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Wurzeln, Flügel und bedingungslose Liebe

Das Glück, Mama zu sein | mit LEIBNIZ

2. Mai 2018
Wurzeln, Flügel und bedingungslose Liebe | Das Glück, Mama zu sein | Mutterschaft | Elternschaft | Mamasein | Werte | Mutterliebe | Mehr auf https://ivy.li
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Ich bin seit knapp zwei Jahren Mutter und jeden Abend lege ich mich neben mein Kind ins Bett und kann noch immer nicht ganz fassen, dass ich die Mama dieses kleinen, schon so großen Kindes bin. Ich könnte platzen vor Liebe und Glück, wenn ich mit feuchten Küssen geweckt werde, das Eichhörnchen auf unser Terrasse laute Freudenschreie auslöst oder ich am Abend ein müdes, durchgespieltes Kind in den Armen halte, das sich dicht an mich kuschelt.

Mich hat die Mutterschaft nachhaltig verändert. Ich bin gewachsen und wachse noch immer jeden Tag, manchmal auch über mich selbst hinaus. Ich habe mich selbst neu kennengelernt und bin trotzdem noch immer die Person, die ich vorher war. Aber größer, stärker und gelassener.

Es ist nicht immer alles rosarot und federleicht und ein falsch geschnittener Apfel kann einen Weltuntergang hervorrufen, aber Wutausbrüche, verdammt kurze Nächte und einfach blöde Tage sind schnell wieder vergessen, wenn ich herzlich angelacht werde oder mir ein köstliches Sandeis angeboten wird. Es gibt immer Höhen und Tiefen, aber, egal wie kitschig es klingt, das Glück ist ein Grundrauschen, dass manchmal eben nur ganz leise ist und so oft ganz laut und einfach immer da.

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Die bedingungslose Liebe meiner Mutter

Meine Mama war alleinerziehend. An die Zeit gemeinsam mit meinem Vater kann ich mich nur bruchstückhaft erinnern. Für mich ist mein Vater ein Samstagspapa mit Eis essen und Playstation spielen. Meine Mutter ist mein Anker, mein Halt und mein Wegweiser, wenn ich die Spur verloren habe. Damals wie heute. Ich weiß, dass sie immer für mich da ist und mich so annimmt, wie ich bin. Ganz egal ob ich damals trotzig meine Zimmertür zuknallte oder heute Abends bei ihr anrufe, weil mein Tag voller „Nein nein nein“ meines eigenen Kindes war und ich einfach mal sagen muss, dass ich das richtig ätzend fand und mich deshalb selber ätzend finde. Meine Mutter bedeutet für mich bedingungslose Liebe.

Sie hat mir diese Sicherheit mit auf den Weg gegeben, dass ich, so wie ich bin, geliebt werde. Immer. Dass ich richtig bin und dass sie immer für mich da ist. Sie hat ein Band zwischen uns gespannt, das sich nicht trennen lässt und das dick und stark bleibt, auch wenn wir uns mal streiten, lange nicht sehen, hören oder umarmen. Sie hat mir diese Sicherheit mit auf den Weg gegeben, dass ich, so wie ich bin, geliebt werde. Immer. Dass ich richtig bin und dass sie immer für mich da ist. Sie hat ein Band zwischen uns gespannt, das sich nicht trennen lässt und das dick und stark bleibt, auch wenn wir uns mal streiten, lange nicht sehen, hören oder umarmen.

Diese bedingungslose Liebe ist zwischen verschiedenen Jobs, zwei Tagesmüttern und etwas Zeit für sich entstanden. Ohne eine „richtige“ Familie, obwohl mir später ständig die Mütter meiner Freunde versucht haben einzureden, dass aus mir so ja nur jemand ganz verkorkstes werden kann, weil mein Papa nicht da ist und meine Mama den ganzen Tag arbeitet. Ich weiß durch meine Mutter, dass Liebe und Geborgenheit in vielen verschiedenen Rahmen entstehen kann und von Innen kommt. Und das gibt mir jetzt als Mutter nochmal eine ordentliche Portion Gelassenheit.

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Ich gebe Wurzeln und Flügel

Mein Kind geht in die Krippe, isst dort zu Mittag, schläft dort und tobt nachmittags durch die Gegend, bis ich es dreckig und glücklich abhole. Nachmittags werden ständig die Namen der Erzieher begeistert wiederholt und morgens wird aufgeregt und ungeduldig nach der KiTa verlangt. Während unser Sohn mit den anderen Kindern und den heiß geliebten Erziehern den Kindergarten unsicher macht arbeite ich, trinke ganz in Ruhe einen Kaffee, manchmal esse ich mit Freunden ein Stück Kuchen oder gehe Mittags mit meinen Mann eine vorverlegte Datenight genießen. Denn ich weiß durch meine Mama, dass sich Liebe und Geborgenheit nicht nur trotz Fremdbetreuung weitergeben lassen, sondern dass sie sich noch viel leichter leben lassen, wenn alle in der Familie ausgeglichen sind und sich entfalten können.

Unser Sohn ist ein Wirbelwind und hat Energie für 12 Kinder. Er ist von morgens um 05:30 Uhr bis Abends kurz vor acht Uhr immer auf Achse, tobt springt klettert und brüllt wie ein Löwe. Er braucht viel Action um sich herum und ich … nicht den ganzen Tag. Vormittags sammle ich die Kraft um Nachmittags und am Wochenende Hügel hoch zu stürmen, Sandburgen zu bauen, aufgeschürfte Knie wieder heil zu pusten, Wutanfälle anzunehmen, wenn etwas nicht so läuft wie vom Sohn gewollt oder stundenlang in den Schlaf zu begleiten, wenn der aufregende Tag den müden Geist noch nicht loslassen kann.

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Ich begleite mein Kind, halte es an der Hand, wenn es sie braucht und lasse los, wenn es alleine weiter gehen möchte. Ich bin die sichere Base, zu der unser Sohn immer zurückkehren kann, wenn er müde wird, zu viele Eindrücke gesammelt hat oder ihm das kleine Nachbarsmädchen eines mit der Schaufel übergebraten hat. Ich gebe ihm die Sicherheit mit, immer für ihn da zu sein und die Freiheit, sich selbst zu entfalten.

Ich werde immer für mein Kind da sein und den ersten Gang zur Schule genauso feiern und mit Tränen in den Augen begleiten, wie die ersten Schritte. Ich werde hoffentlich in die Geschichte vom ersten Kuss eingeweiht und werde den ersten Herzschmerz trösten. Ich werde mit einer kraus gelegten Stirn die Kekse rausholen, wenn die erste Klassenarbeit vergeigt wird und in der Tasche für den ersten Klassenausflug Schoki und einen Brief verstecken, in dem steht wie sehr ich meinen Sohn liebe. Ich freue mich darauf mein Kind auf all seinen Wegen, egal wohin sie führen werden, begleiten zu dürfen und bin dankbar, für dieses wundervolle Geschenk.

*Dieser Beitrag ist in Kooperation mit LEIBNIZ entstanden.

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5 Kommentare

  • Antworten Sarah 2. Mai 2018 um 9:16

    Ein wunderschön geschriebener Artikel, wie immer erfrischend authentisch, ehrlich und liebevoll! 🙂 So schön, dass in letzter Zeit hier so viel Neues kommt, ich freu mich total! Ich wünsche dir einen schönen Tag!

  • Antworten Anika 2. Mai 2018 um 9:54

    Ich weine vor Glück selber Mama zu sein und weil deine treffenden Worte mich so sehr berühren. Danke, liebe Ivy

  • Antworten Nadine 2. Mai 2018 um 13:22

    Wunder-, wunder-schön!!

    Vielen Dank dafür!

  • Antworten Saski 2. Mai 2018 um 15:29

    Ich bin erst seit 12 kurzen langen Wochen Mama und bin zu Tränen gerührt, weil ich genauso empfinde und mein Kind in erster Linie mit Liebe durch sein Leben begleiten will und mit ihm gemeinsam die Welt entdecken möchte.

  • Antworten Joanna Maria 3. Mai 2018 um 22:52

    Sehr schön geschrieben…. und Deine Mutter hat Dir ein Wunderbares Geschenk gemacht, das Du weitergeben darfst. Das ist unheimlich wichtig. Man wird nicht verkorkst dadurch, dass man nur von einem Elternteil aufgezogen wird, wenn die Liebe stimmt und eine „vollständige Familie“ kann der Horror sein, wenn diese fehlt. Ich habe eine wundervolle Urgroßmutter gehabt, die ihre fünf Kinder alleine durchbringen musste, weil ihr Mann nach einem Schauprozess in Berlin Plötzchensee enthauptet wurde. Sie hat auch den ganzen Tag hart arbeiten müssen um ihre Kinder. Erst recht im sozialistischen Polen. Sie hat ihre Enkel und Urenkel erzogen. Sie war eine echte Matriarchin. Nicht ein mal mein Großvater, ihr Schwiegersohn, wagte es in ihrer nähe die Stimme gegen meinen Vater und dessen Bruder zu erheben. Geschweige denn die Hand. Ich habe keinen anderen Menschen mit einer derartigen „natürlichen Autorität“ kennengelernt. Wenn es Tagelang regnete, dann machte sie im Wohnzimmer eine Sandkiste, „denn Kinder haben ihre rechte“, wie sie immer sagte.
    Ich wuchs in einer vollständigen Familie auf….aber meine Mutter hat die Herzenswärme eines Eisblocks und mein Vater war über ein Jahrzehnt alkoholabhängig. Mein Vater wurde von meiner Urgroßmutter sehr geprägt… er brachte die Wärme in unsere Familie und obwohl er derjenige war, der alkoholabhängig war… komme ich mit ihm wesentlich besser aus als mit meiner Mutter. Auch meine Kinder drängen sich zu ihm und meiden meine Mutter sobald sie einen eigenen Willen entwickeln. Denn er lässt sie sein, während meine Mutter sie nach ihren Vorstellungen formen möchte. Kinder wollen sich entwickeln…. nicht immer so wie wir es uns vorstellen, denn sie sind nicht wir. Sie haben oft andere Begabungen und stärken, andere Temperamente als wir. Denn jeder Mensch ist einzigartig. Wie verschieden Kinder sind sehe ich an meinen fünf. Äußerlich ähneln sie sich sehr, innerlich sind sie so unglaublich verschieden. Wenn ich denke ich habe es „erziehungstechnisch“ im Griff dann muss ich oft feststellen, dass z.B. Trick nummer 17 bei Kind Nr. 4 unter Umständen absolut nicht funktioniert! ;).
    Alles liebe und viel Freude noch
    Joanna MAria

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