Aktuelle Kategorie

Tragen

Baby Familie Familienbett Kleinkind Mutterschaft Stillen Tragen

Was Attachment Parenting für mich bedeutet

Unser Weg der bindungs- und bedürfnisorientierten Elternschaft

3. September 2017
Was Attachment Parenting für mich bedeutet | Unser Weg der bindungs- und bedürfnisorientierten Elternschaft | ivy.li

Gerade geht ein Artikel um in dem Attachment Parenting als Selbstaufgabe der Eltern bezeichnet wird und der einen Weg in ein so schlechtes Licht rückt, der eigentlich so schön, leicht und voller Liebe sein kann. Um zu zeigen, dass Attachment Parenting nichts mit Selbstaufgabe zu tun hat, sondern mit Liebe und Selbstfürsorge hat Susanne Mierau auf ihrem Blog geborgen wachsen zu einer Blogparade aufgerufen. Und weil mich die eine Mama aus dem Nebeneingang immer noch wie einen Alien ansieht, wenn ich ihr erzähle, dass unser Kind noch immer nicht im eigenen Bett mit der Milchflasche in der Hand einschläft mache ich mit und teile mit euch unseren Weg der bindungsorientierten Elternschaft.

Was bedeutet Attachment Parenting eigentlich? Die 7 Baby-Bs

Der Begriff Attachment Parenting stammt vom amerikanischen Kinderarzt William Sears und beschreibt eine Erziehungslehre die auf der Bindung zwischen Eltern und Kind und das Vertrauen in sich selbst, die eigenen Instinkte und die Kompetenz des Babys basiert. Eckpfeiler seiner Lehre sind die 7 Baby-Bs die nicht als starre Regeln, sondern als Hilfsmittel für eine eine bindungsorientierte Elternschaft gesehen werden sollten.

Birth Bonding (Bindung nach der Geburt durch Haut-an-Haut-Kontakt )
Breastfeeding (Stillen nach Bedarf)
Babywearing (Das Tragen des Kindes in Tuch oder Tragehilfe)
Bedding close to baby (Das gemeinsame Schlafen im Familienbett)
Belief in the language value of your baby’s cry (Glaube an die Signale des Babys)
Beware of baby trainers (Vorsicht vor Babytrainern)
Balance and boundaries (Gleichgewicht und Grenzen)

In unserem Familienleben setzten wir alle Bs um. Wir gehen auf die Bedürfnisse unseres Kindes ein, Tragen, Stillen und schlafen im Familienbett und achten auch auf das Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen aller Familienmitglieder und das Wahren von eigenen Grenzen.

Was bedeutet Attachment Parenting für mich?

Attachment Parenting hat keine starren Regeln, uns werden Hilfsmittel in die Hand gelegt die uns dabei unterstützen können ein liebevolles Familienleben zu führen, unser Kind in einer geborgenen Umgebung aufwachsen zu lassen und ihm für sein Leben die Sicherheit mitzugeben, diese Geborgenheit immer wieder bei uns und in sich selbst zu finden.

Attachment Parenting bedeutet für mich in erster Linie eines, nicht müssen. Unser Kind muss nicht lernen alleine einzuschlafen und muss nicht lernen durchzuschlafen. Es muss nicht noch vor den ersten eigenen Schritten eine hohe Frustrationstoleranz erlernen, nur weil später im Leben nicht immer die Sonne scheint. Es muss nicht jetzt Beikost essen, weil man das eben jetzt so macht. Es muss einfach nicht. Und auch wir Eltern müssen nicht. Wir müssen nicht vor der Kinderzimmertür ausharren bis das Kind weinend eingeschlafen ist, weil es lernen muss, dass wir nicht immer da sind, denn wir sind immer da. Wir müssen uns nicht an Beikostpläne halten, weil sie jemand erstellt hat, denn wir glauben daran, dass unser Kind essen wird, wenn es essen mag. Und wir müssen auch nicht hart bleiben, wenn wir eigentlich weich sind. Wir müssen einfach nicht.

Attachment Parenting bedeutet für mich können. Wir alle können uns in unserem eigenen Tempo entfalten und in einer geborgenen Umgebung wachsen. Sowohl unser Kind, als auch wir Eltern. Denn auch wir wachsen mit jedem neuen Tag. Und wir alle wachsen jeden Tag weiter zusammen.

Selbstfürsorge statt Selbstaufgabe

Attachment Parenting bedeutet bindungs-, bzw. bedürfnisorientierten Elternschaft und das bedeutet, dass wir auf die Bedürfnisse von uns allen eingehen. Sowohl auf die des Kindes, als auch auf die von uns Eltern. Pflege ich mich nicht selbst, gebe mich selbst auf, kann ich nicht in dem Maße auf Bedürfnisse meines Kindes eingehen, wie es eigentlich nötig ist. Selbstfürsorge ist daher für mich ein wichtiger Eckpfeiler von Attachment Parenting. Und nur weil wir auf die Bedürfnisse unseres Kindes eingehen, heißt das nicht, dass es keinen Platz mehr für unsere Bedürfnisse gibt.

Ja, natürlich gibt es Zeiten in denen die Bedürfnisse des Kindes weit über unseren stehen und wir unsere zurückstellen. Wie gerne hätten wir in den ersten Monaten ein bisschen mehr geschlafen, aber das Kind hatte so viel, was es verarbeiten musste und das ging nur in unseren Armen. In unseren müden und ungewaschenen Armen. Aber wie in jeder innigen Beziehung ist man für den anderen da, wenn er einen braucht. Vielleicht definiere ich Selbstaufgabe anders, aber mich temporär an zweite Stelle zu setzen um für jemanden da zu sein der mich braucht, ist für mich keine Selbstaufgabe.

Wir Eltern finden in unserem Familienalltag immer Raum und Zeit um etwas für uns zu tun. Und oft gibt uns erst Attachment Parenting die Möglichkeit dazu.

Wie wir Attachment Parenting leben

Können und nicht müssen bedeutet, dass wir selbst für uns festlegen welcher Weg am besten zu uns und unseren Bedürfnissen passt. Was sich für uns nicht gut anfühlt, ist nicht das richtige für uns.

Wir schlafen gemeinsam im Familienbett weil es für uns alle der leichteste und angenehmste Weg ist um Nachts genug erholsamen Schlaf zu bekommen. Wir schlafen eben alle nicht gerne alleine.

Wir stillen auch noch nach 14 Monaten, denn für unser Kind ist Muttermilch nicht nur Nahrung, es ist auch so viel mehr. Stillen ist Zeit für uns, Trost wenn die Tränchen nicht trocknen wollen, Einschlafhilfe, wenn der Tag so aufregend war oder der Traum so aufwühlend. Und Stillen ist für uns als Eltern einfach der entspanntere Weg. Wir müssen nicht ständig Flaschen und Pulver bei uns haben, Nachts muss niemand aufstehen und Unterwegs verzweifeln wir nicht, wenn wir kein heißes Wasser haben.

Die ersten Monate haben wir fast ausschließlich getragen, im gesamten ersten Jahr waren Tragetuch und Babytrage weitaus öfter im Einsatz als der Kinderwagen. Getragen werden tat und tut nicht nur unserem Kind gut, das viel Nähe braucht und fordert, es tut auch uns gut. Mein Mann nimmt noch jetzt lieber unser Kleinkind in die Trage, als den Kinderwagen zu nehmen. Er genießt die Nähe zu unserem Kind, die ihm Tagsüber durch den Arbeitsalltag fehlt. Und wir haben die Hände frei.

Das gemeinsame Schlafen, Tragen und Stillen, all das stärkt die Bindung zu unserem Kind und gibt uns Eltern gleichzeitig Zeit und Raum um für uns selbst zu sorgen.

Wir bekommen nachts oft alle genug schlaf, weil niemand lange Wege gehen muss um bei dem anderen zu sein. Wird Nähe gebraucht ist sie da. Wacht unser Kind Nachts auf weil es Hunger oder Durst hat, oder weint es weil ein Traum oder die Dunkelheit angsteinflößend sind, dann öffne ich bloß meine Arme und halte oder stille und wir schlafen gemeinsam wieder ein, oft noch bevor wir wirklich wach waren.

Wir müssen nicht am Bett ausharren und warten bis unser Kind endlich von alleine einschläft, wir legen uns zusammen hin und oftmals finde ich in diesen Momenten Zeit um den Tag revue passieren zu lassen, zu entspannen und kurz abzuschalten. Manchmal lese ich oder schreibe auf, wie gerade jetzt, was mich beschäftigt. Ja, es gibt auch Phasen in denen mein Kind mich auch im Schlaf braucht, aber dann nutze ich die Zeit um selbst zu schlafen, zu lesen oder ein Hörbuch zu hören. Es folgt immer wieder eine Phase in der ich nach der Einschlafbegleitung wieder aufstehen kann um dieses oder jenes zu tun. Sowohl Nachts als auch Tagsüber.

Durch das Tragen sind wir viel flexibler. Wir kommen leichter und schneller von hier nach dort, wir können Dinge erledigen und gleichzeitig die Nähe geben, die das Kind braucht. Ich habe in den ersten Monaten den Haushalt immer mit Kind im Tuch erledigt, war stundenlang spazieren mit einem Buch in der einen und einem Kaffee in der Hand, während das Kind an mich gekuschelt schlief. Mein Mann und haben Händchen gehalten und waren gemeinsam Essen, während unser Sohn in Trage und Tuch entspannte, was ihm im Kinderwagen oder abgelegt auf einer weichen Decke oft nicht gelang.

Wir lassen unser Kind entscheiden wann es bereit ist zu Essen und sich abzustillen. Dadurch geben wir ihm die Möglichkeit selbst auf seine eigenen Bedürfnisse zu hören und sie zu erkennen. Das ist ein wichtiger Schritt zur Selbstständigkeit die uns später immer mehr Freiraum gibt. Und dieser Weg lässt uns als Eltern auch viel entspannter sein. Wir müssen uns nicht an Pläne halten, setzten uns alle nicht unter Druck. Ich muss nicht extra für das Kind kochen, denn er isst mit uns mit und wenn er partout nicht mag, dann stille ich ihn. Ich schleppe keine Tausend Gläschen mit, nur das was ich selbst auch auf langen Ausflügen gerne snacke und teile mir mit meinem Kind Wassermelone und Blaubeeren. Ich muss meinem Sohn nicht mühsam beibringen wie es nach der Breizeit selber isst, er lernt es von anfang an bei uns. Und ich muss auch keine Machtkämpfe austragen, weil das Kind einfach nicht seinen Mund für den Karottenbrei aufmachen will.

Wir geben uns allen die Möglichkeit uns selbst zu entfalten.

Geben und Empfangen

Immer wenn ich etwas gebe, bekomme ich etwas zurück. Schenke ich Liebe und Geborgenheit erreicht auch mich Liebe und Geborgenheit. Bin ich für den anderen da, wird auch er es für mich sein. Natürlich wiegt mich mein Kind noch nicht in den Schlaf, wenn ich es bin, die Nachts einfach nicht zur Ruhe kommt, aber ich merke immer öfter wie unser Sohn seine eigene Selbstständigkeit entdeckt, weil wir ihn lasse, ihm vertrauen und ihm die Sicherheit geben, dass er sich frei entfalten kann und wir ihn dabei unterstützen. Mit jedem kleinen Stück mehr seiner Selbstständigkeit bekommen wir ein bisschen mehr Freiheit. Eine in der wir uns keine Gedanken machen müssen.

Ich bin mir sicher, dass mein Kind im Laufe seines Lebens auf unsere Bedürfnisse und die von anderen achten wird, weil wir seine Bedürfnisse achten und ihm Achtsamkeit vorleben.

Style Tragen Wohnen Wunschliste

Christmas Whishlist

Meine ganz persönliche Wunschliste für Weihnachten

13. Dezember 2016

„Was wünscht du dir denn zu Weihnachten? Also etwas, nur für dich.“ Das hat mich meine Schwiegermutter letztens am Telefon gefragt. Meine Mutter hakte auch schon nach und seit Monaten versucht mein Mann herauszufinden was ich mir wünsche. Ja, aber was wünsche ich mir denn eigentlich? Mehr Zeit, mal wieder mehr als nur zwei Seiten eines Buch in der Woche lesen (schließlich kaufe ich mir gefühlt wöchentlich eines, das dann den Bücherturm noch etwas erhöht und einstauben darf), meine Familie öfter sehen, weniger Haarausfall.

Kaum aufgeschrieben gehen sogar ein paar meiner Wünsche langsam in Erfüllung. Ich haare zwar immer noch wie eine Perserkatze die gerade ihr Sommerfell verliert, aber am Wochenende konnten Tom und ich einfach auf dem Sofa rumliegen, nichts tun, lesen und genießen, dass Jonah sich über eine Stunde hervorragend mit sich selbst und seinen Füßen beschäftige. Das ist in fast 6 Monaten das erste Mal und zeigt uns vielleicht, dass wir doch nicht immer den Alleinunterhalter spielen müssen und als Familie auch mal ruhige Minuten zusammen verbringen können, ohne dass das jüngste Mitglied schläft. Das ich kein Kuschelbaby habe, kann ich inzwischen akzeptieren. Und seit Freitag reden meine Tante und ich wieder miteinander. Ich war furchtbar blöd, tat ihr weh und der Kontakt brach ab. Das war schrecklich.

Aber das sind alles keine Dinge die man verpacken und unter den Weihnachtsbaum legen kann. Also überlege ich seit Wochen was ich mir zum anfassen wünsche. Und was soll ich sagen, wenn man mal ein paar Minuten Zeit hat sich nur damit zu beschäftigen, fällt einem wieder ein, dass man eigentlich schon lange ein Tuch anhimmelt oder mit einem Schal liebäugelt.

Ich wünsche mir mehr Zuhause. In den letzten Monaten wurde unsere Wohnung zum Zuhause eines Babys, dass immer mehr Platz einnimmt. Das ist großartig, ich liebe es, liege auch gerne mal auf der weichen Krabbeldecke oder verstecke mein Gesicht im weichen Fell, aber so langsam fange ich an auch mal wieder auf Pinterest nach mehr als nur Kinderkram zu gucken und oh, was gibt es alles Schönes.

  1. Eine weiche Kuscheldecke unter der wir uns an gemeinen Tagen mit viel Regen, Schnee und Frost verstecken können, wenn der Tag einfach nicht hell werden will. Die Wolldecke von by Lassen hat es mir ganz besonders angetan. Seit Jonah da ist mag ich Wolle immer lieber und versuche immer mehr weiche und warme Naturtextilien in unser Zuhause und in meinen Kleiderschrank zu bringen
  2. Makramee hat es mir schon in der Schwangerschaft angetan und ich nahm mir vor mich da reinzufuchsen und uns einen wunderschönen Wandbehang zu machen. Ich habe ein ganzes Pinterestboard mit Anleitungen und Inspirationen. Tja, während der Schwangerschaft schaffte ich es nicht und sein wir ehrlich, in den nächsten Jahren werde ich dafür vermutlich auch keine Zeit finden. Das Gute ist ja, dass es genug Menschen gibt die das verdammt gut können und verkaufen. Wirklich schön und gar nicht mal so teuer ist dieser Wandbehang von House Doctor und er würde sich ziemlich gut im Schlafzimmer oder an der Trennwand zwischen Küche und Wohnbereich machen.
  3. Unsere Avocadopflanzen werden immer größer und neben hübschen Blumentöpfen stehen ein paar unsere Pflanzen auch in hippen Papptüten. Um unsere Sammlung noch etwas instagramtauglicher zu machen, fehlt noch ein Seegraskorb. Der von Bloomingville gefällt mir gut, Ikea und Co. haben aber inzwischen auch wirklich schöne. Und ich habe ja einen kleinen Fable für Dinge aus Seegras.
  4. Ich liebe Schaukelstühle aus Rattan und träumte immer davon auf einem in einem wunderhübschen Wintergarten zu sitzen, aber warum auf den Wintergarten warten? Bloomingville hat einen ziemlich hübschen Schaukelstuhl im Sortiment.

Ich trage Jonah wirklich gerne, zu hause um mal etwas im Haushalt zu schaffen und draußen um mit ihm durch die Welt zu spazieren und U-Bahn zu fahren, weil hier weit und breit kein funktionierender Fahrstuhl zu finden ist. Unsere Trage von Storchenwiege ist der Hammer, aber ich vermisse es manchmal ein Tuch zu binden und irgendwie verteilte auch keine der getesteten Tragen das Gewicht so gut wie ein Tragetuch.

  1. Das Sonnengelbe Tuch von Didymos hat es mir ganz besonders angetan. Ich kaufte sogar extra keinen Wollwalkanzug für Jonah in gelb, weil ich mir immer vorgestellt habe mit ihm in diesem Tuch unterwegs zu sein. Also, wenn das nicht unter dem Weihnachtsbaum landet, schenke ich es mir selbst.
  2. Ich würde gerne noch mal einem Ring Sling eine Chance geben. Wir hatten ganz am Anfang eines, aber das Material war so starr auch nach mehrmaligem Waschen, es ließ sich nicht richtig durch die Ringe ziehen und es schmiegte sich nicht an Jonah an. Das DidySling von Didymos sieht nicht nur schön aus, sondern auch weich und anschmiegsam. Jonah mal schnell Daheim ins Tuch legen und Staubsaugen oder eine Einschlafrunde durch den Park drehen ohne ein müdes und schlecht gelauntes Baby in die Trage zu friemeln, wäre an manchen Tagen eine Erleichterung. Und ich will unbedingt noch mal einem Ring Sling eine Chance geben!

Ich häufe gerne Tassen, Teller und Schalen an. Auf unserem Tisch muss nichts zusammenpassen. Und mein Kakao mit Sahne und der Matcha-Latte mit ordentlich Milchschaum schmecken aus hübschen Bechern einfach besser.

  1. Apropos Milchschaum. Ich Schäume mit einem kleinen Milchaufschäumer per Hand, die Milch wird auf dem Herd warm gemacht. Ratet mal, was hier öfter mal überkocht. Ich fragte mich durch meine Twitterblase und fast alle empfahlen mir den Milchschäumer Aeroccino 3 von Nespresso, sogar die Kaffeehipster.
  2. Tassen und Becher gehen immer. Ich kann ganz schwer an wirklich hübschen Exemplaren vorbei gehen und seit am Wochenende (LINK) meine Lieblingstasse zu Bruch ging, brauche ich ganz dringend ein paar neue Tassen um über den Verlust hinwegzukommen. Ich habe zwar schon drei hübsche, blaue Tassen, aber die hier von Bloomingville (huch, schon wieder was von Bloomingville) ist so schön, dass sie eindeutig nicht eine blaue Tasse zu viel wäre. Mehr wirklich hübsche Tassen und Becher habe ich übrigen hier (LINK) zusammengestellt.
  3. Wenn man über Hamburgs Designmärkte spaziert begegnet man immer den schönen Dingen von Sinikka Harms oder dem SUNTREE studio und ich bin verliebt in alle Teller, Tassen, Schalen, Becher und Kannen. Kommt alle zu mir!

Ich möchte in meinem Kleiderschrank nur noch Dinge haben, die ich wirklich mag und die wertig sind. Gut, ein paar Teile die einfach nur hübsch sind, werden sich immer darin finden, aber primär möchte ich nur noch in langlebige Teile investieren.

  1. Ich habe das ja schon oben erwähnt, ich liebe seit es Jonah gibt Wolle. So weich und warm. Ich habe schon wirklich schöne Wollpullover, was mir noch fehlt ist ein weicher Cardigan, der nicht so super dick ist, dass ich darin aussehe wie eine Kugel. Die Strickjacke von Comma ist da definitiv eine meiner Lieblinge.
  2. Flauschige Schals sind beim Tragen eher unpraktisch, aber wie gut sind denn bitte Musselin Tücher? Weich, warm und wenn es mal hart auf hart kommt, kann man auch Jonah darin einwickeln, oder seine Spucke abwischen. Eines in rosa habe ich bereits, mit dem senfgelben Tuch von Wayda liebäugle ich schon eine ganze Weile.

Was wünscht ihr euch zu Weihnachten, mal abgesehen von Weltfrieden und ganz viel Liebe?

Baby Momstyle Style Tragen Werbung

Momstyle | Eine Tragejacke von von GoFuture für das Tragekind

Winterfest mit Shelter von GoFuture with LOVE

3. Dezember 2016

Dieser Post enthält Werbung und ist in Kooperation mit GoFuture with Love entstanden.

Morgens bringt eine feine Schicht Frost alles vor dem Fenster zum glänzen, ich habe mir gerade eine Woll-Leggings bestellt und für meine Schuhe brauche ich noch warme Einlagen. Es ist Winter und ich bin alt. Mein dicker Wintermantel hängt jetzt wieder ganz vorne an der Garderobe und Jonah glänzt bei jedem Spaziergang wie ein kleiner, glasierter Honigschinken, dank Wind- und Wetterbalsam.

Da sich die Hamburger S-Bahn entschlossen hat den einzigen Fahrstuhl bei uns in der Nähe erst mal für ein halbes Jahr außer Betrieb zu nehmen und der HVV gar nicht erst daran gedacht hat die Station zwei Straßen weiter mit einem auszustatten, sind wir jetzt mehr denn je auf Tragetuch und Trage angewiesen, wenn wir nicht gerade Zeit und Laune haben einen riesigen Umweg zu spazieren um den nächsten Fahrstuhl zu erreichen, oder sich alles bei uns in der Ecke erledigen lässt. Und für manche Ausflüge ist es eh passender, wenn Jonah uns ganz nah ist und wir keinen Kinderwagen durch enge Gassen oder Menschenmassen schieben müssen, die keinen einzigen Zentimeter Platz machen wollen. Zum Beispiel auf dem Hamburger Weihnachtsmarkt. Da sind primär nur Menschen, die keinen Platz machen.

Jonahs erster Weihnachtsmarktausflug war am 1. Advent, der Himmel war blau und die Luft eisig genug damit der heiße Kinderpunsch gleich doppelt so gut schmeckt. Den besten fanden wir übrigens schon letztes Jahr, als ich noch mit Minikugel unterwegs war, an einem Stand der eigentlich nur Fruchtweine verkauft. Wer also über Hamburger Weihnachtsmärkte spaziert, sollte mal den auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz einen kleinen Besuch abstatten und den „Autofahrer-Punsch“ probieren.

Tragejacke | GoFuture with Love | Tragekind | Momstyle | Tragen

Für nasse Herbsttage kauften wir uns vor einer Weile schon ein Tragecover, für den Winter wollte ich aber unbedingt eine Tragejacke ausprobieren. Wir haben für uns die perfekte Jacke bei GoFuture with Love gefunden, einem kleinen Unternehmen aus Göttingen das Still- und Umstandskleidung in liebevoller Handarbeit herstellt. Bei einem Blick auf deren Adresse ist mir gerade aufgefallen, dass meine Schwiegereltern gleich um die Ecke wohnen und irgendwie fühlt sie die Jacke jetzt gleich noch ein bisschen besser an. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die verwendeten Materialien frei von Schad- und Giftstoffen und mit dem Oeko-Tex-Standard 100 Siegel versehen sind und mein Gewissen das sehr mag.

Tragejacke | GoFuture with Love | Tragekind | Momstyle | Tragen

Wer im Dawanda-Shop von GoFuture bestellt kann sich fast alle Produkte individualisieren lassen und wer sich bei der Größe unsicher ist, wird hervorragend beraten. Ich habe das getestet, war sehr unsicher und vielleicht ein bisschen nervig, aber die liebe Frau war geduldig und kompetent und jetzt laufen wir mit einer perfekt sitzenden Jacke durch den Winter.

Tragejacke | GoFuture with Love | Tragekind | Momstyle | Tragen

Sowohl ich als auch Jonah haben eine weiche und große Kapuze und für jemanden wie mich, der am liebsten zu lange Oberteile trägt damit die Hände noch genug Ärmel haben, hat die Jacke verlängerte Bündchen mit Daumenloch. In die Jackentasche passen iPhone, Lippenpflegestifft und Wegschokolade und man hat trotzdem noch genug Platz um die Fingerspitzen aufzuwärmen. Das Innenfutter ist kuschelweicher Polarfleece und obwohl die Jacke wirklich warm hält, wiegt sie weniger als manche meiner dicken Strickjacken.

Tragejacke | GoFuture with Love | Tragekind | Momstyle | Tragen

Jonah muss unter der Jacke nicht viel anhaben, sie ist also perfekt um ganz spontan eine Einschlafspazierrunde zu drehen, die bei uns gerade besonders lang ausfallen, daher ist der Wegschokoladenplatz in den Taschen enorm wichtig. Beim nächsten Bummel über den Weihnachtsmarkt sollte ich darin mal gebrannte Mandeln vergessen.

Wenn ich Jonah mal an meinen Mann abgebe, kann ich einfach den Trageeinsatz herausnehmen und habe eine hübsche Jacke für mich ganz allein und sollte ich nochmal Schwanger werden, lässt sich der runde Bauch mit dem Umstandseinsatz winterfest machen.

Tragejacke | GoFuture with Love | Tragekind | Momstyle | Tragen

Ich habe mich für das Modell „Shelter“ entschieden, einer Jacke in der man das Kind vor dem Körper tragen kann. Es gibt auch Modelle, bei denen es die Möglichkeit gibt den Trageeinsatz am Rücken einzusetzen, aber da wir bis jetzt Jonah immer nur vorne getragen haben, war das für mich erst mal uninteressant. Aber das kann ja noch kommen. Wer übrigens bis zum 5.12.2016 zuschlägt, spart 15% bei meinem Jackenmodell. Gerade ist sie nämlich im Sale.

Tragejacke | GoFuture with Love | Tragekind | Momstyle | Tragen

Wie kommt ihr mit eurem Tragekind durch den Winter?

Baby Mutterschaft Tragen

Darf man fremde Kinder ungefragt anfassen?

Über Respektlosigkeit und das Überschreiten von Grenzen

1. November 2016

Wer hat Babys und Kinder eigentlich zum Allgemeingut ernannt, das keine Grenzen hat die man überschreiten kann? Man selbst möchte doch auch nicht einfach ungefragt von Fremden angefasst werden oder den warmen Atem einer unbekannten Person im Gesicht spüren, weil sie einem plötzlich ins Blickfeld springt um einem unverständliches Zeug entgegen zu brabbeln. Auch Kinder haben, genauso wie wir, ein Recht darauf mit Respekt behandelt zu werden und das man ihren persönlichen Raum respektiert.

Im Sommer passierte es uns, dass eine wildfremde, ältere Frau am Bahnsteig plötzlich Jonahs nackte Füße anfasste, die aus dem Tragetuch herausguckten. Weil sie ja „so süß sind“, könne man ja einfach nicht widerstehen. Ich ärgere mich heute noch, dass ich der Frau nicht einfach über ihr Gesicht streichelte, weil ihre faltigen Wangen „ja so süß sind“. Gleiches passierte uns vor ein paar Wochen an einer roten Ampel. Wieder eine ältere Dame, die einfach ungefragt Jonahs Füße anfasste. Dieses Mal weil die bunten Socken ja „so süß seien“.

Weist man die Person darauf hin, dass man es keineswegs in Ordnung fand, was sie da gerade tat, wird mit Empörung und Unverständnis reagiert, schließlich sei es „ja bloß ein Kind“. Wo kommt die Annahme her, Kinder könnten nicht die gleichen Rechte haben wie Erwachsene, bzw. wie kann diese Meinung heute noch so fest in den Köpfen vieler Menschen verankert sein?

Ein Kind ist kein niedliches Tier, das einem über den Weg läuft und das man einfach streichelt. Und selbst da fragt man in der Regel zuerst den Besitzer ob man seinen Hund streicheln darf, oder wartet bei einer Katze, ob sie zu einem kommt und es erlaubt.

Und es geht nicht nur um das ungefragte Anfassen, sondern auch um das Eindringen in die Distanzzone. In der Bahn stand letztens plötzlich eine Frau mittleren Alters so nahe hinter mir, dass ihr Atem meinen Nacken streifte. Über meine Schulter hinweg fing sie an meinem Baby irgendetwas entgegen zu brabbeln und mit den Fingern herumzuwedeln. Jonah fing an zu quengeln. Wer würde das nicht tun, wenn plötzlich ein wildfremdes Gesicht vor einem auftaucht? Die Frau ist damit nicht nur meinem Kind zu nahe gekommen, sie hat auch meine Distanzzone missachtet. Und statt sich dafür zu entschuldigen, trieb sie die Situation auf die Spitze und schob das Quengeln natürlich auf die Trage, schließlich würden Babys darin ja ersticken.

Auch das ungefragte Hineingucken in Kinderwagen scheint für viele, vor allem bei der älteren Generation, vollkommen legitim zu sein. An der Ampel schnell man die Decke etwas zurück ziehen und das Kind anschauen. Da ist ja schließlich nichts dabei, man guckt ja nur. Ich komme doch auch nicht zu der Person ans Bett, ziehe die Decke zurück und starre ihr ins Gesicht. Am besten wacht es sich natürlich auf, wenn man plötzlich ein fremdes Gesicht vor einem hat.

Babys nehmen jeden Tag neue Eindrücke auf und müssen sie verarbeiten. Manchmal kann sogar ein Spaziergang bereits zu viel sein oder der Besuch der Großeltern. Ein fremdes Gesicht das plötzlich vor einem auftaucht oder die Berührungen einer fremden Person sind für viele Babys eine Reizüberflutung die sie kaum verarbeiten können.

So wie wir behandelt werden wollen, sollten wir auch mit anderen Menschen umgehen und das schließt Kinder und Babys nicht aus. Genauso wie erwachsene verdienen Kinder und Babys einen respektvollen Umgang

Daumen hoch für eines unser Nachbarskinder, das mich letztens höflich fragte, ob es mal das Baby angucken dürfte und dann ganz vorsichtig mit sicherheitsabstand Jonah in der Trage anlächelte. Oder das süße Mädchen vom großen Platz vor unserem Wohnhaus, das ganz liebt fragte, ob sie Jonah mal streicheln dürfte, sie hätte sich auch gerade die Hände gewaschen. So viel Respekt würde ich mir von vielen Erwachsenen ebenfalls wünschen.