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Was kommt in den Ich-werde-jetzt-großer-Bruder-Rucksack?

Die „Kliniktasche“ für das große Geschwisterkind

8. Oktober 2018
Was kommt in den Ich-werde-jetzt-großer-Bruder-Rucksack? | Die „Kliniktasche“ für das große Geschwisterkind
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Baby Nummer zwei steht in den Startlöchern und wenn es nicht heute losgeht, dann morgen oder übermorgen. Meine Kliniktasche steht bereit neben der Tür und direkt daneben der Ich-werde-jetzt-großer-Bruder-Rucksack. Während in meiner Tasche alles ist, was ich unter der Geburt in der Klinik brauchen könnte, ist im Rucksack vom Kind alles zu finden, was einen Oma-Tag noch besser machen kann, als es Oma an sich nicht eh schon tut. Denn unser kleines, bald großes Kind, kann nicht mit in die Klinik und wird das erste Mal von uns beiden zusammen getrennt sein und eine richtig tolle Zeit mit seiner Oma haben.

Optimal wäre es natürlich, wenn wir morgens Jonah in die KiTa bringen, danach direkt in die Klinik fahren und zur Abholzeit bereits mit dem Geschwisterchen wieder auf dem Heimweg sind, aber eine Geburt lässt sich ja im Normalfall nicht so gut planen und wir sind auf alle Fälle vorbereitet. Geht es in der Nacht los, können wir bei lieben Nachbarn anrufen, mit denen wir eigentlich fast jeden Tag zusammen im Innenhof sind und denen Jonah vertraut und die er wirklich gern hat. Meine Mutter wohnt ein kleines bisschen zu weit weg um Nachts richtig schnell bei uns zu sein, aber sie übernimmt dann am Tag, holt Jonah aus der KiTa ab, bereitet ihm einen richtig tollen Tag und bringt ihn Abends ins Bett.

Ich bin froh meine Mutter in der Nähe und so tolle Nachbarn um uns herum zu haben, die unser Kind alle gut kennen und die unser Kind so sehr mag. Das nimmt ein bisschen von meiner Aufgeregtheit und ich fühle mich fast schon gut auf die Situation vorbereitet, auf die man sich eigentlich gar nicht richtig vorbereiten kann.

Was kommt in den Ich-werde-jetzt-großer-Bruder-Rucksack? | Die „Kliniktasche“ für das große Geschwisterkind

Ich-werde-jetzt-großer-Bruder-Rucksack

Egal ob wir nur für ein paar Stunden am Nachmittag nicht da sind, über Nacht oder doch ein bisschen länger, wir haben zusammen einen Rucksack für unser Kind gepackt in dem das ist, was er bei den Nachbarn zum Übernachten oder Unterwegs mit seiner Oma brauchen könnte. Inzwischen weiß Jonah, was es mit dem Rucksack an der Tür auf sich hat und er erzählt immer ganz stolz beim Schuhe anziehen im Flur, dass das sein Großer-Bruder-Rucksack ist und das er sich freut. Insgeheim bin ich mir allerdings sicher, dass er sich primär auf die Kekse freut, die wir gemeinsam hinein packten. Aber welches Kind würde sich nicht auf Kekse freuen? Ich habe in meine Kliniktasche auch einen ordentlichen Snackvorrat gepackt mit allem, was mich glücklich machen könnte.

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Lieblingsbücher

Gemütlich auf dem Sofa oder im Bett, als kleine Pause vom Trubel, zum Wachwerden und Einschlafen, hier wird jeden Tag vorgelesen und Jonah liebt seine Bücher. Ganz hoch im Kurs stehen gerade „Die neugierige kleine Hexe“, „Kennst du Pettersson und Findus?“ und eines von diversen Büchern über Fahrzeuge. Eine kleine Auswahl seiner Lieblingsbücher darf auf keinen Fall in seinem Rucksack fehlen, egal ob wir über Nacht in der Klinik sind oder Oma ihn aus der KiTa abholt und wir ihn Abends mit Baby im Gepäck wieder in die Arme schließen.

Mama und Papa

Fotos angucken und am liebsten eines davon mit ins Bett nehmen, das mag der Sohn wirklich sehr gerne. Aktuell nimmt er immer ein Foto mit Cupcakes mit bunten Streuseln mit ins Bett, vielleicht möchte er es aber gegen Bilder von uns eintauschen, wenn Tom und ich ihn nicht ins Bett bringen können.

Teddy

Das Lieblingskuscheltier kommt nicht nur Abends mit ins Bett, sondern muss auch tagsüber oft mit auf Entdeckungsreisen. Natürlich darf er im Rucksack nicht fehlen.

Wichtige Papiere

Für den Notfall kommen wichtige Unterlagen mit. Eine Liste mit Telefonnummern, der Impfpass und die Krankenkassenkarte. Alles zusammen liegt im U-Heft, damit nichts abhanden kommt.

Lieblingsspielzeug

Die drei Schleichtiere und der Hubschrauber müssen Abends immer neben dem Bett aufgereiht stehen und abwechselnd begleitet Jonah oft eines der Spielzeuge bis zur KiTa, wo es dann in seinem Fach auf ihn wartet.

Snacks

Oma sorgt bei jedem ihrer Besuch für einen großen Vorrat an Obst aus ihrem Garten. Keine Birne schmeckt so gut wie eine von ihren und ihre getrockneten Apfelringe aus Fallobst überleben bei uns keine zwei Tage, so lecker sind sie. Für die gemütlichen Vorlesestunden auf dem Sofa oder das Modellschiffe-Beobachten im Park mit Oma durfte sich Jonah eine besondere Leckerei aussuchen. Zielsicher hat er sich die LEIBNIZ ZOO Safari-Kekse gegriffen, die ich mir eigentlich selbst in meine Tasche packen wollte. Er weiß eben, was gut ist und Butterkekse mit Schokolade sind richtig gut.

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Was kommt in den Ich-werde-jetzt-großer-Bruder-Rucksack? | Die „Kliniktasche“ für das große Geschwisterkind

Nicht im Rucksack aber in einem Jutebeutel griffbereit neben dem Rucksack sind ein paar Dinge ohne die Jonah nicht auf einem Ausflug mit Oma oder zur Übernachtungsparty gehen kann, die ihm vermutlich aber vollkommen egal sind.

Wickeltasche

In der kleinen Wickeltasche sind Feuchttücher und Windeln und ein kleines Notfallset mit Wundspray, Pflastern und Taschentüchern.

Zahnbürste

Zähneputzen ist jetzt nicht gerade Jonahs Lieblingsbeschäftigung, also durfte er sich extra für diesen besonderen Tag Zahnpasta und Zahnbürste aussuchen. Passend zur aktuellen Hexenliebe hat die Zahnbürste einen Zauberstab und natürlich schmeckt die Zahnpasta nach Beeren.

Die kleine Hexe

Ohne die kleine Hexe schläft der große Sohn nicht ein. Er liebt die Geschichte und wir Eltern können inzwischen schon jedes Lied mitsingen. Wie die Toniebox funktioniert weiß Oma noch nicht, aber Jonah kann sie im Schlaf selbst bedienen und ist immer wieder stolz wie bolle, wenn er jemanden zeigen kann, wie toll er das schon alleine kann.

Schlafsachen und Wechselkleidung

Pyjama und Wechselkleidung dürfen natürlich nicht fehlen. Das ist klar, oder?

Unser Baby wird großer Bruder

Es ist ein komisches Gefühl, sein kleines Baby für einige Stunden abzugeben um es dann im Anschluss als großen Bruder wieder in die Arme zu schließen. Wenn ich mir unsere Quatschnudel so ansehe, bin ich mir aber sicher, dass er ganz schnell in seine neue Rolle hineinwächst und ein ganz fantastischer Großer Bruder sein wird, der seinem kleinen Bruder den schönsten Schabernack beibringen wird.

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Baby Geburt Lieblinge Stillen

Babys Erst­aus­stattung | Erstlingsausstattung

Was man in der ersten Zeit mit Baby braucht und was nicht

22. August 2017
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Wenn ein Baby auf die Welt kommt braucht es vor allem eins: Liebe! Ganz viel davon. Und ein bisschen hiervon und davon. Was wir als Erstausstattung gebraucht haben (und was nicht) und was ich euch für Tipps mit auf dem Weg geben kann, habe ich euch in diesem Beitrag zusammengefasst.

Kurz vor der Geburt bin ich irgendwann in Panik ausgebrochen und habe die Liste aus dem Geburtsvorbereitungskurs mit all den Produkten, die unerlässlich für die ersten Tage, Wochen und Monate mit Baby schienen abgearbeitet und angehäuft wovon mich mein Mann nicht abbringen konnte. Gut 14 Monate später krame ich unbenutzte Sachen aus Kisten im Keller und versuche sie bei ebay-Kleinanzeigen zu verschenken.

Auf den ganzen Listen für die Erstlingsausstattung im Internet und die einem gerne mal in Kursen und Arztpraxen in die Hand gedrückt werden stehen so viele Dinge drauf, die man eigentlich gar nicht braucht. Und wenn man tatsächlich in diese Situation kommen sollte, dass sie doch unerlässlich für einen sind, dann gibt es auch nach der Geburt noch Zeit sie zu organisieren. Für den Anfang braucht es nämlich eigentlich gar nicht so viel.

Erstausstattung Baby-Kleidung

Erstausstattung | Baby Kleidung | Wolle, Seide, Baumwolle | Waschmittel | Wickelbody | Wollwalk | ivy.li

Nein, ihr müsst nicht eine ganze Kommode mit Kleidung füllen oder schon mal die nächsten Größen auf Vorrat parat haben. In der Regel reicht es für die Erstlingsausstattung vollkommen aus eine kleine Auswahl an bequemen Kleidungsstücken zu haben, in der das Baby mit euch kuscheln kann. Wir bekamen während der Schwangerschaft gesagt, dass unser Kind sehr groß werden würde und in den Armen hielten wir dann ein 48 cm Baby, das keine 3 Kilo auf die Waage brachte. Die vorsorglich gekaufte Kleidung in 56 war dann natürlich viel zu groß und auch 50 schlabberte überall. Aber mit ein bisschen Umgekrempel passte dann doch alles.

Das richtige Waschmittel

Bevor es losgeht mit Babykleidung fangen wir lieber mit dem richtigen Waschmittel an. Schließlich muss man Babykleidung ziemlich oft waschen. Babyhaut ist zart, weich und empfindlich. Am besten reizt man sie nicht unnötig und verzichtet optimalerweise auch auf starke Duftstoffe, wie sie in handelsüblichen Waschmitteln und Weichspüler zu finden sind. Wollt ihr eurem Baby einen Gefallen tun verzichtet ihr auch bei eurer Wäsche darauf und lasst die Finger von Parfüms und stark parfümierten Pflegeprodukten. Euer Baby mag am liebsten euch riechen. Wir nutzen schon lange ökologisches Waschmittel von Ecover. Ich kann das Waschpulver sehr empfehlen, da es nahezu geruchsneutral ist. Das Flüssigwaschmittel riecht hingegen sehr stark und ich bekomme schon bei kleinen Mengen Kopfschmerzen. Sowohl meine Haut, die gerne mal gegen dieses und jenes eine allergische Reaktion hervorbringt, als auch die Haut unseres Kindes vertragen es sehr gut. Die Wäsche wird sauber und weich. Weichspüler kommt bei uns gar nicht zum Einsatz. Wer nicht darauf verzichten mag, kann statt herkömmlichen Weichspüler etwas Essig zu Wäsche geben.

Wolle, Seide und Baumwolle

Egal ob Sommer oder Winter, Wäsche aus Wolle und Seide eignet sich ganz hervorragend. Beides wirkt temperaturregulierend und verhindert ein überhitzen und hält gleichzeitig an kühlen Tagen warm. Wem die Pflege zu aufwändig ist sollte bei reiner Baumwolle bleiben, aber nicht auf Kunstfasern zurückgreifen. Ich kann aber aus Erfahrung sagen, dass auch Wolle und Seide sich leicht pflegen lässt.

Basics

Wickelbodys sind gerade in der Anfangszeit sehr praktisch und sollten in keiner Erstlingsausstattung fehlen. Kleine Babys mögen es oft nicht, wenn man ihnen etwa über den Kopf anzieht. Außerdem sind weiche Hosen mit breitem Bund eine gute Investition. Ich mag Pumphosen besonders gerne. Sie können auch gerne schon eine Nummer größer sein, sie wachsen ein bisschen mit. Enge Hosen, Jeanshosen oder Hosen mit schmalem Bund, Kordeln zum Festziehen oder Knöpfen finde ich für kleine Babys ungeeignet. Die Kleinen wollen es weich und kuschelig haben und das kleine Bäuchlein soll nicht von etwas eingeschnürt oder eingedrückt werden. Hosen mit Füßen sind zwar süß und in den ersten Tagen wirklich praktisch, aber sie müssen recht schnell wieder aussortiert werden, denn sie wachsen nicht mit. Ich würde lieber ein paar Söckchen mehr kaufen. Strumpfhosen sind etwas elastischer und zwei, drei Paar machen sich in der Erstausstattung immer gut. Die aus Merinowolle sahen bei uns länger schön aus, als die aus Baumwolle. Socken aus Baumwolle und Wolle kann man gerne zu viel haben. Auch kleine Baby haben die magische Fähigkeit sie zu verlieren. Schuhe braucht eigentlich kein neugeborenes Baby. Wir haben erst weiche Lederpuschen gekauft, als unser Sohn anfing draußen die nasse Frühlingswelt zu entdeckte.

Strampler empfand ich übrigens als eher unpraktisch. Beim Wickeln eine Hose herunterzuziehen und den Body zu öffnen war einfacher und schneller als einen Strampler an- und auszuziehen. Die Bodys wurden regelmäßig angespuckt und mussten gewechselt werden, die Hosen blieben weitaus länger sauber. Einen Strampler hätten wir immer komplett wechseln müssen.

Habt lieber einen Schlafanzug zu viel als zu wenig. Windeln laufen gerne nachts über. Hier ist ein Einteiler bequemer und praktischer als ein Zweiteiler, da kein Oberteil hochrutsche kann.

Zwei, drei dünne Jäckchen oder Wickeloberteile sollten auch in der Baby Erstausstattung nicht fehlen. Oberteile die man über den Kopf ziehen muss würde ich erst später nutzen.

Für Draussen

Ganz kleine Babys tragen auch im Sommer ein kleines Häubchen aus Baumwolle, Seide oder einem Wolle/Seide-Mix wenn sie aus dem Haus gehen. Winterbabys brauchen noch eine Mütze, am besten aus Merinowolle.

Egal ob frisch geboren oder schon ein bisschen größer, für Herbst und Winter kann ich einen Wollwalk-Overall empfehlen. Sie sind dünn, lassen Platz zum Bewegen und halten trotzdem schön warm, lassen das Baby aber gleichzeitig nicht überhitzen wenn man angezogen mit ihnen aus dem Kalten ins Warme kommt und ein bisschen dort bleibt.

Heißer Tipp

Mein absoluter Tipp und Must-have für die Erstausstattung? Dreieckstücher. Sie ersparen euch mindestens einmal am Tag das Wechseln des Bodys! Hier findet ihr eigentlich immer sehr schöne und preiswerte. Egal ob ihr nach etwas schlichtem Ausschau haltet, oder hübsche, aber nicht kitschige Motive.

Unser heißgeliebter Wollwalk-Overall kommt von Hessnatur, dort gibt es auch schöne Wolle/Seide-Teile, Minibär hat ökologische Kleidung die sogar mitwächst, auch bei Hans Natur haben wir nachhaltige Kleidung gekauft und Basic Baumwollbodys und Schlafanzüge von H&M sind günstig, weich und wirklich schön.

Erstausstattung für die Stillzeit

Erstausstattung für die Stillzeit | Baby | Stillkissen | Still-BH | Stilleinlagen | ivy.li

Ich ging davon aus stillen zu können und befasste mich gar nicht erst mit Flaschennahrung. Lief zum Glück ganz gut bei uns und läuft auch nach 14 Monaten noch. Zum Stillen braucht es eigentlich gar nicht viel. Aber es gibt ein paar Sachen die wirklich helfen. Detaillierte Informationen findet ihr in meinem Artikel über kleine und große Stillhelfer.

Stillkissen

Ein Stillkissen ist eine wirklich gute Investition. Schon in der Schwangerschaft kann es einem mit Babybauch im Bett einen erholsameren Schlaf verschaffen und auch das Stillen in der ersten Zeit läuft damit einfach entspannter. Wir haben das Stillkissen von Alvi und es wird vermutlich auch noch nach unser Stillzeit im Bett liegen, denn ich kuschle mich sehr gerne hinein oder nutze es als Rückenstütze wenn der Sohn lieber auf mir schlafen möchte oder ich noch lange lese.

Still-BH

Ein guter Still-BH, am besten ohne Bügel, ist gerade in der Anfangszeit ein guter Helfer. Bei einem Still-BH lässt sich einfach die Klappe herunterklappen um zu stillen und optimaler Weise ist er schön weich und passt sich der Brust an, die gerne mal größer und kleiner innerhalb kurzer Zeit wird, während sich die Milchproduktion einpendelt. Die Still-BHs von Emma-Jane mag ich besonders gerne. Sie geben auch sehr großen Brüsten halt. Inzwischen trage ich sie nur noch Nachts, tagsüber bin ich auf Bügel-BHs ohne festen Cup umgestiegen.

Stilleinlagen

Legt euch einen großen Vorrat an Stilleinlagen zu. Ich bin in den ersten Wochen und Monaten ständig ausgelaufen. Ich probierte diverse Stilleinlagen aus und bin am Ende bei denen von Penaten hängen geblieben.

Spucktüchern

Egal ob ihr stillt oder nicht, deckt euch mit Spucktüchern ein. Wir hatten in jedem Raum eines liegen und brauchten sie alle. Ständig lief das Baby aus. Sie müssen nicht mal hübsch sein. Mir haben recht günstige und schlichte Spucktücher gereicht.

Fläschchen, Säuglingsnahrung und Milchpumpe

Solltet ihr nicht stillen wollen oder können, solltet ihr am besten mit eurer Hebamme über die passende Säuglingsnahrung sprechen. Wollt ihr stillen, könnt es aber wider Erwarten nicht oder es klappt aus einem anderen Grund nicht so recht, müsst ihr euch nicht stressen. Alles ist gut. Auch Flaschenkinder haben eine tolle Bindung zu ihren Eltern und werden groß. Ich bin zum Beispiel eines. Aber ihr müsst euch nicht auf diese Eventualität einstellen und schon mal massig Flaschen und Milchpulver anschaffen. Klappt es nicht wird euch im Krankenhaus alles für die erste Zeit gegeben. Apotheken führen auch alles was ihr braucht und es gibt immer eine in eurer Nähe die Notdienst hat.

Auch eine Milchpumpe muss nicht für den Fall der Fälle schon bereit stehen. Man kann sie sich in Apotheken leihen.

Es geht auch ohne Sterilisator und bei Von guten Eltern erklärt euch eine Hebamme warum man eigentlich nicht ständig alles sterilisieren muss, was das Kind in den Mund bekommt.

Erstausstattung für Babys Schlaf

Babybett, Beistellbett oder Familienbett?

Wir haben uns bereits vor der Geburt dafür entschieden das Baby bei uns schlafen zu lassen. Nicht in einem eigenen Bett, sondern im Beistellbett. Aber natürlich hatte das Kind seinen eigenen Plan. Das Beistellbett (wir kauften das Babybay Maxi) war eine ganz wundervolle Ablage für Bücher, meine Wasserflasche, das Handy und Snacks und meinen Po, wenn das Baby sich im Bett mal wieder so viel Platz nahm als wäre es keine halben Meter, sondern fünf ganze groß. Wir schlafen alle zusammen in einem Bett, in einem Familienbett. Wer darüber mehr wissen möchte und worauf man achten sollte wenn das Baby mit im Bett schläft kann sich gerne meinen Beitrag über unser Familienbett durchlesen. Dieser Weg ist der richtige für uns, aber natürlich nicht für jeden und das ist auch vollkommen okay so. Ich empfehle aber offen für alles zu sein und nicht zu sehr an einem Plan festzuhalten, den man machte bevor man wirklich wusste was auf einem zu kommt. Ich würde aber ein Beistellbett immer einem separaten Babybett vorziehen.

Die richtige Matratze

Egal ob im eigenen Bett, Beistellbett oder im Familienbett, wichtig ist, dass die Matratze auf der das Baby liegt nicht zu weich, sondern hart ist. Auch wenn ein Baby noch nicht viel wiegt, nach einer gewissen Zeit kann es in weichen Matratzen einsinken. Im Beistellbett hatten wir eine feste Matratze aus Kokosfasern und im Familienbett schlafen wir auf einer Matratze von Emma. Wir hatten in den ersten Monaten unter dem Bettlaken eine wasserdichte Betteinlage an der Stelle liegen, auf der das Baby am meisten lag. Nicht nur für eventuell durchweichte Windeln, sondern auch für auslaufende Milch (in der Anfangszeit muss sich die Milchproduktion erst einpendeln) und um die Matratze vor Babyspucke zu schützen.

Schlafsack statt Decke und Kissen

Babys brauchen noch kein Kopfkissen. Ihre Proportionen sind ganz anders als unsere und ein Kissen kann ihnen sogar Schäden zufügen. Außerdem kann es wie bei einer zu weichen Matratze passieren, dass das Baby darin einsinkt und dadurch überhitzen oder es kann zu einem Atemrückstau kommen.

Unser Sohn schläft von Anfang an in einem Schlafsack. Wir bekamen zur Geburt von Freunden ein Babymäxchen von Alvi geschenkt und waren davon so begeistert, dass wir diesen noch in weiteren Größen die nächsten Monate nachkauften. Gerade im Familienbett ist ein Schlafsack für ein Baby die sicherste Variante. Schläft das Baby im eigenen Bett oder im Beistellbett und mag partout keinen Schlafsack kann man eine Bettdedecke einsetzten, sollte aber ein paar Dinge beachten: Die Decke sollte flach sein und dem Baby nur bis zur Brust gehen. Am besten schlägt man die Decke am Fußende unter die Matratze, so dass sie nicht hochrutschen kann. Das Baby sollte weit unten im Bett liegen, so dass es Nachts nicht nach unten rutschen und dadurch unter die Decke kommen kann. Ich würde aber immer empfehlen es zuerst mit einem Schlafsack zu probieren.

Pucktuch

Vielen Babys hilft in den ersten Wochen und Monaten das Pucken um ruhig schlafen zu können. Dabei werden sie in ein Tuch oder einen Pucksack eingewickelt und sollen dadurch die vermisste Geborgenheit aus dem Mutterleib erfahren. Uns hat das Pucken keine ruhigeren Nächte gebracht, aber ich kenne viele Babys die es in der ersten Zeit liebten. Zum Pucken eignen sich die wunderschönen Swaddle-Tücher von Aden + Anais hervorragend. Die richtige Technik kann man sich von der Hebamme zeigen lassen.

Wolldecke für den Tagschlaf und Unterwegs

Für die diversen Tagschläfchen war eine Wolldecke ein treuer Begleiter. Eine Wolldecke aus reiner Bio-Merinowolle ist temperaturausgleichend und kann sowohl im Winter als auch Sommer zum Zudecken genutzt werden. Die Decke ist ganz weich und anschmiegsam, darin ließ sich das Kind auch gut einwickeln.

Babyphone

Unser Baby schlief nie alleine in einem anderen Zimmer und auch jetzt bin ich noch oft im selben Raum. Mittagsschläfchen hielt der Babysohn neben oder auf uns und in den ersten Wochen sind wir Abends alle gemeinsam ins Bett gegangen. Für uns gab es damals keinen Bedarf für ein Babyphone und erst jetzt, nach knapp einem Jahr, kommen wir ab und an in Situationen in denen wir eines gebrauchen könnten. Für die Erstausstattung ist es aber meiner Meinung nach nicht essentiell. Gerade wenn man in einer kleineren Wohnung wohnt, die Tür zum Schlafzimmer nur angelehnt ist und das Kind meistens bei einem. In einem Haus, oder wenn Geschwisterkinder durch die Wohnung poltern und Türen geschlossen werden müssen ist das natürlich etwas anderes. Bei den Schwiegereltern schlafen wir unter dem Dach und Abends bin ich gerne nach dem Zubettbringen noch etwas unten bei den anderen. Wir nutzen dort eine Kamera die mein Schwiegervater ursprünglich als Überwachungskamera nutzte. Über eine App auf dem Handy habe ich das Kind im Blick. Bevor ihr schon vorsorglich ein Babyphone kauft, wartet erstmal ab und testet ob wirklich Bedarf für eines besteht.

Krabbeldecke

Wenn das Baby nicht gerade auf uns lag oder im Tragetuch schlief, lag es neben uns. Ganz zu Beginn auf einem Stillkissen, dass wir zu einem kleinen Nets zusammenlegten und mit einem Tuch oder T-Shirt von Papa in Form hielten. Etwas später wanderte das Baby auf einer Krabbeldecke mit durch die Wohnung. Wir habe eine wirklich schöne Krabbeldecke von Alvi mit einem geometrischen und dezenten Muster die weich gepolstert ist.

Stubenwagen

Für das zweite Kind würde ich vermutlich einen Stubenwagen, Korb oder sogar eine Federwiege in Erwägung ziehen. Ich glaube mit einem Kleinkind und einem Baby ist es eine gute Idee einen etwas sicheren und abgegrenzten Ort zum Ablegen zu haben, wenn man das Baby nicht gerade in einem Tuch trägt, es aber nicht in einen anderen Raum alleine lassen möchte.

Schnuller

Wir haben weder zum Beruhigen noch zum Einschlafen einen Schnuller im Einsatz. Unser Kind mochte und mag sie einfach nicht. Rückblickend würde mir ein Schnuller ab und an alles etwas vereinfachen, aber im großen und ganzen sind wir weiterhin ganz zufrieden darüber, dass der Sohn keinen nimmt. So müssen wir ihm später keinen abgewöhnen. Aber er hatte und hat auch jetzt noch ein starkes Saugbedürfnis und so gibt es Phasen in denen ich die Nacht oder das Mittagsschläfchen lang nicht weg kann und stille. Jedes Kind hat andere Vorlieben und wenn ihr euch für einen Schnuller entscheidet solltet ihr euch erstmal durch die gängigen Formen testen, bevor ihr von einer Sorte einen kleinen Vorrat anschafft.

Erstausstattung für die Babypflege

Erstausstattung für die Baby Pflege | Baden | Wickeln | Körperpflege | ivy.li

Wasser und Öl

Weniger ist mehr. Ein Baby braucht nicht viele Pflegeprodukte. Wir sind das erste Jahr ganz hervorragend mit Wasser und natürlichem ÖL ausgekommen. Mandel-Öl wurde und wird zum Massieren, Einölen nach dem Baden und ab und an als Badezusatz benutzt. Auch zum Reinigen des Windelbereiches haben wir die ersten Monate vollkommen auf Feuchttücher verzichtet und weiche Waschlappen, warmes Wasser und etwas Mandel-Öl genutzt. Ein paar Worte über unsere Wickelroutine und worauf wir bei der Pflege des Windelpos achten, könnt ihr in meinem Artikel über nachhaltige und achtsame Babypflege lesen.

Badezeit

Die ersten Wochen haben wir das Baby im Waschbecken gebadet, später nahmen wir ihn oft einfach mit uns in die Wanne. Einen extra Sitz für Babys braucht es nicht und auch die Babybadewanne kommt bei uns nur selten zum Einsatz. Hat man keine Wanne sieht das natürlich etwas anders aus und dann ist eine Babywanne wirklich praktisch. Ein einfacher Wäschekorb geht natürlich auch. Die Babywanne von Stokke lässt sich zusammenfalten und nimmt dadurch wenig Platz weg.

Statt einem Badethermometer haben wir zu Beginn immer ein Bratenthermometer genommen. En Fieberthermometer übernimmt die Aufgabe auch sehr gut. Es hat aber nicht lange gedauert bis wir die perfekte Temperatur einfach mit dem Handgelenk spüren konnten.

Extra Babyhandtücher sind zwar süß, ganz normale tun es aber auch.

Wie oben schon erwähnt haben wir zum Baden etwas Öl hinzugetan, ab und an landete auch etwas Muttermilch im Badewasser. Ein kleines Baby braucht noch keine Badezusätze und auch das Haar muss nicht mit Shampoo gewaschen werden. Auch nach 14 Monaten reicht und Wasser und Öl oft vollkommen aus. Solltet ihr unbedingt Pflegezusätze nutzen, kann ich euch die Calendula-Serie von Weleda empfehlen. Sie steht bei uns in der Dusche und wir Erwachsenen nutzen sie auch sehr gerne.

Heilwolle gegen wunde Babypos

Für wunde Babypos hat uns Heilwolle und Kokosöl gereicht. Heilwolle kann man sowohl online als auch in Apotheken und einigen Drogerien kaufen. Unser liebstes Kokosöl ist von Rapunzel. Cremes und Puder kamen noch nie zum Einsatz. Tipps und unsere Erfahrungen könnt ihr im Artikel Wunder Po und Windeldermatitis | Unsere Tipps und Tricks nachlesen.

Windeln

Gewickelt wurde bei uns zu Beginn mit Windeln von Naty, später von LILLYDOO. Inzwischen gibt es die LILLYDOO-Windeln auch schon für die kleinsten Babys. Ich mag die Windeln sehr und es ist ungemein praktisch sich keine Sorgen um Nachschub machen zu müssen oder Windeln nach hause schleppen zu müssen, da sie im Abo zu einem kommen.

Wickelaufsatz statt Wickelkommode

Statt einer richtigen Wickelkommode hatten wir einen Wickelaufsatz von Puckdaddy auf einer Malm-Kommode liegen. Das war eine ganz hervorragende Idee, denn schon nach einigen Monaten haben wir den Wickelaufsatz wieder abgenommen, da das Kind sich so viel bewegte, dass das Wickeln auf dem Boden oder Bett weitaus einfacher für alle war und ist. Eine große Wickelkommode hätte sich nicht gelohnt und zu viel Platz weggenommen.

Heizlüfter

Weil Babys es gerne warm haben und damit man sich Zeit auf der Wickelkommode lassen kann, haben wir uns einen Heizlüfter gekauft. Wir wollten keinen Heizstrahler an der Wand befestigen und den Heizlüfter kann man auch mit ins Bad nehmen um den Raum schnell aufzuwärmen. Wir haben uns extra einen Heizlüfter für Nasszellen angeschafft. Dieser stand auf der Wickelkommode etwas erhöht in der einen Ecke am Kopfende und bließ auf schwacher Stufe und ganz leise warme Luft um das Kind ohne es punktuell zu heiß werden zu lassen.

Körperpflege

Babynägel wachsen unglaublich schnell, eine Nagelschere die Vorne abgerundet ist eignet sich am besten zum schneiden. Es gibt extra spezielle Babynagelscheren. Ein flexibles Fieberthermometer sollte auch in keiner Wickelkommode fehlen. Es gibt Sets in denen man alles zusammen bekommt. Ich würde mir eines schenken lassen, aber nicht unbedingt selber kaufen. Nasensauger, Nagelknipser und Kamm wurden bei uns nicht gebraucht. Eine weiche Babybürste hat in den ersten Wochen zwar keine Haare gebürstet, aber den Kopf ganz leicht gestreichelt und der Sohn mochte es sehr. Eine Bürste aus weichen Naturborsten mag ich am liebsten.

Erstausstattung für Unterwegs

Erstausstattung für Unterwegs | Baby | Babyschale | Kinderwagen | Tragetuch | Wickelrucksack | ivy.li

Kinderwagen

Nein, man braucht keinen Kinderwagen in der Erstausstattung. Wir hätten zumindest keinen gebraucht. Babys sind in der Regel sehr gerne ganz nah bei Mama und Papa und viel zufriedener in einem Tragetuch oder einer Babytrage. Das gilt natürlich nicht für alle, aber für die meisten. Unser Baby war ein Tragekind und lag eher ungerne im Kinderwagen. Für einen Ausflug in den Supermarkt um größere Einkäufe zu erledigen war der Kinderwagen durchaus praktisch, aber ich bin auch oft einfach nur mit dem Tragetuch, einem Rucksack und einer Schultertasche losgezogen. Wir sind auch heute, nach 14 Monaten noch oft mit der Trage, statt mit dem Kinderwagen unterwegs, inzwischen lässt sich das Kind aber sehr gerne schieben. Mir hat es aber auch schon mit Minibaby ungemein Spaß gemacht den Kinderwagen zu schieben, auch wenn es nur für ganz kleine Strecken war. Als Grundausstattung für einen Kinderwagen kann ich, egal ob Sommer oder Winter, ein Lammfell empfehlen. Das wirkt temperaturregulierend und lässt das Baby nicht überhitzen. Wenn ihr euch für einen Kinderwagen entscheidet achtet darauf, dass die Babywanne sowohl in der Länge als auch Breite groß genug ist. Das ist bei den meisten Kinderwagen leider nicht der Fall. Eine gute Federung sollte auch vorhanden sein, sonst rumpelt und pumpelt es bei jedem Schritt. Mir persönlich it es ausserdem wichtig, dass das Baby nicht so unglaublich tief liegt. Gerade bei den trendy Kinderwagen sehe ich das oft. Das Baby kann noch nicht so weit gucken und wenn es unten, irgendwo auf Kniehöhe liegt, kann es euch nicht mal ansatzweise erkennen. Ich bin ziemlich in den Kinderwagen von Angelcab verliebt und teste ihn gerade.

Tragetuch und Babytrage

Am Anfang haben wir ein elastisches Tragetuch benutzt. Die von Sollybaby finde ich ich wirklich schön und sie geben nicht zu schnell nach. Später kamen noch ein paar gewebte Tragetücher hinzu. Die Tragetücher von Didiymos und Yaro mag ich sehr. Wir haben auch zwei Babytragen die wir, und besonders gerne mein Mann, nutzen. Der Carrier von Storchenwiege hat uns schon mit kleinem Baby wirklich gute Dienste geleistet und für das Kleinkind ist inzwischen eine FlyTai von Fidella in der Toddler-Size eingezogen. Beide Tragen sind ein schöner Mix aus Tragetuch und Komforttrage, die Schulterbänder werden gebunden und verteilen dadurch das Gewicht sehr angenehm. Während bei der Storchenwiege der Hüftgurt mit einer Schnalle geschlossen wird und dadurch zwar fix an einer Person sitzt, aber bei zwei Trägern immer wieder weiter oder enger gemacht werden muss, wird die Fidella auch an der Hüfte gebunden.

Rucksack statt Wickeltasche

Mit Stillbaby halte ich eine Wickeltasche für überflüssig. Das durfte ich schon nach den ersten Tagen mit Wickeltasche merken, wollte es mir und meinem Mann aber partout nicht eingestehen, weil ich so lange mit der Suche nach er perfekten Wickeltasche nervte. Ich bin meistens mit einem Rucksack unterwegs und darin habe ich eine Windeltasche mit den nötigsten Sachen. Ich liebe ja meinen Rucksack von Fjällräven und bin damit an der Mamafront nicht alleine. Was ich alles in meiner Windeltasche habe und warum eine Wickeltasche nichts für mich ist, könnt ihr in meinem Artikel Was kommt in die Windeltasche nachlesen.

Babyschale

Wir sind nicht viel, aber doch ab und an mit dem Auto unterwegs und wie die meisten sind wir mit dem Auto vom Krankenhaus nach Hause gefahren. Eine Babyschale ist in fast jeder Erstausstattung unerlässlich. Wir haben den Britax Römer BABY-SAFE i-SIZE. Worauf man bei einer Babyschale achten muss und wie wir sicher mit unserem Baby im Winter unterwegs sind, könnt ihr hier nachlesen.

Schutz für zarte Babyhaut

Wer ein Winterbaby hat in der Erstausstattung eine Fettcreme haben um die zarte Babyhaut vor kaltem Wind schützen zu können. Ich mag den Calendula Wind- und Wetterbalsam von Weleda. Der macht sich auch gut in Mamas Gesicht.

Ihr habt fragen? Habe ich etwas vergessen? Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Schreibt mir einfach.

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Geburt Schwangerschaft Werbung

Mehr Liebe für den Beckenboden

elvie – der smarte Beckenbodentrainer

18. Mai 2017
elvie – Der smarte Beckenbodentrainer | Beckenboden | Schwangerschaft | Geburt | Sex

Dieser Post enthält Werbung und ist in Kooperation mit elvie entstanden.

Für die Schwangerschaft lud ich mir eine App herunter. Sie sagte mir wie groß mein Baby im Durchschnitt gerade sei, was so im Bauch abgeht und gab mir Tipps gegen Sodbrennen, Übelkeit und Co. Und ich konnte so ziemlich alles tracken. Schmerzen, Bewegungen, Übelkeit, Schlaf und … Kegels. Häh? Dank Google war ich schnell schlauer. Kegels sind Beckenbodenübungen. Laut App sollte ich optimalerweise drei Mal am Tag trainieren. Davon erzählte mir meine Frauenärztin bei den überdurchschnittlich vielen Terminen kein Wort. Dass sie wirklich wichtig sind, durfte mir Dr. Google erzählen. Beim Tracken von Daten bin ich ehrgeizig. Zumindest in den ersten Wochen. Ich trainierte drei Mal am Tag und beim rumsitzen auf dem Sofa, im Bett wenn ich nicht schlafen konnte oder in der Bahn. Imaginaires Gras mit meiner Vagina abzupfen.

Aber irgendwann verlor ich das Interesse am Tracken, die App öffnete ich nur noch einmal die Woche um zu gucken, welche Woche ich in mein Schwangerschaftsupdate eintragen musste. Und ich zupfte immer weniger Gras.

Bei der Geburt warfen sich dann Ärztin und Hebamme auf meinen Bauch um unsere kleine Avocado so schnell wie möglich auf die Welt zu bekommen und ich glaube, mein Beckenboden war darauf nicht vorbereitet. Ich lief aus. Ständig. Lachen? Pipi! Niesen? Pipi! Laufen? Pipi! Ich sah mich schon als Tena Lady Kundin. Oder als immer ernste, lahme Schnecke die vollgepumpt mit Allergietabletten und Mundschutz durch die Gegend schleicht, um bloß nicht den Beckenboden zu beanspruchen. Dank Stilldemenz vergaß ich die Kegels vollkommen und erst meine Hebamme erinnerte mich wieder daran schön brav immer wieder die imaginiere Wiese abzugrasen. Es dauerte eine ganze Weile bis ich überhaupt spürte, dass sie bei meinen versuchen wirklich ein Muskel anspannt und ich befürchtete schon meinen Beckenboden bei der Geburt einfach mit herausgepresst zu haben. Das erste Mal wieder Pipi beim Pinkeln anhalten zu können, posaunte ich in die ganze Welt hinaus, weil ich so unfassbar glücklich war.

Inzwischen kann ich wieder Joggen gehen, ich lache und niese beim Gehen und Tena Lady kenne ich weiterhin nur aus der Werbung. Fleißig trainieren hat sich also gelohnt. Aber ich merke, dass da noch was geht und dass ich es schon wieder schleifen lasse. Und wie beim Trainieren aller anderen Muskeln, sollte man immer schön fleißig weiter machen, damit man auch langfristig Muckis hat.

Der Beckenboden als Geburtshelfer

Ein starker Beckenboden hält nicht nur die Pipi da, wo sie hingehört, er hält uns zusammen. Er leistet richtige Schwerstarbeit und wir bekommen es meistens nicht mal mit. Selbst beim Atmen unterstützt er uns.

Während der Schwangerschaft hält er die Gebärmutter und das ungeborene Kind. Durch Hormone wird er auf die Geburt vorbereitet und weicher, trotzdem muss er immer mehr Gewicht halten. Damit man nicht schon während der Schwangerschaft mit einem nassen Höschen rumläuft, sollte er fit sein.

Wer einen trainierten Beckenboden hat, kann ihn nicht nur anspannen, sondern auch entspannen. Ein dehnbarer und nachgebender Beckenboden erleichtert die Geburt und das Risiko zu reißen wird verringert.

Der Beckenboden beim Sex

Aber schon vor einer Schwangerschaft lohnt es sich den Beckenboden ordentlich auf Trab zu halten. Wer fleißig trainiert, hat mehr Spaß im Bett. Und damit meine ich nicht nur den Partner, der sich über eine enge Scheide freut die durch an- und entspannen den Penis massiert.

Ein gut trainierter Beckenboden sorgt auch bei der Frau für einen intensiveren Orgasmus und kann auch dazu führen, diesen leichter zu erreichen. Denn ein Orgasmus ist nichts weiter als rhythmische Kontraktionen, also ein an- und entspannen der Muskeln.

Männer haben natürlich auch einen Beckenboden und ist der gut trainiert, kann er Erektionsprobleme vorbeugen. Der schönste Penis bereitet einem nur wenig Freude, wenn er einfach nur Schlapp vor der Vulva herum baumelt.

Einen schwachen Beckenboden kann jeder erwischen

Nicht nur Schwangerschaft und Geburt belasten den Beckenboden. Übergewicht, falsches Heben und Tragen und sogar chronischer Husten können den Beckenboden schwächen.

Neben regelmäßigem Beckenbodentraining hilft es im Alltag ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Beim Heben von Dingen sollte man am besten etwas breitbeinig stehen und mit einem geraden Rücken in die Hocke gehen. Das tut auch dem Rücken gut. Der Beckenboden mag es übrigens, wenn wir einfach weiter atmen und beim Tragen von schweren Sachen nicht ständig die Luft anhalten. Gerades Sitzen mit leicht geöffneten Beinen entlastet übrigens auch den Beckenboden. Und wer schon mal Schwanger war weiß, dass man aus dem Liegen am besten über die Seite aufsteht.

elvie – der smarte Beckenbodentrainer

Ich mag es smart. Ich habe einen Vibrator, der sich per App steuern lässt und in allen erdenklichen Variationen vibrieren kann. Bei Kickstartet backte ich eine Menstruationstasse die mir per App sagt, wann sie voll ist und gleichzeitig anhand der Farbe meines Blutes sagen kann, wie es mir gerade so geht. Und sie trackt automatisch meinen Cyclus. Immer mehr smarte Verhütungshilfen kommen auf dem Markt und ich habe gerade die Qual der Wahl, ob ich lieber mit einem Armband schlafen gehe, oder mir ein witziges Ding einführe um nicht vollkommen ungeplant das Familienbett erweitern zu müssen.

elvie – Der smarte Beckenbodentrainer | Beckenboden | Schwangerschaft | Geburt | Sex

Dass es mich in den Fingern juckte, seit ich von einem smarten Beckenbodentrainer hörte, ist da natürlich klar. Seit ein paar Wochen ist elvie bei mir. Ein etwas verformte, türkise Kaulquappe. Während des Mittagsschläfchens oder Abends, bevor ich auf das Sofa hüpfe ziehe ich mein Höschen runter, platziere elvie, öffne die App und spanne und entspanne meinen Beckenboden. elvie misst dabei die Intensität und sagt mir, wann ich anspannen, halten, oder entspannen soll. Und das macht mit elvie richtig Spaß. Durch eine Gameification bleibt das Training interessant und man wird richtig ehrgeizig sich zu verbessern. Hat man erstmal einen gut trainierten Beckenboden steigt man einfach ein Level auf und hält mit neuen Aufgaben seine Stärke und wird zu einem richtigen Beckenboden-Guru.

elvie hat eine hübsche Ladestation, lässt sich per USB aufladen und passt auch in die Handtasche, damit man auch auf kleinen Reisen weiter trainieren kann.

Ich bin etwas empfindlich was das Einführen von egal was angeht und gehöre zu den Tamponhassern. elvies Form und das samtige Material lassen es aber schön flutschen und ich habe nichts zu meckern. Natürlich ist die kleine Kaulquappe auch wasserdicht und bekommt nicht plötzlich in dir einen Kurzschluss.

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Was ich aber ganz besonders an elvie mag und warum ich es euch empfehle? Ich wusste zu Beginn gar nicht was ich anspannen soll und ob das was ich da anspanne, auch richtig ist. Irgendwie verwirrten mich die ganzen Erklärungen in Youtube-Videos, in Rückbildungskursen steht manchmal vorne eine Dame die nicht von Aussen sofort sehen kann, ob du wirklich die richtigen Muskeln trainierst und regelmäßig bei der Frauenärztin auf den Stuhl springen um sie zu fragen ob du jetzt auch wirklich den Beckenboden oder doch nur deinen Popo anspannst ist auch doof. elvie gibt dir ein Feedback, ohne das irgendwer einen Finger in die hineinstecken muss.

Inzwischen bekommt man den smarten Beckenbodentrainer bei diversen Shops, zum Beispiel hier bei Amorelie. Da kann man sich auch gleich den smarten Vibrator bestellen. 😉

Verlosung

Die Verlosung ist bereits beendet und der Gewinner glücklich mit seinem elvie.

Damit ihr auch Teil der #SqueezeSquad werdet und euer Beckenboden demnächst ganze Betonblöcke heben kann, verlose ich einen elvie.

Was ihr für die Teilnahme am Gewinnspiel machen müsst?

  • Kommentiert hier auf dem Blog oder nehmt an der Verlosung über Instagram auf meinem Profil mit dem Bild zu diesem Posting teil. Um die Gewinnchancen zu erhöhen lohnt es sich natürlich auf beiden Plattformen mitzumachen. Damit ich den Gewinner kontaktieren kann, solltet ihr mit einer richtigen E-Mail-Adresse teilnehmen.
  • Mitmachen dürfen nur natürliche Personen über 18 Jahre.
  • Teilnahmeschluss ist am 25.05.17 um 23 Uhr. Der Gewinner wird am 26.05.17 gezogen und benachrichtigt.
  • Der Rechtsweg und die Barauszahlung sind ausgeschlossen.
  • Sollte sich der Gewinner nicht innerhalb von 7 Tagen melden, verfällt der Gewinn.

Viel Glück.

elvie – Der smarte Beckenbodentrainer | Beckenboden | Schwangerschaft | Geburt | Sex

Baby Geburt Schwangerschaft

Geburtsbericht | Unser erstes Kind

Spontangeburt im Krankenhaus mit PDA in der 39 SSW

15. Oktober 2016

Der Sohn liegt auf meinem Schoß, hält mein T-Shirt fest mit seinen, gar nicht mehr so kleinen, Händen und schläft, nachdem er mich und meine Brust eben noch ganz breit anstrahlte. Seine Beine berühren schon fast das Sofa. So groß ist er bereits geworden, dass er nicht mehr ganz in meinem Schneidersitz Platz findet. Dabei ist er doch gefühlt erst gestern auf die Welt gekommen. Der Kalender sagt aber, dass es schon ganze vier Monate her ist. Vier Monate ist unser Kind jetzt schon bei uns. Wo ist denn bloß die Zeit geblieben? Auf dem MacBook gehe ich nochmal alle Bilder aus dem Krankenhaus durch. Er war so klein und zart. Jedes Mal kommen mir die Tränen. Das ich Mama bin, kann ich manchmal immer noch nicht ganz glauben.

Unser Sohn kam genau heute vor vier Monaten in der 39 Schwangerschaftswoche (38+2) nach einem Blasensprung um 8:20 Uhr auf die Welt. Ganz lila war er, als er plötzlich in den Armen der Hebamme lag und noch gar nicht bereit dafür, seinen ersten Atemzug zu nehmen.

Der letzte Vorsorgetermin vor der Geburt

Am Tag zuvor hatten wir einen normalen Kontrolltermin bei meiner Frauenärztin. Das CTG war unauffällig, von ersten Geburtsanzeichen war noch nichts zu sehen und auch der Gebärmutterhals und Muttermund schrien nicht gerade danach, innerhalb der nächsten 24 Stunden plötzlich ein Baby durch sich hindurchzupressen. Ich weiß noch, dass wir über meine Unruhe der letzten Woche sprachen und das sich das Baby weniger bewegen würde als sonst. Laut Ärztin ein Zeichen dafür, dass ich das Kind vermutlich nicht übertragen werde. Beim Ultraschall lobte sie noch meine pralle Fruchtblase und keine fünf Stunden später lief mir das Fruchtwasser die Beine runter.

Die Fruchtblase platzt

Ich snappte nach dem Arzttermin noch ein bisschen, wir fuhren zu Ikea, besorgten Bilderrahmen für das Kinderzimmer, Erde im Baumarkt für zwei Rosensträucher die ich umtopfen wollte (Spoiler: Sie sind eingegangen.) und hielten danach kurz bei Penny. Wir kauften Burrata und eine meterlange Packung Twix, die Tom einfach nicht links liegen lassen konnte. Auf dem Parkplatz zog es kurz, aber ziemlich schmerzhaftes im Unterleib. Nichts ungewöhnliches, das Baby hat sich gerne mal etwas stärker bewegt und mich hier und da geboxt und getreten. Auf der Heimfahrt gab es noch mal ein starkes Ziehen, aber da beim Arzt nichts auf eine vorzeitige Geburt hinwies, dachte ich auch nicht daran.

Wieder daheim stieg ich aus dem Auto, ging zum Kofferraum und stand plötzlich in einer großen Pfütze. „Entweder meine Fruchtblase ist gerade geplatzt oder ich habe mich gerade angepinkelt.“ Meine Schuhe verwandelten sich in einen kleinen Pool und es lief mir weiter nass die Beine herunter. „Mhm, es hört nicht auf. Ich tippe auf die Fruchtblase.“ Damit meine Nachbarn nicht über meine nasse Hose tuscheln konnten, fing es schlagartig an wie aus Eimern zu schütten. Meine schöne Fruchtwasserpfütze rann die Straße herunter. Während ich mich aus meinen nassen Sachen schälte brachte Tom die Einkäufe in die Wohnung und ich dankte der Packung überdimensionaler Wöchnerinnen Einlagen, die ich mir ein paar Tage zuvor bei Amazon bestellte.

Natürlich war unser Koffer für das Krankenhaus noch nicht gepackt. Ich wollte eigentlich einen Blogpost darüber schreiben, schob das aber immer vor mich her und hatte noch nicht wirklich alles bereitgelegt. Also wurde schnell irgendeine der tausend Listen aus dem Internet gesucht und in den Koffer geworfen, was laut Liste wirklich super wichtig sei (Hint: Die meisten Listen sind totaler Quatsch).

Der Burrata kam in den Kühlschrank statt in meinen Bauch, das Fruchtwasser durchweichte weiter fleißig Einlagen und Höschen und ganz ohne Aufwärmphase bekam ich Wehen in zwei bis drei Minutentakt. Ich versuchte mich kurz hinzulegen bis Tom alles fertig gepackt hat, aber Wehen im Liegen veratmen macht keinen Spaß. Ich hatte eigentlich erwartet, dass Wehen erst langsam und seicht anfangen und sich nicht kurz mit zwei Stichen ankündigen und dann in recht kurzen Abständen mich mit voller Wucht lahmlegen.

Keine freien Kreissäle in unserem Wunschkrankehaus

Wir kündigten uns im Krankenhaus an und machten uns auf den Weg. Die Moltonunterlagen, die wir für das Beistellbett kauften kamen unter mich auf den Sitz und die Lehne weit nach hinten. In den Wehenpausen gönnte ich mir einen Twix. GHegessen hatte ich bis dahin nur Frühstück und inzwischen war es schon fast Acht Uhr. Keiner von uns war wirklich aufgeregt. Wir waren erstaunlich ruhig. So ganz hatte ich noch nicht verstanden, dass wir jetzt Eltern werden. Unser Wunschkrankenhaus war in der anderen Ecke Hamburgs, aber wir kamen ziemlich zügig durch den Verkehr. Nur eine kleine Entenfamilie hielt uns kurz auf. Enten haben schließlich immer Vorfahrt.

Ratet mal wer nicht in seinem Wunschkrankenhaus entbunden hat. Genau, ich! Alle Kreißsäle voll. Vermutlich wäre ab Mitternacht wieder einer frei. Uns wurde angeboten erstmal in ein anderes Krankenhaus zu fahren und später wieder zukommen. Ich wollte unser unbedingt in diesem Krankenhaus zur Welt bringen und hielt noch ziemlich lange an diesem Plan fest, der natürlich totaler Quatsch war. Wir fuhren in das nächstgelegen Krankenhaus mit gleicher Ausstattung, das uns sowohl das Krankenhaus als auch unsere Hebamme empfahlen. Für eine Fahrt zurück nach Hause um in eines bei uns um die Ecke zu fahren, waren meine Wehen einfach zu stark.

Geburtsbericht | Jonahs Geburt | ivy.li

Neues Krankenhaus, neues Glück

Im neuen Krankenhaus bekam ich ein sexy Netzhöschen und eine Hose einer Krankenschwester. Wusstet ihr, dass die keine Innen- und Aussenseite haben? Vollkommen egal wie man sie anzieht, sie ist immer richtig herum! Ach und wusstet ihr, dass Fruchtwasser immer neu produziert wird und man einfach immer weiter ausläuft? Geil! Am Wehenschreiber zerquetsche ich in regelmäßigen Abständen Toms Hand und versuchte mir immer noch einzureden, dass wir gleich einfach ins andere Krankenhaus zurück fahren würden. Ich konnte mich noch nicht darauf einlassen, in einem anderen Krankenhaus, als in dem geplanten, mein Kind zur Welt zu bringen. Erst ein Telefonat von meinem Mann mit unserer Hebamme, die gemeinsam mit ihm auf mich einredete und mich beruhigten, konnte ich mich mit dem Gedanken anfreunden hier zu bleiben.

Die Gynäkologin warf einen Blick auf meinen Muttermund (3 cm) und bereitete mich darauf vor, erst am nächsten Tag in den Kreißsaal zu kommen. In der Nacht würde wohl nichts mehr passieren und Tom solle erst mal heim fahren. Ich bekam Panik und brach in Tränen aus. Ich wollte nicht alleine sein! Wir hatten Glück und die Nachtschwester auf der Wöchnerinnenstation legte mich auf ein leeres Doppelzimmer, damit Tom bei mir bleiben konnte. Ihrer Meinung nach würden wir aber nicht lange im Zimmer bleiben und noch heute Nacht in den Kreißsaal gehen. Die Schwester hatte Recht. Keine zwei Stunden später hielt ich die Wehen nicht mehr aus und wir machten uns auf den Weg, der plötzlich unendlich lang erschien.

Geburtsbericht | Jonahs Geburt | ivy.li

Schmerzlindernde Mittel und zwei PDAs

Die Hebamme ließ mir ein Entspannungsbad ein, aber meine Wehen interessierte das kein bisschen. Wie schafft man es bei einer Wassergeburt die Wehen zu veratmen? Ich konnte mich nirgends richtig festhalten. Die Wehen waren nur im Stand oder auf den Knien auszuhalten. Ich hielt mich, ob meiner starken Schmerzen bei jeder Regelblutung dank Endomitrose für ziemlich Schmerzunempfindlich, aber die Schmerzen der Wehen überstiegen alles bekannte und raubten mir die Kraft. Ich wurde an einen Schmerztropf gelegt und fühlte mich zum ersten mal seit der Schwangerschaft wieder betrunken. Auch wenn die Wehen mich immer noch fertig machten, ging es mir für kurz Zeit wieder etwas besser.

Die Wirkung war leider nicht von Dauer und Schmerzen und Müdigkeit zerrten an mir. Die Werte des Babys sackten bei jeder Wehe ab, wurden schlechter und Hebamme und Ärztin rieten mir zu einer PDA. Wir verzichteten zu Beginn darauf, weil ich auf einige Lokalanästhetika allergisch reagierte, ich aber keine Ahnung hatte auf welche. Das Risiko mit einem unschönen Hautausschlag im Kreissaal zu liegen, war ich aber bereit einzugehen. Die PDA musste zwei mal gesetzt werden. Beim ersten Anlauf wurde lediglich meine Linke Seite betäubt, erst die zweite PDA ließ betäubte beide Seiten meines Unterkörpers. Die Wirkung hat die die Erwartungen allerdings übertroffen. Ich spürte nicht nur die Wehen nicht mehr, auch meine Beine waren taub. Aber ich war so müde und erschöpft, dass ich eh nicht mehr vorhatte jemals wieder aufzustehen. Ich danke der Narkoseärztin und endlich konnten wir kurz die Augen schließen.

Geburtsbericht | Jonahs Geburt | ivy.li

Geburt mit Kristeller-Handgriff

Die Werte unseres Kindes sackten immer weiter ab. Die Ärztin kontrollierte in regelmäßigen Abständen seine Sauerstoffsättigung. Dass jemand mit einem Skalpell in mir am Köpfchen meines Babys rumrizte war kein schöner Gedanke, aber Hebamme und Ärztin beruhigten mich jedes Mal und erklärten mir immer ganz genau, was sie gerade taten.
Um den Sauerstoffgehalt des ungeborenen Babys zu messen wird mit einem Skalpell die Kopfhaus des Babys im Mutterleib durch den Geburtskanal leicht angeritzt um eine kleine Menge Blut zu gewinnen.

Der letzte Wert ließ Hektik im Kreissaal ausbrechen und plötzlich musste alles ganz schnell gehen. Jede Presswehe wurde mir von der Hebamme angekündigt, da ich sie durch die starke PDA nicht wahrnahm. Aber es ging nicht schnell genug. Damit die Geburt nicht in einem Notkaiserschnitt endete, bereitete mich die Ärztin darauf vor, dass sie jetzt bei jeder Wehe auf meinen Bauch drücken würde. Keine drei Wehen später konnte ich das Köpfchen anfassen. Eine weitere Wehe später, um 8:20 Uhr, war under Sohn plötzlich da. Ganz lila und ganz still.

Statt ihn mir auf die Brust zu legen wurde er schnell aus dem Raum und unter ein Sauerstoffzelt gebracht. Ich konnte nicht klar denken, verstand die Situation nicht und weinte bitterlich. Die Worte der Hebamme, der Ärztin und von Tom drangen nicht wirklich zu mir durch. Ich wollte mein Baby in den Armen halten und konnte an nichts anderes denken. Eine gefühlte Ewigkeit später kam Tom mit unserem Sohn in den Armen wieder. Ich bekam vor lauter Weinen nicht mit, dass er den Raum verlassen hatte und zu unserem Kind ging.

Mit 2860 g und 48 cm kam unser Kind auf die Welt, so klein und zart. Seine großen, dunklen Augen schauten mich an und mich überkam eine vollkommen neue, unendliche Liebe. Unser Baby wirkte so zerbrechlich, dass ich mich zu Beginn kaum traute ihn zu halten. Er lag auf mir. Haut an Haut, er war so warm und seine Haut so weich. Die Hebamme half mir beim ersten Anlegen und während unser Kind seine ersten Stillversuche unternahm, liefen mir die Tränen einfach weiter das Gesicht herunter. Vor Glück, Liebe und Erleichterung. Wir drei lernten uns kennen. Schauten uns an, berührten uns, verliebten uns noch mehr. Wie weggeblasen waren alle Stunden davor. Nichts zählte mehr. Nur der kleine Mensch in unseren Arme war noch wichtig. Mit dem schönsten Kind der Welt, ganz vielen Schmetterlingen im Bauch und ein paar inneren Schürfwunden zogen wir zurück auf die Wochenbettstation und in ein Familienzimmer.

Nach zwei Tagen konnten wir drei endlich nach Hause. Trotz wirklich lieber und hilfsbereiter Schwestern, die sich immer Zeit für uns nahmen, war ich unendlich froh wieder nach hause zu kommen. Ich hätte es keine weitere Minute mehr ausgehalten. Im Krankenhaus fiel mir die Decke auf den Kopf. Ich konnte mich nicht richtig entspannen und fieberte unserer Entlassung entgegen. Bereits die Autofahrt nach Hause hat sich wie ein tiefes Durchatmen angefühlt.

Geburtsbericht | Jonahs Geburt | ivy.li

Mein Fazit

Ohne Tom, der mir immer gut zugeredet hat und einen kühlen Kopf behielt, während ich nicht klar denken konnte, hätte ich das ganz sicher nicht geschafft.

Gleiches gilt für die PDA. Ohne wäre unser Kind, laut Ärztin, ein Notkaiserschnitt geworden und mit konnte ich neue Kraft schöpfen um ihm eine natürliche Geburt zu ermöglichen.

Ohne ein Familienzimmer hätte ich es definitiv nicht so lange im Krankenhaus ausgehalten.

Trotz all der Horrorgeschichten über Krankenhausgeburten, gestressten Hebammen und Ärzten die am liebsten sofort schnibbeln, fühlte ich mich im Krankenhaus wirklich gut aufgehoben und betreut. Niemand hat mich zu etwas gedrängt. Ich wurde über jeden Schritt informiert und nichts passierte, ohne mein Einverständnis.

Auch auf der Wochenbettstation war immer eine Schwester für uns da. Allerdings hatte jede eine andere Meinung und gab uns andere Empfehlungen. Hätte ich mich nicht schon während der Schwangerschaft über das Stillen informiert, hätten mich die, teilweise widersprüchlichen Ratschläge stark verunsichert.

Auch wenn es eine Küche gab, in der wir uns selbst Frühstück, Abendbrot und Snacks besorgen konnten, war es eine hervorragende Idee von Tom neben Twix auch massig Nektarinen einzupacken.

Ich liebe das Internet. Ich bekam so unglaublich viele liebe Glückwünsche. Nicht nur von Freunden, sondern von so vielen Menschen die ich bis dahin noch nicht kannte, die aber meine Schwangerschaft und die Geburt mit verfolgten und mitfieberten.

Die nächste Geburt wird definitiv eine ambulante!

Ich hätte unserem Kind gerne mehr Zeit gegeben noch ein bisschen zu wachsen und ihm eine stressfreie Geburt ermöglicht. Ich bin noch nicht ganz damit im Reinen, dass alles so schnell und plötzlich passierte und ich versuche immer noch Gründe dafür zu finden, warum es für Jonah so stressig wurde. In der Plazenta wurden innere Einblutungen entdeckt. Ob diese für die verfrühte Geburt und Jonahs schlechte Werte verantwortlich waren oder durch die rasche diese durch die Geburt entstanden konnte leider nicht genau festgestellt werden.

Auf die Heftigkeit der Liebe für unseren Sohn war ich nicht vorbereitet. Noch nie habe ich so intensiv geliebt. <3