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Meningitis bewegt.

4. November 2020
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Unsere Kinder dürfen und können viele Erfahrungen selbst machen. Wie es ist, im Sommer mit Gummistiefeln statt mit Sandalen rauszugehen oder wie Knoblauchpfeffer auf einem Marmeladenbrot schmeckt (scheinbar gut). Sie dürfen klettern, toben, rennen und springen und sie fallen dabei hin, ab und an runter. Sie haben blaue Flecken und aufgeschürfte Knie.

So wichtig es ist, eigene Erfahrungen zu machen, um an ihnen zu wachsen – es gibt Erfahrungen, die keiner von uns machen muss. Dazu gehört der Sturz vom Rad ohne Helm, aber auch eine schwere Erkrankung. Nicht alle sind vermeidbar, aber es gibt inzwischen für viele Erkrankungen – so wie für das Fahrradfahren einen Helm – nicht nur Medikamente zur Heilung und Linderung, sondern auch Möglichkeiten der Prävention.

Sich dahingehend ausreichend und richtig zu informieren, abzuwägen, was vertretbar und was für uns als Familie die richtige Entscheidung ist, liegt in unserer Hand, in der von uns Eltern.

Was sind Meningokokken?

Etwa jeder 10. Erwachsene trägt Meningokokken im Hals-Nasen-Rachen-Raum, ohne es zu wissen und selbst daran zu erkranken. Meningokokken sind Bakterien, die durch eine Tröpfcheninfektion (Küsschen, Husten, Niesen) von Mensch zu Mensch übertragen werden und in ⅔ der Fälle zu einer Meningitis (Hirnhautentzündung) und in ⅓ der Fällen zu einer Sepsis (Blutvergiftung) führen können.

Jährlich erkranken etwa knapp 300 Menschen in Deutschland an Meningokokken. Eine verhältnismäßig kleine Zahl, allerdings kann die Erkrankung innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden. Das Tückische ist nicht nur der rasche Verlauf, sondern auch die unspezifischen Symptome, die nur schwer von denen eines grippalen Infekts zu unterscheiden sind.

Besonders häufig betroffen sind Babys und Kleinkinder, weil ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist. Einen weiteren Peak an Erkrankungen gibt es unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Es gibt verschiedene Erreger, die für eine Meningokokken-Erkrankung verantwortlich sind. In Deutschland erkranken knapp 60 % aller Betroffenen an der Gruppe B, gefolgt von Y, C, W, A und anderen. Gegen fünf der häufigsten Meningokokken-Gruppen, die in Deutschland auftreten, kann geimpft werden. Die Impfung gegen die Meningokokken-Gruppe C ist bereits von der STIKO (Ständige Impfkommission) in den „Standard-Impfkalender“ aufgenommen und für die Meningokokken-Gruppe B liegt schon eine Impfempfehlung für Risikogruppen vor. Wer zu einer Risikogruppe gehört oder eine Reise in ein Meningokokken-Risikogebiet plant, dem wird auch die Kombinations-Impfung ACWY empfohlen.

Was ist eine Meningitis, was eine Sepsis?

Bei einer Meningitis handelt es sich um die Entzündung der Hirnhäute und/oder der Rückenmarkshaut. Bei einer Sepsis (Blutvergiftung) gelangt der Erreger über die Blutbahn in alle Organe und kann dort zu Organversagen führen. In schweren Fällen einer Meningokokken-Erkrankung kann beides zusammen auftreten. In jedem Fall ist eine schnelle Diagnose und Behandlung mit Antibiotika wichtig und kann Leben retten. Trotz Behandlung kann es bei einem von fünf Patienten zu Folgeschäden wie Narben, Krampfanfällen, Hörstörungen, Amputationen und/oder Entwicklungsverzögerungen und Lernschwierigkeiten kommen. Etwa 10 % der Erkrankten versterben trotz intensivmedizinischer Versorgung.

Damit das Schlimmste verhindert werden kann, muss schnell gehandelt werden. Bitte scheut euch nicht, zum Arzt zu gehen, wenn ihr merkt, dass es eurem Kind nicht gut geht, und wählt den Notruf, wenn ihr merkt, dass ihr der Situation nicht mehr Herr werdet.

Mögliche Symptome von Meningokokken-Erkrankungen

Neben ganz unspezifischen Symptomen wie Fieber, Erbrechen, Schüttelfrost und Kopfschmerzen können u. a. kalte Hände und Füße, Krampfanfälle, Lichtempfindlichkeit, Nackensteifheit und Benommenheit Symptome sein. Bei Babys ist auch eine harte, vorgewölbte Fontanelle ein Zeichen für eine Meningokokken-Erkrankung, bei älteren Kindern können es Beinschmerzen und eine fahle, graue Haut sein, so wie in schweren Fällen Einblutungen in der Haut (Petechien). Das Problem: Treten bereits deutliche Symptome auf, darf absolut keine Zeit mehr verloren werden.

Was kann ich tun?

Die Entscheidung für den Weg, den wir gehen, war für uns leicht. Ich möchte meinen Kindern unnötiges Leid ersparen und ihre Gesundheit bestmöglich schützen. Wir haben uns nicht nur für die Meningokokken-Impfung gegen Gruppe C entschieden, sondern lassen unsere Kinder auch gegen die Erreger der Gruppe B impfen. Inzwischen gibt es immer mehr Krankenkassen, die die Kosten für diese Impfung auf Anfrage vollständig übernehmen, bei vielen anderen Krankenkassen kann man einen Teil der Kosten erstatten lassen. Fragt vorher bei eurer Krankenkasse nach, am besten bei mehr als nur einem Sachbearbeiter, da oft Einzelfallentscheidungen getroffen werden.

Bevor ihr euch für oder gegen eine Schutzimpfung entscheidet, bitte ich euch, euch eingehend zu informieren. Euer Kinderarzt ist die erste Anlaufstelle, sprecht auch mit den Arzthelferinnen (unsere hat uns mit ihren Erfahrungen sehr geholfen). Die Kampagnenseite von „Meningitis bewegt.” informiert ebenfalls und beantwortet viele Fragen. Nur bitte landet nicht in Verschwörungsforen und nicht alle Videos auf YouTube basieren auf seriösen Quellen.

Unter https://www.meningitis-bewegt.de/info-material findet ihr zudem ein Formular zur Kostenerstattung, das ihr bei eurer Krankenkasse einreichen könnt.

Wir wollen alle das Beste für unsere Kinder. Wir wollen sie beschützen und sie gesund und glücklich aufwachsen sehen. Dazu gehört auch, sich mit Themen auseinanderzusetzen und Entscheidungen zu treffen, die nicht immer leicht sind. Sich richtig über die Meningokokken-Impfungen zu informieren, ist ein Teil davon.

*Dieser Beitrag enthält Werbung und ist in Kooperation mit Meningitis bewegt., einer Initiative von GlaxoSmithKline,entstanden.

NP-DE-MNX-WCNT-200084; 10/20

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