein Hausbett bei DaWanda gekauft, da uns Werkzeug und Platz fehlen um ein Haubett selber zu bauen. Wenn in euch ein Handwerkerherz schlägt könnt ihr euch an der einfachen Bauanleitung Anleitung für Kinderbett von Deko-Hus versuchen und ein Hausbett selber bauen.

Gemütliche Deko für das Hausbett

Über dem Dachbalken des Bettes habe ich ein Tuch gelegt um es noch etwas gemütlicher zu machen. Ein bisschen wie in einer Höhle. Das Tuch können wir auch an der Seite bis zum Boden herunter hängen lassen. Gerade liebäugle ich mit einem Betthimmel von Numero74, bin mir aber noch nicht ganz sicher.

Floor Bed | Maria Montessori | Hausbett | Bodenbett | Naturholz | Deko | ivy.li

Eine kleine Lichterkette mit warmweißem Licht funkelt im Dunkeln wie kleine Sterne und das Kind zeigt Abends und Morgens meistens als erstes im Zimmer auf die Lichterkette und fordert mit einem energischen „An“, dass der Papa sie anschaltet. Sie wird mit Batterien betrieben die endlos halten, LED sei dank.

Mein großes Seitenschläferkissen habe ich ans Kopfteil gelegt und polstere damit die beiden Kanten der Bettpfosten ab. Zwei weitere große Kissen machen es noch gemütlicher. Nein, darauf schläft unser Sohn nicht, Mittags liegt er ohne die großen Kissen auf der Matratze. Schläft er später alleine in dem Bett, werden die Kissen vermutlich ganz ausquartiert. Gerade schaue ich nach einer schönen Bettschlang um die Wand an der Seite etwas gemütlicher zu machen.

Bei der Bettwäsche habe ich mich für einfarbige Baumwollbettwäsche entschieden. Noch ist unserem Kind egal ob auf der Bettwäsche wilde Tiere abgebildet sind oder nicht. Das Kinderzimmer ist nicht sehr groß und ich möchte es nicht mit vielen verschiedenen Mustern zu unruhig werden lassen. Wir haben einen Straßenteppich und viele bunte Bauklötze und Kuscheltiere. Es ist auch ohne Kinderbettwäsche bunt und fröhlich bei uns.

Floor Bed | Hausbett | Bodenbett | Maria Montessori | Kuschelecke | ivy.li

Ein schönes und sehr kindgerechtes Kinderzimmer mit Hausbett gibt es bei Lotte & Lieke Ein Kinderzimmer in Pastell.

Schöne Ideen für Bodenbetten und Hausbetten sammle ich bei Pinterest Vielleicht findet sich dort eine Inspiration für die Zimmer eurer Kinder.

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Baby Kleinkind Naturkosmetik Pflege Werbung

Achtsame Körperpflege mit einem Kleinkind

Sanfte Pflege mit der Weleda Calendula Baby Pflegeserie

12. Oktober 2017
Achtsame Körperpflege | Weleda Calendula Baby Pflegecreme | ivy.li
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Liebevoller Körperkontakt, ob beim Stillen, Kuscheln oder bei der achtsamen Körperpflege stärkt die Bindung zwischen Eltern und Kind. Dabei wird Oxytocin ausgeschüttet, das Bindungshormon, welches unser Wohlbefinden steigert, uns entspannt und uns unseren Liebsten verbundener fühlen lässt.

Körperpflege, gerade bei Babys und kleinen Kindern, ist so viel mehr als das schnelle Waschen des Körpers und Wechseln der Windel. Mit unseren Berührungen geben wir Liebe weiter, wir schaffen Geborgenheit, führen Rituale ein die Sicherheit geben und vermitteln Kompetenzen.

Wir zeigen unseren Kindern wie man respektvoll miteinander und mit sich selbst umgeht und wie man seinen eigenen Körper achtsam behandelt und pflegt. Wie wir Körperpflege praktizieren und weitergeben trägt dazu bei wie unsere Kinder ihren Körper wahrnehmen und was für ein Körpergefühl sie entwickeln.

Egal ob Wickeln, Baden oder das Massieren am Abend, wir haben uns für die Körperpflege unseres Babys viel Zeit genommen und diese ruhigen und intimen Momente sehr genossen. Jetzt haben wir einen kleinen Wirbelwind als Sohn. Immer in Bewegung, am entdecken und erkunden.

Es fiel mir am Anfang gar nicht so leicht zu akzeptieren, dass unsere ruhigen Rituale nicht mehr zu uns passen. Aber die Bedürfnisse einer Familie sind immer im Wandel und wir haben schnell gelernt flexibel zu sein. Das bedeutet aber nicht, dass wir weniger liebevoll oder achtsam bei der Körperpflege sind, sondern dass wir neue Wege für uns gefunden haben sie in das aufregende Leben eines Kleinkinds zu integrieren.

Achtsame Körperpflege | Weleda Calendula Baby Pflegecreme | ivy.li

Das Kind mit einbinden und Kompetenzen vermitteln

Egal ob beim Wickeln, waschen oder eincremen, ich finde es wichtig unserem Kind immer die Möglichkeit zu geben etwas selbst zu tun. Ich zeige und erkläre ihm immer alles was ich tue. Jeden Schritt beim Wechseln der Windel, beim Anziehen und Ausziehen, beim Waschen und Cremen.

Ich erzähle und zeige ihm nicht nur was ich mache damit er es versteht und lernt, sondern damit er auch weiß was passiert und er sich darauf vorbereiten kann. Niemand bekommt gerne plötzlich einen feuchten Lappen an den Po oder wird aus dem Nichts mit einer Wasser abgebraust.

Ihn mit einzubinden und aktiv an der Körperpflege teilhaben zu lassen entspannt oft die Situation, wenn sie zu kippen droht. Gerade kleine Wuselkinder haben nicht immer Lust für eine neue Windel still zu halten oder sich nach dem Bad am ganzen Körper eincremen zu lassen. Gebe ich ihm die Möglichkeit zu helfen und selbst Kleinigkeiten zu tun ist er interessiert und gerne bereit zu kooperieren. Dafür plane ich immer etwas mehr Zeit ein.

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Das abendliche Bad als Ritual für einen schönen Tagesabschluss

Unser Baby war kein großer Freund de Badens. Er war nicht abgeneigt, aber auch nicht begeistert. dafür genoss er genauso wie ich die abendliche Massage mit einem milden Öl. Es waren ruhige Momente. Entspannt und ohne Hast wurden Arme und Beine, Hände und Füße, Brust, Bauch und Rücken zärtlich berührt. Und auch das Wechseln der Windel war mit Baby eine kleine Pause im Alltag für die wir uns immer viel Zeit genommen haben. Wir haben uns in die Augen geschaut und angelächelt, es wurde über die weiche Babyhaut gestreichelt und tief durchgeatmet. Besonders mein Mann empfand die Zeit mit unserem Sohn auf der Wickelkommode als sehr angenehm und wichtig für die gemeinsame Bindung.

Aber die Wickelkommode steht schon lange nicht mehr in der Wohnung und gewickelt wird am liebsten im Stehen. Unser kleiner Wirbelwind möchte jetzt auch viel lieber durch das Bett toben oder ein Buch angucken, als sich ruhig und langsam den Körper massieren zu lassen.

Achtsame Körperpflege | Weleda Calendula Baby Pflegeöl | ivy.li

Dafür hat das Bad am Abend einen ganz neuen Stellenwert bekommen. Jetzt steht ein ungeduldiges Kind an der Wanne und meckert, wenn das Wasser nicht schnell genug einläuft. In der Wanne landet nicht nur der Sohn, sondern auch Duplofiguren und eine Piratenquitscheente. Wenn wir nicht aufpassen auch seine Socken. Die zieht er nämlich schon selbst aus, wenn wir ins Bad gehen. Er hebt seine Arme, damit wir ihn schneller aus seiner Kleidung bekommen und er endlich in die geliebet Wanne oder unter die Dusche darf. Genauso gerne wie er badet, duscht er auch mit einem von uns gemeinsam. Wichtig bei beidem ist, dass er den Duschkopf halten und sich damit abbrausen darf. Darauf besteht er.

Gebadet oder geduscht wird immer Abends, als Tagesabschluss und Teil des Zubettgehens. Wir waschen uns die Spuren des Tages vom Körper, Matsch und Knete, die Reste vom Abendessen und den Stress des Alltags.

Nach dem Baden flutscht ein Wuselkind durch meine Hände, das sich im vorbeirasen ein bisschen Öl auf Arme und Beine schmieren lässt. Am liebsten mag er jetzt Creme, die verstreicht er gerne selber. Mit der Cremetube in der Hand steht er auch gerne im Schlafzimmer vor dem großen Spiegel. Darin sieht er sich selbst zu, wie er Creme auf seinem Körper verteilt. Natürlich landet dabei auch oft Creme an anderen Stellen. Auf dem Boden, dem Spiegel oder meiner Kleidung. Aber noch kein Profieincremer ist vom Himmel gefallen.

Danach ziehen wir uns Schlafanzüge an, blättern noch ein bisschen in Büchern, wenn er noch nicht müde ist wird auch noch etwas gespielt und danach geht es ins Bett.

Körperpflege mit der Weleda Calendula Baby Pflegeserie

Achtsamkeit bedeutet nicht nur wie man pflegt, sondern auch womit. Wir wollen nur das beste für unser Kind und achten darauf Produkte zu wählen die die Haut beruhigen und pflegen. Die Haut unserer Kinder ist fünfmal dünner als unsere und mit einem genauen Blick auf die Inshaltsstoffe tuen wir ihr einen großen gefallen.

Weleda begleitet mit seiner Calendula Baby Pflegeserie seit mehr als 50 Jahren Babys und Kleinkinder und war auch Teil meiner Kindheit. Ich bin mit den Weledaprodukten groß geworden und freue mich sie bei jedem Bad, jeder Dusche und jedem Eincremen bei unserem Kind zu nutzen. Als zertifizierte Naturkosmetik sind die Produkte frei von synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen und pflegen zarte Babyhaut ab dem ersten Tag an mit wertvollen Pflanzenauszügen und reinen pflanzlichen Ölen.

Achtsame Körperpflege | Weleda Calendula Baby | ivy.li

Die wertvollen Auszüge aus biologisch angebauter Calendula beruhigen die empfindliche Babyhaut und wirken reizlindernd. Gerade so junge Haut reagiert oft schnell auf äußere Reize mit Irritationen. Gemeinsam mit Hebammen wurde die Calendula Babypflege-Serie extra für die tägliche Pflege der schutzbedürftigen Babyhaut entwickelt.

Das ausgleichende Calendula Pflegecreme beruhigt am Abend Haut und Gemüter. Der angenehme Duft hüllt das ganze Bad ein und entspannt auch uns Eltern am Wannenrand. Es enthält keine Tenside und die ausgewähltn Inhaltsstoffe unterstützend die wärmende und beruigende Wirkung des Wassers.

Die Calendula Waschlotion & Shampoo wird unter der Dusche nicht nur von unserem Kind benutzt. Es reinigt sanft und ist mild zu den Augen. Es sorgt für leicht kämmbares Haare schützt die Haut vor dem Austrocknen.

Mit dem Calendula Pflegeöl parfümfrei öle ich das Wuselkind am liebsten ein, wenn es nach dem Baden etwas schneller gehen muss, weil die Müdigkeit plötzlich doch ganz groß ist. Es hält die Haut weich und geschmeidig und beugt Hautreizungen vor. Es eignet sich auch hervorragend für entspannte Massagen, die vielleicht irgendwann wieder in unseren Alltag zurückkehren. Wer am Wickeltisch wie wir auf Wasser und Öl setzt, kann auch das Pflegeöl zum Reinigen des Windelbereichs einsetzten.

Die Calendula Pflegecreme pflegt die Haut intensiv und gerade in der kälteren Jahreszeit, wenn die Haut durch Heizungsluft schneller austrocknet und strapaziert wird schätze ich sehr. Das enthaltene Wollfett schützt die Haut zusätzlich vor dem Austrocknen und kann im Windelbereich, am Körper und im Gesicht benutzt werden.

Achtsame Körperpflege | Weleda Calendula Baby Pflegecreme | Selbstständig eincremen | ivy.li

Verlosung

Gemeinsam mit Weleda verlose ich drei Baby-Geschenksets. In einer schönen Windeltasche kommt die Calendula Waschlotion & Shampoo, die Calendula Babycreme für den empfindlichen Babypo und für Mama die Sanddorn Handcreme für seidenweiche Hände zu euch.

Achtsame Körperpflege | Weleda Calendula Baby Geschenkset | ivy.li

Was ihr für die Teilnahme am Gewinnspiel machen müsst?

    • Kommentiert hier auf dem Blog mit einer gültigen E-Mail-Adresse (diese wird nicht veröffentlicht und ausschließlich zur Gewinnbenachrichtigung genutzt) und verratet mir, wie es bei euch zuhause abläuft.
    • Mitmachen dürfen alle volljährigen natürlichen Personen.
    • Teilnahmeschluss ist am 20.10.17 um 23 Uhr. Der Gewinner wird am 21.10.17 gezogen und benachrichtigt.
    • Der/die Gewinner/in wird nach dem Zufallsprinzip ermittelt.
    • Der Rechtsweg und die Barauszahlung des Gewinns sind ausgeschlossen.
    • Der Versand erfolgt ausschließlich innerhalb Deutschlands.
    • Sollte sich der Gewinner nicht innerhalb von 10 Tagen melden, verfällt der Gewinn und es wird erneut ausgelost.

Viel Glück.

*Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Weleda entstanden.

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KiTa Erstausstattung

Was braucht man für die KiTa?

11. September 2017
Affenzahn Kindergartenrucksack | Kai Krokodil | KiTa Erstausstattung | ivy.li
Anzeige* Enthält Werbe-Links*

Was braucht man eigentlich alles in der KiTa? Ich habe mich mit den Erziehern und den Eltern aus der Sandkiste unterhalten und für euch zusammengetragen was alles zur KiTa Erstausstattung gehört, was zu empfehlen ist und was vielleicht nicht. Und gemeinsam mit Affenzahn verlose ich für kleine und große Kindergartenkinder einen wunderschönen Kindergartenrucksack eurer Wahl.

Für uns beginnt gerade die Eingewöhnung in der KiTa und mit knapp 15 Monaten startet unser Kind mit einer halbtägigen Betreuung in der Krippe. Und während mein Herz immer öfter nicht weiß ob es vor Freude oder Panik so schnell schlagen soll habe ich die lange Liste für die KiTa Erstausstattung abgearbeitet und für euch zusammengefasst was wir brauchen und was nicht.

Natürlich ist es von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich. Gibt es in der einen Frühstück, muss es in einer anderen in einer Brotdose mitgebracht werden. Es gibt kalte Böden auf denen man nur mit Hausschuhen rumlaufen sollte und Fußbodenheizungen die kleine nackige Füße das ganze Jahr über ermöglichen. Aber eine Grundausstattung ist überall gleich.

KiTa Erstausstattung | Was braucht man für den Start in der Krippe?

Regenzeug – Matschhose und Regenjacke für die KiTa

Ohne Regenzeug für die KiTa geht es einfach nicht. Kinder spielen gerne Draußen, vollkommen egal was das Wetter sagt. Regenzeug sollte in keiner KiTa Erstausstattung fehlen, egal ob für kleine Krippenkinder oder für große Kinder im Elementarbereich. Zwei Teile statt ein Einteiler sind empfehlenswert. Matschhosen wachsen dank Trägern immer etwas mit und man muss nur die Regenjacke öfter wechseln. Außerdem ist ein Einteiler schwere anzuziehen. Wir haben uns gerade eine Thermo-Regenhose von Tchibo | 1 | gekauft und die Regenjacke von Vertbaudet | 2 | steht schon auf unser Liste für die nächste Größe.

Gummistiefel auch für Laufanfänger und Krabbelkinder?

Wer durch Pfützen springt sollte am Ende nicht mit klitschnassen Füßen heim kommen. In Hamburg hat sich der Sommer gerade dazu entschieden lieber Herbst zu spielen und es täglich regnen zu lassen. So viele Gummistiefel sehe ich sonst nur, wenn alle zum Deichbrand stürmen.

Für kleine Kinderfüße gibt es die niedlichsten Gummistiefel, aber nicht für jedes Kind sind sie die richtige Wahl. Für Laufanfänger sind Gummistiefel noch zu schwer und unflexibel und auch Krabbelkinder gibt es in der Krippe die noch keine Gummistiefel brauchen. Es gibt Wasserdichte Socken die in den Draußenschuhen getragen werden können, wasserfeste Überzieher oder Matschhosen mit integrierten Füßen.

Kann das Kind aber schon gut laufen sollten Gummistiefel auf gar keinen Fall fehlen. Wir haben Gummistiefel von BECK | 3 | und sind damit sehr zufrieden. Die Sohle ist nicht zu steif und der Schaft nicht zu hoch. Sie lassen sich leicht anziehen und halten trocken.

Bequeme Wechselklamotten für die KiTa

Es wird gekleckert und geschmiert, im Matsch gespielt und in der Pfütze gebadet und manchmal geht einfach etwas daneben. Ohne Wechselkleidung kommt kaum ein Krippenkind über den Tag. Wir wurden gebeten jeweils fünf Leggings oder gemütliche Jogginghosen und fünf Bodys in der KiTa zu deponieren. Weil es bei uns wirklich immer sehr warm in der Einrichtung ist, brauchen wir nicht noch extra Oberteile. Günstige und schöne Basics gibt es zum Beispiel bei H&M | 4 |.

Body oder Unterhose?

In der Krippe gehen die ersten Kinder schon auf die Toilette. Das gucken sich auch gerne die kleinere Kinder ab und wollen es probieren. Da stört schon mal der Body der erst aufgemacht werden muss und dann zu weit herunterhängt. Wer also schon einen Toilettengänger hat oder weiß, dass demnächst damit gestarten werden möchte, der steigt schonmal auf Unterhose und Unterhemd um. Laut Erzieherin passiert das meistens irgendwann ab dem zweiten Lebensjahr.

Aber generell spricht nichts gegen einen Body als Unterkleidung. Unser Sohn wird sie weiterhin tragen und wir bekommen von den Erziehern bescheid, sollte es Zeit für einen Wechsel sein.

Namensetiketten für die KiTa

Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich gering, dass jedes Kind in der Krippe einzigartige Kleidung, Brotdose und Trinkflasche dabei hat und „Meins!“ nicht unbedingt immer so ganz der Wahrheit entspricht. Was mit in KiTa und Krippe kommt, sollte mit einem Namen versehen sein. Manche Kleidungsstücke haben extra eingenähte Etiketten auf denen man mit einem Filzstift schreiben kann, in andere muss die Omi mühselig den Namen einsticken, oder man besorgt sich Aufkleber mit Namen. Wir haben auf den letzten Drücker Kleidungsetiketten bei Gutmarkiert | 5 | bestellt. Man kann aber auch zuhause Namensetiketten für die KiTa selber drucken.

Hausschuhe oder Schlappen für die KiTa

Unserem Kind ist schnell warm und Schwitzelöckchen sind beim Toben immer Programm. Er ist viel Barfuß unterwegs, im Sommer drinnen wie draußen. Und wir haben Glück, dass unser KiTa in zwei ursprünglich als Wohnungen geplanten Räumlichkeiten ihren Platz gefunden hat. In einem Neubau mit Fußbodenheizung. Es ist also immer schön warm, auch auf dem Boden. Wer mag, kann also gerne Barfuß laufen, Sommer wie Winter.

Das ist natürlich nicht überall so und manche Kinder bekommen auch schnell kalte Füße. Rutschesocken sind nicht so gerne gesehen. Die Noppen nutzen sich schnell ab und geben dann nicht mehr genug halt. Lederpuschen sind in der KiTa gerne gesehen. Wir haben uns für die Fuchspuschen von Polololo | 6 | entschieden. Darin hat das Kind auch schon seine ersten Schritte gemacht. Von den größeren Kindern können diese Puschen auch schon alleine angezogen werden. Offene Schlappen sind nicht zu empfehlen, da sie beim Toben und Rennen leicht abfallen können.

Brotdose und Wasserflasche für die KiTa

In einigen KiTas wird Frühstück, Vesper und Mittagessen gestellt, in anderen nur eines davon und die Kinder müssen Frühstück, Mittagessen oder Jause selbst mitbringen. Und auch auf Ausflügen wird nicht von jeder Einrichtung für Verpflegung gesorgt. Eine Brotdose mit getrennten Fächern die leicht selbst geöffnet werden kann und eine Trinkflasche aus der auch ohne Hilfe getrunken werden kann sind eine gute Wahl. Unser Sohn trinkt gerne aus dem Magic Cup von NUK | 7 |. Der Becher kann nicht auslaufen und aus ihm können die Kinder ohne hilfe trinken. Für die etwas größeren Kinder finde ich die Edelstahlflaschen von Kleen Kanteen mit Sportaufsatz | 8 | sehr schön.

Brotdosentechnisch bin ich seit Jahren ein Fan der Boxen von Monbento. Da gibt es inzwischen auch Lunchboxen für Kinder | 9 | mit einer Lasche zum Öffnen, damit auch kleine Kinderhände alles selbstständig schaffen können und ich glaube, sie machen sich auch ohne niedliche Motive gut in der KiTa Erstausstattung. Ich würde mich sehr über eure Brotdosenempfehleungen freuen. Vielleicht sogar praktisch und niedlich!

Der perfekte Kindergartenrucksack für die KiTa Erstausstattung

Auch wenn bei uns die meisten Sachen immer in der KiTa bleiben und wir keine Brotdose brauchen, gibt es für unser Kind einen kleinen Rucksack. Darin wird jeden Freitag sein Lieblingsspielzeug landen, bis die Erzieher den Bring-dein-Lieblingsspielzeug-Tag wieder aufgrund von zu viel Tränen abschaffen. Und auf Ausflügen begleitet er unseren Sohn mit einem Trinkbecher und Diesem und Jenem, was eben so mit muss.

Wir haben uns für einen Kindergartenrucksack aus der Serie „Kleine Freunde” von Affenzahn | 10 | entschieden. Kai Krokodil kommt mit in die Krippe. „Kleine Freunde“ sind für Kinder von 1 – 3 Jahren, klein genug für kleine Kinderrücken und groß genug für Snacks, Spielzeug und eine warme Mütze. Für die größeren Kids gibt es die Serie „Große Freunde“.

Die Rucksäcke von Affenzahn sind liebevoll gestaltet und haben viele kleine Details, die die Kinder entdecken können. Ausziehbarer Zungen und kleine „Geheimfächer“ machen Spaß. Die Träger der Rucksäcke sind weich gepolstert und für besseren Halt gibt es einen Brustgurt der kinderleicht auch von kleinen Händen auf und zugemacht werden kann. Damit man auch im Dunkeln gesehen wird, haben alle Rucksäcke Reflektoren. Die Kindergartenrucksäcke von Affenzahn machen sich in jeder KiTa Erstausstattung gut.

Wenn ihr auch für euer Krippen- oder KiTa-Kind einen Affenzahn als Begleiter möchtet, könnt ihr ganz am Ende des Artikels an einer kleinen Verlosung teil nehmen. Zusammen mit Affenzahn verlose ich einen Rucksack eurer Wahl.

KiTa-Kind | Glückliches Kind | Affenzahn Kindergartenrucksack | Kai Krokodil | KiTa Erstausstattung | ivy.li

Windeln, Feuchttücher und Pflegeprodukte für die KiTa

Windeln und Feuchttücher stellt bei uns die KiTa. Andere Einrichtungen lassen sich eine Pauschale zahlen oder man hinterlegt dort seinen eigenen Windelvorrat. Wie das bei euch laufen wird, bekommt ihr oft schon bei den Besichtigungen erzählt. Ich habe gemerkt, dass in Hamburger KiTas fast ausschließlich Windeln gestellt werden.

Gibt es Unverträglichkeiten bei bestimmten Windelmarken solltet ihr das mit den Erziehern besprechen, denn darauf muss und wird eingegangen. In der KiTa gibt es nur Pampers aber euer Kind hat den seidigen Po nur bei den Windeln aus der Drogerie? Es ist immer Möglich seine eigenen Windeln zu hinterlegen, selbst wenn die KiTa welche stellt. Es ist bei uns auch gar kein Problem wenn die Feuchttücher nicht vertragen werden. Die Erzieher greifen auch gerne einfach mal nur zu Wasser.

In unserer Einrichtung wird mit No-Name Windeln gewickelt, die Feuchttücher sind sensitiv und die Pflegeprodukte von Weleda | 11 |. Wenn der Sohn etwas nicht vertragen sollte, hinterlegen wir unsere Windeln und Feuchttücher von LILLYDOO | 12 |.

Lieblingskuscheltier als Begleiter?

Manche Kinder haben ein Schnuffeltuch, ein Lieblingskuscheltier oder den Bagger, der eigentlich überall hin mit muss. Aber wer schonmal mit dem Lieblingsgegenstand auf dem Spielplatz war, der weiß wie blöd diese Idee eigentlich ist. Sein Lieblingskuscheltier will man nicht teilen, aber das verstehen die Kleinste noch nicht. Jeder will mal damit spielen, es anfassen und durch die Gegend tragen. Es in die KiTa mitzunehmen bereitet oft mehr Tränen, als das es welche trocknet.

Es einfach zuhause lassen geht natürlich meistens auch nicht. Aus den Augen aus dem Sinn funktioniert nicht bei allen. Mit dem Kind gemeinsam Tschüss zum Lieblingskuscheltier sagen kann den Abschied leichter machen und die Freude auf ein Wiedersehen später den Heimweg verschönern.

Einige KiTas haben einen bestimmten Tag in der Woche, an dem die Kinder eigene Spielsachen mitbringen können. Den gibt es zum Beispiel bei uns gerade auf Probe. Es läuft laut Erzieherin … durchwachsen.

Familienfotos mit in die KiTa nehmen

Jedes Kind hat bei uns in der Einrichtung einen eigenen Ordner in dem die Erzieher festhalten was das Kind alles erlebt. Darin blättern nicht nur gerne die Eltern, sondern auch die Kinder. Das Gestalten des Ordners übernehmen für die Krippenkinder die Eltern. Ganz wichtiger Auftrag der Erzieherin: Ein Familienfoto einkleben. Die Kinder gucken es sich gerne an wenn sie etwas Heimweh haben oder um den anderen Kindern stolz zu zeigen wie Mama und Papa aussehen. Gibt es so einen Ordner nicht, sind auch die Fotobücher von Kleineprints | 13 | eine wirklich schöne Variante. Die passen in jeden kleinen Rucksack.

Verlosung

Die Verlosung ist bereits beendet und der Gewinner glücklich mit seinem Kindergartenrucksack.

Damit euer Kind den perfekten Begleiter für Krippe und KiTa hat, verlose ich gemeinsam mit Affenzahn einen der wundervollen Rucksäcke eurer Wahl.

Was ihr für die Teilnahme am Gewinnspiel machen müsst?

  • Kommentiert hier auf dem Blog mit einer gültigen E-Mail-Adresse (diese wird nicht veröffentlicht und ausschließlich zur Gewinnbenachrichtigung genutzt) und verratet mir, welcher euer Wunschrucksack ist.
  • Mitmachen dürfen alle volljährigen natürlichen Personen.
  • Teilnahmeschluss ist am 20.09.17 um 23 Uhr. Der Gewinner wird am 21.09.17 gezogen und benachrichtigt.
  • Der/die Gewinner/in wird nach dem Zufallsprinzip ermittelt.
  • Der Rechtsweg und die Barauszahlung des Gewinns sind ausgeschlossen.
  • Der Versand erfolgt ausschließlich innerhalb Deutschlands.
  • Sollte sich der Gewinner nicht innerhalb von 10 Tagen melden, verfällt der Gewinn und es wird erneut ausgelost.

Viel Glück.

Affenzahn Kindergartenrucksack | Kai Krokodil | KiTa Kind | Papa und Sohn | ivy.li

Ihr seid noch gar nicht soweit euch mit der KiTa Erstausstattung auseinanderzusetzten? Vielleicht ist ja meine Erstausstattung für Babys genau das richtige für euch!

*Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Affenzahn entstanden.

*Werbe-Links | Kauft ihr etwas über diese Links, bekomme ich eine winzig kleine Provision, für euch ändert sich der Preis dadurch aber nicht. Für die Platzierung der Links werde ich nicht bezahlt.

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Was Attachment Parenting für mich bedeutet

Unser Weg der bindungs- und bedürfnisorientierten Elternschaft

3. September 2017
Was Attachment Parenting für mich bedeutet | Unser Weg der bindungs- und bedürfnisorientierten Elternschaft | ivy.li

Gerade geht ein Artikel um in dem Attachment Parenting als Selbstaufgabe der Eltern bezeichnet wird und der einen Weg in ein so schlechtes Licht rückt, der eigentlich so schön, leicht und voller Liebe sein kann. Um zu zeigen, dass Attachment Parenting nichts mit Selbstaufgabe zu tun hat, sondern mit Liebe und Selbstfürsorge hat Susanne Mierau auf ihrem Blog geborgen wachsen zu einer Blogparade aufgerufen. Und weil mich die eine Mama aus dem Nebeneingang immer noch wie einen Alien ansieht, wenn ich ihr erzähle, dass unser Kind noch immer nicht im eigenen Bett mit der Milchflasche in der Hand einschläft mache ich mit und teile mit euch unseren Weg der bindungsorientierten Elternschaft.

Was bedeutet Attachment Parenting eigentlich? Die 7 Baby-Bs

Der Begriff Attachment Parenting stammt vom amerikanischen Kinderarzt William Sears und beschreibt eine Erziehungslehre die auf der Bindung zwischen Eltern und Kind und das Vertrauen in sich selbst, die eigenen Instinkte und die Kompetenz des Babys basiert. Eckpfeiler seiner Lehre sind die 7 Baby-Bs die nicht als starre Regeln, sondern als Hilfsmittel für eine eine bindungsorientierte Elternschaft gesehen werden sollten.

Birth Bonding (Bindung nach der Geburt durch Haut-an-Haut-Kontakt )
Breastfeeding (Stillen nach Bedarf)
Babywearing (Das Tragen des Kindes in Tuch oder Tragehilfe)
Bedding close to baby (Das gemeinsame Schlafen im Familienbett)
Belief in the language value of your baby’s cry (Glaube an die Signale des Babys)
Beware of baby trainers (Vorsicht vor Babytrainern)
Balance and boundaries (Gleichgewicht und Grenzen)

In unserem Familienleben setzten wir alle Bs um. Wir gehen auf die Bedürfnisse unseres Kindes ein, Tragen, Stillen und schlafen im Familienbett und achten auch auf das Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen aller Familienmitglieder und das Wahren von eigenen Grenzen.

Was bedeutet Attachment Parenting für mich?

Attachment Parenting hat keine starren Regeln, uns werden Hilfsmittel in die Hand gelegt die uns dabei unterstützen können ein liebevolles Familienleben zu führen, unser Kind in einer geborgenen Umgebung aufwachsen zu lassen und ihm für sein Leben die Sicherheit mitzugeben, diese Geborgenheit immer wieder bei uns und in sich selbst zu finden.

Attachment Parenting bedeutet für mich in erster Linie eines, nicht müssen. Unser Kind muss nicht lernen alleine einzuschlafen und muss nicht lernen durchzuschlafen. Es muss nicht noch vor den ersten eigenen Schritten eine hohe Frustrationstoleranz erlernen, nur weil später im Leben nicht immer die Sonne scheint. Es muss nicht jetzt Beikost essen, weil man das eben jetzt so macht. Es muss einfach nicht. Und auch wir Eltern müssen nicht. Wir müssen nicht vor der Kinderzimmertür ausharren bis das Kind weinend eingeschlafen ist, weil es lernen muss, dass wir nicht immer da sind, denn wir sind immer da. Wir müssen uns nicht an Beikostpläne halten, weil sie jemand erstellt hat, denn wir glauben daran, dass unser Kind essen wird, wenn es essen mag. Und wir müssen auch nicht hart bleiben, wenn wir eigentlich weich sind. Wir müssen einfach nicht.

Attachment Parenting bedeutet für mich können. Wir alle können uns in unserem eigenen Tempo entfalten und in einer geborgenen Umgebung wachsen. Sowohl unser Kind, als auch wir Eltern. Denn auch wir wachsen mit jedem neuen Tag. Und wir alle wachsen jeden Tag weiter zusammen.

Selbstfürsorge statt Selbstaufgabe

Attachment Parenting bedeutet bindungs-, bzw. bedürfnisorientierten Elternschaft und das bedeutet, dass wir auf die Bedürfnisse von uns allen eingehen. Sowohl auf die des Kindes, als auch auf die von uns Eltern. Pflege ich mich nicht selbst, gebe mich selbst auf, kann ich nicht in dem Maße auf Bedürfnisse meines Kindes eingehen, wie es eigentlich nötig ist. Selbstfürsorge ist daher für mich ein wichtiger Eckpfeiler von Attachment Parenting. Und nur weil wir auf die Bedürfnisse unseres Kindes eingehen, heißt das nicht, dass es keinen Platz mehr für unsere Bedürfnisse gibt.

Ja, natürlich gibt es Zeiten in denen die Bedürfnisse des Kindes weit über unseren stehen und wir unsere zurückstellen. Wie gerne hätten wir in den ersten Monaten ein bisschen mehr geschlafen, aber das Kind hatte so viel, was es verarbeiten musste und das ging nur in unseren Armen. In unseren müden und ungewaschenen Armen. Aber wie in jeder innigen Beziehung ist man für den anderen da, wenn er einen braucht. Vielleicht definiere ich Selbstaufgabe anders, aber mich temporär an zweite Stelle zu setzen um für jemanden da zu sein der mich braucht, ist für mich keine Selbstaufgabe.

Wir Eltern finden in unserem Familienalltag immer Raum und Zeit um etwas für uns zu tun. Und oft gibt uns erst Attachment Parenting die Möglichkeit dazu.

Wie wir Attachment Parenting leben

Können und nicht müssen bedeutet, dass wir selbst für uns festlegen welcher Weg am besten zu uns und unseren Bedürfnissen passt. Was sich für uns nicht gut anfühlt, ist nicht das richtige für uns.

Wir schlafen gemeinsam im Familienbett weil es für uns alle der leichteste und angenehmste Weg ist um Nachts genug erholsamen Schlaf zu bekommen. Wir schlafen eben alle nicht gerne alleine.

Wir stillen auch noch nach 14 Monaten, denn für unser Kind ist Muttermilch nicht nur Nahrung, es ist auch so viel mehr. Stillen ist Zeit für uns, Trost wenn die Tränchen nicht trocknen wollen, Einschlafhilfe, wenn der Tag so aufregend war oder der Traum so aufwühlend. Und Stillen ist für uns als Eltern einfach der entspanntere Weg. Wir müssen nicht ständig Flaschen und Pulver bei uns haben, Nachts muss niemand aufstehen und Unterwegs verzweifeln wir nicht, wenn wir kein heißes Wasser haben.

Die ersten Monate haben wir fast ausschließlich getragen, im gesamten ersten Jahr waren Tragetuch und Babytrage weitaus öfter im Einsatz als der Kinderwagen. Getragen werden tat und tut nicht nur unserem Kind gut, das viel Nähe braucht und fordert, es tut auch uns gut. Mein Mann nimmt noch jetzt lieber unser Kleinkind in die Trage, als den Kinderwagen zu nehmen. Er genießt die Nähe zu unserem Kind, die ihm Tagsüber durch den Arbeitsalltag fehlt. Und wir haben die Hände frei.

Das gemeinsame Schlafen, Tragen und Stillen, all das stärkt die Bindung zu unserem Kind und gibt uns Eltern gleichzeitig Zeit und Raum um für uns selbst zu sorgen.

Wir bekommen nachts oft alle genug schlaf, weil niemand lange Wege gehen muss um bei dem anderen zu sein. Wird Nähe gebraucht ist sie da. Wacht unser Kind Nachts auf weil es Hunger oder Durst hat, oder weint es weil ein Traum oder die Dunkelheit angsteinflößend sind, dann öffne ich bloß meine Arme und halte oder stille und wir schlafen gemeinsam wieder ein, oft noch bevor wir wirklich wach waren.

Wir müssen nicht am Bett ausharren und warten bis unser Kind endlich von alleine einschläft, wir legen uns zusammen hin und oftmals finde ich in diesen Momenten Zeit um den Tag revue passieren zu lassen, zu entspannen und kurz abzuschalten. Manchmal lese ich oder schreibe auf, wie gerade jetzt, was mich beschäftigt. Ja, es gibt auch Phasen in denen mein Kind mich auch im Schlaf braucht, aber dann nutze ich die Zeit um selbst zu schlafen, zu lesen oder ein Hörbuch zu hören. Es folgt immer wieder eine Phase in der ich nach der Einschlafbegleitung wieder aufstehen kann um dieses oder jenes zu tun. Sowohl Nachts als auch Tagsüber.

Durch das Tragen sind wir viel flexibler. Wir kommen leichter und schneller von hier nach dort, wir können Dinge erledigen und gleichzeitig die Nähe geben, die das Kind braucht. Ich habe in den ersten Monaten den Haushalt immer mit Kind im Tuch erledigt, war stundenlang spazieren mit einem Buch in der einen und einem Kaffee in der Hand, während das Kind an mich gekuschelt schlief. Mein Mann und haben Händchen gehalten und waren gemeinsam Essen, während unser Sohn in Trage und Tuch entspannte, was ihm im Kinderwagen oder abgelegt auf einer weichen Decke oft nicht gelang.

Wir lassen unser Kind entscheiden wann es bereit ist zu Essen und sich abzustillen. Dadurch geben wir ihm die Möglichkeit selbst auf seine eigenen Bedürfnisse zu hören und sie zu erkennen. Das ist ein wichtiger Schritt zur Selbstständigkeit die uns später immer mehr Freiraum gibt. Und dieser Weg lässt uns als Eltern auch viel entspannter sein. Wir müssen uns nicht an Pläne halten, setzten uns alle nicht unter Druck. Ich muss nicht extra für das Kind kochen, denn er isst mit uns mit und wenn er partout nicht mag, dann stille ich ihn. Ich schleppe keine Tausend Gläschen mit, nur das was ich selbst auch auf langen Ausflügen gerne snacke und teile mir mit meinem Kind Wassermelone und Blaubeeren. Ich muss meinem Sohn nicht mühsam beibringen wie es nach der Breizeit selber isst, er lernt es von anfang an bei uns. Und ich muss auch keine Machtkämpfe austragen, weil das Kind einfach nicht seinen Mund für den Karottenbrei aufmachen will.

Wir geben uns allen die Möglichkeit uns selbst zu entfalten.

Geben und Empfangen

Immer wenn ich etwas gebe, bekomme ich etwas zurück. Schenke ich Liebe und Geborgenheit erreicht auch mich Liebe und Geborgenheit. Bin ich für den anderen da, wird auch er es für mich sein. Natürlich wiegt mich mein Kind noch nicht in den Schlaf, wenn ich es bin, die Nachts einfach nicht zur Ruhe kommt, aber ich merke immer öfter wie unser Sohn seine eigene Selbstständigkeit entdeckt, weil wir ihn lasse, ihm vertrauen und ihm die Sicherheit geben, dass er sich frei entfalten kann und wir ihn dabei unterstützen. Mit jedem kleinen Stück mehr seiner Selbstständigkeit bekommen wir ein bisschen mehr Freiheit. Eine in der wir uns keine Gedanken machen müssen.

Ich bin mir sicher, dass mein Kind im Laufe seines Lebens auf unsere Bedürfnisse und die von anderen achten wird, weil wir seine Bedürfnisse achten und ihm Achtsamkeit vorleben.

Passend zum Thema hat Susanne einen weiteren Artikel über die verschiedenen Richtungen und deren Begriffe geschrieben, welche Vor- und Nachteile es hat einen „Erziehungsstil“ einen Namen zu geben.