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Baby Familie

Sechs Monate zu Viert

Dunkel, dunkel, hell

4. Mai 2019
Sechs Monate zu Viert | Dunkel, dunkel, hell

Sechs Monate ist unser kleinstes Familienmitglied schon Teil unser Gang. Sechs Monate sind wir zu Viert und erst jetzt, nach einem halben Jahr, kann ich sagen, dass wir ganz langsam wieder durchatmen und unser Familienleben richtig genießen können. Die letzten Monate waren laut und voller Tränen, waren chaotisch und so oft so dunkel, dass es nicht leicht fiel die guten Momente zu genießen und sie für die schweren Momente bunt und warm in Erinnerung zu behalten.

Die ersten acht Wochen hat unser Baby geweint. Untröstlich und jeden Abend stundenlang. Wir haben getragen und gewogen, geschunkelt und gewippt, sind durch die Dunkelheit spaziert, haben gesungen, gesummt und gebrummt, gehalten und gestreichelt, zugehört und mitgeweint, haben geflucht und ja, auch geschrien.

Dann lag ich mit dem Baby acht Tage zu Weihnachten im Krankenhaus. Mit piependen Monitoren und blubbernden Sauerstoff. Unser zweiter Krankenhausaufenthalt in so kurzer Zeit. Das Schicksal kleiner Geschwister im Winter: RSV.

Wieder zuhause wurde mehr geweint, mehr geschrien, mehr durchgestreckt, mehr gefordert. Ließ sich unser Herbstbaby vorher noch tagsüber ab und an ablegen, lebte es jetzt nur noch in der Trage. Es ging eigentlich alles nur noch im Tragetuch oder der Babytrage. Kein Trösten mehr ohne, kein Schlafen und eine ganze Weile sogar kein Stillen mehr. Das Baby lebte dicht an mich gepresst. Tagsüber und nachts. Es wurde wieder getragen und gewogen, geschunkelt und gewippt, durch die Dunkelheit spaziert, gesungen, gesummt und gebrummt, gehalten und gestreichelt, zugehört und mitgeweint, geflucht und ja, auch geschrien. 24/7.

Aber es wird besser. Manchmal auch wieder viel schlimmer, aber im Großen und Ganzen besser. So langsam legt sich ein trüber Schleier über diese unendlich langen Monate, ich vergesse immer öfter wie kacke sich alles angefühlt hat. Nicht das sie kacke waren, das weiß ich noch, aber das wie sehr ist weg. Es gibt immer mehr Tage mit wirklich schönen Momenten, mehr Momente, in denen wir alle durchatmen können und die wir nicht panisch mit Fotos festhalten müssen, weil keiner von uns weiß wann der nächste gute Moment da sein wird. Es wird besser. Nur Abends ist noch immer Chaos. Viel und laut und anstrengend. Aber auch das wird besser. Irgendwann. Wehe wenn nicht.

Sechs Monate Baby, sechs Monate zu viert

Geil, wir haben sechs Monate geschafft! Wir sind so gut!

Sechs Monate zu Viert | Dunkel, dunkel, hell

Mach mal langsam

Unser Baby gibt alles. Immer! Mit zwei Monaten und ein paar zerquetschten Wochen rollte er sich vom Rücken auf den Bauch und wieder zurück. Mit nicht ganz fünf Monaten entdeckte er den Vierfüßlerstand und das Robben für sich, mit sechs Monaten kommt er eigenständig in den Sitz und es sieht so aus, als würde er als nächstes im Bärengang durchstarten, statt zu krabbeln. Denn er steht im Vierfüßlerstand oft nicht mehr auf seinen Knien, sondern auf seinen Füßen. Er hat es eilig. Super eilig.

Er hält niemals still, macht nie eine Pause. Er ist immer in Bewegung. Alles um ihn herum saugt er auf, will er entdecken. Er gibt 120%. Das ist nicht nur für ihn ordentlich anstrengend. Es fordert uns alle.

Aber wie süß ist es bitte, diese kleine Rübe durch die Wohnung pesen zu sehen, ihm zuzugucken, wie er sich einfach auf seinen kleinen Poschi setzt und in seinen Händen seine ausgezogene Socke hält um sie direkt in seinen Mund zu stecken? Wie zuckersüß ist es, zu sehen, wie sehr er sich über jeden kleinen Fortschritt, jede neue Bewegung freut? Wie laut er lacht, wenn er plötzlich um die Ecke guckt und einen entdeckt. Es ist so so so schön! Und morgen kann er vermutlich laufen und kann endlich mit seinem Bruder Fußball spielen. Darauf wartet der Große nämlich schon sehnsüchtig.

Sechs Monate zu Viert | Dunkel, dunkel, hell

Abendroutine, was ist das?

Wer so ein Tempo vorlegt, so viel so schnell lernt und entdeckt, der hat viel zu verarbeiten. Gut drauf ist er nach einem Schläfchen zwischen einer halben und einer ganzen Stunde. Ausnahmen mit vielen anderen Babys um sich herum die ihn ablenken, draußen auf der Wiese oder in der Sandkiste mit viel um sich herum zum Entdecken und in den Armen anderer Mütter bestätigen natürlich die Regel. Danach wird gemeckert, geschrien, geweint. Vor Hunger, Müdigkeit, Erschöpfung, Frustration.

Aber es wird keine Pause gemacht. Er will mehr, schafft es aber nicht. Er findet inzwischen selbst in der Trage und mit laufendem Fön oft nur noch schwer in den Schlaf, dabei gab es durchaus eine kleine Phase, in der er im Arm liegend im dunklen Zimmer mit ein bisschen Geschunkel ganz fix einschlief und sogar ein paar Tage, an denen er im Kinderwagen glücklich war.

Was Tagsüber noch immer oft nicht gerade für entspanntes Familienleben sorgt, bringt uns Abends regelmäßig um den Verstand. Zwischen seinem Nachmittagsschläfchen und der 120%-Müdigkeit am Abend liegt oft keine ganze Stunde. Gemeinsam zu Abend essen ist oft nicht drin. Wenn der Große ins Bett gebracht wird, dann weint nebenan im Schlafzimmer das Baby bei laufendem Fön. Alles ist hektisch, egal wie sehr ich mich bemühe etwas Ruhe einkehren zu lassen. Wir finden einfach keinen Ablauf, keine Routine, die diese beschissene Situation irgendwie entzerrt. Gerade an Abenden, an denen ich alleine mit beiden Kindern bin, ist es einfach furchtbar. Ich versage regelmäßig und werde keinem in dieser Familie gerecht.

Das iPad, mein bester Mitarbeiter

Ich gebe es zu, ich „parke“ das große Kind vor dem iPad. Er darf eine Serie gucken, während sein kleiner Bruder schreit, während ich irgendwie versuche ihn zu stillen, ihn zu beruhigen, ihn ins Bett zu bringen. Und ich hoffe inständig, dass ihn seine Serie so in den Bann zieht, dass er die ganzen Tränen nicht immer mitbekommt. Ich weiß mir anders tatsächlich nicht zu helfen, wenn kein anderer da ist, der sich mit ihm beschäftigt.

Und es ist okay. Wir sind den ganzen Tag draußen, er tobt sich mit seinen Freunden quer durch den Stadtpark, über Spielplätze und durch unseren Innenhof. Er ist eigentlich immer in Bewegung, an der frischen Luft und zusammen mit Freunden.

Aktuelle Lieblingsserien: Pettersson und Findus, Noddy, der kleine Detektiv, Paw Petrol und Kleine Prinzessin.

Beste Freunde

Auch wenn der Kleine diverse Vorlesestunden gecrasht hat und auf meinem Arm nur noch selten Platz für den Großen ist, er liebt seinen kleinen Bruder. Morgens wird er nach dem Aufwachen gekuschelt und in der KiTa gibt es zum Abschied einen dicken Kuss. Er darf mit seinen Lieblingsspielsachen spielen, zum Kuscheln bekommt er seine heiß geliebte Kuschelkatze und wenn er weint, kommt der große Bruder sofort mit dem Schnuller angelaufen. „Mama, wir sind beste Freunde.“ Mein Herz schmilzt dahin und ich bin so froh, dass er seinen kleinen Bruder so lieb hat, trotz all der vielen und lauten Tränen.

Sechs Monate zu Viert | Dunkel, dunkel, hell

What is Schlaf? Baby don’t disturb me. Don’t disturb me. No more.

Der Große schläft wie ein Profi. Er liest Abends mit einem von uns ein Buch, dann wird die Lichterkette oder das kleine Keksnachtlicht angemacht, ein Hörspiel angeschaltet und mit Mama oder Papa neben sich sinkt er meistens ganz fix ins Land der Träume. Nachts wacht er ab und an noch ein oder zweimal auf, nur kurz und mit einem Glas Wasser oder einer dicken Umarmung kommt der Schlaf schnell wieder. Und auch als Baby, war Schlaf bei ihm ein entspannteres Thema. Lange nicht so entspannt und easy wie es immer viele in PEKiP-Kursen von ihren Baby erzählen, aber lange nicht so anstrengend wie bei seinem kleinen Bruder. Er ist beim Stillen eingeschlafen, auf meinem Schoß, in der Trage, im Bett neben mir liegend, wenn Sonnenlicht durch das Fenster schien, der Fernseher lief, ich ein Buch las oder die Lichterkette das Zimmer ganz muckelig machte.

Der kleine Babybruder braucht inzwischen fast immer absolute Dunkelheit, nichts darf ablenken. Gar nichts! Und selbst in absoluter Dunkelheit findet er noch etwas, das zu spannend zum Einschlafen ist. Und ohne laufenden Fön geht Abends auch nichts. Und überhaupt, nachts läuft er auch. Mindestens einmal, in richtig schlechten Nächten gerne auch mal im 20-Minuten-Takt. Ist unser Baby nachts nämlich erstmal richtig wach, schläft er ohne Fön und in unserem Armen nicht mehr ein. Ganz großes Kino. Das ich am nächsten Morgen manchmal müder bin, als am Abend davor ist klar, oder?

Ich bin mir nicht ganz sicher wann und wie und ob überhaupt ich ihm Dunkelheit, Fön und Tragen abgewöhnen soll. Ob es klug ist lieber früher als später mit dem Abgewöhnen anzufangen, ob es sich vielleicht von alleine gibt oder ob es für uns alle nicht einfach entspannter ist, wenn er sich selbst mit 18 Jahren bei laufendem Fön in seinem abgedunkelten Schlafzimmer in den Schlaf schaukelt. Gibt es Schlafmasken für Babys und einen Fön mit Akku? Das würde die Bis-18-Variante etwas vereinfachen. Den Großen habe ich mit 22 Monaten abgestillt und scheinbar den perfekten Zeitpunkt gefunden, denn es klappte ganz hervorragend, obwohl alle dachten, er könne niemals ohne meine Brüste einschlafen.

Eltern sein, Paar bleiben.

Puh. Ich bewundere alle Eltern die es schaffen in so einer kräftezehrenden Zeit noch genug Energie übrig haben um die Paarbeziehung auf voller Flamme laufen zu lassen. In den ersten Monaten stand sie ganz am Ende unser Prioritätenliste. Einfach irgendwie einen Tag nach dem anderen schaffen war das wichtigste. Wir waren ständig gereizt und genervt und haben es immer wieder am anderen ausgelassen. Ich kann ein wirklicher Kotzbrocken sein, wenn ich übermüdet und überfordert bin.

Aber auch hier wird es langsam wieder besser, finden wir wieder mehr Zeit für uns als Paar. Letztens standen wir vor der KiTa, haben uns mit einer anderen Mama unterhalten und plötzlich hielten wir Händchen. Keiner weiß mehr wer wessen Hand nahm, aber wir fanden es beide so schön und haben uns so sehr über diese kleine Berührung gefreut. <3 Und es gibt auch wieder immer öfter Abende, an denen wir zusammen auf dem Sofa versacken und ich nicht schon ab 19 Uhr beim Baby liege oder alle 10 Minuten rüber laufen muss.

Superbadmom

Ich bin oft schrecklich unentspannt und habe eine sehr kurze Zündschnur, meckere viel zu viel und statt zu trösten, möchte ich einfach manchmal nur, dass der Große still ist, damit der Kleine nicht auch direkt wieder anfängt zu schreien. Ich bin manchmal einfach eine richtige Kackmama.

Schlimmer als das Gefühl nach endlosen, schlaflosen Nächten, dass sich nach Kater anfühlt, nur ohne vorher gefeiert und getrunken zu haben, ist das Gefühl, dem geliebten Kind nicht gerecht zu werden. Einfach nicht genug Zeit, freie Arme, Aufmerksamkeit, Liebe und Verständnis zu haben und geben zu können, obwohl er alles so sehr braucht und verdient. Ganz oft steht der Große einfach hinten an und es fühlt sich schrecklich an.

Ich versuche wieder entspannter zu werden, öfter noch tiefer durchzuatmen, mehr Zeit nur mit dem Großen zu verbringen und Zeit mit beiden zusammen auch zu einem schönen Erlebnis für ihn zu machen. Natürlich hat genau jetzt das Baby Abends keine Lust mehr auf Papa und kommt fast nur noch bei mir runter und findet in den Schlaf. Aber ich bin zuversichtlich, dass sich das auch wieder ändern wird und ich Abends bald mal wieder die sein kann, die eine Planschparty veranstaltet, statt im Dunkeln das Baby in den Schlaf zu fönen.

Sechs Monate zu Viert | Dunkel, dunkel, hell

Elterndorf

Ich bin so dankbar für all die großartigen Eltern, die ich hier in unser Straße kennen lernen durfte, die zu Freunden wurden und die immer mit Hilfe, Rat, Schokolade, Wein, offenen Armen, leckeren Notfallabendessen und Verständnis zur Stelle sind, wenn mir alles ein bisschen zu viel wird. Mit ihnen war das letzte halbe Jahr machbar. <3

Liebe, Liebe, Liebe

So negativ, wie sich hier vieles liest, so anstrengend wie alles ist, ich möchte unsere kleine Familie auf gar keinen Fall wieder hergeben. Ich liebe unsere zwei kleinen Rabauken und freue mich so auf all die Abenteuer, die wir noch mit ihnen erleben werden. Und irgendwann gehen diese anstrengenden Monate in all den schönen Jahren einfach unter.

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16 Kommentare

  • Antworten Theresa 4. Mai 2019 um 9:03

    Ganz viel Liebe, Geduld und Nerven für euch.
    Ich habe zwar „nur“ eine Tochter von 20 Monaten, aber die ersten Monate hatten es auch hier in sich – hallo high-need-Baby! Irgendwer heulte gefühlt immer (Baby oder Mama), oft dachte ich, ich kann nicht mehr. Nie bin ich so sehr an meine Grenzen gekommen wie als Mutter. Genauso habe ich nie was schöneres erfahren dürfen, als Mama zu sein.
    Aktuell finden wir uns langsam als Paar wieder, an ein zweites Kind mag aber noch niemand von uns denken, so sehr ich es dem Tochterkind schenken würde 🙁
    Wir Mütter sind großartig und sollten uns draußen immer ein High-Five geben!
    <3

  • Antworten Lore 4. Mai 2019 um 9:05

    Ach Ivy, Hut ab vor der Situation! Schön, dass du sagen kannst, dass es langsam besser wird. Ihr Eltern macht einen großartigen Job und es dauert sicher nicht lange, dann flitzen die zwo Lütten fröhlich durch den Park.
    Alles Liebe euch!

  • Antworten juliajungsmama 4. Mai 2019 um 9:10

    Liebe Ivy,
    Danke für diesen Text! Ich habe im August meinen zweiten Sohn bekommen. Die ersten Monate waren unglaublich kräftezehrend. Ausnahmezustand. 6 Monate lang. Und anstatt mich über die wirklich auch zahlreichen schönen Momente zu freuen und diese zu genießen, habe ich zu anderen Zweifacheltern geguckt, online und offline, die ja alles anscheinend so viel besser hinkriegen als ich schlechte böse Mama. Ich danke dir für düsen ehrlichen Text, in dem du ehrlich über Verzweiflung, Frustration, Anspannung schreibst und es dir trotzdem gelingt, positiv zu bleiben und die Hoffnung nicht zu verlieren. Danke! Und irgendwann werden bestimmt auch unsere Nächte wieder etwas länger…

  • Antworten Anika 4. Mai 2019 um 9:39

    Liebe Ivy, danke für diesen ehrlichen Text. Du bis keine Kackmama! Sondern eine wunderbare und großartige Mama für deine beiden Jungs. Ich denke an dich.

  • Antworten Jessica 4. Mai 2019 um 9:46

    Ich bin dir so dankbar für diese ehrlichen Worte! Du sprichst mir aus der Seele, den zur Zeit sieht es hier genauso aus. Ich bin froh zu hören dass es anderen auch do geht und dass es auch bei uns bald bergauf gehen wird! Fühl dich gedrückt und liebe Grüße

  • Antworten Julia 4. Mai 2019 um 9:52

    Oh mein Gott, was für ein wundervoller Text!! Ich habe ihn gelesen und hier und da ein Tränchen verdrückt… Deine Worte sind so wahr. Ich habe auch „nur“ eine Tochter. Sie ist so alt wie dein kleiner Mann. Aber auch bei uns läuft vieles so ähnlich ab wie bei dir. Manchmal ist auch hier kein Ablegen möglich und richtig glücklich ist man erst auf Mamas. Vom mehrfachen Zurück – in-den-Schlaf-Stillen nachts ganz zu schweigen. Und auch ich frage mich, wie das Kind jemals ohne meine Brust einschlafen soll.. 😀 aber das hat dein Großer ja auch irgendwie geschafft, wie du schreibst. Ich glaube es ist alles irgendwie eine Phase. Und die geht wahrscheinlich wirklich solange bis sie 18 Jahre alt sind oder darüber hinaus. Ich finde du meistert das top! Ich glaube, dass man hin und wieder enttäuscht von sich ist, dass man nicht jedem in diesen schweren Momenten gerecht werden kann. Gerade seinem Partner oderdem großen Geschwisterkind.
    Aber wir sind nun alle mal nur Menschen, die auch mal unvollständig und fehlerhaft sein dürfen. Die Kleinen verzeihen einem so viel… Die Herzen sind so unendlich groß. Als Mamas kommen wir scheinbar alle irgendwie an unsere Grenzen und entwickeln solch eine Stärke, von der wir niemals geglaubt hätten, dass wir sie jemals haben könnten.
    Und wenn einen die Kleinen dann anlächeln, ist irgendwie wieder alles vergessen 🙂

  • Antworten Becky 4. Mai 2019 um 9:53

    Oh Icy, dein Text rührt mich gerade zu Tränen! Du bist eine wundervolle Mama und gibst alles für deine Kinder (dein Mann sicher auch!), aber irgendwann bleiben die Kräfte auf der Strecke. Das ist ganz normal! Schön, dass ihr eine so tolle Gemeinschaft habt in der Straße, die euch unterstützt. Und irgendwann wird es bestimmt besser! Alles Liebe für euch <3

    • Antworten Becky 4. Mai 2019 um 9:55

      Ivy sollte das natürlich heißen…

  • Antworten Resi 4. Mai 2019 um 10:27

    Ach Ivy, I feel you. Und mach dir bloß keinen Stress, du musst ihm gar nichts abgewöhnen-unser Kandidat war genau so (Föhn/Trage/der verf*** Hüpfball🤪) und das hat ab 8 Monqten kontinuiierlich abgenommen….jetzt mit 1 Jahr schläft er ganz normal neben mir liegend ein.

  • Antworten Dani 4. Mai 2019 um 10:35

    Liebe Ivy, wir haben zwar nur eine Tochter, aber: i feel you. Sie ist jetzt 13 Monate alt und seit drei Wochen lässt sie sich tagsüber ablegen. Nachts trinkt sie noch alle zwei bis drei Stunden. Es ist anstrengend.
    Aber vor allem ist es Liebe. Für ein Kind, das solch offene Kanäle hat, dass das Lernen für alle Beteiligten furchtbar anstrengend ist. Getrunken wird hier nur im abgedunkelten Raum. Festes Essen ist weiterhin wenig, weil alles zu spannend ist.

    Ich wünsche dir, dass du dich bald wieder besser fühlst und: ausreichend gut. Höher ist der Anspruch nicht an das Muttersein. Das reicht… 😊

  • Antworten Jana 4. Mai 2019 um 14:56

    Liebe Ivy,
    Normalerweise bin ich eine stille Leserin… aber das was du beschreibst haben wir hier auch mit unserem zweiten Kind durch… und es wird besser! Wir haben auch alles durch… föhnen, Swing to sleep Wiege um ihn überhaupt mal für 5 Minuten ablegen zu können, Beratung, viele Arztbesuche um Schmerzen auszuschließen….
    Und es wird langsam besser. Also glaub daran, es wird besser! Irgendwann schläft er vielleicht im Kinderwagen ein und du fragst dich ob du das falsche Kind mitgenommen hast. Bei uns so. Und ab da ging es Stück für Stück bergauf. Jetzt ist er 18 Monate und ein immer noch sehr sehr aufmerksamer kleiner Kerl, der schwer zu Ruhe kommt. Aber auch unglaublich charmant, fröhlich, aufgeschlossen und clever. Und wir freuen uns jeden Tag über diese Entwicklung und können die immer weniger werdenden Schreizeiten entspannt händeln.
    Also ganz viel Kraft und Geduld euch!

  • Antworten Nathalie 4. Mai 2019 um 21:28

    Genau so hätte ich diesen Text auch schreiben können 🙂 Nur mit dem Unterschied, dass unsere kleine Tochter inzwischen schon 13 Monate alt ist. Ich hab mich in den ersten Monaten oft gaaaanz genau so gefühlt: niemandem wirklich gerecht zu werden,
    zu viel meckern, zu viel Ungeduld, kein Plan, wie mit einem abends lang arbeitenden Mann die Abendroutine alleine bewältigt werden kann. Dann das schlechte Gewissen; die Große vor dem Tiptoi geparkt zu haben, um die Kleine eben zum Schlafen zu bringen, die by the way auch die ersten zwei Monate unheimlich viel schrie 🙁
    Aber glaub mir: es wird . Vielleicht nicht morgen oder übermorgen, aber dann eben in drei Wochen. Oder in zwei Monaten. Wir haben heute auch noch Abende, an denen nix glatt läuft, die Kleine krank, die Große nölig, ich (inzwischen wieder aus der Elternzeit zurück im Job) abends irgendwann von allem genervt, alles doof, mäh… aber die guten Tage überwiegen inzwischen eindeutig!

  • Antworten Nadine 5. Mai 2019 um 11:38

    Vielen dank auch von mir für diesen ehrlichen Text! Mich hat er sehr gerührt.

  • Antworten Jennifer 6. Mai 2019 um 9:20

    Vielen Dank für den tollen, ehrlichen Text! Meine erste Tochter war ähnlich wie dein Lasse. Schreien, stillen, schlafen (auf mir)… So sahen die ersten 4 Monate aus. Was die Mobilität anging war sie total schnell. Mit 8 Wochen drehen, mit 4 Monaten Vierfüßlerstand und Liegestütz, mit 5 Monaten krabbeln und mit 10 Monaten frei laufen. Ich habe sie sooooo lieb, aber damals dachte ich, dass es ein Geschwisterchen nicht geben wird. Naja, jetzt ist meine große Tochter 2,5 Jahre alt und ihre kleine Schwester 2 Monate. Sie schreit auch ganz viel und schlafen ist wieder sehr schwierig, aber es ist nicht ganz so „schlimm“ wie bei meiner ersten Tochter. Aber ich weiß ja, dass es besser wird und wir nur durchhalten müssen. Es gibt auch ganz, ganz viele schöne Momente. Die Große ist so lieb zu ihrer kleinen Schwester. Die Kita-Keime nerven allerdings brutal!!! Einschlafstillen klappt zum Glück oft, aber alles andere nicht. Auf dem Arm einschlafen mit ganz viel schunkeln auch, aber ablegen ist dann unmöglich. Da wacht sie sofort wieder auf. In der Trage einschlafen klappt auch, aber schlafend bekomme ich sie auch nicht mehr raus. Kinderwagen bleibt wieder erstmal für ein halbes Jahr stehen. Diesmal habe ich mich für einen Rückbildungskurs mit Baby angemeldet, weil es ohne nicht organsierbar war. Was soll ich sagen… Baby umhertragen und stillen… Zählt das auch als Rückbildung?!? Die anderen Babys liegen da einfach friedlich auf dem Boden. Das soll es anscheinend auch geben. Aber genug gemeckert. Ich liebe beide unbeschreiblich arg, das ist nicht in Worte zu fassen und ich gebe sie niemals mehr her.

  • Antworten Ines 10. Mai 2019 um 11:07

    Vielen lieben Dank für diesen Text!
    Bei uns ist es sehr ähnlich. Mein großer ist 3 Jahre alt und der kleine fast 4 Monate. Wir sind auch meilenweit von einer Abendroutine entfernt 😓. Ohne Fön-App geht hier auch kaum was. Alternativ noch tragen, Pezzi-Ball und stillen (Schnuller wird hier leider nicht angenommen).
    Da hilft echt nur durchhalten und die schöne Momente feiern 😊!
    Du machst das super!
    Ich freue mich immer wieder über deinen Blog, der einen aufatmen lässt☺️!

  • Antworten Sunny 17. Mai 2019 um 14:07

    Wirklich sooo schön, so einen ehrlichen Text zu lesen!!! Du machst das wunderbar und dein großer sieht das und wird dich bestimmt als Wonderwoman Mom erleben und in Erinnerung behalten wenn er groß ist! 💖 Ich wünschte mehr „Blogger Moms“ würden so ehrlich und authentisch schreiben….! Dann hätten weniger Mütter das Gefühl Versagerinnen zu sein! 💕 Fühl dich unbekannter Weise aus der Ferne herzlich gedrückt!

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